#153 Zwischen Konsens-Falle und echter Wirksamkeit.
Shownotes
Über meine Gästin:
Jule Jankowski ist Arbeitsfeuilletonistin, Podcasterin („GUTE ARBEIT“) und eine der schärfsten Beobachterinnen der modernen Arbeitswelt. Mit klarem Blick, Haltung und feinsinnigem Humor hinterfragt sie New-Work-Konzepte dort, wo Phrasen aufhören und echte Wirksamkeit beginnt.
Über Isabel Gebien: Isabel Gebien ist die Gründerin von EQUALITY 365, Podcast-Host, zertifizierte Business Coach, Trainerin und Speakerin für inklusive Führung und Kulturwandel. Sie begleitet Unternehmen und Führungskräfte dabei, faire Strukturen zu gestalten, psychologische Sicherheit zu stärken und moderne Führung wirksam werden zu lassen – klar, zugänglich und manchmal unbequem. In ihrer Impact Masterclass zeigt sie, wie inklusive Führung in der Praxis funktioniert: reflektiert, strategisch und menschlich. Zur Masterclass.
Der Podcast EQUALITY 365 ist unabhängig, persönlich und bewusst kein Hochglanzformat. Wenn du diesen Podcast unterstützen möchtest, kannst du das hier tun.
Transkript anzeigen
00:00:01: Hallo und schön, dass du da bist beim Equality Three Hundred and Sixty-Five Podcast dem Ort an dem Gerechtigkeit keine Grenzen
00:00:08: kennt.
00:00:09: Was wenn genau die Unternehmenskultur, die sich so menschlich und inklusiv nennt?
00:00:14: Am Ende dafür sorgt das wir Konflikte vermeiden macht nicht benennen und Veränderungen nur noch verwalten!
00:00:19: In dieser Folge spreche ich mit Julian Kowski Arbeitsföhe-Tunisten über den Gewalt unter dem Konsensmand Über Führung zwischen Haltung über Forderungen und darüber, warum Reibung nicht automatisch ein Zeichen für schlechte Zusammenarbeit ist.
00:00:32: Wir sprechen auch noch über Social Media, über unsere Eigenverantwortung in dem Kontext
00:00:37: und
00:00:37: um Julis Buch das gerade noch entsteht.
00:00:39: Viel Spaß!
00:00:42: Ja, hallo.
00:00:43: Ich hab wieder einen ganz tollen Gast bei mir zu Besuch.
00:00:46: heute ist die wunderbare Julian Kowski am Start nicht nur irgendeiner Frau sondern vor allem auch meine Podcast-Sister.
00:00:54: so will wir uns immer so schön nennen und ehrlicherweise längst überfällig endlich mal in meinem Podcast zu sein.
00:01:00: ich muss es in dieser stelle auch noch einmal sagen julia Es ist wirklich so krass aber ähm... du weißt das ja selber ne?
00:01:06: Es gibt ja eine Million Menschen die man irgendwie gerne mal vom Mikro hätte mit denen man gerne mal sprechen mag.
00:01:11: Und was bei mir mir selber immer auffällt, ist dass die Leute, die mehr am nächsten sind – das sind die ersten, die ich hinten runterfallen lasse.
00:01:17: Aber gar nicht bewusst sondern weil ich das nicht auf dem Zettel hab!
00:01:20: Weil ich mit euch so alltäglich spreche irgendwie, dass ich gar nicht auf den Zettl habe, dass ihr ja auch potenzielle Expertinnen seid für eure Themenbereiche, die man mal interviewen kann….
00:01:30: Und deswegen freue ich mich jetzt umso mehr, dass du heute da bist und wir endlich mal sprechen.
00:01:33: Aber jetzt bist du erst einmal dran!
00:01:36: Stell dich gerne mal mit ein paar Sätzen vor.
00:01:38: Gerne so ungewöhnlich wie du magst, wie es sich für dich richtig anfühlt.
00:01:43: Ja also erstmal schon mal vielen, vielen Dank für die Einladung liebe Isabel und für diese unfassbare charmante Lüge
00:01:50: mit
00:01:50: Sistern.
00:01:51: Also für diejenigen, die unser Gespräch nur hören jetzt nicht sehen es wird ja glaube ich vor allen Dingen ein Podcast sein.
00:01:58: vielleicht nochmal der kleine zarte Hinweis uns beide liebe Isabel trennt ja mindestens eine Generation.
00:02:04: Ich stelle mir einfach wie würde denn unsere gemeinsame Mutter aussehen?
00:02:07: das wäre schon ziemlich lustig.
00:02:09: Aber gut, du wolltest es, dass ich mich vorstelle.
00:02:12: Ich tue das ganz gerne mit dem Begriff Arbeitsvolltunistin auch wenn das bei vielen vielleicht mehr Fragezeichen als Ausrufezeichen auf die Stirn zaubert weil was ist denn das?
00:02:24: Also ein Volltunis ist ja jemand der kulturelles Geschehen in irgendeiner Weise einsortiert von mir aus auch bewertet darüber schreibt beobachtet.
00:02:33: und genau ist mindestens mal eine wichtige Rolle in meinem beruflichen Dasein, dass ich das was in der Arbeitswelt passiert vor allen Dingen der Arbeitskultur versuche einzusortieren zu beschreiben Verbindungslinien herzustellen Phänomene zu erkennen und durchaus auch da meinen mehr oder weniger kompetenten Senf abzugeben.
00:02:52: Aber das Ganze wird getragen durch meine Organisationsberatung die über zehn Jahre haben.
00:02:58: Also das heißt, ich bin so wie du genau auch in den Themen führungskräfter Entwicklung natürlich viel auch Team Ausrichtungen.
00:03:05: Ich spreche nicht so gern von Teamentwicklung, obwohl es im Kern wahrscheinlich dass auch ist also viele.
00:03:12: Wie stellen sich Teams zukunftsfähige auf?
00:03:14: Vor allen Dingen Führungsteams.
00:03:15: da bin ich sehr sehr viel unterwegs und der ganze Kladeradatscher mit unserem Podcast geschehen zu tun hat.
00:03:22: Der Podcast Good Work ist glaube ich Wahrscheinlich auch bei vielen deinen Hörerinnen und Hörern schon bekannt.
00:03:27: Wir sind ja immerhin auch im gleichen Netzwerk, also das vielleicht so mal zur Einsortierung.
00:03:32: Genau!
00:03:34: Wow, also ich mag deine Intro total und ich finde das ganz witzig was du gerade gesagt hast.
00:03:39: Weil du hast natürlich recht wir sind keine echten Schwestern aber genau deswegen sind wir Podcast Sisters weil wir in dem gleichen Podcast-Netzwerk mit unseren beiden Podcasts sein dürfen und es ist ganz wundervoll!
00:03:51: Jetzt habe ich grade mal so über mein Briefing geschaut die Fragen dich dir so stellen möchte dann ist mir aufgefallen dass ich direkt zu einem Start gesagt habe oder dich fragen möchte welcher Track denn eigentlich in deiner Oldschool Hip Hop Herzliste, so auf Repeat läuft.
00:04:06: und vielleicht auch noch mal eine kleine Ergänzung.
00:04:09: Das frage ich natürlich nicht einfach so sondern weil uns hin- und wieder einige musikalische Schmankerl irgendwie beiden gefallen und wir da irgendwie gemerkt haben dass wir da auch so ne Ebene miteinander haben.
00:04:20: Und genau deswegen dachte ich, frag dich einfach mal was ich finde Musik verbindet?
00:04:23: Wieso nicht hier im Podcast?
00:04:25: Voll!
00:04:25: Jetzt bin ich ja echt mal gespannt.
00:04:27: So jetzt kommt schonmal ein Alltime Classic von mir Und quasi das war für mich so mein Lebenselex hier in der Achtung, achtziger Jahren und den hör ich bis heute total gern.
00:04:39: Finde ich superbänger.
00:04:41: Ich weiß noch nicht mal genau wie sein Nachnamen ausgesprochen wird.
00:04:44: also ich würde sagen Oliver Sheatham oder Schism egal man könnte es als TH aber ist egal und das Lied heißt das kennt ihr bestimmt Get Down a Saturday Night?
00:04:55: Ja, ja.
00:04:56: Also das ist jetzt.
00:04:57: aber würde ich das mich heute nochmal so erreichen wie es mich erreicht weil's historisch Wurzeln hat weiß ich nicht.
00:05:03: Das ist einfach ein cooler Beat und so bisschen so okay Woche hinter uns und jetzt einfach loslassen was auf jeden Fall in meiner Top ten Liste überhaupt is.
00:05:15: aus diesem Genre ist auf jeden fall Daryl Hall und John Oates.
00:05:19: I can't go with that.
00:05:20: also für mich auch Passendes Lied zu unserem Thema hier, weil es hat ja viel mit Grenzensätzen zu tun.
00:05:28: Also hier ist Schluss.
00:05:29: also das finde ich total cool.
00:05:31: und wenn's so richtig tief ist aus diesem Genre mag ich wahnsinnig weiß nicht ob du das kennst.
00:05:36: Du kennst das Lied bestimmt Say A Little Prayer aber in der Version von Bomb The Best.
00:05:41: Das ist für mich ein sehr emotionaler und sehr tiefer Titel.
00:05:48: Wenn ich mal so fett ab bin dann höre ich da sehr gerne rein.
00:05:54: Ich merke gerade, dass ich an dieser Stelle mal gucken muss, ob ich die Tracks finde.
00:06:00: Weil ich kann mir den Namen immer gar nicht so gut merken und auch Künstlerinnen und sowas ... Auch wenn du mit mir über Schauspielere sprechen würdest?
00:06:06: Wenn du mir ein Bild zeigst, kenne ich dich sofort!
00:06:08: Ja, das geht mir wirklich gut.
00:06:09: Sobald der Name und der Titel da ist, weiß ich nicht wovon du sprichst... Also, ich guck mal, hab' ich das vielleicht irgendwie mit reinbekommen.
00:06:14: Können Sie in die
00:06:14: Shownotes
00:06:15: packen?!
00:06:16: Genau, genau.
00:06:17: Aber erst mal vielen lieben Dank, das find ich schon sehr schön.
00:06:21: Jetzt ist es ja so, da wollte ich dich auch mal persönlich nachfragen und dann können wir mal ein bisschen auf deinen Jobtitel eingehen.
00:06:27: Weil das finde ich ganz spannend was du da gerade zu erklärt hast zur Arbeit für die Tournisten Wenn du deine Gäste in den Podcast einlädst und dann gibt es ja solche und solche, es gibt dir die man irgendwie schon kennt irgendwie per se mag.
00:06:42: Dann gibt es die, auf die man auch so einen kleinen Crush hat und so denkt boah krass dass ich mit denen mal sprechen darf!
00:06:47: Und dann gibt es ja aber auch solche, die im Verlaufe des Gesprächs vielleicht eine ganz unangenehme Perspektive einnehmen oder sich vielleicht auch irgendwie daneben benehmen.
00:06:57: Ich habe mich gefragt welche Art von Gast kannst du sogar nicht ausstehen?
00:07:01: Hast Du da so eine spezifische Definition für?
00:07:05: Also ich, auf jeden Fall.
00:07:07: Ich glaube auch dass jeder deren Podcast hat oder den Podcast hat weiß das und ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin jetzt dreihundertfünfzig vollen ungefähr Pi mal Daumen veröffentlicht und ich kann mich an wenige Gespräche erinnern ein sehr weniger wo ich hinterher gesagt hätte okay alles klar das Nicht mehr.
00:07:28: Aber wenn ich daran gucke, das Verbindende was mich an diesen Gesprächen gestört hat ist weil ich das Gefühl hatte da kommt jemand der missbraucht mich nur als Plattform für seine Reichweite oder für ihre also wenn so überhaupt kein Interesse einem Dialog war Wenn es so Also noch nicht mal nur ein Termin war?
00:07:44: Weil natürlich wenn du sehr prominente Gäste hast wie du ja auch und ich auch darf man nicht immer davon ausgehen, dass das die berühmte Freundschaft für ne Stunde ist.
00:07:54: Was ich manchmal wirklich erlebe im Podcast ... Diese Anspruch wäre dann in dem Fall zu hoch und es sind manchmal technisch einfach sehr schöne Gespräche aber auch nichts was jetzt irgendwie noch unfassbar lange persönlich nachhaltet.
00:08:07: Das wär nicht die Anspruchs-Haltung!
00:08:08: Aber ein Interesse am Gegenüber?
00:08:11: Das find' ich schon wichtig.
00:08:13: Und es gibt ab und zu mal zum Glück sehr selten Menschen wo ich das Gefühl hab Die sehen das hier nur als PR-Plattform.
00:08:22: Im Vorfeld, wenn ich das sensiere, dann ist es sofort blacklisted und im Gespräch, wenn's mir so durchgerutscht ist ... Ich hab's nicht richtig sensiert!
00:08:32: Und es kommt zu einem Gespräch?
00:08:34: Dann bin ich dann ziemlich ... Verliere ich meine gute Laune.
00:08:39: Ja, kann
00:08:39: ich auch verstehen.
00:08:40: Es ist zum Glück sehr selten.
00:08:42: Aber woran glaubst du liegtes?
00:08:44: Weil was du beschreibst, fällt mir grundsätzlich ... immer mehr auf.
00:08:49: Ich kann gleich meinen Senf dazu abgeben, aber ich hab bei dir erst mal die Frage gestellt also was glaubst du woran das liegt dass Menschen so sind?
00:08:58: Na ja gut wir müssen jetzt nicht so tun als wäre das nicht auch Irgendwo nachvollziehbar, weil ich mein klar auf der einen Seite wir leben in jetzt sage ich selbst diesen schrecklichenseits in dieser Aufmerksamkeitsökonomie Zeit.
00:09:12: Das heißt das ist das raste und kostbarste gut die Aufmerksamkeit der Menschen.
00:09:17: Und wenn wir das Gefühl haben dass etwas sich versammelt da ist so eine so eine Wasserstelle So eine Trinkstelle wo die Tiere abends hingehen und alle saufen und sich unterhalten dann ist es natürlich total spannender auch zu sein.
00:09:31: Ich glaube schon, dass das mir mit meinem Podcast ein Stück weit gelungen ist.
00:09:35: Das sehe ich daran, dass mich jede Woche sehr viele Anfragen erreichen.
00:09:38: die Leute wollen auf diese Plattform sie haben eine Botschaft und Sie kommen auf einer Plattform wie LinkedIn nicht mehr durch.
00:09:45: sie haben einen Buch Es wird vielleicht gekauft, vielleicht auch nicht.
00:09:49: Sie suchen nach Möglichkeiten ihre Themen, Ihre Positionierung irgendwie zu promoten.
00:09:54: Fair enough!
00:09:55: Das ist okay.
00:09:56: Ja?
00:09:56: Also das ist... Das treibt uns alle um und natürlich gehen sie dann dahin wo sie vermuten dass da ein bisschen was vom Aufmerksamkeitskuchen zu holen ist und das dürfen sie auch.
00:10:08: Sie müssen halt nur zwei Sachen einlösen.
00:10:12: Sie müssten mich davon im Vorfeld überzeugen Ihre Gedanken nicht nur für sie persönlich hochrelevant und spannend sind sondern im zweifelsfall für mich auch.
00:10:21: Und damit auch für meine Hörer also für mich da mein ich immer quasi auch die, die, ähm... Die, die... ...Hörerschaft von Good Work!
00:10:30: Und Sie müssen mir das Gefühl geben dass sie einem echten Dialog interessiert sind und nicht nur einfach abspulen.
00:10:36: Ich könnte mir vorstellen ich bin sehr gespannt was du dazu sagst.
00:10:39: Weil weil ich glaube da bin ich gar nicht so exotisch wird dir wahrscheinlich ähnlich gehen.
00:10:45: Nee, absolut.
00:10:46: Aber ich hab mich gefragt, woran das liegt?
00:10:49: Woran liegt es, dass Menschen auf der einen Seite was von einem wollen und trotzdem glauben, sie seien etwas Besseres?
00:10:56: Weil das ist ja ganz platt gesagt, was damit im Kern unter der Linie steht!
00:11:02: Da bin ich mir nicht so ganz sicher, Isabel, ob die das wirklich denken, dass sie etwas Besseres sind ... Sie sagen ... will der weder das wieder legen noch begann.
00:11:11: ich glaube sie sind einfach nur auf in ihrer perspektive gefangen und die einziges ding ist wow ich muss da unter stattfinden um möglichst mein thema durchzubringen und dass es halt schwierig weil achten menschen riechen ab Absichten.
00:11:27: Und speziell Podcast ist so ein sensibles Medium, auch während wir zwar jetzt zuhören.
00:11:32: die Menschen machen sich ein Bild von dir.
00:11:34: haben sie es schon deine Hörerinnen und Hörern und von mir.
00:11:37: werden Sie das jetzt auch tun?
00:11:39: Die werden sagen, die werden auf der Lauer liegen.
00:11:40: was ist das für eine?
00:11:41: Ist sie sympathisch, ist sie glaubwürdig?
00:11:44: Was erzählt ihr dafür?
00:11:45: Ein schwurbeliges komisches Zeug und kann ich das auch fühlen was sie sagt.
00:11:50: Und was macht die da bei der Isabel?
00:11:53: Und so fragen sich die Menschen das auch, wenn jemand bei mir im Podcast ist.
00:12:00: Was macht die Person dabei, Juli und Boah, der oder die lädt ja nur ihre Story ab und ist null interessiert.
00:12:08: Ich glaube nicht dass es um besser- oder schlechter geht sondern einfach ein Stück weit aus der eigenen Binneninlogik nach außen senden.
00:12:16: Das ist in der Regel, glaub ich ... Nicht so wahnsinnig geschickt.
00:12:24: Nee, genau!
00:12:24: Weil menschliches Miteinander für mein Empfinden und auch aus der Beobachtung und auch von dem was sich für mich die letzten Jahre immer wieder ausgezahlt hat... eigentlich ein geben und nehmen ist oder
00:12:37: voll.
00:12:38: Also du kennst ja auch dieses berühmte whats in for me für mich einer der absolut unsympathischsten Sätze, ja auch gerade wenn es um so netzwerken gehen.
00:12:47: ich sag mal dreh doch mal rum frag dich doch erst mal was in me for you.
00:12:51: also so funktioniert das ja nicht wenn jeder erstmal zur party geht und sagt aber sind da für mich dran?
00:12:57: Es ist kein Netzwerk indem man sich gern aufhält.
00:13:02: Ne, unsympathisch ist das finde ich.
00:13:04: Und ich finde vor allem aber auch und das ist glaube ich auch worauf ich so ein bisschen hinaus wollte mir fällt es sehr stark mit Social Media also mit diesem ganzen Anstieg von Social Media und dieser wunderbaren Aufmerksamkeitsökonomie von der du gerade gesprochen hast auf dass wir immer mehr in einer Welt sind wo es darum geht dass wir uns selber in den Fokus stellen schon regelrecht nazistisch eigentlich komplett vergessen, dass es auch ganz viele andere Menschen da draußen gibt die extrem smart sind.
00:13:34: Die extrem krass was zu melden haben, die aber vielleicht nicht so Aufmerksamkeitsgeil sind und auch vielleicht überhaupt kein Interesse daran haben oder vielleicht sogar sich unsicher fühlen, sich öffentlich zeigen.
00:13:46: Und die fallen dann irgendwie hinten runter.
00:13:48: und ich frage mich manchmal verschieben wir nicht schon fast ein bisschen die Sichtbarkeit wo sie eigentlich wirklich liegen sollte?
00:13:56: Ja, total.
00:13:58: Ich finde es schon fast grenzwertig gefährlich was immer mehr passiert
00:14:02: so... Und wir dürfen ja immer einen Schritt zur Seite drücken und mal auf uns selbst gucken Da ist ja auch niemand frei von.
00:14:10: Also sind wir ganz ehrlich, weil wenn es nur darum ging seine Gedanken irgendwie zu verschriftlichen was euer oft so mal diese Erzählfahren ist der über so ein bisschen dieses Humble-Breaking Ja ich will ja gar nicht Reichweite Ich will ja nur meine Gedanken strukturieren.
00:14:24: Achtung hier kommt die Botschaft.
00:14:25: Dieses Konzept ist erfunden das nennt sich Tagebuch.
00:14:28: Dafür brauchst du uns nicht auf Insta oder LinkedIn beherlegen.
00:14:33: Wenn's hier wirklich darum ginge Wenn jemand sagt, ich hab Gedanken.
00:14:37: Ich will mal gucken wie die Menschen darauf reagieren.
00:14:40: Voll okay!
00:14:41: Voll okay.
00:14:42: Nur andersrum ist es halt wenn wir sagen ihr wundert euch bestimmt dass das bei mir in letzter Zeit so still ist.
00:14:49: nochmal hier ist die Antwort keine so Wunder sich.
00:14:53: Ja das denke
00:14:54: ich auch
00:14:55: wirklich jedes Mal.
00:14:56: Oh Gott.
00:14:59: und jetzt ist auch noch einmal das hat überhaupt nichts mit Arbeit oder sozialen Medien zu tun.
00:15:05: Die aller, allermeisten Fälle, Ereignisse.
00:15:11: Neunundneinzig, neun, neuneineineinein neun Prozent haben gar nichts mit dir zu tun, Mausi!
00:15:16: Ja?
00:15:16: Das geht nicht immer um uns selbst.
00:15:19: Trotzdem dürfen wir uns zu etwas verhalten und dazu eine Meinung haben.
00:15:23: vollkommen okay nur sich selbst so in den Mittelpunkt zu stellen und zu sagen weil ich jetzt zufällig mal hier bin hat das alles was mit mir zu tun.
00:15:32: nein das ist nicht so
00:15:34: Ganz schwierig.
00:15:35: Ich
00:15:35: glaub, das eine vom anderen zu differenzieren und ich mag deswegen auch deinen Inhalt weil du lässt ja auch immer durchblicken sich selbst nicht so unfassbar wichtig und ernst zu nehmen.
00:15:48: Weil wir scheitern jeden Tag hundert Mal also
00:15:51: ich hunderte mal.
00:15:52: Ja, ich glaube wir dienen es beide.
00:15:54: Hundertteenmal am Tag!
00:15:57: Ja, aber genau und dieses...ich glaube ist sehr einfach in diese Falle reinzuzlappen.
00:16:04: Das ist auch okay, weil das ist menschlich und irgendwie wollen wir ja auch da wieder Teil des Stroms sein.
00:16:08: Wir wollen irgendwie dazugehören.
00:16:10: Und wie wollen wir auch was zu sagen haben?
00:16:11: Ja, das ist alles menschlig.
00:16:14: Davon können wir uns sicherlich nicht befreien.
00:16:16: aber ich glaube also was ich genau damit sagen wollte und weshalb ich dieses Gespräch gerade ganz interessant finde ist einfach... wie viele der Menschen, die eine wirklich große Reichweite haben und damit ja auch ein gewisses Maß an Verantwortung tragen sind sich dessen bewusst.
00:16:30: Und reflektieren das auf einer day-to-day basis?
00:16:32: also immer mal wieder dass man sich hin sagt will ich das jetzt eigentlich gerade wirklich so teilen?
00:16:37: Und fühlt sich das eigentlich richtig an dass ich irgendwie so da sitze und in die Kameraspreche und irgendwie einen bestimmten look habe den mittlerweile dann alle haben?
00:16:46: oder also auch das fällt einem ja auf und ich beobachte das und Ich bemerke bei mir dass es bei mir zunehmend bewirkt, dass ich gar kein Interesse mehr so richtig habe mich öffentlich zu zeigen weil ich mich da nicht zugehörig fühle irgendwie.
00:16:59: Ich auch mich nicht da so anpassen will in so ein Mechanismus der offensichtlich sein muss damit man Reichweite bekommt und Und ehrlicherweise auch mein privates Leben mich sehr positiv ausfüllt, dass ich irgendwie genau wie du sagst, da spielt mein Leben eine Rolle so.
00:17:16: Da werde ich irgendwie
00:17:17: sehen... Ah natürlich!
00:17:18: Ich weiß es nicht.
00:17:19: Irgendwie ist das ein sehr schmaler Grad?
00:17:21: Wie fühlst Du Dich?
00:17:22: Also wie geht das mit Dir so?
00:17:24: Ja,
00:17:24: ich kann das total nachvollziehen was du sagest.
00:17:27: und Isabelle, weil es ist ja so klar im Echten Real Life sind wir wirklich in der Regel oft gemacht.
00:17:33: Hoffentlich doch gemeint und gesehen und involviert und relevant.
00:17:37: Und alles, was wir jetzt hier besprechen?
00:17:39: Und dann ist es so wenn ich stell dir mal eine Person vor der du gerne vielleicht folgst in den sozialen Medien sei es weil er oder sie besonders witzig, besonders klug, besonders scharf, besonders provokant ist wie auch immer egal.
00:17:56: und Dann hast du doch wahrscheinlich das Gefühl Ich kann gar nicht genug kriegen Wenn die Person zum Beispiel sagt, ich bin jetzt mal sechs Wochen weg.
00:18:05: Dann findet man es wirklich traurig.
00:18:07: also da findet man dieses berühmte.
00:18:09: hier wird das jetzt bisschen stiller.
00:18:11: wirklich schade ja immer so kleine crushes von Leuten den nicht wirklich gerne folge weil sie wortgewaltig sind weil Sie witzig sind Weil sie mir neue Gedanken im Kopf zaubern der denke ich ah ich möchte noch mehr davon hören und alle schon durchgespielt Und Das kriegen Menschen mit.
00:18:29: und dann also dass ist Menschen gelingt, die Community zu begeistern.
00:18:35: Und dann passiert Folgendes ... Dann passiert das, dass sie andere Beobachter versuchen, das zu kopieren und sie gehen dann... Was weiß ich?
00:18:46: Es gibt zum Beispiel diese Frieda Levine.
00:18:48: Ich weiß nicht ob du sie kennst, Riesen-Account-Comedian.
00:18:51: Die hat so eine Serie.
00:18:53: Diese Freundin, die Sprichwörter nicht richtig sagt.
00:18:57: Das bin ich!
00:18:59: Wir bewegen uns auf ganz kaltem Eis, sagt die dann.
00:19:02: Ich liege da am Boden wenn sie das macht und die macht es so großartig.
00:19:05: Natürlich ist sie nicht die einzige, die diese Art von Takes hat.
00:19:09: Und dann siehst du welche, die das genau eins zu eins kopieren und die verwechselnden Struktur mit Inhalt also die denken ah ich muss den gleichen Inhalt machen und dann bin ich genauso erfolgreich wie Sie!
00:19:22: Das ist natürlich überhaupt nicht so... anstrengend, da wird es langweilig.
00:19:27: Dann wirds repetitiv... dann fragen wir uns müsste ich jetzt auch Sprichwörter verballhorn damit ich auch gesehen bin?
00:19:34: natürlich nicht.
00:19:35: Ja ja trotzdem
00:19:38: gibt's auf was in dir und in mir.
00:19:41: jetzt müsste ich bei mir ein bisschen länger nachdenken egal was vielleicht Menschen hören sehen wollten von uns oder schon tun wo sie sagen oh da interessiert mich ihr Gedanke ihr blickt drauf Und das ist doch immer der Punkt.
00:19:56: Also dieses sich auf der Inhaltebene oder Strukturebene zu sehr anzupassen und so sagen, ich will genauso sein.
00:20:05: dann habe ich das System gehackt.
00:20:08: Das funktioniert nicht.
00:20:10: Es funktioniert nicht also ich glaube da nicht dran.
00:20:14: Also sowieso... Ich meine wir sind ja gerade was auch unsere Arbeitswelt angeht und auch Gesellschaft in so einem krassen Umbruch den man noch gar nichts richtig deuten möchte sage ich jetzt bewusst.
00:20:26: Aber, ich glaube das macht das Ganze auch extrem komplex weshalb man da auch nicht diesen einen roten Faden gehen kann.
00:20:33: Ich glaube was ich für mich irgendwann mal festgelegt habe und ich schätze dass du da ähnlich tics so wichtig kennengelernt habe ist dass ich wirklich versuche mir selbst treu zu sein und alles was ich mache muss sich für mich gut anführen.
00:20:47: Das ist am Ende der Schlüssel, ob das eine große Reichweite erzielt oder nicht.
00:20:52: Natürlich müssen wir auch mit unserer Arbeit Geld verdienen aber im Kern müssen wir uns treu sein und ich glaube wenn man anfängt sich zu verkaufen dann kann das sicherlich auch für einen bestimmten Zeitraum gut laufen.
00:21:01: Ob das wirklich nachhaltig ist, das bewahre ich wirklich zu bezweifeln.
00:21:05: Ja und vor allen Dingen.
00:21:06: Aber gut, ich glaube dass es ein großes Feld.
00:21:09: könnten wir mindestens zehn Folgen nur dazu machen.
00:21:14: Jule, jetzt finde ich das ganz spannend.
00:21:17: Oder du schreibst gerade ein Buch?
00:21:19: Das weiß ich, darf ich so schon sagen... Das darf man schon sagen!
00:21:23: Genau.
00:21:24: aber jetzt möchte ich gar nicht in dieser Einfrage gar nicht auf das aktuelle Buch eingehen sondern dich erst mal fragen wenn dein Leben einen Buchcover wäre.
00:21:33: Aber dieses Buchcover und dieses Buch hat nichts mit Arbeit zu tun.
00:21:37: welches Bild würden wir darauf sehen?
00:21:40: Also erstmal fällt es mir schon mal total schwer und das liegt an meiner Persönlichkeitsstruktur, die immer zu viel von allem hat.
00:21:50: Bei mir ist alles eher zu viel als so wenig inklusive Gewicht.
00:21:53: bei mir ist immer alles zuviel.
00:21:56: Es wäre auf jeden Fall ein Wimmelbild.
00:22:00: also dass das irgendwie Und das ist so reinziehen.
00:22:03: Er sagt, oh mein Gott, guck mal dem Kind ... Ist da das Eis runtergefallen?
00:22:07: Guck mal die Oma sitzt allein auf der Bank!
00:22:09: Warum wie traurig?
00:22:10: Guckt mal dahinten, da ist ja ein Zoo.
00:22:12: Ach hier fährt einen Zug vorbei.
00:22:13: Wie diese Kinderwimmelbilder, also so wäre auf jeden Fall... Wär
00:22:19: das auch so
00:22:21: bunt?
00:22:23: Es wär auf jeden fall bunt und es hätte den Titel glaube ich ... Ja okay, einer meiner Lieblings- oder meine Lebenssprüche Blöder Heim, als du fortgefahren bist.
00:22:35: Also bisschen hessisch eingefärbt?
00:22:37: Mhm.
00:22:38: Das ist für mich die tiefe Lebensweisheit.
00:22:40: Du kommst nie dümmer nach Hause, als so weggefahren war.
00:22:43: Nee ... Oh,
00:22:44: das ist toll!
00:22:45: Das sollte eigentlich eine Weisheit für die Arbeitswelt sein, weil es viel Offenheit auch irgendwie proklamiert, oder?
00:22:52: Ja,
00:22:54: ich hab zwei immer wiederkommen.
00:22:56: Das eine ist das und das andere ist Kinder kommen selten nach den Nachbarn, wenn wir uns so ... Darüber aufregend, dass Kinder irgendwie unsere Kinder vielleicht etwas tun was uns nicht so ganz in Kram passt.
00:23:10: Aber das wäre auch ein anderes Story also Wimmelbild.
00:23:12: Ja ich glaub's wär'n cool.
00:23:14: Ich liebe Wimmlbilder die habe ich sehr viel mit unserem Sohn angeschaut.
00:23:19: da gibt es ja ganze Bücher zu und so.
00:23:20: naja ich hab das immer geliebt ist ganz toll finde ich auch immer noch cool um ehrlich zu sein.
00:23:23: Ich find
00:23:24: supercool weil ihr jedes meine anderen kleinen muss man wieder zu übertragen Stream einsteigen kannst.
00:23:30: ach guck mal genau Genau,
00:23:32: genau.
00:23:34: Und jetzt mal zu deinem Buch in dem du gerade schreibst.
00:23:36: Wir dürfen ja noch gar nicht so viel darüber sagen
00:23:39: bzw.,
00:23:41: also du erzählst darüber aktuell noch gar nichts.
00:23:43: so viel Ich glaube was wir sagen dürfen den Typ des Buches Roman Was ich extrem spannend finde Jule.
00:23:53: und jetzt musst du einfach mal los schießen mit dem was du sagen möchtest und vielleicht auch kannst weil Du hast schon ein bisschen im Vorhinein grade angeteasert, das ist irgendwie so eine ungewöhnliche Perspektive.
00:24:04: und du schreibst im Roman von.
00:24:06: Was ja sehr unüblich ist weil du ja Arbeitsverletzungsministerin bist selber aus der Wirtschaft kommst.
00:24:11: hätte man jetzt eigentlich gedacht du schreibt irgendwie ein Sachbuch auch zum Thema wie können wir die Arbeitswelt umdrehen verbessern verändern ausrichten.
00:24:22: Kann ich mal ein bisschen was dazu sagen?
00:24:24: Ja, es ist ja streng genommen sozusagen mein drittes Buch also das dritte Eingestellen des erstes schon tausend Jahre her da ging's auch ganz andere Sachen um Ziegruppen.
00:24:33: Das letzte war wirklich so ein klassisches Sachbuch zwischen Alter neulich gut und irgendwie hatte ich da schon großen Freude dran am Schreiben für mich ein wichtiger Ausdruck in der wichtige Ausdrucksform Und gleichzeitig eine totale Ermüdung weil sowie du auch bei uns kommen jede Woche tolle Autoren ständig kommen neue Posts von Menschen, die Bücher-Kartons aufpassen.
00:24:56: Oh mein Gott!
00:24:57: Auspacken... oh mein Gott da ist das das neue Buch.
00:25:00: ich hatte jetzt wirklich nicht das Gefühl dass es da noch irgendwas braucht.
00:25:04: und dann kam aber eine wie soll ich sagen ja?
00:25:08: Eine Geschichte in meinem Kopf hoch.
00:25:10: Es wird also eine Geschichte sein Roman Ja vielleicht eine episodenhafte Erzählung Das kann ich sagen.
00:25:17: Man nennt das, glaube ich als Genre erzählendes Sachbuch.
00:25:20: Und das ist verdammt schwierig, Isabel.
00:25:23: Das kann ich schon mal hier sagen vielleicht auch für diejenigen, die uns zuhören.
00:25:27: Denn ... Die Verlagswelt schätzt so etwas... Die Deutsche muss man sagen, so etwas überhaupt nicht!
00:25:34: Weil sie sagen ja was isst denn nun?
00:25:36: Ist es nur Beltristic oder ist es nun Sachbuch?
00:25:38: auf welchem Tisch soll's entliegen?
00:25:40: und das ist echt schwierig gewesen in der Verlagssuche.
00:25:44: Die hätten gerne Bücher Projekte mit mir gemacht.
00:25:48: Aber bei dem Projekt, das war gar nicht so ganz einfach weil es eben doch sehr bildristisch sein wird aber ein Sachthema haben wird.
00:25:58: also es wird um die spannende Frage gehen wo ist hier mein Platz in dieser Arbeitswelt die sich so verändert?
00:26:04: erzählt aus einer und mehr kann ich an der Stelle noch nicht verraten aus einer sehr ungewöhnlichen Perspektive.
00:26:10: Also etwas ja Die Menschen werden beobachtet, in dem wie sie handeln und was sie tun.
00:26:19: Ich bin spannend!
00:26:20: Und wie bist du darauf gekommen?
00:26:22: Du hast gesagt die Idee kam dir auf einmal so... Was war der Trigger-Point?
00:26:26: Erinnerst du dich daran?
00:26:28: Dass ich mal etwas Erzählerisches mich verproben will, das war schon lange in meinem Herzen im Kopf.
00:26:35: Dann kamen nach und nach die Fäden.
00:26:37: Das kann man gar nicht sagen.
00:26:38: da gab es nicht das eine Erlebnis die spezielle Perspektive, die ich heute wie gesagt noch nicht preisgeben möchte.
00:26:45: Die kam mir tatsächlich bei einer Lesung ... Bei einem Buch wie in Wiesbaden war ich bei einer ganz tollen Lesung und die Autorin hat quasi diese Erzählperspektive nicht verwendet, die Ich jetzt gewählt habe.
00:27:00: aber sie hat gesagt man kann es auch so oder so sehen und auf einmal machte das mit meinem Kopf klick.
00:27:06: also mehr, wie gesagt möchte ich hier noch nicht preisgeben.
00:27:12: Aber es ist auf jeden Fall eine Erzählung und das wird.
00:27:16: die Menschen werden beobachtet.
00:27:17: Das kann man sagen.
00:27:19: Es bleibt spannend.
00:27:20: Ab wann können wir denn dein Buch kaufen?
00:27:21: Jule, weißt du das schon?
00:27:22: Das wird noch ein bisschen dauern.
00:27:23: also ich bin jetzt in den letzten Zügen... Ich glaube, ich habe im Oktober kruselig.
00:27:28: Das ist ja schon bald
00:27:30: Abgabetermin.
00:27:31: Mal gucken!
00:27:32: Also für mich so ein bisschen wieder ein Uni-Zeitenabgabe Magistar bei damals erinnert.
00:27:39: Und dann wird es wahrscheinlich zum Frühjahr hin erscheinen.
00:27:42: Also von daher, ich werde da jetzt so langsam mal immer mal ein bisschen die Decke lüpfen und da mal drunter schauen lassen.
00:27:50: Es ist auf jeden Fall Isabelle wenn du dich da mal versuchen willst eine spannende Reise denn Ich weiß morgens nie was passieren wird weil ich meine Figuren zum Teil erst kennenlerne also als ob die irgendwo schon leben und ich denke komisch.
00:28:08: Also das ist nicht so ein rationaler Vorgang wie jetzt bei einem Sachbuch, sondern da entsteht halt ganz viel in der Fantasie auf einmal von dem man gar nicht wusste dass es da schon irgendwie existiert.
00:28:20: Ja ich finde das voll spannend wenn du das so erzählst weil ich hätte total Angst davor dass ich auf einmal keine Fantasien mehr habe.
00:28:26: also weißt du das irgendwie schon so zwölf Kapitel geschrieben hast und dann ist so das Ende kurz vorher und sitzt du dann denkst ich hab keine Ahnung mehr was ich noch schreiben soll.
00:28:33: Ist dir das schon mal passiert?
00:28:35: Ja, soll ich dir was sagen.
00:28:37: Das passiert mir ständig.
00:28:41: und dann kommt das, was vielleicht mich durch mein ganzes Leben immer trägt, dass sich sage in Momenten der Verzweiflung es ist dir immer noch irgendwas eingefallen Und das wird auch wieder passieren und dann muss man vielleicht doch mal einen Tag Pause machen oder einfach mal in Wald gehen oder mal schwimmen.
00:29:01: oder das sind bei mir so Momente wo keinen Podcast hören, nicht Social Media machen und dann kommt da schon wieder was.
00:29:12: Ja, spannend!
00:29:15: Sehr, sehr spannend.
00:29:16: Ich bin gespannt.
00:29:17: wir dürfen alle gespannt sein.
00:29:18: also wir behalten das im Blick.
00:29:20: Jule du hast ja gerade gesagt dass du nach und nach die Decke lüpfen wirst.
00:29:23: Also walten wir dich alle im Auge.
00:29:27: Sprichst du auch?
00:29:28: Ich glaube, dass ich das mal bei LinkedIn gelesen habe.
00:29:31: Wenn ich mich nicht irre... Du sprichst auch über Gewalt unter dem Konsensmantel und das fand ich ganz, ganz spannend!
00:29:40: Und ich hab mich da gefragt, wo in unserer aktuellen Newark Euphorie ersticken wir denn echte Innovation durch den Zwang, dass sich am Ende alle wohlfühlen müssen?
00:29:49: Ja, das ist natürlich nur einen totalen Preis, den wir bezahlen.
00:29:52: also Manchmal wird da ja auch was verwechselt.
00:29:56: Dieses berühmte Wir-Müssen alle mitnehmen, das ist für mich schon so ein totaler Trigger und ich glaube, ich habe es schon sehr oft gesagt – ich sage es auch gerne nochmal – also alle mitnehmend, das erwarte ich von einem Busunternehmen.
00:30:06: Das erwarte vielleicht noch von einem Taxiunternehmen aber nicht von der Unternehmensleitung, dass sie alle mitnimmt, auch nicht von einer Politik.
00:30:12: Also was dahinter steckt, ist ja so mache es den Menschen, erkläre es dem Menschen und überzeuge sie!
00:30:21: Ja und in diesem Konsensmantel, also wenn ich quasi nach außen Konsens proklamieren soll aber nach innen das nicht wirklich mitgehe.
00:30:30: Also nicht davon zutiefst überzeugt bin dann ist es einfach ja vielleicht würdest du es toxisch nennen?
00:30:36: Das ist auf jeden Fall nichts wert weil dieser Konsens der ist nicht innen abgepuffert er ist nicht belegt er wird auch auf jeden fall so nicht gelebt werden Und oft jetzt mal fernab von dem Prozess.
00:30:49: Es gibt ja sehr viele, gerade in selbstorganisierten Einheiten Verfahren der Entscheidungsfindung.
00:30:56: Ob das jetzt Konsensverfahren sind?
00:30:57: Konsent den ich übrigens schon mal zehnmal besser finde.
00:31:00: Konsent als Lösung die bei der nicht alle dafür aber zumindest niemand dagegen sein kann ist es auf jeden Fall schon einmal besser.
00:31:09: also es ist besser um Gottes Willen.
00:31:10: Ist schon mal auf jeden fall ein Stück weit sagen wir es mal so dynamischer weil echter Konsens ist wirklich eine harte Nummer.
00:31:17: Das ist wirklich eine harte Nummer, weil das heißt ja, dass wirklich jeder zu tief davon überzeugt sein muss oder zumindestens dafür sein muss.
00:31:25: Und da gibt es auch manchmal zur Schau getragenen Konsens und das wiederum kann sehr gewalttätig sein.
00:31:31: Das ist wie das Kind... Blödes Beispiel.
00:31:35: ich weiß ...wie das Kind was zu Großeltern geschickt wird um dazu übernachten aber gar nicht will.
00:31:43: und dann um den Eltern einen Gefallen zu tun sagt er freut sich.
00:31:49: Also ich fand das so interessant.
00:31:50: Johanna Degen war bei mir zu Gast, die Sozialforscherin oder sich auch viel mit Parasozialität beschäftigt und mit Beziehungsgestaltung.
00:32:00: Die sagte es war jetzt nicht früher alles besser im Gotteswillen.
00:32:04: Sie ist ja selbst noch eine junge Frau und sie sagt wenn wir das sehen dass zum Beispiel Eltern sagen geh mal zur Oma Opa und Geld, es ist doch schön.
00:32:12: Und sei doch
00:32:13: glücklich.".
00:32:14: Das heißt das Kind erlebt ja innerlich eine totale Gespaltenheit.
00:32:17: Es will da nicht hin aber es muss gleichzeitig weil sie auch noch verantwortlich ist für die... Für das Glück der Eltern dass die ein gutes Gefühl haben zu tun also ob's damit Einverstanden sein.
00:32:30: und das ist gewalttätig.
00:32:31: und sowas erleben wir in der Arbeitswelt auch.
00:32:33: Wir wissen wir müssen so tun als seien wir dafür Weil es uns nämlich sonst etwas kostet Weil dieser transaktionale Gedanke in der Arbeitswelt, der wird oft negiert und es wird oft so getan als gäbe es diese Abhängigkeiten.
00:32:48: Die gibt's aber!
00:32:49: Und deswegen werden Konsenshandlungen vollzogen die aber nicht durch echten Konsens getragen sind und das ist gewalttätig.
00:32:57: Und das macht einen entzwungenen Konsens auch... Das ist wie gesagt mal ein Papieresieg.
00:33:06: Du hast da nichts in der Hand Und das wird auch, also dieses Momentum was du dann glaubst zu erzeugen.
00:33:12: Das wird nicht wirklich standhalten bei der ersten wirklichen Prüfung und da sehen wir ständig Beispiele dafür wo getan wird als gäbschen Konsens und Es ist in Wirklichkeit nicht so es ist ein nach außen abnicken und nach innen dagegen arbeiten.
00:33:30: Dann verfallen Menschen Inzynismus Wenn Sie keinen Kanal haben, wo sie das nach außen tragen können.
00:33:35: Wir kennen das alle in Workshops und da in Abstimmungsrunden, in großen Veränderungsprozessen, wo genau dieses Muster zu beachten
00:33:44: ist.".
00:33:47: Ich find das gerade ganz spannend.
00:33:48: Ich hab ein ähnliches Beispiel grade bei uns zu Hause erlebt, aber ähnlich ist es nur, würde ich sagen.
00:33:55: Also es grenzt auf jeden Fall an die Thematik an.
00:33:58: Mein Sohn oder unser Sohn wurde jetzt gerade eingeschult und der wurde hier in der Familie, ganz häufig von allen Familienmitgliedern und entfernten Tanten und Onkels und Omas und Opas immer wieder gefragt ... Und du freust dich schon auf die Schule?
00:34:11: Oder freust du dich schon da?
00:34:12: Er hat immer ja gesagt unsere komische Verzogen gegrins dabei!
00:34:17: Und irgendwann habe ich ihn angeguckt und meinte so, du Sag mal.
00:34:19: Du musst nicht ja sagen weil du weißt ja noch gar nicht was dich erwartet hast.
00:34:23: auch ein bisschen Angst Ja ist ja das kannst du aussagen.
00:34:25: Du muss nicht sagen dass du dich auf die Schule freust.
00:34:28: Da hab' ich gemerkt wie krass es ist bei Kindern sowieso ne?
00:34:32: Dass man da ganz stark aufpassen darf dass sie nicht in so eine Richtung gedrückt werden.
00:34:37: Aber um jetzt mal bei der Arbeitskultur oder auch bei Unternehmen und Menschen zu bleiben in den Unternehmen, also die Mitarbeitenden.
00:34:45: Das geht super schnell!
00:34:46: Also gerade wenn du so hierarchische Unternehmen hast, du wirst natürlich dein Chef oder deiner Chefin gefallen oder dem Vorgesetzten oder der Vorgesetzte.
00:34:54: Und da ist es dann in konservativen Unternehmen auch lieber gesehen dass du einfach mit dem Schwarm mitschwimmst und nicht dagegen.
00:35:01: Es bedeutet Sachen Nichtkritisch hinterfragen sondern einfach machen usw.. Jetzt habe ich mich gerade gefragt, wie lösen wir das?
00:35:08: Und ist es überhaupt möglich dieses Thema zu lösen ohne sich gleichzeitig die Machtfrage zu stellen.
00:35:13: Weil das hat ja extrem viel mit Macht zu tun!
00:35:15: Das hat was mit Machtzutun.
00:35:16: und die Machtfrage, die können wir stellen oder nicht, die steht hier im Raum Also die steht immer im Raum.
00:35:21: und übrigens dann wäre ich vielleicht noch mal ein bisschen, würde ich nochmal eine Gegenposition aufmachen wollen oder zumindest ne andere Perspektive.
00:35:28: Ich glaube dass das Phänomen nicht nur in hieraschischen Unternehmen ist sondern gerade in den Unternehmen die sich davon abwenden wollen weil da ist nämlich grade der Druck auf Weil du hast es ja auch anders an oder Eingangs so geframed In Newark unternehmen oder nehmen die dort sich hinsteuern Da is ja der Druck dass die Abwesenheit von misklingenen Tönen besonders hoch.
00:35:53: Besonders hoch und ich erinnere mich an die Folge mit Philipp Siefer, der sagte von Einhorn, der Gründer- und Geschäftsführer, der sagt wir haben die Hölle New Work in das Unternehmen gekippt.
00:36:04: es gab wahrscheinlich in Deutschland Das ist jetzt wieder meine Einschätzung.
00:36:07: Kaum Unternehmen war so new-working wie da und dann kamen die im Ergebnis, die haben quasi ihre Geschäftsentwicklung vernachlässigt, voll lauter ich sag's jetzt mal paraphrasiert und überspitzt, volllauter Stuhlkreis um mit dem Ergebnis das irgendwann die Mitarbeitenden kamen und haben gesagt So wir gründen hier zum Betriebsrat!
00:36:26: Und er war ja entsetzt.
00:36:28: Also, und da war ganz viel Druck auf dieses Thema zu sagen.
00:36:33: Es muss hier sich immer alles wahnsinnig stimmig und gut anfühlen.
00:36:38: Und ich glaube das ist zuviel erwartet!
00:36:40: Das können wir nicht...das kann kein Unternehmen der Welt leisten.
00:36:44: Das sind Versprechen.
00:36:45: Das kann nur so enttäuschen wie dieser berühmte Satz Wir sind ja eine Familie.
00:36:49: Hier ist die Botschaft Nein Seid ihr nicht?
00:36:53: Ja?
00:36:54: Nee absolut nicht.
00:36:54: Aber ich glaube, genau das ist so die Differenzierung.
00:36:57: Weil für mich ist zum Beispiel auch menschenzentrierte Unternehmertum nicht alle immer ja sagen und armen Und wir haben ständig Harmonie.
00:37:04: Für mich ist es ganz viel kritisch hinterfragen Nein sagen Dinge anders vorschlagen sich auch mal gegen den Strom stellen aber dann achst du halt auch an.
00:37:11: und dass und Ich habe die Erfahrung selbst persönlich gemacht in einigen Unternehmen Dass das nicht gesehen werden wollte bedeutet diese Kultur die sollte nicht durchdrogen werden Die sollte nicht kritisch unterfragen werden oder sollte nichts verändert werden Und das ist das Spannende daran.
00:37:26: Also heute setze ich mich für eben genau solche inklusive menschenzentrierte Führung ein oder auch unternehmen, wenn du so möchtest, Transformation in dem Kontext.
00:37:34: und gleichzeitig bin ich aber auch der Meinung dass es ganz rund gar nichts damit zu tun hat, dass wir immer alle einer Meinung sinken und Ringepieh zum Anfassen machen.
00:37:42: also das ist ja Quatsch!
00:37:43: Und diese Machtfrage die muss gestellt werden steht auch im Raum sagst Du Aber gleichzeitig habe ich das Gefühl doch noch zu selten wirklich ausgesprochen wird.
00:37:51: Also weißt du, was ich meine?
00:37:52: Dass man wirklich auch... Das hab' ich
00:37:54: adressiert!
00:37:55: Es geht eigentlich die ganze Zeit um fast immer um Machtfragen und ganz selten werden sie so auch gestellt.
00:38:03: weil natürlich in dem Moment wo ich mich mit einer sehr edgy Meinung da positioniere mache ich ein Angebot vielleicht auch einen Empörungsangebot würde Werra starker sagen und dann bin ich in der Gefahr.
00:38:18: Das muss man einfach so sehen, also natürlich geht es nicht immer sofort um einen gesamten Arbeitsplatz aber es gibt ja viele Formen von sozialen Kosten die ich dann unter Umständen zu tragen habe.
00:38:27: Wenn ich mich mit einer unbequemen Meinung positioniere das ist definitiv so.
00:38:32: oder wer das in Abrede stellt der blendet ein bisschen die Realität aus und ich glaube dass auch in den Unternehmen so die sich genau das zum Ziel gemacht haben ein Stück weit kriegen wir das vielleicht gar nicht gelöst.
00:38:43: vielleicht dürfen wir es erstmal anerkennen dass es so ist.
00:38:47: Und wenn wir uns, also den Druck des Konsens unterwerfen ist eine Paradoxie in sich.
00:38:52: Weil wir damit sagen, wir erzwingen etwas was man nicht erzwinken kann.
00:38:56: Also das macht keinen Sinn in meiner Welt und das kann zu wie ich sage fast gewalttätigen Dynamiken führen.
00:39:08: Und beobachten wir alle ja?
00:39:11: Ich war viele Jahre in einem Konzern und da würde ich sagen, da ist genau das passiert Und der war bestimmt weder besonders ungewöhnlich, noch besonders in eine Richtung.
00:39:20: Sondern einfach ein großes System wo diese Dynamiken sich vollziehen und entfalten.
00:39:29: Und was glaubst du?
00:39:30: Wie können wir das am besten lösen?
00:39:32: also jetzt meine ich nicht so dieser eine Lösung die für alle gilt sondern so grundsätzlich uns ein bisschen mehr einer Arbeitskultur nähern die menschlich ist aber eben trotzdem auch Hierarchien bestehen lässt, die ja in gewisser Art und Weise auch ganz oft hilfreich sind.
00:39:50: Die trotzdem aber auch Fehler zulässt und die trotzdem auch ein kritisches Denken zulässe.
00:39:56: Also weißt du was ich meine?
00:39:57: Ein bisschen von allem irgendwie... Von
00:39:58: allem was!
00:39:59: Perfekte Welt!
00:40:00: Perfekte Welt!
00:40:01: Naja, ich habe es eben schon gesagt, also lösen ist immer so ein Thema.
00:40:06: Ich glaube das erste ist erstmal das Anerkennen Ein bisschen diesen Ambitionen, wo wir hin wollen.
00:40:17: Vielleicht mal drei Grad runterfahren und dafür ein bisschen mehr Fokus auf das Lenken.
00:40:21: wie sind wir denn wirklich?
00:40:23: Also ich kann mir jetzt auch Dinge zuschreiben die ich gerne sein möchte und vielleicht ist es mal schlauer mal hin zu gucken.
00:40:31: Wie bin ich denn also wie wirklich dann vielleicht auf andere?
00:40:35: und dazu brauche ich Feedback Weil sonst gucke ich ja nur mit einem Entweder sehr wohlwollend oder sehr kritischen Blick auf mich selbst.
00:40:41: Das komme ich nicht wirklich weiter und das ist der Dialog, der stattfinden muss.
00:40:45: Und das finde ich total wichtig!
00:40:47: Und dabei dürfen wir uns auch ehrlich in die Augen gucken und sagen so... Auf einer Skala null bis zehn wie viel Widerstand?
00:40:55: Wie viele kritischen Diskurs erlauben wir uns denn?
00:40:58: Wo fangen wir dann mal an?
00:41:00: Wo sagen wir denn vielleicht auch kleine Tests haben?
00:41:03: Was wäre denn über die Linie?
00:41:06: Lass uns doch mal langsam anfangen.
00:41:08: Ja, wo können wir denn was halt mir noch aus?
00:41:12: Wie viel Berg- und Talfahrt, wie viel trauen wir uns dazu an Beschleunigung?
00:41:18: oder wo wird es zuviel?
00:41:20: Wie viele Achterbahnfahrt verträgt unser System und wo steigen wir aus?
00:41:25: Das sind super Fragen!
00:41:27: Und was glaubst du also aus deiner Erfahrung und auch Beobachtungen – wie viel passiert das schon?
00:41:32: Relativ wenig, relativ wenig.
00:41:35: Weil ja ... weil Menschen das ist wiederum zutiefst menschlich die Wirkung seiner Worte immer abwegt.
00:41:47: Weil wir auf der Lauer liegen und auf der Hut sind davor was kann es uns sozial kosten?
00:41:53: Weil das Schlimmste was uns passieren kann ist nicht der Job in dem wir verlieren.
00:41:58: Das passiert ja jetzt auch, wenn wir mal ganz auf dem Teppich bleiben.
00:42:01: So schnell dann auch nicht nur weil wir einmal im Augen in den Augen der Organisation über irgendeine Linie getreten sind.
00:42:08: Wir rudern ja schon zurück bevor es überhaupt passiert ist!
00:42:11: Wir steuern uns danach indem wir im Kopf Szenarien und Weltuntergänge planen.
00:42:19: Indem wir sagen okay wenn ich das jetzt sag... Dann passiert ja das.
00:42:23: und dass also Und deswegen rudern viele Menschen schon zurück, also da muss man schon eine sehr deutliche Einladung aussprechen um diesen Raum stichwort psychologische Sicherheit zu öffnen dass das Angebot auch wirklich angenommen wird.
00:42:39: Nur dann muss ich auf wirklich mein Wort halten und sagen es wird ja auch wirklich nicht zum Nachteil gereichen und ist nicht einfach.
00:42:46: Das ist nicht einfach.
00:42:47: Nein,
00:42:47: das ist überhaupt nicht einfach!
00:42:48: Macht schon mal Sinn wenn zum Beispiel jemand der wie sagt er liebe Mickey Beisenherz immer so schön, wenn jemand ein bisschen höher auf dem Affenfeld sind übereim sitzt vielleicht mit gutem Beispiel vorangeht?
00:43:01: Das macht es leichter
00:43:03: Und dann hängt ja je nach Unternehmensgröße trotzdem auch noch eine riesengrasse Struktur und Prozesse so dran, die hier gar nicht einfach so umgewälzt werden können.
00:43:13: Aber ich glaube deswegen – nach wie vor auch hier nochmal der Appell – das Kraftvollste sind wir Menschen selbst also all diejenigen individuiden Individuen, die wir glauben dass wir keine Veränderungen bewirken können doch können.
00:43:30: Was ist jeder Einzelne von uns?
00:43:32: Total.
00:43:33: Und was sehr, sehr spannend ist... Also ich meine da gehen jetzt so die Systemtheoretiker, die ja wirklich wie der Name schon sagt, sehr viel Wert und Fokus auf das System legen und sagen Organisationen sind nicht Ansammlungen von Menschen sondern von Kommunikation.
00:43:47: Der einzelne soll mal bitte nicht überbewerden.
00:43:49: Ich bin jetzt in einer Verkürzung.
00:43:53: Da würde ich trotzdem auch immer dagegen halten und sagen naja wir alle kennen Beispiele wo einzelne vielleicht nicht mal die entscheidendsten Menschen in der Hierarchie sehr wohl einen Unterschied gemacht haben.
00:44:06: Und ich finde, eine ganz wichtige Intervention ist zum Beispiel wenn Menschen egal wie ob das jetzt der oder die Auszubildende ist oder der neue CEO in einer Organisation kommt diesen frischen Blick haben immer das abzufangen also immer abfragen.
00:44:24: Was erlebst du?
00:44:25: Ich hatte jetzt zum Beispiel die Chance, das fand ich ganz toll.
00:44:28: Also muss ich wirklich mal sagen einer meiner absoluten Traumjobs und zwar hat mich die Uni Basel eingeladen.
00:44:34: Die haben einen Barcamp veranstaltet mit ihren Verwaltungsangestellten ganzen Tag, hundert Leute im Raum quer über die Organisation und ich hatte den Job Reflektor, Reflektorin zu sein.
00:44:45: Das heißt, ich habe den ganzen Tag das Barcamp beobachtet Beobachtung mit ihnen gespiegelt und jetzt ging es nicht darum, die Inhalte zusammenzufassen.
00:44:57: Das ist ja... Nicht der Punkt sondern zu sagen was ist mir auf der Strukturebene aufgefallen?
00:45:03: Welche Muster welche Kommunikationsmuster?
00:45:06: das ist natürlich sehr anspruchsvoll weil du musst ja genau auch ein Gefühl dafür kriegen wie viel vertragen sie jetzt an kritischer Reflexion?
00:45:15: muss das gut rahmen?
00:45:16: wo ist es vielleicht auch ein bisschen trüber?
00:45:20: Und das war für die, ich kann es jetzt nur nach der Reaktion lesen, wohl sehr hilfreich.
00:45:27: Weil das ist ja genau dieser Blick den Menschen haben, die neu oder fremd in einer Organisation sind.
00:45:33: Der geht hier irgendwann weg.
00:45:35: Nach ein paar Monaten bin ich blind an der Stelle und würde jeder Organisation empfehlen, dass zu nutzen.
00:45:45: Erinnerst du dich, also oder anders.
00:45:47: Ich finde, reflektieren ist ja auch wahnsinnig schwierig, ne?
00:45:50: Weil wie wir das gerade auch eingangs schon erläutert haben anhand von Social Media und der Welt in der wir grade leben.
00:45:56: Also diesen Überangebot und dieser ... Auch Überreizung irgendwie schon regelrecht überall teilhaben zu voll... Überall
00:46:02: Neues!
00:46:03: Immer Neues.
00:46:04: Immer Neu.
00:46:05: Genau, so.
00:46:07: Aber erinnerst Du Dich zum Beispiel einen Moment wo Du das letzte Mal richtig kritisch und auch ehrlich mit dir selbst warst, wo du in die Reflexion mit dir gegangen bist.
00:46:17: Und du musst jetzt nicht direkt das Beispielen oder so sondern einfach nur... Du dich daran erinnerst und wie du damit umgehst weil ich glaube genau um den Prozess dahinter.
00:46:26: der ist entscheidend also das Verständnis dafür.
00:46:28: Wie geht es denn eigentlich dass wir in die reflektion gehen wenn wir darüber immer sprechen?
00:46:33: Das ist ja genau der punkt.
00:46:34: Es geht nicht um die Lösung es geht nur auf den Weg dahin.
00:46:38: Doch, also ich mach das schon.
00:46:40: Ich bin da relativ ein unbequemer Chef für mich selbst, dass ich das regelmäßig mache.
00:46:46: Ich war gerade letzte Woche in einem Workshop wo ich Teilnehmende war und nicht Workshop-Leiterin und da habe ich mir schon sehr unbequote Fragen auch gestellt.
00:46:54: Also einmal angenommen du wärst Beobachterin der Situation gewesen was hättest Du denn über die einzelnen Personen in ihrem Verhalten gesagt?
00:47:03: Auch inklusive Deiner Person!
00:47:05: Was wäre Dir
00:47:05: aufgefallen?!
00:47:07: soweit das eben geht und dann kommen schon auch zum teil nicht gerade charmante beobachtungen hoch.
00:47:13: Und dann die frage um was geht es dir denn wirklich?
00:47:15: kommer julian koski auf Fragezeichen ausrufe zeichnen und dass ist nicht immer das, was ich mir gern selbst erzähle.
00:47:21: Das
00:47:22: gefällt mir sehr.
00:47:23: Das ist nicht immer das, was wir uns gerne selbst erzählen.
00:47:28: Wo lässt du dich selbst von dir korumpieren?
00:47:31: Wo lässt sie dich täuschen?
00:47:33: Wo überschätzt du dich auch einfach?
00:47:35: Wo nimmst du dich wieder viel zu wichtig?
00:47:38: Nicht alles nochmal in dieser Welt hat mit dir zu tun und das ist echt unbequem und hilfreich!
00:47:48: Und ich finde, das ist ein echt schönes Schlusswort, liebe Jule.
00:47:50: Wir sind nämlich schon einige Minuten jetzt genau siebenundvierzig Minuten am quatschen und ich könnte mit dir wie immer ewig weiterquatschen aber wir müssen einen Ende finden!
00:47:59: Deswegen würde ich ganz gerne noch zum Abschluss eine allerletzte Frage stellen die so ein bisschen vom Thema weg kommt und zwar woran hältst du dich fest wenn die Komplexität der Welt schwerer wird?
00:48:10: Sehr schöne Frage übrigens Isabel.
00:48:13: also eins habe ich eben, glaube ich schon mal gesagt, nämlich diese Frage oder diese innere zu tiefstinnere verankerte Gewissheit.
00:48:25: Mir ist immer noch was eingefallen und das koppelt quasi eine andere Überlegung die auch ganz tief in mir drin habe und die heißt Ich kann mir vorstellen dass sich mehr vieles noch nicht vorstellen kann.
00:48:42: also es macht gar keinen Sinn hier in irgendwelchen eventuellen Eventualitäten zu denken, weil ich mir wie gesagt vorstellen kann, dass ich mir vieles noch nicht vorstellen kann.
00:48:53: Und dann wieder und es ist immer noch irgendwas eingefallen.
00:48:57: also davon bin ich irgendwie zutiefst überzeugt.
00:49:00: deswegen nenne ich mich selbst auch ich bin eine pragmatische Optimistin.
00:49:07: Das ist schön.
00:49:08: Was brauchen wir heute mehr denn je?
00:49:10: Liebe Jule, es war mir ein Fest!
00:49:12: Du weißt ich habe heute Morgen mein Kalender geöffnet und gesehen dass wir eine Podcastaufnahme mit meinem Herzen aufgegangen sind.
00:49:17: Ich finde das ganz schön.
00:49:19: Vielen lieben Dank für deine Weisenworte, für deine ganze Erfahrung und Expertise.
00:49:24: Es war ganz schön mit dir zu sprechen.
00:49:26: Danke danke für deine tollen Fragen liebe Isabel und für den Raum hier bei dir.
00:49:30: War sehr sehr schön.
00:49:32: Danke schön.
00:49:35: Wenn dir dieser Episode gefallen hat, dann abonniere meinen Podcast und unterlasse mir gerne eine Bewertung.
00:49:40: Bis zum nächsten
00:49:40: Mal!
00:49:41: Merci und bye-bye.
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