#157 Feminismus im Alltag: Care-Arbeit, Mental Load und echte Gleichberechtigung.
Shownotes
Über meine Gästin:
Sina Ganster ist Content-Creatorin auf LinkedIn zu den Themen Feminismus und Gleichberechtigung. Zudem erklärt sie mit ihrem neuen Format 2MinutenFeminismus auf den gängigen Plattformen (Instagram, Tiktok, Substack-Newsletter) in kurzen, verständlichen Beiträgen, wo uns Ungleichheit im Alltag begegnet und was wir dagegen machen können.
Linkedin Substack Instagram/Tiktok @2minutenfeminismus
Über Isabel Gebien: Isabel Gebien ist die Gründerin von EQUALITY 365, Podcast-Host, zertifizierte Business Coach, Trainerin und Speakerin für inklusive Führung und Kulturwandel.
Sie begleitet Unternehmen und Führungskräfte dabei, faire Strukturen zu gestalten, psychologische Sicherheit zu stärken und moderne Führung wirksam werden zu lassen – klar, zugänglich und manchmal unbequem.
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00:00:01: Hallo und schön, dass du da bist bei einem Equality of three hundred and sixty five Podcast dem Ort an dem Gerechtigkeit keine Grenzen
00:00:08: kennt.
00:00:09: Im Kern dieser Folge sprechen Sina Gansta und ich darüber das wir auf dem Papier als ziemlich gleichgestellt gelten und dennoch hat sich im echten Leben relativ wenig pro Gleichstellung für uns verändert.
00:00:21: Wir sprechen über Kehrarbeit, über Mental Load und Strukturen die teilweise noch wirken wie aus den siebziger Jahren Und wir schauen nach Spanien.
00:00:29: Was läuft dort anders?
00:00:30: Und warum bekommt Deutschland beim Thema Gleichstellung seit Jahren so wenig bewegt?
00:00:35: Jetzt reinhören!
00:00:37: Ja, es ist wieder soweit.
00:00:38: eine neue Folge von Equality Three Sixty Five ist raus und ich habe heute die wunderbare Sina ganz dazu Gast.
00:00:45: Ich freue mich ganz toll dass du da bist weil du ein ganz wunderbares wichtiges Thema mitbringst was ja leider in unserer Gesellschaft nicht alt wird.
00:00:54: Feminismus, Gleichberechtigung und Gleichstellung eventuell auch ein bisschen Vereinbarkeit.
00:00:59: also das fällt ja auch mal ob einigen ja dann Mamas oder Frauen mit rein.
00:01:05: Aber bevor ich zu viel verrate und wir in das Thema direkt einsteigen, magst du dich einmal selber vorstellen?
00:01:10: Du kannst es gerne so frei wie möglich machen.
00:01:12: Also du musst jetzt gar nicht sagen Ich bin Sina und mache X, Y und Z, sondern was möchtest du von dir teilen?
00:01:18: Was möchteste den Menschen da von dir Teilen?
00:01:22: Hi erstmal super lieb dass ich hier sein darf.
00:01:25: also ich bin ganz ganz großer Fan vom Podcast.
00:01:28: Und ja ich habe mich jetzt so auf diese Session gefreut.
00:01:32: Ja Gut, wie stelle ich mich jetzt vor?
00:01:33: Na ja!
00:01:34: Ich bin Sina.
00:01:37: Die fängt mal sonst anders an, ne?
00:01:40: Also die meisten kennen mich wahrscheinlich von LinkedIn wo ich sehr aktiv unterwegs bin und wirklich fast täglich Content zu den Themen Feminismus gleichberichtigung und Kehrarbeit kreiere.
00:01:56: Ja, ganz viele Jahre.
00:01:59: Das sind absolute Herzensthemen von mir wie du schon sagst was leider nicht alt wird drüber zu reden.
00:02:07: und genau an sich habe ich noch einen Podcast.
00:02:11: Ich bin angehende Autorin und ich halte auch Keynotes zu dem Thema Und jetzt freue ich mich mit dir auszutauschen ein bisschen zu quatschen
00:02:21: Wahnsinnig, wahnsinnig spannend.
00:02:28: Am sechsundzwanzigsten November ist die Work Awesome in Berlin und ich bin ab elf Uhr am Brandeinsstand vor Ort.
00:02:33: Wenn ihr auch kommt oder Lust auf ein persönliches Gespräch habt, kommt unbedingt vorbei!
00:02:37: Ich würde mich mega freundlich mit euch außen zu tauschen.
00:02:40: Mit dem Rabattcode awesome-fünfzehn bekommt ihr fünfzehn Prozent auf euer Ticket.
00:02:44: Vielleicht sehen wir uns ja dort – das wäre
00:02:46: ziemlich awesome!
00:02:47: Bis bald!
00:02:52: Ähm...
00:02:54: Jetzt ist es so… zu meiner Arbeit und mit dem Fokus auf Zugehörigkeit, Chancengerechtigkeit.
00:03:04: Also wie können wir oder anders gesagt ... Ich beschäftige mich mit der Frage, wie Menschen in Organisationen wirklich wirksam sein können?
00:03:12: Und da hab ich eben den Fokus, Gleichstellung, Zugeheuerigkeit, Chance-Gerechtigkeit!
00:03:17: Das hat irgendwann ehrlicherweise vor einigen Jahren angefangen als ich Mutter geworden bin.
00:03:22: Da hat sich das verstärkt.
00:03:23: Ich habe schon immer ein riesengroßes Gerechtigkeitsbedürfnis gehabt Und mich auch für Minderheiten.
00:03:30: jeder hat immer eingesetzt.
00:03:33: Aber mit dem Mama werden es dann doch viel, viel stärker geworden und ich merke das ist total schweres wenn man einmal in diesen Sumpf der Gleichberechtigung und des Feminismus reingefallen ist da überhaupt wieder rauszukommen beziehungsweise die Brille wieder abzusetzen bedeutet egal wo man hingeht was man erlebt in welcher Situation man sich wieder findet.
00:03:54: man schaut immer mit dieser Brille So, jetzt wäre meine erste Frage an dich.
00:03:59: Gab's ... Erinnerst du dich an ein Ich von dir quasi also an einen Sein von dir vor dieser Feminismuszeit?
00:04:08: Und was würdest du heute mit dem damaligen ich ausdiskutieren?
00:04:14: Also gab es mal eine Sina die nicht feministisch war und wenn ja woran lag das?
00:04:20: und was würdest du da heute sagen?
00:04:23: Ja, die gabs auf jeden Fall.
00:04:26: Besonders damit zusammenhängt, dass ich aus einem sehr konservativen Haushalt komme.
00:04:31: Wo eigentlich so das Thema Feminismus gar kein... ...aktives Thema war und als ich mich dann mal ein bisschen damit beschäftigt habe oder mal da so ein bisschen darüber nachgefragt hab, da ist mir eigentlich ganz schnell immer so das Begegnet mit einer ja Gleichberechtigung.
00:04:51: Das haben wir ja schon alles.
00:04:53: Also das ist auf dem Papier Ja, in den Gesetzen.
00:04:58: Eine Frau darf ja quasi alles machen und das war eigentlich... Und ich kann es auch total nachvollziehen dass ich also sage ich mir so Ich wurde dann damit so ein bisschen abgespeist und habe mich auch selber damit abgespeißt so ein Bisschen zu sagen.
00:05:15: Das muss total überzogen.
00:05:17: Also wir dürfen doch alles was gibt's da noch groß zu diskutieren?
00:05:23: Und jetzt heute weiß ich natürlich, ja wir haben noch lange nicht alles erreicht.
00:05:29: Aber ich kann es halt nachvollziehen warum ich auch früher so gedacht habe weil halt diese Gesetze einfach sichtbar sind ne?
00:05:35: Wir haben auf dem Papier stehen Ja Frau darf alles werden was sie will aber die Strukturen die sind halt einfach noch nicht.
00:05:43: sichtba und Ja, und es reicht halt einfach nicht.
00:05:48: Also meinem jüngeren Ich würde jetzt sagen Hey Sina!
00:05:51: Es reicht nicht einfach nur irgendwelche Gesetze zu ändern wenn geschnelltschaftliche Konventionen, wenn die Strukturen eigentlich noch fast sind wie in den Siebzigern Und ja, das sieht man halt immer noch sehr stark an den Zahlen.
00:06:05: Dass Frauen einfach deutlich weniger verdienen als Männer im Schnitt drohen.
00:06:10: Sechzehn Prozent haben wir da eine Gender Gap Wir haben Frauen leisten knapp vierundvierzig Prozent mehr unbezahlte Kehrarbeit als Männer.
00:06:20: Wenn wir uns mal angucken wer In den mächtigen Positionen sitzt wer in Teilzeit geht.
00:06:27: Wer sich maßgeblich um die Kinder kümmert, dann wird ganz schnell klar dass es da noch ein ganz großes Ungleichgewicht gibt.
00:06:38: Absolut und ich finde nicht nur das wenn man weitergeht.
00:06:41: Ich war gestern Abend auf einem tollen Event von More Diversity Und da habe ich auch ganz spannende Gespräche geführt.
00:06:48: Unter anderem ging es auch darum, dass wir diskutiert haben was eigentlich mit Frauen passiert die dann in diese machtvollen Führungsposition in der Gesellschaft, in der wir aktuell leben kommen nämlich die Befüttern und bestärken das Patriarchat eigentlich.
00:07:02: Also es ist ganz selten, dass Frauen, die extrem erfolgreich sind, dann wirklich die Brille aufhaben, die wir beide tragen oder diese Wertevorstellung haben weil eine bestimmte Stärke mitbringen mussten, ich nenne das jetzt mal stärkem positive Formuliert.
00:07:18: Mitbringen müssen um überhaupt in diese Positionen in diesem System, indem wir uns bewegen zu kommen.
00:07:23: was nämlich eigentlich Frauen überhaupt gar nicht da reinlässt und auch das finde ich schwierig weil dadurch... also wieso ich das anspreche ist einfach weil wir das als Gleichstellung verkaufen Aber eigentlich ist es nur eine Befeuerung des Patriarchats.
00:07:40: Es ist keine Gleichstellung, weil die Frauen, die da oben sind, meistens gar nicht gleichgestellt.
00:07:45: Sie sind oftmals im Übrigen auch keine Mütter, was ich immer wieder fraglich finde und genau ...
00:07:57: Total!
00:07:58: Also ich sehe das ganz genauso.
00:08:00: Es wird sich dann in Anführungszeichen eine erfolgreiche Frau quetscht sich halt in dieses patriarchales System rein, macht dann halt sage ich mal Abstriche.
00:08:11: zum Beispiel wie du schon sagst bekommt keine Kinder und schafft es dann vielleicht nach oben ist.
00:08:19: Vielleicht auch nicht verheiratet oder keine Ahnung also ist nicht in diesem System drin genau.
00:08:28: aber es wird halt sehr oft als gegen Argument verwendet, dass man halt sagt ey guck mal.
00:08:40: Es gibt doch mächtige Frauen es gibt doch Frauen in Führungspositionen also das kann ja gar nicht so schlimm sein.
00:08:45: Also gibts denn überhaupt ein Patria Schad.
00:08:48: dann aber diese Frauen sind halt nicht erfolgreich trotz ihr.
00:08:55: sie sind erfolgreich trots ihres Geschlechts nicht wegen ihres geschlechts und mussten deswegen halt grauchkrasse Abstriche machen.
00:09:04: Und das kann es halt nicht sein, ne?
00:09:06: Wir müssen uns das ganze System hinterfragen!
00:09:09: Was bedeutet das konkret für dich wenn du... weil ich finde das ganz spannend.
00:09:12: auch dieser Punkt kam gestern bei dem Abend.
00:09:16: wir müssen das System hinter fragen.
00:09:17: aber was bedeutet das Konkret für Dich und was wären vor allem so... Was wäre die eine gesellschaftliche Regel die Du vielleicht auch einführen würdest um da wirklich einen Unterschied zu machen und zu sagen hey so können wir wirklich gerechter werden in der Art und Weise das System hinterfragen.
00:09:34: Ja, also grundsätzlich ist immer ganz wichtig, immer sage ich mal diese Warum-Frage zu stellen?
00:09:40: Also anstatt einfach zu sehen okay so läuft es halt bei uns in der Gesellschaft und so ist es halt schon immer zuwesen sondern immer zu fragen Warum läuft es grad so und muss das so sein?
00:09:50: Also immer ein bisschen einen Schritt weiter zu gehen.
00:09:53: Weil, das passiert halt ganz oft dass wir einfach sehen die Welt läuft wie's ist in Unternehmen funktioniert es halt so und es wird wie gesagt immer geguckt.
00:10:05: Wie kann ich mich da als Frau reingquetschen?
00:10:07: aber wie gesagt nie wirklich geguckt.
00:10:09: wie kann ich jetzt auch einfach dieses System verändern oder wie müsste es sich verändern?
00:10:17: Gut, die eine gesellschaftliche Regel, die ich einführen könnte.
00:10:21: Also es gibt da ganz viele Sachen, die wir ändern könnten.
00:10:25: Ich bin ja so ein bisschen auch im Bereich Kehrarbeit unterwegs und Es ist halt so dass ja Ist jetzt keine große Neuigkeit Dass die Mehrzahl oder der größere Anteil an Frauen halt die Kehrarbeit übernimmt.
00:10:44: Und was ich machen würde, wäre eine bezahlte nicht übertragbare Elternzeit einzuführen und zwar sieben Monate pro Elternzeit.
00:11:00: Der Fokus steht da ganz klar auf Nichtübertragbar.
00:11:05: Und während diesen sieben Monaten würde die Person ein hundert Prozent ihres Protolohns erhalten, heißt also sogar mehr als sie normal verdienen würde.
00:11:18: Weil man zahlt dann während diesen Sieben Monaten keine Steuern, keine Abgaben und hat dann quasi mehr auf dem Konto plus die ersten sechs Wochen müssten als paar gemeinsam genommen werden.
00:11:37: Und
00:11:38: dann könnte man sich mal überlegen, okay was würde passieren bei so einem System?
00:11:42: Wenn wir jetzt zu die elternden Zeit und das Elterngeld definieren würden da würde passieren dass Männer halt nicht mehr ihren Anteil verfallen lassen weil er auch nicht auf die Frau übertragbar ist plus er würde ja auch noch ein übes Verlustgeschäft machen Weil finanziell wird er halt einfach Geld verlieren, plus emotional.
00:12:08: Er würde auch Zeit mit seinem Kind verlieren.
00:12:11: Das heißt ein Großteil der Männer würde dieses System, sag ich mal nutzen und die Elternzeit nehmen.
00:12:19: Plus die ersten sechs Wochen, die wie gesagt verpflichtend wären würden beide zusammen zu Hause sein gemeinsam sein sich als familienäuf finden die Frau im Wochenbett unterstützen.
00:12:35: Also auch da einfach noch mal so eine echte Bindung von Anfang an zu dem Kind aufbauen.
00:12:41: und das Allerwichtigste, und das ist wirklich auch das Allervichtigste für diese ganze Gesellschaft, es würde einfach ne totale Empathie und mein echtes Verständnis dafür entstehen was Kehrarbeit bedeutet.
00:12:54: denn halt wirklich machen man sieben Monate der Hauptverantwortliche ist für das baby weil frau vielleicht in der zeit dann arbeitet und wirklich mal diese sieben monate Mal wobt ohne dass Ja Oder im Moment ist es ja, dass einfach ganz oft der krasseste Fall.
00:13:18: Aber kenne ich auch auf das nach vierzehn Tagen der Mann irgendwie zurückgeht zu seiner Arbeitsstelle oder meinetwegen nach einem Monat zwei Monaten.
00:13:27: aber da kriegst du halt nicht wirklich dieses Empathie und dieses Verständnis dafür entwickelt wie was für eine extreme Knochenarbeit so eine Kehrarbeit ist.
00:13:37: Und das hört sich dann natürlich jetzt dieses System, was ich gerade so beschrieben habe.
00:13:41: Das hört sich halt total utopisch an.
00:13:43: So wow wird jetzt der eine oder andere wahrscheinlich auch sagen, wie willst du das machen?
00:13:48: Hundert Prozent von Protolohnen, sieben Monate ist ja total utopic kriegst ihr überhaupt irgendwie gar nicht finanziert.
00:13:56: und das Ding ist dass das System, das ich jetzt gerade beschrieben hab, das gibt es und zwar fast eins zu eins.
00:14:02: wird das in Spanien so umgesetzt?
00:14:06: Ich lebe seit sieben Jahren in Spanien und habe auch einen spanischen Mann und ein halbspanisches Kind.
00:14:11: Deswegen kenne ich das System sehr, sehr gut!
00:14:13: Und das ist ein absoluter Gamechanger dieses Systemen.
00:14:17: In Spanier ist es wohl so dass der einzigste Unterschied zu dem was ich gerade erklärt habe, dass man nur vier Monate pro Elternteil hundert Prozent des Protolohns bekommt und das nicht übertragbar ist.
00:14:31: Also anstatt die sieben Monate, also es ist leider ein bisschen kürzer.
00:14:35: Aber grundsätzlich was halt passiert ist dass alle... Also quasi alle Männer diese vier Monate Elternzeit nehmen und das merkst du hat einfach in der Gesellschaft ne?
00:14:52: von den Männern her ein ganz anderes Verständnis kommt.
00:14:56: Gibt's auch ganz viele Studien drüber mittlerweile hier in Spanien, was sich seit Jahrzehnte und Zwanzig, seitdem es dieses System gibt, das sich da auch so mental in den Köpfen da gedreht hat?
00:15:07: Und du siehst es halt einfach auf den Straßen, was total nett ist und auch ein ganz andres Rollenbild noch mal zeigt, dass du auf den Strassen ganz, ganz viele Männer siehst mit ihren Kindern.
00:15:18: Ich bin bei mir im Baby schwimmen Da bin ich, die ist jetzt kein Witz.
00:15:21: Bin ich die einzige Mutter in meiner Gruppe?
00:15:25: Und es bin ich nur mit Väter zusammen, die mit mir dieses Bildschwimmen machen.
00:15:29: Richtig, richtig spannend!
00:15:31: Ist natürlich auch ein bisschen Zufall jetzt in dem Fall.
00:15:33: aber grundsätzlich hast du wirklich da schon so eine Equality von fünfzig Prozent.
00:15:38: und ja das ist ein ganz großer Game Changer in den Köpfen der Leute.
00:15:44: Es ist auch ein großer Gamechanger im Arbeitsmarkt weil theoretisch ist jetzt in Anführungszeichen genauso riskant es, ein Mann wie eine Frau einzustellen.
00:15:56: Weil beide im Falle eines Kindes halt raus sind.
00:16:01: Es ist nicht nur die Frau, die raus ist und deswegen vielleicht auch die Diskriminierung erfährt sondern es ist halt genau so der Mann, der raus ist.
00:16:10: Und ja... dass es so ein Modell, was mich geflasht hat und ich super gerne in Deutschland sehen würde oder so in der Richtung.
00:16:18: Weil das ist ein Model, was lenkt.
00:16:20: Was was ändert?
00:16:22: Aber was mir auch schnell auffällt ... Ich kann mich damit total identifizieren und ich glaube auch, dass das einen großen Impact gesellschaftlich hatte auf uns Menschen.
00:16:32: Weil man darf ja nicht vergessen, welche emotionale Lastfamilien mit sich rumtragen, weil nicht jeder Vater, der keine Elternzeit nimmt, ist damit happy!
00:16:42: Das darf man auch nicht vergessen, finde ich.
00:16:43: Also das ist ja nicht so, dass Väter sich dafür selber entscheiden und sagen, ich möchte mich gar nicht um ein Kind kümmern nee sondern man happen to be in einem Job der es einfach wirklich nicht zulässt Und der im Zweifel nämlich genau das was in Deutschland häufig passiert sagt Ja macht das dann bist du raus Oder du bekommst keine Beförderung mehr.
00:16:59: Habe ich noch in Nöcher gehört?
00:17:00: Ich habe einige Väter, die auch Väter-Netzwerke gegründet haben an großen Konzernen hier in Deutschland im meinem Podcast schon gehabt und die genau das gesagt haben.
00:17:08: Die gesagt haben mit dem Punkt dass ich Vater geworden bin und gesagt habe ich kümmere mich auch war ich raus so da hab' ich keine Besolderung mehr bekommen.
00:17:16: Ich glaube, was da wichtig wäre ist, dass das wirklich wie so eine Regularie.
00:17:20: Also wie so ein Regelwerk einfach in Deutschland als wirkliche Regel eingeführt wird und Unternehmen einen Muss ist.
00:17:28: Weil wenn alle Unternehmen dazu verpflichtet wären ihre Mitarbeitenden die Eltern werden so zu behandeln dann kann man ja nicht mehr diskutieren weißt du?
00:17:36: Wenn aber jetzt nur irgendwie ein Unternehmen sagt er macht das und ein anderes nicht Dann sagt das Unternehmen wo der Papa sagt Ja ich bin jetzt mal sieben Monate weg dann sagt das Unternehm kann es ja sein, dann bist du danach aber raus oder bekommst keine Beforderung mehr.
00:17:49: Deren anderes Unternehmen total offen ist und sagt schön toll dass du das machst hier du wirst sogar noch unterstützt und wir begeben dir sogar noch dein volles Gehalt.
00:17:56: also ich glaube es muss wirklich einfach als Regel in Unternehmen müsste das eingeführt werden oder eben auch politisch auf der Instanz für ganz Deutschland sonst funktioniert es nicht.
00:18:09: und man muss halt tatsächlich fairerweise auch über Spanien sagen Ihr ja dort, was die Gleichstellung angeht viel weiter als Deutschland.
00:18:15: Das macht es natürlich auch schwer.
00:18:19: Ja total.
00:18:20: Also Spanien ist ein sehr inspirierendes Land, das man sich hinsichtlich Gleichstellung auf jeden Fall mal genauer ansehen kann.
00:18:31: Da gibt's ganz interessante Regeln und ich schreibe doch öfters links drüber.
00:18:38: Ein ganz, ganz spannendes Land, was dahingehend schon sehr weit ist.
00:18:43: Fragt mich nicht, woranz liegt?
00:18:45: Aber als ich hier zu zwei neunzehn hingezogen bin, hab' ich das relativ schnell gemerkt, dass die Frauen sich hier gar nix bieten lassen und dass der Feminismus da ganz schön ... also sehr, sehr weiter is'.
00:19:01: Und es war für mich auch eine riesige Inspirationsquelle.
00:19:04: Ja, glaub ich.
00:19:05: Wo genau wohnst du in
00:19:06: Spanien?
00:19:08: Also ich hab lange in Barcelona gewohnt und bin jetzt aber in die Stadt meines Mannes gezogen.
00:19:15: Die Stadt heißt Zaragoza, die ist relativ groß, aber gar nicht so bekannt.
00:19:19: Und die ist in Nordspanien in der Nähe von den Pyreneen.
00:19:23: Ja schön!
00:19:25: Jetzt haben wir gerade schon mal drüber gesprochen.
00:19:27: Das ist ja häufig so, ne?
00:19:28: Wir wünschen uns irgendwie fünftig-fünfzig und wir kommen dem Jahr auch vermeintlich näher.
00:19:33: Ehrlicherweise machen wir aber auch grade wieder Rückschritte.
00:19:35: also es ist jetzt auch nicht so dass wir hier nur Fortschritt begehen.
00:19:38: Aber gut wollen wir trotzdem mal festhalten das ja nun ein paar Frauen in Vorständen, Parlamenten, Panels
00:19:44: etc.,
00:19:44: PP-Führungsposition sitzen Und trotzdem wird Macht eher nicht immer für uns genutzt, beziehungsweise bedeutet das nicht automatisch.
00:20:03: Das macht eben auch anders genutst wird.
00:20:05: jetzt habe ich mich gefragt woran erkennen wir denn dass frauen nicht nur im bestehenden system aufsteigen sondern sich durch diese frauen auch die regeln in den system wirklich verändern?
00:20:16: also das was wir uns eigentlich wünschen dass die freunde da oben sind nicht zu einem patriarchat abklatscht werden oder auch irgendwie ein mann in dem frauen kostüm sind.
00:20:27: Wie verändert sich denn wirklich maßgeblich das System, also das was du dir eingangs auch gewünscht hast?
00:20:33: Ja.
00:20:34: Also du hast erstmal recht.
00:20:35: Fünfzig-fünfzig allein reicht nicht wenn sich halt die Regeln nicht verändern.
00:20:40: Aber Schossen stehen halt verdammt gut dass sich die Regel verändern wenn mehr und mehr Frauen in diesen Positionen haben.
00:20:49: Und ja, also wie merke ich das sich was verändert?
00:20:53: Also wenn sich zum Beispiel die Agenda einfach verändert.
00:20:56: Also dass wir einfach diese ganzen Themen, die früher eher so als Frauenthemen oder Nischenthemen galten, wenn sie wirklich in den Fokus rutschen.
00:21:05: Das ganze Thema Kehrarbeit, Gesundheitsforschung, Gewaltschutz, Gewaltprävention, Vereinbarkeit... Wenn die halt nicht mehr am Ende von der Tagesordnung stehen oder sogar nur als Fußnote, hast du auch ganz oft.
00:21:22: Dann hat sich was verschoben.
00:21:24: Also dann könnten wir auf jeden Fall sagen okay wir sehen da wirklich Bewegung drin.
00:21:30: und wenn zum Beispiel Spielregeln selbst hinterfragt werden also nicht nur die Frau sitzt in der Sitzung oder im Meeting sondern warum finden Meetings um achtzehn Uhr statt?
00:21:44: Warum gilt Dauerpräsenz als Leistung?
00:21:47: Warum ist Teilzeit in Führungen nicht möglich?
00:21:52: Wenn wir wirklich so irgendwie einfach sehen, echte Veränderungen die sich zeigen.
00:21:56: In Arbeitszeiten, Führungsmodellen, Elternzeitregelungen... Also wenn wir da einen wirklichen Schiff sehen dann wissen wir okay da passiert jetzt wirklich was und das bringt auch etwas dass wir halt mehr und mehr Frauen da oben sitzen haben.
00:22:15: Aber du hast es ja Anfangs schon gesagt, also das ist halt im Moment wirklich so noch dass die Frauen dies dann quasi so nach oben schaffen.
00:22:22: Also wirklich in mächtige Positionen kommen mit der richtigen Macht und was verändern können.
00:22:29: Das sind ganz oft die Frauen, die sich eher dem Patriarchat angepasst haben.
00:22:35: Also diesen für Männer gemachten Strukturen.
00:22:41: Woran glaubst du, liegt es?
00:22:42: Dass wir irgendwie nicht wirklich weiterkommen.
00:22:45: Weil ich hab da neulich zu Hause vor mich hinsiniert und so gedacht ... Schön!
00:22:50: Wir wollen immer ... Uns ist Hoffnung immer so wichtig und positiv sprechen.
00:22:54: Dann habe ich für mich gedacht ja aber in dem Kontext von Gleichstellung gibt's gar nicht so viel Positives.
00:23:01: Und irgendwie kann das auch Hoffnungen stiften einfach mal anzuerkennen dass man vieles kritisch betrachten kann und damit weiß, dass man noch ganz viel fortschritt begehen kann.
00:23:13: Also weißt du was ich meine?
00:23:14: Weil was mich schon auch irgendwie stört ist das wir Sachen versuchen schön zu reden die gar nicht so schön sind.
00:23:19: also klar sind wir weiter als irgendwie vor fünfzig Jahren aber... So viel weiter, dann wie du gerade so schön gesagt hast auch nicht.
00:23:26: Weil das Einzige was sich wirklich verändert hat ist dass wir more vocal sind.
00:23:29: Wir sprechen öffentlich mehr!
00:23:31: Wir nehmen uns Präsenz.
00:23:32: aber nur weil wir uns Präsens nehmen und öffentlich über diese Themen sprechen haben wir ja noch nicht gleich Raum und schon gar nicht Influenz also wirklich Wirkung zu erzeugen Entscheidungen wirklich mitzuverändern.
00:23:45: Und das muss sich ja verändern, also dass man wirklich auch diese Power bekommt wenn man gute Gedanken hat wie beispielsweise sagen hey lass uns doch mal wirklich feministischer denken lassen es doch mein System machen was wirklich gerechter ist was marginalisierte Menschen?
00:23:58: grundsätzlich weil ich möchte da alle Menschen die irgendwie benachteiligt werden mitdenken auch befähigt und das findet einfach gerade noch nicht wirklich statt.
00:24:07: Also woran liegt das?
00:24:09: Wieso tun wir uns so schwer, eine Veränderung zu lassen?
00:24:12: ist es, weil wir einerseits der Meinung sind dass Frauen uns nicht was bringen in der Gesellschaft?
00:24:19: oder ist es weil wir Angst haben, dass uns etwas weggenommen wird?
00:24:24: Woran liegt es?
00:24:25: Ja also... Es liegt grundsätzlich einmal von der von der politischen Agenda her, dass wir einfach von sehr konservativen Parteien regiert werden.
00:24:42: Die ganz, ganz wenig machen für Familienfreundlichkeit, für bessere Ausstiegskoten von Frauen.
00:24:53: Also das wird da grundsätzlich eher frauenfeindlich.
00:25:00: Themen werden da eher zementiert, als dass damals wirklich ein wandeln angestrebt wird irgendwelche gesetze verabschiedet würden die frauen familien wirklich helfen Die unternehmen wirklich sage ich mal in die pflicht nehmen bessere modelle zu schaffen.
00:25:17: also dahin gehen können wir halt ja seit Ich weiß nicht schon seit langer zeit bewegt sich da einfach sag ich mal so gar nix.
00:25:24: das ist auch auch sehr frustrierend und tatsächlich Machen wir da fast eher ein Rückwärtsschritt.
00:25:32: Jetzt können die ganzen neuen Wahlen Ergebnisse ansehen, das ist tatsächlich eher gruselig und in den Unternehmen selber ist es halt so dass die mächtigen Positionen von Männern besetzt werden und Männer fördern erst mal besonders halt Männer Und das ist jetzt auch erstmal gar nichts so verwerfliches.
00:25:57: Das nennt sich Homosozialität, dass einfach wir Leute fördern die uns selber gleichen.
00:26:03: Das heißt wenn oben der Thomas sitzt dann wird halt auch nochmal der Thomas weiter gefördert und sie sind natürlich auch alle in so einer sehr bequemen Position und haben gewisse Privilegien, haben in diesem Patriarchat Ja, einfach auch Vorteile in diesen Strukturen.
00:26:28: Und das dann erstmal... Also die müssten sich ja bewegen weil sie halt die Macht inne haben um halt Platz zu machen für Frauen und müssten quasi auch Privilegien von ihnen abgeben.
00:26:44: Dass da einfach mehr Raum für die Frauen entsteht dass mehr Frauen kommen, dass mehr Frauenthemen in den Fokus kommt, weil das ist halt im Moment überhaupt gar nicht der Fall.
00:26:57: Und ja, es ist einfach so ein unglaublich schwer zu durchsprechen.
00:27:04: Weil von der Regierung kommt nix also es kommt quasi keine Gesetze und in den Unternehmen ist es halt auch einfach sehr stark.
00:27:15: Was würdest du dir gerade im Hinblick auf Eltern beziehungsweise auch Familien und was Familien entlasten könnte von der Politik wünschen?
00:27:23: Weil wir haben jetzt ja schon so ein bisschen über die wirtschaftliche Seite gesprochen, ne.
00:27:26: Da hast du ein super starkes Angebot gemacht.
00:27:30: Entlastung, Flexibilität ist natürlich immer relevant aber eben auch wirklich dass Eltern gleichgestellt werden per Gesetz wenn man so möchte.
00:27:37: Was ist da die politische Komponente?
00:27:39: also hast du dann noch irgendwelche anderen Gedanken die uns Eltern entlastet würden?
00:27:45: Naja also Grundsätzlich finde ich halt das Steuer- und Familiensystem, was wir halt im Moment etabliert haben.
00:27:57: Blut halt total klassisches Modell Also Thema Ehegarten Splitting zum Beispiel.
00:28:05: Das ist ja einfach total veraltet Und der Vorteil ist da auf jeden Fall am größten.
00:28:13: wenn Ja, die Frau zurücksteckt.
00:28:16: Wenn die Frau weniger verdient bekommt man den größten steuerlichen Vorteil.
00:28:23: also es belohnt wirklich dieses total klassische Modell und das ist zum Beispiel etwas was mal auf jeden Fall mal reformieren sollte.
00:28:34: Ja, wir haben schon ganz intensiv darüber geredet über das Thema Elternzeit.
00:28:38: Da braucht es eine Reform, dass da auch Männer mehr in die Verarbeitung... ...in die Verantwortung kommen.
00:28:48: und ja wir haben natürlich auch sogar so Themen wie fehlende Kita-Plätze wo es mehr und mehr kommen wir hin?
00:29:02: Die Kita ist ja Es gibt eine, ich glaube das ist ein gesetzlichen Anspruch auf Kita-Plätze.
00:29:11: Aber in der Realität ist es dann halt so dass oft Personalkrank ist, dass es einfach ja da ganz viele Notstände gibt was es halt Eltern unglaublich schwer macht dieses ganze Thema Vereinbarkeit hinzubekommen alles unter einen Hut zu bekommen.
00:29:32: Da müsste zum Beispiel auch einfach die Regierung noch mal ran und viel, vielen mehr da ausbauen.
00:29:38: Viel, viel mehr Möglichkeiten schaffen.
00:29:43: Das ist ja auch so ein Paradox in sich.
00:29:45: also auf der einen Seite wollen wir das Thema Gleichstellung und Vereinbarkeit immer den Frauen und Eltern persönlich anhängen und sagen es ist euer individuelles Problem ihr bekommt euch nicht organisiert Und auf der anderen Seite beschreibst du, was du beschreibts und man merkt das ist ja ein total systemisches Problem.
00:30:00: Weil wir als Eltern von Institutionen abhängen und wenn die Institution nicht richtig liefern bzw funktionieren, was auch wiederum damit zusammenhängt dass sie nicht richtig gefördert werden weder finanziell noch pädagogisch oder mental.
00:30:16: Ja es ist natürlich sehr unlogisch aufgebaute System eigentlich nur zusammenstürzen kann nachhaltig.
00:30:29: Wo ziehst du denn jetzt persönlich deine Grenze?
00:30:31: Weil ich hab mich gerade gefragt, wenn du mit Vorständen sprechen würdest oder mit CEOs sprichst und du merkst die sind überhaupt nicht offen für das Thema... ...und lassen sich da irgendwie auch gar nicht drehen und wenden.
00:30:46: Wie weit gehst du also ab?
00:30:48: wo sagst du?
00:30:49: okay einige Leute versuche ich gar nicht mitzunehmen, die versuche auch nicht zu überzeugen.
00:30:54: Weil das ist hoffnungslos.
00:30:56: und wie oft versuchst du oder probierst du es dann doch immer wieder in anfangen Strichen Überzeugung arbeit zu leisten ohne wirklich zu überzeugern?
00:31:04: also ne?
00:31:04: Ich bin mir sicher jetzt, dass du niemanden überzeugen willst.
00:31:10: Aber wo ziehst du da die Grenze für dich?
00:31:11: Also einfach Menschen mitnehmen und eben nicht eine kostenlose Gleichstellungsbeauftragte auch so sein.
00:31:20: Ja also grundsätzlich zieht sich so die Grenze bei der Haltung der Person.
00:31:26: Also wenn jemand fragt und fragen ist ja erstmal was superpositives, weil es bedeutet jemand möchte verstehen dann bin ich da auch super bereit.
00:31:34: für mit dem jetzt Gespräch zu gehen erkläre ich gerne auch mehrmals gar kein Thema.
00:31:42: Dann haben aber natürlich auch sehr viel den Fall.
00:31:46: also gerade weil das Thema Feminismus so polemisch ist, leider polemig auch weil es oft sehr falsch verstanden wird.
00:31:54: Ja dass man dann ganz ganz viel mit Leuten ins Gespräch geht die eigentlich nur diskutieren wollen, die eigentlich noch wiederlegen wollen, der eigentlich nur ja keine Ahnung einfach sehr anstrengend sind.
00:32:07: Da muss ich dann quasi Lust drauf haben das sich da jetzt wirklich in die Diskussion gehe.
00:32:17: Also manchmal mache ich das.
00:32:18: Manchmal sage ich aber auch, ne steig da jetzt aus habe keine Lust mit dem... Mit der Person mich da so zu fetzen.
00:32:27: Ja ja weil Aufklärungsarbeit ist halt auch Arbeit.
00:32:31: Arbeit hat einen Wert und wenn ich das gerne mache also ich mach das im Podcast gerne auf Bühnen in meinen Texten Aber ich mache es halt nicht auf jeder Familienfeier Und auch nicht Ja, nicht immer.
00:32:52: Wenn du in so einem Unternehmen jetzt wärst und ein Unternehmen was sich Female Empowerment extrem doll auf die Fahne schreibt gibt es da drei Sätze, die du sofort fragen oder sagen könntest um zu entlarven ob dieses Unternehmen wirklich auch female empowerment lebt?
00:33:14: Also meistens wenn ich jetzt in einem Bewerbungsgespräch zum Beispiel wäre und daraus finden möchte, naja sind die wirklich so female empowerment.
00:33:24: Ja also ich würde z.B.
00:33:30: erstmal fragen wie sieht es denn so aus?
00:33:33: Also wo sind sage ich meine Entführungsetagen im Vorstand Ja, in den Leitungspositionen.
00:33:42: Wie ist da so die Quote?
00:33:44: Also wie viele Frauen sitzen auf diesen Positionen?
00:33:47: Das ist schon mal ein ganz guter Indikator weil wenn du da siehst naja, da sitzt neunzig Prozent, ninety-fünfundneinzig Prozent Männer dann kannst auch davon ausgehen dass wahrscheinlich Frauenteben runterfallen.
00:33:59: kann es davon aus gehen das deine eigenen Aufstiegschancen Wahrscheinlich auch eher gering sind oder Du musst dich halt einfach dann ja in diese Männerwelt fügen Um rein zu passen, um diese fünf Prozent zu werden.
00:34:15: Ich würde fragen ob es selbstverständlich ist und auch so gelebt wird dass auch Männer hier in Elternzeit gehen Und wie das gesehen wird.
00:34:28: einfach mal so.
00:34:29: Interesse halber auch wenn ich eine Frau bin Ja ich werde fragen wie Ob es sowas gibt Job-Sharing, also für Teilzeit.
00:34:43: Also ob man sich in einer... Ob man auch eine Führungsposition haben kann in Teilzeit?
00:34:51: Ganz ganz spannend.
00:34:52: Ja, total spannender Aspekt wird noch sehr wenig gelebt in Deutschland ist aber zum Beispiel in der Schweiz schon, also wird das schon sehr oft durchgeführt als ich glaube Zehn, fünfzehn Prozent aller Teilzeitstellen sind auch Führungsstellen.
00:35:14: Also da haben wir zum Beispiel das sind zum Beispiel so Strukturen die man total toll ändern könnte.
00:35:19: Ja voll aber kennst du die Zahlen also weißt du wieso es nicht stattfindet?
00:35:24: oder in Deutschland weniger gelebt wird, weil ich habe das mit einigen gesprochen und ich bekomme immer die Antwort von denen, die es nicht machen.
00:35:31: Die sagen dann immer ja dass lässt sich bei uns das vereint sich bei Uns nicht wir brauchen einfach Vollzeitleute und wir haben auch kein Geld eine Position mit zwei Stellen zu besetzen.
00:35:41: Sie sind immer so, wo ich dann immer ...
00:35:42: Ja es sind Ausreden und keine Prioritäten.
00:35:46: Aber wenn jetzt im Vorstand von diesem Unternehmen... ...fünfzig Prozent, sechzig Prozent Frauen setzen würden,... ...dann würden so Themen ganz anders auf der Agenda stehen und dann würdest du auch Wege finden das umzusetzen.
00:35:58: Es würde ausprobiert werden, ne?
00:36:00: Ganz oft wird's ja noch gar nicht mehr ausprobieren.
00:36:02: Das wird dir direkt so, nee brauchen wir nicht!
00:36:06: Und das ist einfach passiert weil.... die dies entscheiden.
00:36:12: Die sitzen halt Vollzeit da, das sind halt Männer, die sehen halt nicht so den Nied jetzt das Unternehmen so familienfreundlich zu machen.
00:36:25: Wofür?
00:36:26: Ja aber und ich glaube und da möchte ich zum Beispiel wirklich gar nicht... so kritisch sein, sondern ich glaube wirklich auch dass es daran liegt wie du das Eingangst so schön beschrieben hast.
00:36:38: Wenn du selber nie Elternzeit genommen hast wenn du selber den Pain von Care Arbeit nicht kennst, wenn du selbst die emotionale Last nicht spürst dieser Art, die eine wirklich andere ist als einfach irgendwo angestellt zu sein.
00:36:50: Du kannst auch leitende Angestellte sind und kannst mal wegen auch CEO sein oder im Vorstand sitzen.
00:36:53: Das ist eine andere emotionale Verbundenheit mit einem Job als mit einer Familie und einem Kind Zuhause zu sitzen.
00:36:58: Es ist komplett was anderes Und ich weiß es wirklich firsthand, weil ich das mit meinem Mann hier zu Hause so gelebt habe und wir beide Seite kennen.
00:37:08: Er irgendwann mal zu mir gekommen ist und gesagt hat, boah krass!
00:37:12: Kehrarbeit ist einfach Next Level.
00:37:14: Das ist komplett anders als jede Arbeit, jede verantwortungsvolle Arbeit ich je zuvor gemacht habe.
00:37:18: und das ist so!
00:37:20: Ich kenne viele Männer die das sagen und nachdem sie es erlebt haben eben auch wirklich teilen.
00:37:25: und ich glaube ja dass braucht es auch ein Verständnis Aufklärung dafür Visibilität
00:37:33: Ja.
00:37:34: Und da sind wir wieder bei diesem spanischen Modell und es zeigt halt wieder wie wichtig es ist der Mann auch mal diese Kehrarbeit übernimmt alleine, mal für zum Beispiel sechs Monate.
00:37:48: Oder
00:37:48: mal allein ein Urlaub fährt?
00:37:50: Klar!
00:37:51: Total und
00:37:53: das macht
00:37:54: so viel in den Kopf... Ja ja genau besser.
00:38:00: Ja total und das ändert dann ganz viel in dem Köpfen.
00:38:04: und wenn diese Männer dann in höheren Position sind Dann ist für die Familienfreundlichkeit, hat das halt einen ganz anderen Stellenwert als wie es jetzt halt ist.
00:38:14: Ganz viele Boomer, die wir in den hohen mächtigen Positionen haben, die das halt überhaupt gar nicht kennen.
00:38:19: Das ist schon gar keine Relevanz für die hat.
00:38:23: Weil's genau weil es eben diese strukturellen Unterschiede oder auch dieses hinterfragen des Systems damals noch nicht in der Lautstärke gab wie heute.
00:38:30: und das ist der Punkt.
00:38:31: also man kann sie nicht mal vorwerfen, was ich mir nur wünschen würde.
00:38:34: Ist eine Offenheit sich mit diesen Themen näher zu befassen und wirklich mal ich sage mal bewusst so leidtragende unbetroffene mehr ins Gespräch zu holen und zu verstehen und verstehen zu wollen wieso wir eigentlich so doll aufschreien, ne?
00:38:50: Weil Feminismus ist wirklich kein Schimpfwort.
00:38:52: Das ist einfach nur ein klarer, auch hilfeschreibende gewisse Art und Weise zu sagen hey lass uns doch mal gemeinsam an diesen Systemen was verändern!
00:38:59: Und all die wunderbaren marginalisierten Menschen dazu gehören eben auch Mütter in der Gesellschaft mit in die Verantwortung nehmen und denen vor allem den Raum geben ihre Potenziale wirklich auszuschöpfen.
00:39:10: weil aktuell tun wir das nicht und dann brauchen sie nicht da draußen alle stehen und sagen Wir müssen unsere Wirtschaft ankurbeln noch mehr arbeiten.
00:39:16: ja Dann hol doch mal die ganzen frauenrandi lust haben zu arbeiten keine chance bekommen.
00:39:21: Ja absolut.
00:39:22: also ich finde auch einfach so das ganze thema fachkräftemangeln und was auch immer das ist auch haus gemacht weil da wir haben dass das arbeitskräfte potenzial dar Die ganzen Mütter, die ganzen Frauen, denen Teilzeit halt arbeiten.
00:39:41: Wenn man die Strukturen ändern würde und das ganze System familienfreundlicher macht oder wenn man Betriebefamilien freundlich macht, freundlicher für Frauen mehr Willkommen heißt den Chancen gibt dann hast du so viele geniale tolle starke Fachkräfte ja.
00:40:04: Absolut, absolut und das ist etwas was wir unbedingt anpacken dürfen.
00:40:11: Aber wie gesagt ich glaube da ist noch ein weiter Weg weil die erste Instanz ist ja wie immer Aufklärung sensibilisieren für die Thematik und vielleicht ist auch der Wandel wirklich erst dann... ...möglich oder kann besser voranschreiten, wenn es hat neulich... Ich mache jetzt mal ein O-Ton.
00:40:29: Es hat neunlich einen Teilnehmender in meiner Inklusiv Leadership Class bei einem Kunden gesagt,... ..."Wenn die alten Grauen Dinosaurier endlich den Raum
00:40:37: verlassen.".
00:40:39: Und da musste ich so ein bisschen schmunzeln.
00:40:40: aber leider ist das so, ne?
00:40:41: Also wahrscheinlich müssen wirklich die, die so sehr konservativ denken und so sehr in ihrer Meinung festhalten wollen und überhaupt nicht bereit sind sich mal andere Perspektiven anzuhören müssen vielleicht wirklich weggehen, bevor sich was verändern kann.
00:40:57: Ja ein?
00:41:01: Also die sind... also du hast recht, ne?
00:41:03: Die kriegst du jetzt so auch nicht mehr so wirklich gewandelt oder in ihren Sechzigern sind.
00:41:10: Die werden jetzt nicht unbedingt zum Feminist werden wenn sie einfach so ihr Leben gelebt, also ihr Leben nicht feministisch geführt haben.
00:41:22: Und genau die müssen weggehen, also sie müssen eine Rente gehen und Platz machen.
00:41:29: Ich sehe aber auch sehr viele Tendenzen das auch ja jüngere Männer in ihren dreißigern in ihren vierzigern doch noch sehr antifeministische Meinungen vertreten immer noch in diesem klassischen Rollenbild festhängen, was sie ja auch einfach ihr ganzes Leben so vorgelebt bekommen.
00:41:59: Sie sind so aufgewachsen, Mutter bleibt zu Hause und man geht arbeiten.
00:42:04: Frau hat im Unternehmen eher untergeordnete Rollen und da ist es jetzt schon noch wichtig, dass wir weiter laut bleiben.
00:42:15: Dass wir weiter Aufklärungsarbeit betreiben um auf jeden Fall auch bei dieser Generation ja schon ein bisschen Denkanstöße voranzubleiben weil die bringen natürlich wieder die Generation danach und das müssen wir auf jeden fall durchstringen
00:42:42: Absolut.
00:42:42: Ja, ist ein großer Unpell an die Eigenverantwortung und an das Reflektieren finde ich ne?
00:42:47: Weil was du ja ansprichst sind die Bewegungen, die Sozialisation aber darf so... Das zu erkennen und entsprechend dann auch zu durchbrechen können wir ja nur beim Westreflektiren und Reflexion.
00:42:58: Auch dafür muss ja eine Offenheit irgendwie da sein.
00:43:00: also es ist alles gar nicht so einfach.
00:43:02: Ja Sina!
00:43:04: Wir sind jetzt fast am Ende dieser Folge und ich würde dir gerne noch eine letzte Frage stellen und zwar Woran hältst du dich fest, wenn die Komplexität unserer Gesellschaft für dich immer schwerer wird?
00:43:25: Ja.
00:43:26: Woran ich mich festhalte... Naja also ich halte mich ganz viel fest an meiner Tochter.
00:43:37: Also dass ich einfach eine bessere gerechtere welt kreieren möchte für sie und ich hab halt auch ein ganz ganz großes stück hoffnung dass auch in dieser komplexen welt die wir jetzt alle haben das alles sich doch ins bessere wandelt weil sonst hätte ich mich wahrscheinlich gar nicht entschieden dazu kinder zu haben also.
00:44:05: Und ja, also das gibt mir unglaublich viel kraft Sie zu sehen und es ist auch mein Hauptansporen überhaupt diese Aufklärungsarbeit halt so machen, dass ich halt einfach für sie hoffe oder zumindest für ihre Kinder auch das hoffe.
00:44:23: Dass die sich mit diesen ganzen... Kackfragen über Gleichberechtigung und Equality gar nicht mehr auseinandersetzen muss!
00:44:36: Und das für sie total absurd ist vielleicht?
00:44:39: Dass ihr so denkt, hey kann ich gar nicht mehr verstehen wo die Mama da drüber geredet hat.
00:44:43: oder die Oma ist ja komplett gar nicht relevant.
00:44:47: Und das ist sowas was mir ja so ein bisschen Pörpes gibt und Stabilität in diesen ganz verrückten Zeiten.
00:44:59: Kann ich sagen nachvollziehen?
00:45:01: Ja, liebe Sina, es war mir ein Fest.
00:45:03: Vielen lieben Dank für deine klugen Worte für den Austausch!
00:45:06: Ich habe mich wirklich sehr gefreut mit dir zu sprechen und ich kann allen Leuten da draußen, die das jetzt hören nur ans Herz legen, dir zu folgen weil ich finde deine Beiträge auf LinkedIn wirklich großartig.
00:45:15: Danke für deine Arbeit.
00:45:17: Danke dir hat mich super gefreud hierzu sein.
00:45:20: Danke schön Das war's schon wieder vor heute.
00:45:24: Wenn dir dieser Episode gefallen hat dann abonniere meinen Podcast und unterlasse mir gerne eine Bewertung.
00:45:29: Bis zum nächsten Mal.
00:45:30: Merci und Bye bye.
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