#154 Wie prägt uns der Ort, an dem wir aufwachsen?

Shownotes

Über meinen Gast:

Gabriel Rath ist Referent für Organisationsentwicklung beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband mit einer großen Leidenschaft fur Kommunikation und New Work. Als Vater von drei Kindern treibt ihn der Wunsch, die Arbeitswelt menschenfreundlicher zu gestalten. Außerdem ist er Keynote Speaker, Moderator und Podcaster des New Work Chats.

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Über Isabel Gebien: Isabel Gebien ist die Gründerin von EQUALITY 365, Podcast-Host, zertifizierte Business Coach, Trainerin und Speakerin für inklusive Führung und Kulturwandel. Sie begleitet Unternehmen und Führungskräfte dabei, faire Strukturen zu gestalten, psychologische Sicherheit zu stärken und moderne Führung wirksam werden zu lassen – klar, zugänglich und manchmal unbequem. In ihrer Impact Masterclass zeigt sie, wie inklusive Führung in der Praxis funktioniert: reflektiert, strategisch und menschlich. Zur Masterclass.

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Transkript anzeigen

00:00:01: Hallo und schön, dass du da bist bei einem Equality of three hundred and sixty-five Podcast dem Ort an dem Gerechtigkeit keine Grenzen

00:00:08: kennt.

00:00:09: Was hat Rapmusik eigentlich mit Storytelling und Sichtbarkeit zu tun?

00:00:13: Und warum müssen Männer am Job dringend wieder verlernt was sie über Kehre gelernt haben?

00:00:18: In dieser Folge spreche ich mit Gabriel Rath über neue Väter alte Systeme und die Geschichten, die wir jetzt dringende verändern müssen und erzählen sollen!

00:00:27: Jetzt rein hier viel Spaß.

00:00:31: Ja, hallo!

00:00:32: Es ist wieder soweit.

00:00:33: Eine neue Folge von Equality Three Sixty Five ist raus und heute habe ich wieder einen ganz wunderbaren Gast.

00:00:38: Heute ist der Gabriel Rad bei mir zu Besuch Und wir sprechen über neue, fetere und alte Systeme.

00:00:44: Zumindest so in etwa.

00:00:46: Aber worüber wir genau sprechen, das erfahrt ihr natürlich, da ich mit ihr dran bleibe.

00:00:50: Gabriel, bevor wir einsteigen, magst du dich vielleicht einmal selbst vorstellen?

00:00:54: Gerne so unüblich wie möglich!

00:00:57: Also du musst gar nicht sagen Ich bin der Gabriel und ich mache X sondern irgendwas was dich am besten beschreibt.

00:01:04: Ja vielen Dank für die Einladung schön bei dir im Podcast zu sein.

00:01:09: Was beschreibt mich besonders gut?

00:01:10: Eigentlich das, was mir am wichtigsten ist.

00:01:12: Das ist die Familie.

00:01:13: Ich bin ja dreifacher Mädchen-Papa insofern Familienmensch.

00:01:18: Wow!

00:01:18: Dann Junge von der Küste ... ich bin ja in Rostock aufgewachsen.

00:01:22: Ich sag meinen Kids immer, ich bin in einem anderen Land aufgewachsen.

00:01:25: Damals war's noch die DDR in den Achtzigerjahren.

00:01:28: Ich Bin kreativer und auch ein Kommunikator.

00:01:33: Und ich liebe kaltes Wasser.

00:01:35: Vielleicht belassen wir es mal kurz dabei.

00:01:38: Ja, mega spannend.

00:01:40: Fühlst du dich manchmal so ein bisschen in der Unterzahl?

00:01:42: Wenn du so der einzige Mann in der Familie bist ist das schwierig

00:01:45: auf... Ich lebe eigentlich unter sehr vielen Frauen also nicht nur meine Frau und unsere drei Töchter sondern wir haben auch noch eine Dackeldame und ne Schildkröten-Dame.

00:01:55: Also ich lebe schon in der Minderheit aber ich hab mich dran gewöhnt.

00:01:58: Ich habe aber auch kürzlich festgestellt ich habe auch den in den letzten zehn Jahren nur in Frauenteams gearbeitet die letzten zehn Jahre.

00:02:06: daraus nie ein Problem irgendwie festgestellt.

00:02:09: Es hat sich immer gut angefühlt und das ist ja eigentlich auch ein gutes Zeichen.

00:02:15: Würdest du sagen, also mal ganz ehrlich Hand aufs Herz?

00:02:18: Ist es anstrengend damit Frauen zusammenzuarbeiten insbesondere wenn's mehr Frauen sind als Männer?

00:02:23: Ich glaub der Mix ist immer am besten.

00:02:25: aber Frauen sind durchaus manchmal emotionaler.

00:02:30: Aber in der Zusammenarbeit habe ich eigentlich keine Probleme gehabt oder nichts, was ich vermisst hab?

00:02:38: Ja.

00:02:38: Nee, aber das ... Was du grade beschreibst, das hör ich sehr häufig.

00:02:42: Ich hab da in letzter Zeit interessanterweise mit vielen Männern drüber gesprochen und einer kam sogar wirklich zu mir und meinte so, boah!

00:02:50: Also Frauen sind ja so anstrengend und da musste ich trotz meiner Offenheit für Gleichstellungen und für Gleichheiten aber auch Unterschiede fand ich das sehr spannend weil ich selber als Frau lernen durfte, dass ich das auch sehr anstrengend finde oft mit Frauen zusammenzuarbeiten.

00:03:11: Das ist aber kein Klischee glaube ich sondern es hängt viel damit zusammen, dass Frauen halt diese bekannte Stutenbissigkeit haben insbesondere dann wenn sie schon relativ weit oben sind weil Sie in einem System ja irgendwie leben wo Sie sich immer anders behaupten mussten als Männer.

00:03:26: Glaubst du, dass das einen Unterschied macht?

00:03:28: Es wird vielleicht mehr über Ähm, was denkt der?

00:03:33: Und was denkt er über mich oder uns gesprochen.

00:03:36: Da machen sich Männer oft nicht so viel ... Soviel zum Kopf!

00:03:40: Männer machen dann irgendwas und reden sich das dann mal.

00:03:43: vielleicht schön, dass das so sein musste.

00:03:47: Ja ich hab den Eindruck, dass die Frauen zumindest mit denen ich zusammengearbeitet habe, dass sie denn tendenziell eher noch mal ah ... Vielleicht auch nochmal in Selbstzweifel kommen.

00:03:56: war das jetzt okay oder war es richtig ... wenn er machen, dann einfach mal was im anderen Extrem auch nicht so super immer ist.

00:04:04: Ja voll!

00:04:05: Aber glaubst du das es an unserer Sozialisation liegt?

00:04:07: Also daran dass Frauen irgendwie so erzogen ja ne schon ein Stück.

00:04:11: Ich glaube am Ende sind wir alle irgendwie geprägt und der eine mehr oder andere weniger.

00:04:18: deswegen finde ich's auch am besten wenn man die Teams mixt.

00:04:20: also werden wir jetzt über Team Building sprechen Nicht nur was Geschlechter geht sondern auch was Alter angeht vielleicht auch was Stärken angeht.

00:04:28: Ich hatte mich gerade mit dem Thema stärken beschäftigt, also wenn man sich erst mal fragt welche Stärke brauchen wir eigentlich im Team und wie setzen wir das dann so zusammen?

00:04:35: Dass wir da hinkommen.

00:04:36: Da glaube ich schon sehr dran dass wir da kreativer und doch erfolgreich am Ende sind, wenn wir unterschiedlich sind und uns ergänzen können.

00:04:45: Aber welches Unternehmen hat diesen Luxus schon ein Team genau so zusammensetzen, wie es das haben möchte?

00:04:51: meistens entsteht das ja jemand kommt dazu irgendjemand geht Und dann arbeitest du zehn Jahre im Frauenteam wie ich.

00:05:02: Ist ja auch in einigen Branchen leider immer noch üblicher und da muss man auch differenzieren nicht, weil es eben nur üblich ist sondern auch ... Teilweise in bestimmten Branchen einfach mehr Frauen bewerben, oder auch mehr Männer.

00:05:14: Das musst du ja auch erst mal irgendwie fördern und dafür sensibilisieren.

00:05:17: Und das braucht Aufklärung.

00:05:19: so also ich finde, dass darf man sich auch immer vor Augen führen, dass es ja nicht nur eine One-Way Street ist sondern meistens von beiden Seiten irgendwie ein bisschen was gegeben werden darf.

00:05:28: Was würdest Du denn sagen wenn wir gerade jetzt über eben so auch Sozialisation sprechen und Evolution?

00:05:36: das mit dir gemacht, dass du einem anderen Land wie du es gerade so schön formuliert hast aufgewachsen bist.

00:05:41: Das finde ich nämlich extrem wichtig weil die DDR meiner Meinung nach viel zu häufig echt unter den Tisch fällt in diesem Kontext von Migration wenn du so möchtest.

00:05:50: was hat das mit ihr gemacht?

00:05:53: Ja für mich war das ja die normalste Sache der Welt einfach in dieser Stadt und in diesem land aufzuwachsen.

00:05:57: aber retrospectiv war das schon sehr anders als heute Und ich hatte einmal meinen mein Opa in meinem Podcast zu Gast und der hat ja sogar mehrere Systeme kennengelernt, also der ist sogar zur Zeit des Zweiten Weltkriegs aufgewachsen.

00:06:13: Also vor der DDR dann die DDR-Zeit, dann... Die BRD, dann die EU.

00:06:18: und wenn man sich das rückblickend mal bewusst macht wie viele kulturelle Veränderungen auch durchlebt hat, dann ist es schon gut, wenn man es sich mal fragt was das mit einem gemacht hat genau.

00:06:29: Was hat das mit mir gemacht?

00:06:31: Ich glaube, mit mir und mit vielen hat das einfach eine große Sehnsucht nach Freiheit gefördert.

00:06:38: Also du musst dir vorstellen ich bin ja in Rostock aufgewachsen also ein Warnemünde.

00:06:41: Das ist der Stadtteil mit dem großen Strand Und du hast also auch in einer DDR-Zeit als Kind dort die Ferien rausfahren sehen nach denen im Markt.

00:06:48: Du durftest aber nie mitfahren weil der Strand die Grenze war.

00:06:51: Da war ja die Oste war die blaue Grenze.

00:06:54: Das heißt du hast eigentlich den Horizont gesehen was für Freiheit steht und gleichzeitig wusstest du da kommst du niemals hin.

00:07:00: Und so bin ich aufgewachsen, also in einer sehr kontroversen Zeit.

00:07:06: Als dann die Mauer fiel, da war das mit einmal möglich und vielleicht wissen, dass viele, die in der DDR aufgewachsen sind noch mehr zu schätzen ... Ich war damals noch ein Kind aber meine Eltern oder die, die noch etwas älter sind, die wissen es heute sehr zu schätzen was möglich ist reisen zu können.

00:07:22: Das war einfach nicht möglich.

00:07:24: Also du konntest in die Czechoslovakai fahren und vielmehr war nicht möglich.

00:07:30: Und das auch den Kindern wiederum zu vermitteln, Leute und Kinder.

00:07:34: Das ist nicht selbstverständlich.

00:07:36: Und es ist wichtig auf die Straße zu gehen oder sein Wort überhaupt zu erheben für Dinge, die einem wichtig sind.

00:07:42: Wir haben ja schon mal über Gerechtigkeit gesprochen.

00:07:44: Also das ergibt sich halt nicht von alleine!

00:07:46: Man muss dafür was tun, man muss aufstehen... ...man muss in die Diskussion gehen.

00:07:50: Da sind wir schon bei Demokratie im Thema, was uns heute umtreibt.

00:07:56: Wobei ich habe das Gefühl und korrigiere mich da, wenn ich falsch lege.

00:07:59: Aber dass die Haltung zur DDR auch total von der Generation in der man groß geworden ist abhängen.

00:08:05: Ich glaube du bist so eine Generation wie du es gerade beschrieben hast.

00:08:09: Du findest das... Du bist Freiheitsleben!

00:08:11: Du hast Bock zu reisen, Kulturen kennenzulernen.

00:08:13: Du möchtest gegen also für Demokratie einstehen während Wahrscheinlich deine Eltern oder zumindest habe ich das häufig so kennengelernt, dass eben die älteren Generation eher zurückhaltend sind.

00:08:22: Eher in ihren Kreisen bleiben nicht gerne reisen und nicht gerne außerhalb von Deutschland unterwegs sind.

00:08:28: Die würden niemals öffentlich irgendwas gegen Politik sagen.

00:08:33: Also glaubst du, dass es nicht auch das Gegenteil bei Menschen bewirkt?

00:08:38: Ja, das gibt's auch!

00:08:40: Ich glaube mit dem Reisen kann ich zumindest nicht unterschreiben, dass dann Leute sagen Wollen nicht ins Ausland, ich glaube das haben schon alle irgendwie kennenlernen wollen oder die allermeisten.

00:08:51: Was man sich aber bewusst machen muss also die Leute in den neuen Bundesländern haben einfach zwei Diktaturen hintereinander erlebt und das macht natürlich kulturell was mit ihr.

00:09:00: Das heißt es gab eine SED-Diktatur der DDR und die hat die Menschen im Kleinen und Verborgenen gehalten und da haben sie sich dann organisiert auch was mit vielen Menschen gemacht.

00:09:17: Aber gleichzeitig ist das für mich keine Frage des Alters, sondern eher eine Frage wie man zum Leben steht und ob einem das wichtig ist zu sagen, was man denkt oder auch zu sagen was man glaubt, was wichtig ist oder ob man es ihm nicht tut.

00:09:30: Und da gab's so viele anderen Ländern in der DDR Menschen die das getan haben und andere die es nicht getan haben.

00:09:36: Was es natürlich auch gibt, ist so ne Verklärung dass man über Dinge, die nicht so gut waren weniger spricht und sich lieber an die Dinge erinnert, die gut waren.

00:09:46: Das erleben wir jetzt natürlich auch das gesagt wird.

00:09:49: Es war doch nicht alles schlecht und wie man dann so sagt aber es ist schon ganz wichtig dass man die Dinge auch beim Namen nennt und da lief eben sehr viel schiefwirtschaftlich politisch.

00:10:00: Natürlich liefen auch dinge gute DDR gerade was zum Beispiel ... das Thema Frauen und Karriere angeht.

00:10:06: Viel mehr Frauen waren ja in Arbeit, ... ... und konnten sich verwirklichen.

00:10:10: Also es gibt kein Schwarz-Weiß!

00:10:12: Für mich ist es natürlich ein wichtiger Teil meiner Geschichte... ...und auch meiner Identität.

00:10:16: Und daher erzähle ich davon auch immer wieder,... ... weil ich auch den Eindruck habe, dass DDR, was ja nun mal ein wichtiges Kapitel deutscher Geschichte auch ist,... ... viel zu sehr unter einen Teppich gekehrt wird.

00:10:27: Auch wenn man so in Talkshows wird über Deutschland gesprochen als wenn es immer so war,... Es war aber vor eigentlich noch gar nicht so langer Zeit ganz anders.

00:10:35: Und das müssen wir natürlich auch mit den Kids besprechen, ne?

00:10:39: Also das gerede ich auch mit meinen Kindern drüber.

00:10:43: Ja, halt ich... also achte ich als so wichtig zumal wenn man bedenkt wie viele Millionen von Menschen damals wirklich einfach ihre komplette Lebensgrundlage verloren haben und nicht mehr integriert worden.

00:10:57: richtig,

00:10:57: ne?!

00:10:58: Also bis heute ja teilweise nicht!

00:10:59: Also es gibt ja unzählige Geschichten Menschen aus der DDR, die damals einfach alles verloren haben und dann kein Fuß mehr in Land bekommen haben.

00:11:08: Und das ist ja sehr unsagbar!

00:11:09: Also es ist ja einfach unsagba...

00:11:12: Ja, ist schon auch viel schief gelaufen.

00:11:14: Und damit muss man sich beschäftigen um auch die Gegenwart besser zu verstehen.

00:11:21: Ich bin ja auch kein Freund davon sozusagen der Osten oder der Westen sondern es gibt Menschen und sie haben teilweise auch eine andere Geschichte.

00:11:31: Mit der muss man sich beschäftigen, dann kann man Menschen besser verstehen.

00:11:34: Dann kann man sich auch besser mit ihnen unterhalten und besser zukunft entwickeln.

00:11:38: Ja, absolut!

00:11:40: Speaking of Geschichten ... Du hast früher mal gerappt was ich mega interessant finde.

00:11:45: Ja du hast

00:11:45: ja auch eine Hip-Hop-Affinität ne?

00:11:49: Table, Table ja immer noch.

00:11:51: also liebe ich auch immer noch.

00:11:52: Hast du auch mal ein Rappt?

00:11:54: Nein, nein ich hab mich gerappt aber ich liebe einfach Hip Hop.

00:11:56: Ich habe Freestyle getanzt.

00:12:00: Genau.

00:12:01: Ich bin tatsächlich auch Neuter Schildbobmeisterin geworden.

00:12:04: Stimmt, das hab ich gelesen.

00:12:05: Herzlichen Glückwunsch nach Drichglied!

00:12:07: Ja, danke schön.

00:12:08: So, neun zu neune-neunzig glaube ich.

00:12:11: Das ist auch natürlich ein wichtiger Teil meiner Geschichte und Sozialisationen.

00:12:15: Und das hatte auch bisschen was mit dieser Mauer ... Umbruchszeit mit dieser Transformation zu tun.

00:12:23: Da gab's dann die, die sich so ein bisschen haben, ich sag mal, Fehlleiten lassen... ...die denn auch rechts waren und da gab es aber auch andere, die genau das Gegenteil waren.

00:12:31: und dazu gehörte ich.

00:12:32: also wir waren auch draußen, haben Street Boy gespielt Wir haben auch ein bisschen gesprüht, getanzt hab' ich jetzt nicht so viel irgendwann angefangen Texte mitzureppen und dann auch zu schreiben.

00:12:43: Und dann genau, dann kommst du in so eine Community Dann lernst du Leute kennen, dann gibts irgendwie Möglichkeiten, sich zu beweisen.

00:12:51: Kompetitionen sind ja viele Dinge die man aus Hip-Hop auch lernen kann.

00:12:56: darüber habe ich auch schon in meinem Podcast öfter mal sprechen dürfen.

00:13:01: Aber du lernst einfach wie bei anderen Sportarten irgendwie Ambition Du lernest Auch Disziplin diese Dinge die wichtig sind auf das Arbeitsleben auch Community Wie gesagt also miteinander füreinander Und das habe ich sehr lange, sehr gerne gemacht.

00:13:15: Es gab ja auch eine Zeit lang in unseren zwanzigern als der Plan war nur noch das zu machen, nur noch zu rappen und Musik zu machen.

00:13:21: Ich hatte ja ne kleine Crew mit einem Freund zusammen und bei einem von beiden hat es ja auch geklappt mit dem großen Durchbruch leider nicht bei mir wie ich das immer sage aber fünfzig Prozent sind ja ganz gute Quote.

00:13:32: Ja geil!

00:13:33: Aber voll spannend!

00:13:35: Also wieso hast du das damals dann gelassen?

00:13:38: Also gar ist da irgendein Auslöser

00:13:39: gewesen?!

00:13:40: Ja, es war also.

00:13:42: wir hatten ein kleines Leben in Darmstadt Magnum zwölf ist das und darüber ist dann meine erste CD erschien.

00:13:50: Also mein erstes Solo Album und dann auch noch das von meinem Kumpel Martin mit dem ich Musik gemacht hat der dann als Materia wie gesagt sehr erfolgreich wurde.

00:14:00: krass Und dann also bei ihm war es dann so er wurde sehr schnell erfolgreich.

00:14:05: Bei mir blieb es ein bisschen auf diesem underground level, also wir sind schon auch ein bisschen rum getourt und fahren vorgruppe hier und da vor amerikanischen acts was auch super cool war.

00:14:13: aber Es war jetzt nicht so dass ja das Dass es kommerziell erfolgreich wurde einfach mein weg ging dann so weiter, dass ja Social Media aufkam.

00:14:23: Zwei tausend vier zwei tausen fünf und ich dann da voll reingegangen bin und quasi über unsere Musik geschrieben und gesprochen hab und dann darüber in Social Media Marketing kam was sich ja viele jahrelang gemacht habe.

00:14:33: Und und ich hab mir immer gesagt das hab ich mir dann selber gesagt Musik kannst du immer machen?

00:14:39: Und wenn du's nicht als Job machen musst, dann musst du auch nicht darauf achten ob es jemand kauft was natürlich auch immer relevant ist.

00:14:46: Wenn du davon lebst musst du halt immer ein Hit landen oder irgendwie immer etwas liefern.

00:14:50: wenn du das einfach für dich tust dann kannst du's als Kunst erzellibrieren.

00:14:54: so habe ich mir das schön geredet.

00:14:56: ja naja ich glaube einfaches ist wirklich nicht.

00:14:58: gerade auch mit bezeiten der digitalisierung ist ja das musikbusiness wirklich.

00:15:03: also sind da viele künstlerinnen echt hart am struggling.

00:15:05: gerade

00:15:06: Andererseits entstehen auch immer wieder neue Geschichten, die früher niemals möglich waren.

00:15:11: Weil einfach vier, fünf Labels den Markt unter sich aufgeteilt haben und heute kann auch jemand aus dem Kinderzimmer heraus superstar werden.

00:15:17: Ja also hat für und wieder

00:15:20: ja total.

00:15:21: Was hat dich dann Rap über Haltung gelehrt, vielleicht auch im Kontext von Arbeit?

00:15:25: Wenn wir das mal so ein bisschen in die Arbeitsbranche ziehen wollen.

00:15:28: Gibt es da irgendwas?

00:15:29: Erstmal dass man bei sich selber anfangen muss und richtig reinhauen muss.

00:15:33: also wer mehr Erfolg haben will als andere muss auch mehr machen.

00:15:37: Also wir waren immer super ergeizig Und das lag auch daran dass wir wie gesagt eine kompetition untereinander hatten.

00:15:42: also wenn einer wieder einen text geschrieben hatte und den anderen vorgerappt hat Dann war der nächste natürlich auch gleich gepusht und musste auch wieder ein nachlegen und so hatte sich irgendwie gut hoch gepusht.

00:15:51: Das weiß nicht, wie es bei dir beim Tanzen war aber wenn man mit anderen tanzt oder Musik macht ich finde nichts motiviert mehr als wenn man andere sieht die Gas geben und so war das dann eben auch und das ist immer noch auch beim Podcasten so.

00:16:04: Ich mache das ja nur auch schon seit.

00:16:06: Also wenn man da so drin ist dann ist es ja wie ein Sport.

00:16:09: irgendwie denn hast du auch Bock und er wird sich das nochmal erreichen und setzt ihr Ziele.

00:16:12: und Arbeitsethos könnte man vielleicht so Neudeutsch langweilig sagen oder einfach Ambition.

00:16:20: Das ist ein Thema, was mich sehr beschäftigt.

00:16:23: Wie kann man so mit Ehrgeiz und mit Leidenschaft ... Und vielleicht sogar mit Begeisterung in sein Thema reingehen?

00:16:29: Und das hat mich auf jeden Fall die Musik gelehrt.

00:16:32: Dann aber auch dieses ... Auf Resonanz achten vom Publikum zum Beispiel wenn wir Auftritte hatten.

00:16:38: Denn dann hast du natürlich sofort gemerkt ob sie sich lieber an der Bar aufhalten oder ob die vor der Bühne stehen.

00:16:45: Damals hatten Sie noch nicht viele Handys heute.

00:16:47: Hatten Sie die Handys alle hoch!

00:16:50: Oder guck nen Zähn, die da weißt du auch ob sie dabei sind.

00:16:52: Aber das... Also du hast damals schon darauf achten müssen.

00:16:56: kriegst du die Leute und heute halt ich ja auch noch Vorträge dann ist es auch so.

00:16:59: Und das hab' ich so ein bisschen aus der Rapzeit gelernt.

00:17:02: Wie erzeuge ich dir Aufmerksamkeit der Leute?

00:17:04: Und wie halte ich Sie auch?

00:17:05: Ja.

00:17:05: Und wie komme ich in den Dialog mit Menschen?

00:17:07: Das sind so Dinge.

00:17:09: Aber würdest du sagen dass weil du hast gerade so schön gesagt wenn mehr Erfolg haben will als andere muss auch mehr machen?

00:17:15: glaubst du das genügt viel zu machen?

00:17:18: Also weißt du, dass jeder Mensch alles werden kann wenn man macht?

00:17:22: Nee.

00:17:23: Das glaube ich nicht.

00:17:24: aber wenn du den Ziel setzt dann musst du halt reinhauen und kannst dich nichts zurücklehnen.

00:17:29: also ohne harte Arbeit geht das eigentlich nie Und es gibt auch eigentlich keine Abkürzung.

00:17:34: also guck dir die besten Sportler an wie sie alle heißen Michael Jordan Teilgewurz Die haben alle immer mehr gemacht.

00:17:42: die waren denn alle noch nachts in der Halle.

00:17:44: das was keiner gesehen hat oder Einer meiner Lieblingssprüche ist ja auch der Erfolg.

00:17:48: über nachdauert Jahre und so ist es auch.

00:17:52: Ja, zumindest erzählen wir uns das ne?

00:17:53: Ich weiß immer gar nicht wirklich ob das stimmt weil wenn ich so halt manche Vorstände schaue oder auch in manche Politikposten schahoe dann denke ich immer so naja also ihr seid ja auch nicht unbedingt da weil ihr jetzt die besten seid sondern vielleicht auch weil ihr ein gutes Vitamin B hattet.

00:18:06: Also gibt's auch ne?

00:18:09: Ja natürlich kommen Menschen in Konstellationen in Positionen aber Auch dann müssen die sich überlegt haben, wie sie da hinkommen.

00:18:18: Auch das erfordert eine gewisse Anstrengung.

00:18:22: Aber ich glaube wir sind uns schon einig darin dass es sich lohnt... ...sich Mühe zu geben und sich auch anzustrecken.

00:18:28: Und das ist ja in der sogenannten New Work-Debatte auf so einem Thema gewesen.

00:18:34: In meinem Podcast geht's ja viel um New Work und neue Arbeitswelt auch.

00:18:39: Ich glaube man muss sich schon fragen Nicht nur was will ich tun, ist ja die sogenannte New Work-Frage.

00:18:47: Sondern wie komme ich da auch hin?

00:18:52: Was kann ich machen um kreativ und offen dieses Ziel zu erreichen?

00:18:58: mit welchen Menschen kann ich zusammenarbeiten?

00:19:01: also man muss kreatif werden dann kann man nicht alles erreichen aber mehr erreichen als wenn wir es nicht haben würde.

00:19:09: Ja voll richtig und du hast gerade schon so ein Wort gesagt Ambition.

00:19:13: Ich finde das trifft es eigentlich ganz gut, ne?

00:19:14: Es kommt auf die Ambition an so und Das leitet dich ja automatisch.

00:19:19: also

00:19:19: was erwarte ich eigentlich vom Leben und auch natürlich Arbeitselben?

00:19:23: Genau genau jetzt bist du Vater hast Du grade gesagt ich habe mich bei dir gefragt Was hat denn das vater sein eigentlich mit deinem Blick auf Chancen und vielleicht auch Verantwortung verändert, weil bei mir hat das Elternsein also das Mama sein extrem viel verändert.

00:19:38: Was hat es bei dir gemacht?

00:19:40: Ganz anderes Level ne?

00:19:42: Weil der der Fokus verändert sich natürlich von der Selbstverwirklichung hin zu einer anderen Verantwortung die man hat fürs Leben für ein anderes Leben dann natürlich auch Mit einem mal rückt man selber, rückt auch eine Partnerschaft erstmal in den Hintergrund.

00:20:01: Und alles muss sich neu finden und sortieren.

00:20:04: Ich selbst habe auch deswegen Jobs gekündigt um für die Familie mehr da zu sein.

00:20:09: wir sind zum Beispiel aus Hamburg nach Rostock gezogen weil es für uns besser war dort unser Kind aufzuziehen in einer kleineren Stadt mit Familiensupport.

00:20:18: Strand war natürlich auch noch schön.

00:20:22: Oder ich bin jetzt drei Jahre nach Berlin gependelt, wo ich einen Job hatte.

00:20:25: Und dann irgendwann haben wir gesagt es wäre doch gut wenn ich wieder mehr da bin und meine Frau unterstützen kann und für die Mädels da bin.

00:20:32: Das haben wir auch gemacht.

00:20:33: Ich habe den Job dann gekündigt also... Wenn man die Prioritäten für sich klar hat, dann sollte man natürlich auch Taten folgen lassen und das ist nicht immer leicht muss man auch sagen gerade wenn man sowas wie Karriere machen will was auch immer das heute ist.

00:20:46: aber auf jeden Fall ist es mit Kompromissen verbunden Und trotzdem war es für mich immer ganz klar und keine Diskussion.

00:20:54: Also im Zweifel verdiene ich dann weniger in einer Stadt wie Rostock, wo das Gehaltsniveau ganz anders ist... ...obwohl übrigens das Miet-Niveau so ist wie in Hamburg fast?

00:21:04: Also du hast die Gegensätze dort mehr geht nicht!

00:21:07: Aber da muss man kreativ werden und deswegen mache ich dann halt in meiner Freiberuflichkeit noch meine Geschichten.

00:21:12: Ob das jetzt ein Podcast ist oder Vorträge oder Beratung, dann musst du halt was anderes machen.

00:21:17: Aber wichtig ist, glaube ich diese Prioritäten für sich zu haben.

00:21:19: Und das ist nur mal die Familie.

00:21:20: Familie war immer eins.

00:21:22: Ja es ist mega!

00:21:24: Ich finde es wahnsinnig beeindruckend weil ich weiß dass das extrem schwierig ist.

00:21:27: Gerade auch man bewegt sich ja immer in so einem persönlichen Umfeld dann bewegst du dich im Arbeitsumfeld und auch da sagen viele jaja sie sind voll dafür dass die Männer auch mal zu Hause sind und sich auch mal um die Kinder kümmern und auch irgendwie Familie unterstützen und die wenigsten machen's dann aber im Endeffekt Und ganz viele machen es aber auch wirklich einfach nur deswegen nicht, weil die Strukturen im Unternehmen so konservativ sind dass sie gar keine Wahl haben.

00:21:49: Weil wenn Sie eben Chef sagen würden hallo ich bin hier der Mann und ich hätte gerne jetzt auch mal einen Teilzeitjob dann lacht er Chef und sagt dann können Sie direkt gehen?

00:21:55: So das ist ja die Realität in der wir leben habe ich ein ganz spannendes Gespräch tatsächlich auch mit einem Vater auch Dreifachvater gesprochen, der in einem riesen Konzern hier in Deutschland arbeitet und der dort auch ein Väter-Netzwerk gegründet hat.

00:22:08: Der wirklich gesagt hat bist Wahnsinn was mir immer noch vorgeworfen wird.

00:22:11: Jetzt wäre meine Frage eigentlich, wie gehst du damit um?

00:22:13: Also du sagst gerade ne deine Prioritäten sind klar.

00:22:15: Das ist das eine finde ich.

00:22:16: aber was macht das emotional mit dir trotzdem ja auch diesen Gegenwind sicherlich hin und wieder mal zu spüren?

00:22:22: Ach so viel Gegenwind bekomme ich eigentlich gar nicht muss ich sagen.

00:22:26: Ich habe mir aber auch ganz bewusst einen Teilzeitjob gesucht.

00:22:29: also ich hab ein Teilzeit Job und dazu meine Freiberuflichkeit etwas für mich ein gutes Setting ist.

00:22:34: Und wenn es das nicht wäre oder irgendwann nicht mehr ist dann da muss sich halt was verändern.

00:22:41: Ich hab halt natürlich auch so ein Mannstraßen erlebt, sagen wir mal.

00:22:45: Zum Beispiel konnte ich keine Elternzeit nehmen bei einen drei Kindern leider nicht.

00:22:49: Ich hätte gern ein Jahr genommen aber das haben wir uns nicht leisten können weil wir dieses Gender Pay Gap natürlich auch haben und erleben Und ich dann auch in einem anderen Bereich arbeite als meine Frau.

00:23:00: Aber dass wäre leider nicht möglich gewesen.

00:23:01: also das sind manchmal Dinge die dann ärgerlich sind.

00:23:04: aber Im Unternehmen selbst hatte oft das Glück, dass die relativ familienfreundlich waren.

00:23:12: Das war mir auch immer wichtig bei der Wahl meiner Arbeitgeber.

00:23:17: Wobei am Anfang behaupten es alle, ob's dann immer so ist, ist dann manchmal noch eine andere Frage.

00:23:22: Aber ich glaube, Familienfreundlichkeit ist auf jeden Fall ein Riesen-Asset für Arbeitgebers.

00:23:28: Ja definitiv.

00:23:29: Also zunehmend.

00:23:30: Wo man ja auch ehrlich sagen muss in Deutschland zumindest singt ja die Geburtenrate step by step.

00:23:36: Dass er auch tragisch ist irgendwie aber ... Also auch viel laut der Statistik ja damit zu tun hat, dass man irgendwie Angst vor der Zukunft hat auf unterschiedlichen Ebenen.

00:23:44: Sei es jetzt irgendwie Naturkatastrophen bis hin zu hohe Kosten, gehälterer Stagnieren

00:23:50: etc.,

00:23:51: PP und Politik natürlich auch gesellschaftliche Veränderungen.

00:23:55: Wenn man Kinder haben will dann sollte man auf jeden Fall optimistisch in die Zukunft schauen sonst braucht man es eigentlich nicht beginnen.

00:24:04: Zieh nach Island und baue den Bunker, keine Ahnung.

00:24:07: Aber wenn du Kinder bekommst, dann wär's schon gut, wenn du positiv nach vorne schaust bei allen Krisen die es gibt.

00:24:15: Und was ja aber auch dazu gehört ist das nicht alles schlimmer oder schlechter wird.

00:24:20: also vieles verbessert sich ja auch, weil man das mal im Gesamtkontext sieht.

00:24:26: Also unser Leben ist viel leichter geworden als noch vor fünfzig oder hundert Jahren.

00:24:31: Krisen und Kriege gab's schon immer.

00:24:33: Also die mediale Berichterstattung führt auch dazu, dass man den Eindruck bekommt es wird immer schlimmer.

00:24:39: das ist aber nicht in allen Hinsichten der Fall.

00:24:43: Schon Grund

00:24:43: zur Optimismus und Grund zur Hoffnung auf jeden Fall

00:24:46: Total, total.

00:24:48: Und ich find das schön, dass du das sagst und gleichzeitig merkt man ja schon auch, dass es nicht nur durch die mediale Berichterstattung so ist sondern tatsächlich auch die Narrative so gestrickt werden.

00:24:56: Also die Narratives sind ja ... Es wird immer schlimmer, die Menschen sind immer gespaltet da und was natürlich dieses ganze Empfinden auch noch mal verstärkt und da die Angst oder auch den Pessimismus ein bisschen schürt.

00:25:10: Was

00:25:11: tust du?

00:25:13: Das ist so die Story, die verfängt.

00:25:15: Die von Populisten erzählt wird und auch von Medien weil sie verkauft ja aber natürlich führt sie uns nicht in eine gute Zukunft.

00:25:26: ich glaube überhaupt dass Meckern und Beschwerden Nicht viel bringt sondern das einzige was man machen kann ist Dinge starten und ausprobieren und machen und darüber dann reden Aber nicht im Vorhinein das wird eh nichts Dann wird es auch nichts.

00:25:40: Ja Was hält dich optimistisch?

00:25:44: immer wieder auch zu reflektieren, was klappt.

00:25:46: Und es klappen auch erstaunlich viele Dinge?

00:25:47: Natürlich klappen viele nicht.

00:25:50: Aber wenn man viel macht, dann klappe auch Dinge und sich dessen bewusstzuwerden.

00:25:54: Das müssen keine großen spektakulären Dinge sein.

00:25:58: Wenn du Kinder hast, kannst du dich darüber freuen ... Zum Beispiel eine jüngste Tochter ist gerade in der zweiten Klasse.

00:26:06: Sie hat mir gestern erzählt, dass sie kurz davor ist ihr ... Federhalter Abitur abzulegen, ich wusste das gar nicht.

00:26:16: Stimmt nicht ganz federhalter Führerschein und dann könnte sie jetzt wenn sie es bestanden hat endlich mit einem Füller mit dem Federhalterschreiben und das war eine riesen Erfolgsgeschichte für Sie.

00:26:27: die Augen leuchteten und darüber freut man sich natürlich.

00:26:29: dass sind so kleine Geschichten die man ja natürlich nicht immer selbst ermöglicht aber Die zeigen es geht weiter ist bewegt sich was.

00:26:39: Ja, ich glaube Reflektin ist wirklich wichtig um auch nochmal seinen Blick zu schärfen für die Dinge, die gut laufen.

00:26:45: Die nicht gut laufen und dann weiterzumachen.

00:26:50: Und auch von anderen lasse ich mich ja gerne inspirieren.

00:26:53: Auch durch den Podcast natürlich was ich mir da auch für tolle Geschichten anhöre davon Menschen die etwas bewegen.

00:26:58: das inspiriert mich natürlich auch selber Dinge anzugehen.

00:27:03: Ja total jetzt finde ich es ganz spannend bei dir weil als ich dich das erste mal so ein bisschen recherchiert habe, hab ich so gedacht, wusste ich noch gar nicht so richtig in welche Kategorie ich dich so einordnen darf?

00:27:17: Weil die Köpfe unsere Köpfen wollen das ja immer.

00:27:19: Welche Schublade passt da denn jetzt nach?

00:27:22: Genau.

00:27:23: Erst mal war ich so, der ehemalige Rapper ist ja spannend und dann hast du ganz viel gemacht.

00:27:28: Und dann habe ich aber gemerkt, du bist eigentlich im Großen und Ganzen Storyteller.

00:27:31: Das ist das, was über dir drüber steht.

00:27:34: Das finde ich ganz spannend.

00:27:35: Ich hab mich gefragt, was warst du zuerst?

00:27:37: Warst du zuerst Storytellern oder XYZ?

00:27:41: Also zum Beispiel Rapper.

00:27:42: Weil also das eine ist nur die Hülle, die es rauslässt und das andere, die Story zu tellen, ist das was immer in ... Also eigentlich das Innere irgendwie.

00:27:50: Du hast in all diesen Jobs,

00:27:55: Ich habe mich eigentlich lange überhaupt gefragt, was der rote Fahrt ist.

00:27:58: Ich habe ihn lange nicht gesehen weil ich ja so verschiedene Dinge auch schon gemacht habe ob es jetzt Rap und Texte schreiben und dieses ganze Musikding ist oder dann Social Media Marketing, dann hab' ich für Banken gearbeitet, für Digitalagenturen, Startups im Bereich Marketing, interne Kommunikation.

00:28:15: Und hat mich lang gefragt was ist eigentlich mein Ding?

00:28:18: Und das ist ja wichtig, um auch zu wissen wie man weitermachen will.

00:28:21: Irgendwann kam ich dann so drauf zu sagen Ja eigentlich habe ich so im Rap auch schon Stories erzählt weil wir haben jetzt nie Gangsterrap oder sowas gemacht sondern es war wirklich tatsächlich Storytelling rap über Freunde über Leute über uns teilweise auch so Geschichten.

00:28:36: und im Social Media Marketing hab ich Geschichten für Marken erzählt.

00:28:40: Ich hätte zum Beispiel den Traumkunden, kanadischer Tourismusverband und hatte die deutsche Sprache der Social-Media Präsenz.

00:28:45: Das war toll diese Geschichten zu erzählen was dort passiert oder was man in Kanada erleben kann.

00:28:51: Und in der internen Kommunikation war es dann auch so Change Stories zum Beispiel zu erzählern.

00:28:56: Ja wir waren in Rostock mit der OSPA Die erste Sparkasse in Deutschland die ein Enterprise Social Network eingeführt hat Also Social Media für Innen und da gab's unfassbar viel zu erzäheln.

00:29:06: also Mitarbeiter Stories dann in diesem ESN, wie man es damals nannte.

00:29:11: Und dann hab ich irgendwann meinen Podcast begonnen in dem ich Stories kuratiere und mittlerweile helfe ich eben Menschen auch ihre Story zu finden und zu erzählen.

00:29:19: also ich begleite sie wissermaßen als Story Coach oder Sparringspartner und das ergibt für mich irgendwie rückblickend so ein bisschen Sinn da draufzuschauen.

00:29:28: Ich glaube auch, dass ist wichtig, dass wir unsere Story erzählen können In einem Podcast, in nem Meeting auf ner Bühne, im Pitch Also wo auch immer.

00:29:37: du musst eigentlich immer überzeugen und auch darstellen was deine Idee ist.

00:29:42: Und das haben wir aber nie so wirklich gelernt also in der Schule nicht, und im Arbeitsleben auch nicht so richtig... ...und es geht auch nicht um Selbsterstellung sondern es geht darum die Leute ja zu involvieren in das was du vorhast die leute zu beteiligen und einzuladen zu einem Dialog.

00:29:57: Und deswegen mache ich das und es macht mir großen Spaß.

00:30:00: Und mittlerweile berate ich auch Unternehmen, die Zukunftsnarrative entwickeln also eine Vision wo wollen wir als Unternehmen hin?

00:30:07: Das ist ja auch ne Geschichte die man erst mal entwickeln muss damit man Richtung hat in die man geht.

00:30:12: Und diese muss man dann wiederum erzählen sowohl nach innen als auch nach außen.

00:30:16: Ich glaube auch dass das in Zeiten von Kai sehr wichtig ist weil es das menschliche isst Also... Unser menschliches Storytelling lebt ja auch von Unperfektheiten und von Dingen, die nicht geklappt haben.

00:30:27: Das ist sogar das Interessanteste Fuckups und Hürden und Probleme.

00:30:31: Und darüber zu sprechen und da auch mutiger zu sein dabei unterstütze ich und das macht großen Spaß.

00:30:40: Ja hört sich mega an hört sich total spannend auch an weil du dich ja unterschiedliche ... Person oder eben auch Unternehmen immer reinfuchsen kannst.

00:30:47: Und gerade wenn die dich auch noch interessieren, das ist natürlich ultra interessant.

00:30:50: Also da haben wir wieder so dieses Thema sich in so Themen reinzufuchsen und... ...sich so Wissen anzueignen.

00:30:55: Das stelle ich mir wahnsinnig spannend vor!

00:30:58: Und zum Beispiel bei dir?

00:30:59: Wenn du erzählst wer du bist was du tust dann ist natürlich die Story... Also du erzählst natürlich warum das so ist und dass hat natürlich mit einer Vergangenheit zu tun.

00:31:07: Und so ist es eigentlich bei jedem Menschen, was er heute oder sie heute tut, hat Gründe und die liegen in der eigenen Geschichte.

00:31:13: Da heißt es wichtig, das auch irgendwie herzuleiten.

00:31:15: Man muss natürlich überlegen wie viel erzähle ich?

00:31:18: Was geht keinem an?

00:31:19: Was sind so die Dinge, die man quasi highlightet?

00:31:23: Daran darf man halt arbeiten sich das mal zu überlegen.

00:31:25: Was ist meine Story?

00:31:26: Long story short also auf den Punkt gebracht Aber auch ihm gerne emotional, so dass Leute relayten kann.

00:31:35: Die meisten erzählen ja nur wie cool alles war und wie toll alles geklappt hat.

00:31:38: aber damit kann man natürlich nicht connecten weil so ist das Leben nicht.

00:31:42: Ja wobei was ich auch was mir manchmal auffällt und da würde mich deine Meinung tatsächlich mal interessieren Was ich in social media viel sehe es so dieses Ja, keine Ahnung x y meiner Familie ist gestorben.

00:31:57: ich habe eine ganz schwierige Diagnose.

00:31:59: ja ihr wundert euch bestimmt wie so jetzt lange nicht da war weil also so diese sind schon fast floskeln muss ich sagen.

00:32:07: Wo ich mich wirklich bei mir merke dass es mir manchmal schwer fällt mir das voran fang ab Ende an zu gucken weil ich sie so Durchschaubar finde und ich mich frage ist es eigentlich noch bei allen so ernst gemeint?

00:32:18: oder wissen einfach viele mittlerweile wie sie leute in ihren bann ziehen können.

00:32:22: Nutzen diese trigger total?

00:32:24: ja

00:32:25: und das finde ich gefährlich,

00:32:27: also ich glaube es hat grundsätzlich ein glaubwürdigkeitsproblem weil wir immer schon unterstellen aber er weiß ob das jetzt nur geschrieben wurde damit reagieren.

00:32:39: Ich glaube, da kann man auch ein bisschen aufs Bauchgefühl hören.

00:32:42: Also man spürt manchmal schon ob das Fake ist oder ob das nur so aufgesetzt wurde... ...oder ob jemand das ernst meint.

00:32:49: Ich glaube da haben wir meistens ein gutes Gefühl dafür.

00:32:52: Trotzdem können wir uns natürlich nicht immer sicher sein aber wir können ja nur an uns selber arbeiten und selber authentisch sein.

00:32:59: Und ich glaube wenn man authentisch isst und wenn man eben nichts erfindet dann erregt man auf jeden Fall schon die Aufmerksamkeit.

00:33:08: Und natürlich kann man sich überlegen, was riecht Aufmerksamkeit?

00:33:12: Das ist eine relevante Frage beim Storytelling auch auf LinkedIn.

00:33:16: Aber da gibt es schon Dinge, die man erzählen kann und von der Art und Weise ohne dass man jetzt super polarisieren muss oder so super auf die Tränendröse drücken muss das muss man gar nicht mehr.

00:33:28: Würdest du sagen, und das ist dann auch die letzte Frage für heute, lieber Gabriel?

00:33:32: Weil wir sind jetzt tatsächlich schon fast am Ende.

00:33:34: Würdest Du denn sagen dass Storytelling ein Privileg ist?

00:33:39: Nee ich finde es einfach eine Handwerk, dass jeder lernen kann Und manch einem liegt das und da bringt er's so mit und manch einer oder manch Einer hat das bisher noch gar nicht so für sich auf dem Schirm gehabt.

00:33:50: Ich glaube es hilft total wenn man sich auf sein Gegenüber einstellen kann, ne?

00:33:54: Ich glaube das ist ja auch ein Thema mit dem du dich beschäftigst.

00:33:56: aber Empathie Weil am Ende geht's nicht darum, dass ich von mir erzähle.

00:34:01: Sondern ich erzähle dir etwas und wenn das was ich jetzt zum Beispiel im Podcast erzähle für dich nicht interessant wäre dann hätte ich mein Thema verfehlt.

00:34:08: also es geht immer darum dass ich für meinen Gegenüber relevant bin.

00:34:12: Und deswegen sollte auch ein strategisches Storytelling in Business... Also da gehts nicht um mich sondern am ende geht's um meine Kunden und ich sollte denen dabei helfen ihre Probleme zu lösen und deswegen schlag' ich mit meiner Story eigentlich nur die Brücke dahin.

00:34:27: Aber der Held, der Story ist eigentlich immer mein Gegenüber.

00:34:31: Das ist ein schönes Take-Away.

00:34:33: vielleicht noch mal zum Schluss?

00:34:34: Wenn ihr eurer Story erzählt dann sollte es nicht zu hundert Prozent um euch gehen sondern es sollte immer um die Person gehen für die ihr das tut.

00:34:44: Ja genau wie löse ich die Probleme der anderen oder das Gegenüber?

00:34:48: Es ist spannend sehr, sehr spannend Gabriel!

00:34:50: Es war mir ein Fest mit dir durch diese unterschiedliche Themenvielfalt zu reisen.

00:34:54: Richtig cool, danke für deine Offenheit und für den tollen Austausch.

00:34:59: Genau!

00:35:00: Vielen Dank, dass du da warst.

00:35:01: Danke

00:35:01: dir.

00:35:02: Alles klar bis bald.

00:35:04: Dankeschön.

00:35:07: Tschüss.

00:35:15: Ciao.

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