#151 Schmutziges Gold & Saubere Gewinne: Wie viel Wahrheit verträgt der Luxus?

Shownotes

Über meine Gästin: Guya Merkle ist Gründerin von VIERI, Unternehmerin, Autorin und Speakerin. Sie engagiert sich für einen verantwortungsvolleren Umgang mit Gold und zeigt, wie Wirtschaft, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Wirkung zusammenfinden können.

Guya Merkle ist Unternehmerin, Autorin und Speakerin. Mit VIERI und der EARTHBEAT Foundation setzt sie sich für mehr Transparenz, Verantwortung und Wirkung in der Schmuck- und Goldbranche ein. Ihre Arbeit verbindet wirtschaftlichen Erfolg mit dem Anspruch, bestehende Systeme zu hinterfragen und neu zu denken.

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Über Isabel Gebien: Isabel Gebien ist die Gründerin von EQUALITY 365, Podcast-Host, zertifizierte Business Coach, Trainerin und Speakerin für inklusive Führung und Kulturwandel. Sie begleitet Unternehmen und Führungskräfte dabei, faire Strukturen zu gestalten, psychologische Sicherheit zu stärken und moderne Führung wirksam werden zu lassen – klar, zugänglich und manchmal unbequem. In ihrer Impact Masterclass zeigt sie, wie inklusive Führung in der Praxis funktioniert: reflektiert, strategisch und menschlich. Zur Masterclass.

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Transkript anzeigen

00:00:01: Hallo und schön, dass du da bist beim Equality Three Hundred and Sixty-Five Podcast dem Ort an dem Gerechtigkeit keine Grenzen

00:00:08: kennt.

00:00:09: Heute wird's glänzend aber verdammt unbequem!

00:00:12: Guya Merkel von Fieri ist zu Gast und wer sie kennt weiß, Gerechtigkeit ist bei ihr DNA.

00:00:18: Wir sprechen über schmutziges Gold die große Nachhaltigkeitslüge Und warum wir radikale Verantwortung brauchen statt nur nett gemeinte Worte.

00:00:25: Eine Folge für alle, die Wirtschaft endlich neu denken wollen.

00:00:29: Viel

00:00:29: Spaß Ja, heute nehmen wir wieder eine neue Folge von Equality Three Sixty Five auf.

00:00:36: Ich bin ganz freudig!

00:00:37: Heute ist die GUJA bei mir zu Gast und ich bin ganz gespannt auf die Themenvielfalt, die wir heute besprechen werden aber vor allem auch so ein bisschen auf diesen Kontext von Schmuck und irgendwie ja Luxus gleichzeitig aber auch Aktivismus und Nachhaltigkeit.

00:00:53: GUYA aber ich glaube da wirst du uns gleich ein bisschen besser ins Boot holen wenn du magst.

00:00:57: stelle dich doch gerne einmal ganz kurz vor vielleicht Ganz untypisch auch.

00:01:02: Also wer bist du, was macht dich aus?

00:01:04: Was möchtest du von dir teilen?

00:01:05: so?

00:01:05: Super!

00:01:06: Gerne danke für die Einladung.

00:01:09: Ja ich bin Guya.

00:01:10: Ich bin mittlerweile vierzig Jahre Mama von zwei Kindern Und ich glaube was mich ausmacht sind tatsächlich zwei Sachen.

00:01:20: einmal Bin ich ein absolut gerechtigkeitsliebender Mensch und zwar ich glaube seitdem ich denken kann in unterschiedlichsten Ausprägungen natürlich als kleines Kind, anders als heute.

00:01:32: Aber Gerechtigkeit ist einer meiner oder es mein höchster Wert.

00:01:36: und jetzt wollte ich noch was sagen!

00:01:41: Es ist heiß man muss das noch dazusagen aber... Das stimmt.

00:01:45: Genau.

00:01:45: Achso und Ich bin hoffnungslose Optimistin Und das ist total wichtig im Zusammenhang weil ich glaube sonst könnte ich gar nicht sein.

00:01:56: In der Welt Wir leben deswegen.

00:01:58: Ich glaube, dass das was mich ausmacht ist eben dieser hohe Gerechtigkeitssinn oder Wert und der Hoffnungslose Optimistin.

00:02:06: Ja mega!

00:02:06: Ich glaube

00:02:07: im Jahr viel vor ans Gute.

00:02:09: Ja ja es auch wichtig.

00:02:10: Und beziehungsweise ich bin unter anderem auch systemische Coaching und genau da herkommt es so ein bisschen also das Systemik, dass man sagt, dass wir Menschen per se immer das gute unterstellen weil kein Mensch eigentlich da ist um jemandem anderen zu schaden.

00:02:23: wenn man sich jetzt so umschaut dann würde man ganz oft auch irgendwie glauben, dass es vielleicht nicht ganz stimmt.

00:02:29: Weil sehr viel Unhalt draußen herrscht.

00:02:32: Nichtsdestotrotz ist das richtig, dass man den Optimismus nicht verliert und genau da ansetzt.

00:02:38: Weil nur so am Ende des Tages werden wir irgendwas verändern können im Kleinen und im Großen.

00:02:44: Du hast es gerade schon angesprochen.

00:02:45: Du bist Mutter, du bist Unternehmerin – was ist denn so deiner Meinung nach?

00:02:49: oder wer ist deiner meinung nach der härteste Verhandlungspartner?

00:02:52: Ist das eher so ein Goldminenbesitzer wenn es jetzt um dein Schmuck geht oder ist das dann doch Kind eins oder Kind zwei?

00:03:00: Ich sag mal so, ich bin von Herzen gerne Mutter.

00:03:03: Das ist... Ich bin super schlecht im Muttertipps geben weil ich bin ganz aufteilungsüberfordert und mach das sehr aus den Herzen raus.

00:03:11: Bin auch tatsächlich keine sehr... Also ich hab meine Werte auch in meiner Mutterschaft und das wissen meine Kinder.

00:03:19: Ich habe einen guten Typ bekommen von meiner Hepameterma als mein großer Sohn ist Zehn Und den verfolge ich choose your battles wisely und ich habe so drei vier Themen.

00:03:30: da bin ich streng, da bin nicht knallhart.

00:03:33: Da kämpfe ich die Kämpfe und da versuche ich Werte tatsächlich mitzugeben und beim Rest bin ich wirklich nicht sonderlich konsequent.

00:03:44: insofern ist das glaube ich der große Unterschied zu meinem Job weil da Schuhe sich mein Battles auch sehr wisely, aber ich glaube da bin ich durchaus konsistenter und härter.

00:03:58: Und deswegen kann ich das für mich nicht gut... Also das ist sehr schwer für mich quasi zu beantworten weil natürlich treiben mich meine Kinder ja auch in den Wahnsinn!

00:04:09: Aber da ist natürlich eine ganz andere Motivation dahinter, als in meinem Beruf Dinge aufzudecken, Transparenz reinzugeben und mit Menschen zu verhandeln.

00:04:21: Ich würde aber sagen der Goldminenbesitzer ist gar nicht mal so ein harter Verhandlungspartner im Vergleich zu zum Beispiel die CFOs von den großen... Konzernen und Companies.

00:04:40: Ja,

00:04:40: ja total.

00:04:42: Das ist ganz anders!

00:04:43: Ja, danke schön.

00:04:45: Nee ich geb dir da total recht.

00:04:46: Ich kann das auch total verstehen was du sagst Und fand es total spannend was du davor auch noch gesagt hast.

00:04:52: also erst mal glaube ich dass es eine andere Emotionalität ist die da herrscht im berufskontext und im privaten Kontext.

00:04:59: Das merke ich bei mir auch immer dass du natürlich mit deinen Kindern total emotional ... oder was in Sinne des Wortes ja auch mal körperlich verbunden warst und bist.

00:05:08: Und ich glaube, dass man schon da auch im Business-Context rationaler sein kann... ...auch wenn das Business nicht genau so, es kann ja genauso ein Baby für dich sein und trotzdem bist du dann natürlich auf einer Ebene wahrscheinlich rationaler.

00:05:19: Jetzt hast du gerade am Anfang gesagt, dass du sehr Gerechtigkeitslieben bist und heil also Optimistin ist.

00:05:23: Ich kann mich damit extrem gut identifizieren und finde das ganz schön weil ich zu selten Menschen begegne die das so... auch so authentisch leben und rüberbringen, wie du das jetzt gerade getan hast und wichtig wahrgenommen habe.

00:05:34: Ich hab dich ja nun auch recherchiert hier für diese Podcastaufnahme.

00:05:39: Was meinst ihr denn wo das herkommt?

00:05:40: Also ich frag mich das tatsächlich ganz häufig wenn ich mit Menschen in den Austausch komme oder sie beobachte oder aus der Ferne recherchiere.

00:05:49: es gibt eben die, die das sagen und nicht wirklich sind und dann gibts die die sagen's uns sind es auch da gibts ja eine feine Linie.

00:05:55: irgendwie also Passiert das?

00:05:57: Wie wird man so gerechtigt können, wie kommt man auf die Welt.

00:06:00: Was würdest du bei dir sagen was ist es?

00:06:02: Ich finde das total spannend weil ich also wurde das natürlich schon öfter gefragt und ich finde gerade aber auch in Kombinationen selber Kinder zu haben und gerade auch zwei zu haben weil sie sehen die Stammen aus der komplett selben DNA-Arbeite sind so grundverschieden sodass sich das Gefühl hat dass es wirklich so ist dass einfach Menschen auf die welt kommen mit Mit einem Code die kommen auf die Welt mit einer Persönlichkeit und den kann man dann natürlich begleiten.

00:06:29: Und schärfen und nun man kann versuchen zu erziehen.

00:06:32: aber ich finde das so spannend zu sehen wie da so zwei super krasse individuellen auf der auf der welt sind.

00:06:39: Ich glaube dass ich einfach wahrscheinlich, mit diesem wert auf die welt gekommen bin.

00:06:44: der ist irgendwie in mir.

00:06:45: aber es gab schon tatsächlich einen auslöser und ich glaube zurückblickend als Mutter, hätte ich meiner Mutter gesagt, sag mal bist du vollkommen des Wahnsinns.

00:06:56: Aber am Ende bin ich total happy weil die hat da war ich vier... Ich habe tatsächlich ein krasses Erinnerungsvermögen an meine frühe Kindheit.

00:07:05: Kann mich noch an Krass viel erinnern und ich glaube es war so eine Kombination.

00:07:09: Da war ich Vier oder Fünf, da hat meine Mutter mit mir die Farbe Lila geguckt einen Film in Ruby Goldberg Ja, einer anderen Schauspielerin.

00:07:17: I don't know her name.

00:07:19: Da ging es tatsächlich um zwei POC-Frauen die eben in dem System groß geworden sind also ich glaube Amerika und die Zwangs verheiratet wurden und die einfach so schrecklich schlimm behandelt wurden.

00:07:34: Ich weiß noch ich habe diesen Film mit vier geguckt und der hat mein gesamtes Weltbild zerstört.

00:07:39: Ich meine meine Mutter hat danach glaube ich das selber bereut weil ich habe glaube ich fünf Tage lang durchgeheult.

00:07:44: Ich hab überhaupt nicht verstanden, wie das auf der Welt passieren kann.

00:07:47: Dass Menschen so behandelt werden und ich glaube, es war ein krass harter Realitätsschock, der wahrscheinlich viel zu früh kam.

00:07:56: Wirklich einfach nicht in der Lage war, das zu verarbeiten.

00:07:59: Aber das hat mich doll geprägt.

00:08:00: Das weiß ich bis heute.

00:08:02: Und das war wie einen Punkt, wo ich die Welt anders gesehen habe und wo auch in der Schule mich enorm eingesetzt haben für Kinder ... gemobbt wurden, die schlecht behandelt wurden.

00:08:14: Ich stand immer an der Seite in dem Kleinen wie man als Kind energieren kann aber das war schon... ich glaube so ein Mix aus.

00:08:21: es war immer da dann diesen krassen Film der mir so einmal gezeigt hat wie die Welt da draußen auch funktionieren kann und damit meinen Eltern einfach die Welt bereisen.

00:08:31: Das ist was glaube ich super wichtig war dass sich einfach mit denen so viel gereist bin manchmal mein Kindern auch Und einfach die Welt kennengelernt habe und die mir auch einen guten Wertekompass, glaube ich mitgegeben haben.

00:08:46: Ja voll interessant!

00:08:47: Also ich glaube auch dass dieses Kulturen Perspektivwechsel, nenne ich das immer im Leadership Coaching wenn du so möchtest und glaube, dass es ganz, ganz wesentlich ist für unsere Prägungen und auch für die Sozialisation also zu verstehen wo wir uns bewegen in welchem Kosmos wir uns bewegen wie viel davon auch Privilegien sind, die wir durch die Geburt mitbekommen haben.

00:09:11: Ohne dass wir viel dafür tun müssen und wie sehr andere in einer ganz anderen Welt groß werden und eben dieses Glück nicht haben.

00:09:20: Spannend!

00:09:21: Jetzt hast du gerade von einem Realitäts-Chock gesprochen und ich würde da gerne mal anhängen.

00:09:27: Du hast tatsächlich wenn ich das richtig recherchiert habe mit einundzwanzig deinen Vater verloren?

00:09:32: Richtig.

00:09:33: Und hast dann das Schmuckgeschäft, also das Label des Vaters übernommen.

00:09:39: was dann drei Jahre später Insolvenz anmelden musste um dann, jetzt sind wir hier und jetzt etwas aufzubauen was wahrscheinlich viel größer und viel erfolgreicher ist.

00:09:51: darum soll es jetzt gar nicht gehen.

00:09:52: aber nichtsdestotrotz finde ich diesen Wettergang sehr spannend als das was dein Papa damals vielleicht erschaffen hat und auch anders ist Aber erst mal da geblieben.

00:10:01: Was hat also erinnerst du dich an diese Zeit, weil ich finde das so krass.

00:10:05: Diese Vorstellung auf der einen Seite mit Trauer Ängsten Verlust umzugehen und auf die anderen Seite diese Verantwortung und ein Stück weit eine Bürde von so einem Familienunternehmen zu übernehmen Und irgendwie gleichzeitig auch Das alles managen zu wollen?

00:10:18: Also Du bist ja wahrscheinlich in der zeit unheimlich gewachsen oder?

00:10:24: Ja rückblickend schon Ich glaube es hat sich in dem moment gar nicht so angefühlt weil tatsächlich durch durch diese Kombination an quasi Tod und dann sofort Verantwortung.

00:10:37: Und ich bin super privilegiert groß geworden, mein Vater war sehr erfolgreich mit seiner Firma.

00:10:44: Ich sag immer da kommen wir bestimmt noch drauf so ein bisschen im Old Wirtschaftsding.

00:10:52: was ich ja total abgelegt habe, genau.

00:10:55: Und ich hatte einfach eigentlich gar keine Zeit zu trauern und das holte einen dann eher später ein.

00:10:59: also das sind jetzt nachher nicht mit vierzig Anfangen aufzuarbeiten aber Ich bin da einfach reingeschmissen worden und ich glaube dass es auch so ein Persönlichkeitsding manche.

00:11:09: Also ich bin einfach glaube ich von Natur aus hab ich eine gewisse Energie und Stärke in mir.

00:11:14: ich ziehe durch und fokussiere mich immer sehr was vor mir liegt und das habe ich so auch gemacht.

00:11:21: Und ich bin da aber wie so durch eine Waschmaschine geschleudert worden, also am Ende weiß ich gar nicht mehr wo ich überall Unterschriften untergesetzt hab.

00:11:28: Also das war ein bisschen... Ich habe einfach gemacht, was man mir gesagt hat ohne groß nachzudenken dass sich die Verantwortung übernommen haben diese Firma zu übernehmen.

00:11:36: Das liegt glaube ich auch wieder in meiner Persönlichkeit, dass ja jemand der Verantwortung über nimmt.

00:11:42: So lerne ich auch gerade, dass ich das nicht mal machen muss für Anne.

00:11:46: Es

00:11:48: war gut, so war es noch so... Ich habe die Verantwortung und das war aber natürlich mit einundzwanzig das Problem, dass sich auch gar nicht wusste, ich hätte natürlich die Möglichkeit gehabt Nein zu sagen.

00:11:59: Aber für mich stand das total aus der Frage.

00:12:00: Das war total klar, daß ich das mache Und ich hatte einfach wenig Ahnung von Business.

00:12:06: Ich hab das nicht studiert.

00:12:07: Mich hat das auch tatsächlich nicht interessiert in der Schmuck-Belt groß geworden bin.

00:12:13: Meine Mutter hat mit dem Unternehmen gearbeitet, also ich bin mit meinen Eltern durch die Schmugglande gezogen.

00:12:19: Hat mich Schmucken interessiert?

00:12:20: Ich habe nicht verstanden warum Leute Schmucke kaufen.

00:12:25: Also insofern war das natürlich eigentlich vorgegeben dass diese Unternehmung mit mir gegen die Wand fährt was sie dann auch tat Was jetzt für mich total nachvollziehbar ist, aber damals war das natürlich total hart.

00:12:39: Weil es war Trauer dann Verantwortung, dann das irgendwie versuchen zu schaffen und dann dieser Crash... Und das war eigentlich das Schlimmste für mich weil sich das so nach Scheitern angefühlt hat und weil ich natürlich dachte die Firma wurde von meinem Großvater gegründet Und dann ist das drei Jahre in meinen Händen und fährt einfach gegen die Wand.

00:12:57: Da war natürlich super viel Scham und Schuld, was eh so auf die Glaubenssätze einwirkt.

00:13:03: Ich schaff's nicht!

00:13:03: Bin ich gut genug dafür?

00:13:05: Blablabla.

00:13:07: Das war der Status Quon mit Mitte zwanzig, weil ich wirklich vollkommen lost und hatte einen Selbstwert wie ein kleiner Fluch.

00:13:18: Superviel Schuldgefühle...

00:13:21: Und wie hast du es rumgerissen?

00:13:23: Also was hat dir geholfen, weiter irgendwie nach vorne zu schauen und zu sagen ja okay ich bin jetzt hier irgendwie gestoppt und geschreitert.

00:13:29: Aber das bedeutet auch schon scheitern!

00:13:31: Ich meine mit Anfang Mitte zwanzig, ich finde das so krass.

00:13:33: also da hören die meisten jetzt auf zu studieren gefühlt oder machen gerade ihre Ausbildung.

00:13:39: Dazu erwarten dass jemand sich von alleine alles beibringt und so ein Businessmanage ist ja auch ganz schön viel verlangt.

00:13:47: Was auch für eine krasse Erwartungshaltung wir eigentlich haben.

00:13:50: Aber das ist natürlich, deswegen ich liebe ja älter werden.

00:13:53: Das ist für mich der absolute Oberjackpot, weil ich finde es bei sich ankommen und Dinge verstehen und einfach wachsen und lernen.

00:14:00: Wenn ich das jetzt natürlich rückwirkend sehe, denke ich, dass alles so passiert.

00:14:05: in dem Moment ist es natürlich... sieht man ja rechts und man vergleicht sich auch immer nur quasi mit denen die überall stehen, dann dachte ich ja der und die.

00:14:14: Und jene schaffen das.

00:14:15: warum habe ich es nicht geschafft?

00:14:17: Am Ende bin ich natürlich total dankbar und heute würde ich natürlich das Wort Scheitern gar nicht mehr in den Mund nehmen.

00:14:24: Damals war das natürlich noch anders und ich glaube was ich dann gemacht hab ist meinem Optimismus zu verdanken.

00:14:32: Ich bin tatsächlich auch jemanden, ich kann unfassbar gut loslassen.

00:14:37: hat auch immer Vor- und Nachteile, manche nennen es verdrängen.

00:14:43: Ich sehe schon viel Positives auch weil ich einfach nicht lange festhalte sondern mich schnell neu erfinden kann und schnell neu denken kann was ich gelernt habe jetzt als Unternehmerin ein sehr durchaus gutes Tool ist und ich wollte einfach tatsächlich verstehen Nicht funktioniert hat.

00:15:02: ich bin schon dann.

00:15:02: jemand möchte dann wissen wir ums nicht geklappt hat und mein, sage ich mal erster Impuls war okay.

00:15:08: Ich muss die schmuckwelt besser verstehen weil ich glaube dass das ein großes thema war dass ich einfach nicht verstanden habe was sich dafür ein produkt verkaufen soll.

00:15:16: Und dann hab' ich mich so ein bisschen aufgemacht Die Schmuck schmuckt zu verstehen die schmuke welte welt der jungen Genau, bin dann nach London gegangen.

00:15:35: Ich habe Marketing studiert tatsächlich aber mit starkem Fokus auf Entrepreneurship und damals hieß das noch Corporate Social Responsibility und hab dann wirklich alles nochmal gelernt.

00:15:50: Das ist schon faszinierend, was Schmuck kann und diese ganzen Geschichten drum.

00:15:54: Diese Exklusivität wie Marketing rund um Schmucks funktioniert dann aber natürlich auch die Faszination für Edelsteine.

00:16:03: Was wächst eigentlich so in?

00:16:05: Was bringt unsere Welt hervor?

00:16:07: Und das war eigentlich alles super wichtig weil dann kam dieses Foto einer Voltmine und es war kann ich gar nicht beschreiben.

00:16:14: Es war wie innen drin dass irgendetwas in mir gesagt hat okay wow stop so wie ein Stöhrer diese goldmine zu sehen und irgendwie zu denken das passt jetzt so überhaupt nicht.

00:16:25: In irgendeinem bild also nicht zu dem wie groß geworden bin nicht zudem wie ich die welt erlebt habe nicht zu den was sich gerade gelernt haben diese welt funktioniert, nicht zum luxusbegriff genau und es war wie so ein stöhrer und das hat mich nicht mehr losgelassen.

00:16:38: und dann Bin ich da rein in des thema gold.

00:16:42: ja Und magst du mal ein bisschen beschreiben, weil du hast ja im Prinzip das Schmuck-Label oder das Unternehmen deines Vaters so nicht ein Stück weit sondern revolutioniert.

00:16:51: und zu deinem gemacht auch wenn er sehr erfolgreich war.

00:16:54: Du hast es zu deinim gemacht?

00:16:58: Wieso genau trägt gerade in deinem Unternehmen jetzt diese aktivistische Teilne

00:17:03: Rolle?".

00:17:04: Also mein Vater war wie vorhin schon gesagt habe er wirklich so old fashioned.

00:17:07: so hat die schmuckindustrie früher aber auch funktioniert, der ganz große jübelen überall in die welt verkauft viel auf vertrauensbasis einfach viel so rum gedeelt das bar früher einfach so und ich hab natürlich als ich dieses unternehmen.

00:17:21: übernommen hab das war einfach mein vater dieses unternehmen und ich habe natürlich versucht es zu tun aber ich war halt nicht meinen vater.

00:17:27: ich habe viel zu spät verstanden dass sich das auch gar nichts sein kann, dass ich das gar nicht bin.

00:17:30: Und dieses krampfhafte versuch und so zu machen wie er musste natürlich scheitern.

00:17:39: Die Firma ist ja richtig insolvent gegangen und ich bin dann quasi nachdem mich dieses Thema Gold plötzlich auf dem Tisch hatte, habe ich angefangen zu recherchieren.

00:17:47: Und bin dann wirklich tief eingetaucht in das Thema wie unsere Ressourcen quasi gesourced werden.

00:17:55: Wie die rauskommen wo?

00:17:57: Auf der Welt.

00:17:58: Das ist natürlich der afrikanische Kontinent Lateinamerika.

00:18:01: Gold gibt es überall!

00:18:02: Es gibt auch Goldman in Kanada und Amerika, und Asien natürlich.

00:18:07: Aber dieses Small Scale Mining, also dieses Menschen sichern ihr Überleben damit diese Ressourcen rauszuholen – das gibt es hauptsächlich tatsächlich auf dem lateinamerikanischen und afrikanischen Kontinent unter den schlimmsten Bedingungen, die man sich vorstellen kann.

00:18:26: Ich bin dann auch selber tatsächlich durch so ein paar Tricks und Kniffe auf eine Goldmine gekommen.

00:18:30: in Peru war das damals und habe gesehen wie das abgebaut wird.

00:18:35: also wir haben nackwechselbar Wir haben andere hochgiftige Substanzen die eben des gold binden aus dem aus dem stein aus dem sogenannten goldärzt.

00:18:44: also vergiftung Frauengesundheit, also Geburtsraten die abbrechen Kinder mit Missbildung, die auf die Welt kommen.

00:18:54: Bei UZ ja alles verboten natürlich da wo keiner hinguckt und wo es quasi dienlich ist... eben im vollen Einsatz und Gebrauch.

00:19:04: Und es gibt von Bist, also das würde jetzt diesen Podcast sprengen.

00:19:07: ich darf nachher bestimmt auch noch kurz Werbung für mein Buch machen wenn das wirklich lesen möchte.

00:19:13: da beschreibe ich dann nochmal ein bisschen mehr.

00:19:14: aber Es ist auf jeden Fall sehr Menschenrechtsverletzend und umweltschädigend hochziehen.

00:19:22: Also das muss man sagen und das hat mich so geschockt dass vor allen Dingen neben meinen ganzen quasi persönlichen Themen dazu, also Scham dass meine Familie damit Geld verdient hat etc.

00:19:35: War.

00:19:35: das glaube ich gepaart mit meinem Gerechtigkeit sind dachte ich es kann nicht sein.

00:19:38: Es kann nicht seien dass wir hier auf der Welt von Luxus sprechen und Tausende von Euro ausgeben für Produkte die diesen Ursprung haben die erst wirklich Auf dem Rücken von Mensch und Natur erschaffen werden war für mich so störend, aber gepaart mit meinem Optimismus und meiner Stärke.

00:19:58: Und mit meinem erschütterlichen Glauben dass wir einfach Dinge verändern können habe ich tatsächlich erst eine Organisation gegründet damals weil das war ganz klar Ich möchte nicht in Schmuck zurück.

00:20:08: also diese Erfahrung auf dieser Goldmine war so nicht also schmuck.

00:20:10: damit bin ich durch und dann hab ich die Organisation gegriffen bin wirklich super.

00:20:15: Das hat jahre gedauert wie tief eingetaucht Bin Netzwerk aufgebaut und habe nicht darauf konzentriert eigentlich weil es hatte ich auch studiert Unternehmen zu beraten, wie sie quasi verantwortungsbewusst damit umgehen können.

00:20:28: Also wirklich die ganz großen.

00:20:29: Ich hatte Termine mit allen, die man sich vorstellen kann also von Urenmarken, die wir alle kennen und tragen über Schmuckmarken so... Und da dann zu lernen das eben immer wieder die Antwort war Wir sind schon nachhaltig, wir nutzen es gold aus den Minen überhaupt nicht!

00:20:44: Wir machen schon das.

00:20:45: Es gibt zig tausend Branchen Wie sagt man vereine et cetera die sich mit dem thema beschäftigen aber dann auch rauszufinden dass das wirklich viel greenwashing ist viel tief tief tief reingetaucht und immer wieder dieses nein es geht nicht, nein.

00:21:00: Es geht nicht und ich glaube das ist so ein bisschen mein revoluzer wassermann Ding.

00:21:07: Nein das geht nicht.

00:21:08: wir sind auf den mond geflogen wir lassen irgendwie Flugzeuge fliegen und schiffe.

00:21:13: also Nein, das geht nicht.

00:21:15: Das funktioniert für mich nicht!

00:21:17: Wir erforschen an den craziesten Sachen und wir kriegen es nicht hin eine Lieferkette transparent zu machen und fair – das glaube ich nicht.

00:21:26: Und dann ist es so gekommen.

00:21:27: in dem Jahr zwei Tausend Fünfzehn dachte ich okay wenn das die ganze Zeit die Antwort ist da muss ich's jetzt halt selber machen.

00:21:32: Dann habe ich ein eigenes Schmucklabel gegründet.

00:21:38: Erzähl gerne weiter.

00:21:39: Also, wir haben auch dein Schmuck-Läbe glaube ich noch gar nicht benannt, ne?

00:21:42: Fieri... Genau!

00:21:44: Der

00:21:44: zweite Vorname meines Vaters war eine bewusste Entscheidung weil ich ja eigentlich gar nicht schmuck machen wollte und dachte okay ich bin jetzt hier ja auch nur hingekommen gegen meines vaters und das wollte ich irgendwie dann auch sichtbar machen.

00:21:58: deswegen ist Wierrys der zweiten Vornamen als Vaters gewesen.

00:22:02: er war Italiener Deswegen der Name.

00:22:05: Und genau, dann habe ich gedacht... Ich mache das jetzt einfach selber und hatte ja super viel gelernt und super viele Insights und mir ging es nie darum, Dinge perfekt zu machen weil das ist auch so eine Erkenntnis gewesen in dem System, indem wir uns bewegen und auch wie Lieferketten aufgebaut sind.

00:22:26: unter welchen Bedingungen ist es gar nicht möglich?

00:22:28: Ist es gar einwandfreies, nachhaltiges Produkt zu lancieren oder auf den Markt zu bringen.

00:22:36: Einfach weil die Goldlieferkette ist und bleibt intransparent.

00:22:38: Gold verliert ganz schnell seine Herkunfts- und es gibt einfach ganz viele Missstände, die bis hin zur Politik und Wirtschaft gehen, wo einfach ganz starke Kräfte auch gegenwirken.

00:22:50: Und ich glaube das ist auch zu akzeptieren und trotzdem seinen Optimismus zu behalten.

00:22:53: Ich bin gar nicht so'n Fan von... Weißt du, die Welt geht jetzt unter und wir werden nur noch von bösen Menschen regiert.

00:23:01: Klar da gibt es Menschen, die sind evil und die machen keine guten Sachen.

00:23:05: Und natürlich kann man auch hier und da tatsächlich Angst bekommen wie sich unsere Welt gerade entwickelt.

00:23:10: aber ich glaube wie wir vorhin schon ja gesagt haben zu negativ zu werden bringt einen so ein Stillstand.

00:23:19: Ich glaube das was wir eben nicht brauchen ist Stillstand sondern trotzdem auch immer wieder sich verbinden damit dass wir einfach wissen Power haben also macht im positiven macht kann ja auch positiv konjunktiert sein und wir haben einfach jeder von uns für sich.

00:23:36: Total viel Power und zwar allein nur da, aber es muss ja nicht jeder jetzt Organisation gründen und aktivistisch werden.

00:23:43: Aber einfach glaube ich sich selber immer wieder bewusst zu machen mit einem Ja oder einem Nein habe Ich schon so unfassbar viel power und ich finde das hilft einem auch so gegen dieses Unmachtsgefühl was wir hier alle verständlicherweise gerade haben weil's Einfach Vieles Und ich finde das so total den geilen Hebel zu sagen, hey ne krass mit einem Ja und mit einem Nein kann nicht so viel bewirken.

00:24:07: Und dann kann ja jeder für sich gucken wie weit will er gehen.

00:24:09: aber nur allein mit Ja und Nein ist schon ganz viel gemacht und ich glaube dass war für mich so ein Punkt zu sagen Hey!

00:24:15: Das will ich nutzen und ich habe die Ressourcen und ich hab die Kraft das vielleicht auch ein bisschen intensiver zu machen um meine Stimme zu nutzen.

00:24:24: So habe ich dann angefangen, tatsächlich ein Label zu gründen.

00:24:28: Was sich durchaus auch dem bedient was andere auch machen.

00:24:31: also wir gucken das unser gold weitestgehend aus dem Recycling stammen.

00:24:35: Das ist aber das wird schon seit Jahrhunderts.

00:24:37: Also so lange es Goldabbau gibt gibt's auch Goldrecycling gar nicht wegen der Nachhaltigkeit sondern wegen dem enormen Wert natürlich dass wir alle unsere Lieferanten kennen.

00:24:46: Ich reise überall hin und trotzdem kann ich es nicht ausschließen da irgendwie drin haben, was eben aus diesen besagten Minen stammt.

00:24:55: Weil man das eben nicht kann und deswegen haben wir uns darauf fokussiert zu sagen Wir wollen mehr so ein Movement machen und Impact schaffen.

00:25:03: Ich hatte ja immer noch die Organisation Und Yeri und The Earthbeat Foundation So heißt die Organisation mit jedem Schmuckstück Was wir eben verkaufen finanzieren wir Impact Projekte in Minenregionen Und es geht vor allen Dingen darum, alternative Einkommensquellen zu schaffen.

00:25:21: Es geht gar nicht so darum quasi Hilfe im Sinne von Hilfe zu schaffen sondern wieder in dieses Empowerment zu kommen und... Ich habe natürlich analysiert von bis und bin mittlerweile auch zumindest versuch ich es ein bisschen politisch beratend unterwegs, weil das was eben eigentlich gebraucht wird sind eben Partnerschaften.

00:25:40: Warum nehmen wir uns bis heute einfach die Ressourcen?

00:25:43: Es ist ja immer noch postkolonialistisches... Obwohl wir ja so viel weiter sind und obwohl wir wissen, dass wir auch Probleme haben wirtschaftlich.

00:25:52: Wir müssen investieren.

00:25:53: Wir müssen natürlich Lieferketten So gestalten das wir auch eine Planbarkeit haben.

00:25:58: sicher ich meine wir sehen alle was gerade passiert.

00:26:00: wenn wird es nicht haben oder uns mit den Menschen einlassen Und da gibt's eigentlich ganz viele tolle Möglichkeiten Das gar nicht nur aus einem gut will Gut menschen sein zu machen sondern wirklich auch wirtschaftlich zu denken und ich glaube das ist was, was sich mit wehri auch zeigen möchte und was mich total.

00:26:18: Antreibt nicht zu sagen hey ich bin so eine gute personen und mach dinge irgendwie.

00:26:22: Eine so charity-wise Sonderne wirtschaft Ich glaube auch wirschaft der zukunft funktioniert nur so wenn wir das absolut hat narschaften aufbauen weil das fliegt uns sonst um die Ohren zu fliegen.

00:26:36: Und ich glaube einfach daran und das ist tatsächlich auch meine Motivation, weil... Ich habe gelernt Schmuck zu lieben aber du siehst jetzt ne?

00:26:44: Ich trage total wenig Schmucks

00:26:45: weil

00:26:46: für mich ist wirklich dieses Ziel in meiner Firma so groß zu werden dass sich einfach den ganz großen zeigen kann.

00:26:54: okay also Wirtschaft und Impact Transparenz, Ehrlichkeit ist nicht nur geht miteinander, sondern bedingt sich.

00:27:04: Das können wir gar nicht machen.

00:27:05: und ich glaube um auch wieder auf diese Power zu kommen die wir haben... Ich glaube auch das dass wir jetzt schon eine C-Gruppe haben und Menschen haben aber die Generationen die folgen weil sie ja ganz anders erzogen werden weil die mit ganz anderen Herausforderungen auch konfrontiert werden Die wollen irgendwann keine andere Produkte mehr außer Produkte wo Sie wissen hey Ich kann mir dabei was Gutes tun, ich glaube zum Beispiel auch verbote totale Katastrophe.

00:27:34: Wir müssten viel mehr Produkte auf den Markt bringen oder Dienstleistungen auf den markt bringen die natürlich uns erlauben uns auch mal etwas Gutes zu tun und die uns irgendwie erfreuen am Leben aber gleichzeitig eben allen die damit in Verbindung kommen also auch der die Quelle der anfang Der ursprung das bestmögliche daraus haben.

00:27:52: und das macht für mich dann Ich mein Luxus ist so ein doofes Wort, weil es natürlich immer auch was exklusiv hält.

00:28:01: Aber ich glaube das sich dieser Luxusbegriffe auch verändert.

00:28:04: Weil es doch viel cooler wenn wir mit unserer Kaufentscheidung dazu beitragen dass jemand anderes auch das Beste davon bekommt.

00:28:14: Voll!

00:28:15: Und ich glaube sogar, dass du da ja auch diesen Impact dann wirklich spüren kannst oder wie du das gerade so schön auch formuliert hast aus dieser Ohnmacht herauskommst.

00:28:22: Denn wenn du merkst, dass mit deiner Kaufentscheidung genau anderen Leuten etwas Gutes tust, dann bedingt es ja automatisch, dass dich nicht mehr so unwächtig fühlst.

00:28:30: Dass du auch das Gefühl hast endlich mal Teil von der Gesellschaft zu sein ne?

00:28:34: Dass du Vertrauen in dich und deinen Entscheidungen geben kannst, allen Regularien, Strukturen

00:28:42: etc.,

00:28:42: die in einer Gesellschaft so obliegen irgendwie unterlegen bist.

00:28:45: Sondern tatsächlich doch noch selber entscheiden kannst wer du bist und wer du sein möchtest?

00:28:48: Und ich glaube dass das ein total wichtiger Hebel ist auch... Ich bin jetzt überhaupt... Man muss ja auch mal aufpassen.

00:28:55: Ich weiß es jetzt natürlich nicht aber es ist zumindest in meiner Wahrnehmung so dass sich denke viele Menschen die vielleicht gerade auch die falschen Entscheidungen treffen wenn es um Parteien geht oder wie auch immer Da gibt es bestimmt unterschiedliche Beweggründe, aber ich glaube diese Wut in der Gesellschaft die wir ja alle spüren ist auch ein großer Teil davon dass wir uns einfach nicht mehr gesehen fühlen und das wir so ein bisschen In so eine Isolation alle rutschen.

00:29:21: Und ich glaube wir Menschen sind eigentlich dafür gemacht Auch eine Rolle zu spielen.

00:29:25: Wir wollen wichtig füreinander sein.

00:29:27: Wir wollen irgendwie das Gefühl haben gebraucht zu werden Dass dass Ich als Personen einfach für jemand anderen vielleicht wichtig bin und dass sich was tun kann und dass ich Teil von was groß um Ganzen bin und das kann ja auch wieder jeder für sich entscheiden, was es sein soll.

00:29:41: Aber ich glaube dass sich viele gerade total isoliert fühlen und das Gefühl haben Ich kann eh nichts machen!

00:29:47: Ich bin für niemand wichtig ob ich da bin oder nicht ist eigentlich egal.

00:29:50: Niemand sieht mich und niemand nimmt mich wahr.

00:29:53: Und ich glaube, dass das total wichtig ist da auch wieder Mechanismen zu schaffen oder ja das kann ja wie gesagt auch im ganz kleinen stadt finden aber dass ich weiß hey Ich bin wichtig und es was ich tue hat ein impact.

00:30:06: ob das eine kaufentscheidung Ja, dann eines ob das ist dass sich bei der nachbarin frage ob sehr gut geht oder meiner freundin oder wie auch immer.

00:30:13: Aber dass wir wieder so teil von einer gesellschaft werden

00:30:16: absolut Ja, weil wir Menschen ... Wie sagt man immer so schön rudeltierig?

00:30:21: Das ist ein komisches Wort.

00:30:22: Aber wir sind ja einfach Gemeinschaftswesen.

00:30:25: Wir wollen zugehörig uns zugehört fühlen und ehrlicherweise ... Das stammt aus der Steinzeit.

00:30:29: Also das ist nicht irgendwie außerwacht sondern tatsächlich faktenbasiert.

00:30:34: Menschen damals haben nicht überlebt, weil sie die schnellsten und kräftigsten und stärksten waren, sondern weil sie in der Gemeinsschaft gut funktioniert haben.

00:30:41: Und dass es uns totaler Panthen gekommen, da gebe ich dir recht mit Globalisierung.

00:30:46: Genau.

00:30:47: So unnatürlich, dass wir als ... Ob jetzt Mutter oder Vater ist ja aber... Wir machen es ja alle alleine.

00:30:53: Ja.

00:30:53: Ist total unnatürlich!

00:30:55: Früher war man also sehr nicht umsonst.

00:30:56: dieses brauchten Dorf und das braucht auch ein Dorf.

00:30:59: Braucht das?

00:30:59: Wir brennen hier alle aus mit allem alles unter einen Hut zu bringen.

00:31:03: Aber wir isolieren uns irgendwie als Individuen und als Gesellschaft immer mehr.

00:31:10: Und ich glaube, das ist total unNatürlich und dass man dann irgendwie unzufrieden ist mehr Wut kommt und man irgendwie dann ja gepaart, da kommen natürlich noch ganz viele andere Faktoren mit dazu.

00:31:21: Aber ich glaube es ist ein Faktor der gerade passiert ist dass wir uns so unmächtig fühlen, so isoliert fühlen und das Gefühl haben wie du sie auch grade gesagt hast, dass wir irgendwie so und so drucken müssen und mitmachen müssen was irgendwie ein paar Leute entscheiden.

00:31:35: und ich glaube... Und das ist ja auch ein Privileg weil wir hier trotz allem noch in einer sehr freien Gesellschaft leben und in einem Land oder auf nem Kontinent leben wo wir Wirken können und wir müssten es viel mehr nutzen.

00:31:49: Ich glaube, das ist der Punkt.

00:31:50: Also ich geb dir da total recht!

00:31:51: Ich glaube dass sehr viel tatsächlich schon auch falsch läuft gerade wenn man jetzt in Richtung Politik schaut.

00:31:56: Das muss man auch nicht schön reden aber es muss uns auch das komplette Leben aus dem Körper ziehen.

00:32:02: Also, weil ich glaube wichtig ist wie du sagst dass wir uns immer als Teil des Systems und der Gesellschaft betrachten und uns bewusst ist, dass wir dadurch, dass Wir teil des Systems sind auch mit jeder kleinsten Handlung Mit jedem kleinsten Wort etwas mit verändern und bewegen werden.

00:32:17: Das ist so.

00:32:18: also allein das wird hier sprechen.

00:32:19: das brauchen nur zehn Leute hören.

00:32:20: diese zehn leute geben das in ihre zehn leuten.

00:32:22: weiteren sind schon zwanzig leute und dann geht es wieder weiter.

00:32:25: das potenziert sich ja Ich glaube sogar aus dem change management sagt man sowas wie irgendwie wenn du zwanzig Prozent der jetzt in einem Unternehmen, der Mitarbeiterinnen erreicht hast.

00:32:35: Dann entsteht dieser Domino-Effekt, der dann auf alle überploppt nach ein Stück für Stück.

00:32:40: und genau das ist es auch in einer Gesellschaft.

00:32:41: Es braucht nicht viel um Menschen zu inspirieren.

00:32:44: und Menschen zu motivieren Das ist etwas, was an aller erster Stelle sowieso in der Politik mal gemacht werden sollte.

00:32:50: Also dass man wirklich wieder dieses Vertrauenschaft, das man eine Bindung zu den Menschen in der Mitte aufbaut, dass man versucht auch zu verstehen wo liegen eigentlich die Probleme.

00:32:58: und das können wir jetzt eben gesellschaftlich politisch bei uns sehen aber natürlich auch im globalen Süden wenn es jetzt um dein Schmucklevel geht und um deine Unternehmung geht weil Auch da ist es total spannend, glaube ich zu verstehen wie diese Machtstrukturen wirken und wie man darauf eben einen Einfluss haben kann sei es beispielsweise durch den bloßen Einkauf von einem nachhaltigen Label als ein Beispiel.

00:33:18: Und ich glaube was ich immer wieder merke ist Menschen sind leider aber auch Wie soll ich das sagen?

00:33:27: Ich will jetzt nicht sagen nicht interessiert genug stimmt auch nicht.

00:33:29: Aber ich habe immer das Gefühl Wir haben gelernt, gerade in Deutschland fällt mir das auf nicht so häufig Dinge kritisch zu unterfragen oder um die Ecke zu schauen.

00:33:39: und auch das dürfen wir mehr tun.

00:33:40: Wir dürfen mehr kritische hinterfragen und uns wirklich mal auch die Frage stellen.

00:33:45: Ich weiß nicht woher kommt der Kaffee den ich grade trinke?

00:33:47: Oder wo kommt dieser Schmucker den ich grad an meine Hand trage?

00:33:50: Also wie ist der zustande gekommen?

00:33:55: BWL studiert und habe witzigerweise eine Bachelorarbeit in Volkswirtschaft geschrieben.

00:34:01: Und da ging es nämlich tatsächlich um Kinderarbeit in der Fashion-Industrie, weil ich damals irgendwie dachte mich interessiert fashion.

00:34:07: das war auch ein Fehler aber die Bachelorarbeit war großartig und diese ganze Recherche haben zwar wahnsinnig interessant Da hätte ich auch schon merken müssen, dass ich eben so wie du sehr Gerechtigkeitsliebend bin.

00:34:17: Das habe ich dann als zehn Jahre später so richtig bemerkt.

00:34:20: aber es ist auch egal was ich sagen möchte ist auch da!

00:34:23: Es ist ja ein Riesenproblem.

00:34:24: und trotzdem kaufen wir alle weil ZARA, H&M, Massimo Dutti, You Name It also diese ganze Indie-Tex Group ist eigentlich ein absoluter Graus weil dort wirklich Kinder also wirklich nicht mehr ansatzweise Minderjährige wollte ich gerade sagen erfolgierig Für diese Klamotten arbeiten zu nicht mal mindestlöhnen und in wirklich wiedrigen Bedingungen, die einfach auch total schädigend sind.

00:34:46: Und wir machen uns keine Gedanken darum weil das natürlich durch Lobby, durch Marketing und so immer alles gut irgendwie verdeckt wird.

00:34:53: Ich glaube, dass ist ein... Also ich glaube, wir brauchen einen größeren Mix aus mehr Interesse für Themen, mehr neu gierde Fragen stellen aber auch Hinterfragen kritisch denken und sich als Teil des Ganzen sehen und damit auch einfach in Bewegung kommen.

00:35:06: Das finde ich total spannend.

00:35:07: und das was du sagst als Teil des Ganzen, weil... Ich meine, ich mach' das jetzt schon sehr lange.

00:35:11: Und natürlich kommen dann auch Stimmen, jetzt muss ich wieder die Veranfahrung.

00:35:14: müssen wir denn zu mir verstehen?

00:35:16: Es ist mittlerweile... Ich glaube es geht auch nicht mehr darum wer muss hier eigentlich die Verantwortung tragen sondern wir müssen uns natürlich alle zusammen machen!

00:35:22: Also natürlich hat nicht nur der Konsument die Verantwortung aber der Konsument ums Positiv mal.

00:35:27: Aber ich glaube wir brauchen noch andere Narrative.

00:35:29: Er hat trotzdem die Power.

00:35:31: Es ist nicht seine Verantwortung allein jetzt irgendwie zu gucken, dass es bei Fast Fashion keine Kinderarbeit mehr gibt.

00:35:36: Das müssen natürlich auch die Unternehmen machen.

00:35:38: Aber wir haben die Power, die Unternehmen dahinzubringen – so lange ihr das nicht verändert, kaufe ich hier nichts mehr!

00:35:46: Und das Unternehmen, wie?

00:35:47: darum?

00:35:47: natürlich muss auch es in seine Verantwortung kommen und da braucht's vielleicht andere Leuchttürme oder es braucht den Druck von der Politik.

00:35:55: Also ich glaube jetzt geht es darum dass wir alle gemeinsam daran arbeiten Dinge zu verändern Was auch glaube ich wichtig ist es zu verstehen vielleicht für manche Menschen die jetzt was ja auch nicht schlimm ist, ne?

00:36:09: Man muss das ja auch.

00:36:09: Nicht die vielleicht nicht so einen starken Gerechtigkeitssinn ausgeprägt haben voll in Ordnung ist aber auch zu verstehen oder dieses dieses Bild zu verändern.

00:36:18: Es geht nicht nur darum zu sagen Wie geht es eigentlich den anderen, sondern es geht auch darum zu verstehen.

00:36:27: Wir sind ja alle eins und wenn wir die Dinge nicht angehen dann spüren wir sie ja auch.

00:36:32: Es geht wirklich darum zu verstehen dass wir alle irgendwie miteinander verbunden sind.

00:36:37: Wir leben auf einem Planeten.

00:36:38: Wir haben eine Globalisierung.

00:36:40: Wir können Dinge gar nicht mehr trennen Und wenn wenn wir Dinge jetzt nicht versuchen irgendwie in eine Partnerschaft in einen Gleichgewicht zu bringen dann spüren wir das ja auch, also so ein Anstoß für alle die eben vielleicht sagen ich will jetzt aber wir haben hier genug Probleme.

00:36:56: Ja und die Probleme werden auch größer.

00:37:00: Die nicht ganzheitlich angehen weil wir können ja nicht sagen ja aber wir wollen die Klamotten günstig und wir wollen hier und Wir wollen da und wir Wollte Energie günstige Aber wenn es dann dort brennt oder dass gar keine Wirtschaftsaktivitäten mehr gibt oder der Planete zu heiß wird und Dürren Dann sollen sie auf gar kein Fall herkommen weil das wollen wir auch nicht.

00:37:17: Ich glaube wir müssen verstehen dass Dinge Wirklich zusammenhängen und sagen global wir können Dinge nicht mehr trennen.

00:37:24: Und unsere Verantwortung da drin sehen für uns und Für die anderen

00:37:28: ja total.

00:37:28: und dann wird so langsam und es braucht definitiv natürlich auch wiederum mehr Unternehmen Die dann demnach handeln.

00:37:35: und deswegen ist glaube ich ein wichtiger Teil, weil ich wurde neuer gefragt ja was machst du denn jetzt so anders.

00:37:40: Und tatsächlich bin ich total spannend wenn ich jetzt sage woher ich meine Sachen beziehe.

00:37:44: da beziehen ganz viele anderen auch ihr Gold her und das ist auch eine super Unternehmen.

00:37:49: unter aber auch immer zu verstehen damit verändert sich ja nichts bei dieses Unternehmen was gold recycelt und es auf einem sehr hohen Standard macht.

00:37:57: die machen nach schon seit von zwanzig Jahren und trotzdem haben wir die probleme.

00:38:00: ich glaub deswegen ist es total wichtig mach ich auch einmal die Biege zum Aktivismus, weil... Ich finde Unternehmen müssen aktivistischer sein.

00:38:10: Es geht vor allen Dingen und das ist das was ich glaube ich anders mache um diese radikale Transparenz also sich auf dem zu stellen und zu sagen hey ich würde mich total freuen wenn ihr euch für ein Schmuckstück von uns entscheidet, weil ihr damit den Impact schafft den wir in unseren Projekten und in unserer Projektarbeit machen.

00:38:31: Und trotzdem geht es aber darum, dass ich Dinge benenne und transparent bin.

00:38:35: Weil ich glaube wir müssen uns mal auf diesem gemeinsamen Nenner auch verständigen, dass wir eben trotz allen Bemühungen – und das gibt ja auch Bemühung!

00:38:42: Man muss ja Sachen auch positiv sind, es gibt ja gute Initiativen….

00:38:46: Und trotzdem sind wir noch nicht an dem Punkt weil wir eben noch zu viel im Greenwashing leben.

00:38:51: Und klar, ich kenne das auch manchmal halt dies auch nicht aus und manchmal will ich auch so gerne Irgendwas haben und wir sind ja alle menschen an einem schlechten tag oder wenn es mir nicht gut geht dann merkt man erst mal noch so ein bisschen offen dafür meinen konsum hier oder eine neue.

00:39:07: Das tut ja nämlich auch für einen kurzen moment gut, natürlich nervt das dann wenn man das vielleicht manchmal nicht machen kann und glaube auch Wir sind alle Menschen das muss man auch akzeptieren.

00:39:22: und wenn man dann mal das t-shirt bei zara kauft dann sollte man es zumindest bewusst tun, was man da gerade unterstützt.

00:39:30: Aber mein Gott, da muss man jetzt auch nicht nach Hause gehen und sich geißeln.

00:39:33: Ich glaube, das geht überhaupt erst mal um ein Verständnis dafür wie die Dinge zusammenhängen über einen Verständnis für was eigentlich Konsumen ausmacht.

00:39:42: Warum filmieren wir so viel?

00:39:43: Wie können wir vielleicht unseren Konsum verändern?

00:39:46: aber am Ende braucht's ja auch den Konsum.

00:39:48: Deswegen neugierig gefragt und dann meine ich die Frage wäre es nicht am konsequentesten wenn quasi gar keinen Schmuck verkaufen würde, weil natürlich ist die Antwort auf alles wir sollen nicht mehr konsumieren.

00:40:01: Aber es ist ja der Ratsch.

00:40:03: also wir müssen ja irgendwie konsumiert werden müssen nur gut konsumierend wir müssen nur die Kreisläufe dahinter anders steuern und die Narrative dahinter an das Steuern.

00:40:13: aber jetzt irgendwie durch die Welt zu gehen uns sagen wir dürfen alle nicht mehr consumieren und wir müssen jetzt allen nur noch Das wäre bestimmt in der Utopie total schön, aber so funktioniert halt die Welt nicht.

00:40:23: Also es braucht natürlich auch immer einen gewissen Realismus dahinter.

00:40:29: Ja, total.

00:40:30: Ich find das ganz spannend!

00:40:32: Ich hab mir da noch nie so Gedanken darüber gemacht ehrlicherweise wie das Leben aussehen würde wenn wir jetzt gar nicht mehr konsumieren würden.

00:40:37: aber ich geb dir schon recht.

00:40:38: Ich glaube der Kreislauf ist irgendwie schon auf ein Stück weit so bestehend also dass man eben konsumiert.

00:40:44: Ehrlicher Weise ist das ja auch ein Stück weiter motivierend.

00:40:46: Also je nachdem was man konsumierte und man kann ja alles konsumiren von irgendwelchen materialistischen Gütern bis hin zur Bildung etc.

00:40:54: Auch das ist ja ein Konsum wenn du so möchtest und ich dabei dann nimmt sich jeder Wasser irgendwie so braucht was uns ja dann auch ständig weiterbringt.

00:41:02: Aber um noch mal dazu einzurücken, was du davor gesagt hast... Ich finde auch es geht nicht darum zu sagen oh Gott!

00:41:07: Du kaufst bei Tara ein jetzt bist du ganz furchtbar.

00:41:09: im Gegenteil Es geht darum dass wir verstehen wie du sagst und das meinte ich mit kritisch hinterfragen Wie die Sachen ineinander laufen?

00:41:17: Und was das bedeutet wenn ich jetzt jeden tag irgendwo bestelle oder jeden Tag irgendwo einkaufe Was ich damit tue und dass einem das bewusst ist.

00:41:24: weil das ist uns ganz oft nicht bewusst und ich glaube Also bei mir ist es zum Beispiel auch mit unserem Sohn, dass ich ganz stark versuche ihn dahin auch schon zu erziehen.

00:41:34: Also ihm das immer so ein bisschen mitzugeben auf aller Ebene.

00:41:38: also sei es was das Thema Gleichstellung angeht als beispielsweise jetzt konsumieren oder so, dass eben alles was man haben möchte auch etwas kostet und dass man dafür arbeiten muss und was das bedeutet.

00:41:48: Also dass wir hier nicht in dieser Welt leben und alles irgendwie umsonst bekommen Und ich glaube, sowas ist wichtig und nicht dass wir uns wie du sagst geißeln und knechten nur weil wir mal etwas machen was eigentlich nicht okay ist.

00:42:00: Also das ist ja quatsch!

00:42:01: Weil dafür leben wir in einer sehr kapitalistischen, hyperkapitalistischem Welt.

00:42:05: und um da noch einen abschließenden Satz zu sagen, also ich glaube uns würde es gut tun wenn wir einen gesünderen Kapitalismus leben würden?

00:42:11: Ja, das definitiv und dazu gehört dann mit Sicherheit auch weniger... auf eine Art und Weise zu konsumieren, aber wie genau das aussieht was ich auch nicht weil es einfach sehr komplex ist.

00:42:22: Und weil ja auch irgendwie alle Stakeholder- und Player dieser Gesellschaft und Welt da mitspielen müssten und dann sind wir ja noch an den globalen Markt gekettet.

00:42:30: Das macht das ja nochmal komplizierter.

00:42:32: also es ist halt einfach nicht so easy.

00:42:33: Es ist nicht so Easy!

00:42:34: Ich habe auch nicht die Lösung dafür.

00:42:36: Ich bin auch froh dass sich das in meinem Kleinen machen kann wenn ich mal nicht die große Lösung brauche.

00:42:41: aber das ist ein bisschen auch den Fall den ich glaube knacken möchte eben zu sagen dieser positive Konsum oder der bewusste Konsum trotzdem Dinge verändern.

00:42:52: Und natürlich kommt man am Ende immer wieder auf dieses Wort Systemwandel, den es natürlich in einer idealen Welt braucht.

00:42:59: und in einer idealen Welt würden wir wie du sagst einen positiven Kapitalismus haben oder gar kein Kapitel, wie auch immer.

00:43:07: aber Fakt ist Wir müssen Geld verdienen!

00:43:09: Wir brauchen Güter!

00:43:10: Wir werden immer mehr Menschen!

00:43:12: Wir stehen vor großen Herausforderungen.

00:43:16: Erst mal braucht es Bewusstsein und dann braucht's einfach so einen Umdenken.

00:43:21: Und das ist schon was, was ich finde und da wirds natürlich auch total persönlich und psychologisch.

00:43:27: Weil es steht immer viel Angst dahinter.

00:43:30: also wenn wir jetzt uns die haben, bevor wir gestartet haben kurz gesprochen, es wird immer heißer Klar können wir jetzt alle da sitzen und sagen, was machen wir jetzt?

00:43:40: Aber es gibt ja Lösungen.

00:43:41: Wir brauchen neue Oberane Strukturen.

00:43:44: Das ist auch alles Investment also das, was man sagt.

00:43:46: Wir müssen investieren in eine Wirtschaft.

00:43:49: Das können wir ja auch weitermachen.

00:43:50: Das müssen wir eigentlich machen.

00:43:52: Also wir müssen genau jetzt investieren im neuen Struktur.

00:43:59: Da bin ich kein Profi wie man Städte umbauen muss damit.

00:44:02: Wirklicher wird etc.

00:44:03: Bp in Partnerschaften eben mit globalen Ländern, das heißt eigentlich können wir ja die Kästchen des Kapitalismus total knacken, Geld investieren.

00:44:19: Wir müssen nur ein bisschen anders denken und das merke ich oft.

00:44:22: Ich bin jetzt gerade auch im Wirtschaftsbeirat von den Grünen also ist es überparteilich und ich finde es total spannend weil da sind ganz viel große Unternehmen natürlich auch.

00:44:30: Ich bin da so ein ganz kleines Lichtlein, find's aber total spannend zu lernen weil ich das Gefühl habe dass einfach ganz viel Angst da ist also es immer wieder das Wortes können wir nicht machen.

00:44:42: und ich denke mir wieso können wir das eigentlich nicht machen?

00:44:45: Wir habens ja noch nie gemacht immer ganz schnell davon aus, wenn man was neu macht.

00:44:50: Das wird nicht funktionieren und wir limitieren uns so oft.

00:44:53: Und dann denke ich immer aber, wenn das wirklich sich durch die Menschheit durchgezogen hätte, dass wir immer wieder sagen, wir können es nicht machen, dann hätten wir so viel gar nicht erreicht.

00:45:03: Wenn wir über das Thema Frauenrechte sprechen oder so... Ich weiß, wir sind noch längst nicht da!

00:45:08: Aber hell vor achtzig Jahren waren wir an einem ganz anderen Punkt Leute dran geglaubt hätten und mal losgezogen werden, dann hätten sich Dinge ja überhaupt gar nicht verändert.

00:45:18: Und das finde ich so faszinierend weil eigentlich ist so viel passiert dadurch dass wir mutig waren, dass wir weitergemacht haben.

00:45:28: Eigentlich finde ich gerade sind Unternehmer und Unternehmerinnen ohne die Portion Mut und auch ein bisschen Risiko Wahnsinn.

00:45:38: werden wir ja gar nicht an dem punkt.

00:45:39: aber warum blockiert sich das dann so wenn wir wirklich mal über neue narrative und neue ideen sprechen.

00:45:47: Und ich habe das gefühlt da ist so viel angst dahinter und wir müssen diese angst mal loswerden und einfach, dass es nämlich zum beispiel mit meiner.

00:45:55: also ich rede jetzt hier so lässig nach fünfzehn jahren aber mein weg.

00:45:58: wie viel geld ich verbraten habe wie viel Geld ich fehl investiert habe in In die Communities Indus, wie können wir eigentlich eine Goldmine anders gestalten?

00:46:09: Und da und jetzt fließt sich der Kreis zu ganz am Anfang.

00:46:13: sage ich zum Beispiel gar nicht mehr, dass ich gescheitert bin.

00:46:15: Sondern jedes falsche Investment.

00:46:18: über das bin ich so dankbar weil ich dann gelernt habe okay, das funktioniert nicht!

00:46:22: Das ist nicht der Weg.

00:46:23: Also

00:46:25: müssen wir vielleicht nochmal zwei Schritte zurück um dann vier nach vorne gehen zu können aber ohne die Fehler die wir machen.

00:46:31: Ohne können wir ja gar nicht den richtigen Weg oder die richtigen Lösungen finden.

00:46:34: und wenn wir von vor hinein oder von vorher rein Angst haben überhaupt was auszuprobieren Dann bleiben wir im Stillstand.

00:46:42: Und der Stillstand ist, glaube ich, das Absolutschlimmste was passieren kann.

00:46:45: Dann lieber siebenzig Fehler machen und aus den Fehlern lernen um dann zu gucken hey... Das und das können wir gestalten.

00:46:55: Und das fehlt mir gerade so ein bisschen.

00:46:57: Ja!

00:46:58: Ich glaube aber tatsächlich dass das auch wieder an deine Worte anknüpft die du ganz am Anfang gesagt hast nämlich Du bist ein Stück weit auch so.

00:47:06: Und da sind nämlich ganz viele Menschen nicht.

00:47:08: Ich würde sogar noch weitergehen.

00:47:09: würde überhaupt ein neunzig Prozent der Bevölkerung, wenn wir jetzt mal in Deutschland bleiben ist eher

00:47:16: Typ.

00:47:17: Wir machen das wie es schon immer

00:47:18: war.".

00:47:19: Das System ist halt so, ich muss halt arbeiten gehen um Geld zu verdienen und wenn mein Chef sagt du bleibst heute noch ne Stunde länger dann bleibe ich halt auch eine Stunde länger.

00:47:27: Und die wenigsten machen ja... Du bist ja eigentlich ne Pionierin in deinem Bereich und diese Pioniarbeit dafür musst du ein bestimmter Typ Mensch sein nämlich genauso Risiko erwärsst.

00:47:36: du musst mutig sein, du musst auch mal am die Ecke denken du musst Themen kritisch hinterfragen du musst Neugierder haben.

00:47:42: also da gehören so ein paar Faktoren zu.

00:47:43: Die hat halt glaube ich auch nicht einfach jeder Menschen.

00:47:45: das ist okay.

00:47:46: aber ich gebe dir recht Ich würde es mir auch wünschen, dass da mehr in der Politik irgendwie verankert ist.

00:47:51: Weil gerade dort wird ja irgendwie die Welt geschrieben und gebaut.

00:47:56: Und genau da brauchen wir schon diesen Mut finde ich auch Strukturen radikal neu zu denken weil... und jetzt komme ich zu meiner fast letzten Frage.

00:48:08: Ich wurde in meiner Arbeit seitdem es mich gibt, seitdem ich selbstständig bin ganz oft schon als Idealistin beschimpft.

00:48:13: Ich sage das auch bewusst so weil dass ja in vielerlei Hinsicht für viele Menschen eine Bedrohung ist oder irgendwie bewusst ein Schimpfwort sein soll.

00:48:21: Mich hat das eher immer ganz happy gestimmt, weil ich dachte okay dann werde ich genauso wahrgenommen wie ich auch bin.

00:48:26: irgendwie Ich bin jetzt nicht immer Idealistin, das glaube ich nicht.

00:48:28: Ich bin auch eher Optimistin und vor allem aber auch Realistin.

00:48:32: Und ich glaube auch daran dass eine wirklich nachhaltige gesunde Welt nur so funktioniert wenn wir anfangen eben Nachhaltiger zu arbeiten und nicht so wie es schon immer gemacht haben seit Jahrzehnten.

00:48:43: Jetzt ist aber trotzdem der Punkt auch der Dass ich merke gerade in meiner Arbeit Wenn's um Führungskräfte entwickelt Kulturarbeit Transformation etc.

00:48:50: geht Das Unternehmen und damit eben auch die Menschen immer noch recht selten sofort bereit sind, Geld für diese Softwarearbeit auszugeben.

00:49:07: Bist du der Meinung dass man sich Idealismus überhaupt in unserer Gesellschaft erlauben kann?

00:49:10: In der wir aktuell leben?

00:49:12: also weil das was sag ich jetzt mal billig ist um es jetzt mal bei auch Konsumgütern etc.

00:49:18: zu belassen, dass was billiger produziert wird das war schnell produziert würde das wird ja oft unter nicht schönen Bedingungen produziert und trotzdem kauft es jeder weil's halt so einfach zugänglich ist und weil jeder Mensch daran teilhaben kann sich also wieder auf eine gewisse Art und Weise auch zugehörig fühlen darf.

00:49:35: trotzdem ist es für uns Für unsere Nachhaltigkeit, für die Langwierigkeit.

00:49:41: Für die Gesundheit ist das auch oft nicht gut.

00:49:43: also wo findet man dieses gesunde Mittelmaß?

00:49:47: Einerseits eben mit Werten arbeiten zu wollen egal aus deiner Perspektive oder aus meiner und gleichzeitig aber eben auch den Menschen Freuden zubereiten wenn du so sehen möchtest.

00:49:58: also wo ist da die Balance?

00:50:00: na ich glaube dass es.

00:50:03: Es hat ja alles, hat immer seine Zeit.

00:50:05: Und ich glaube das ist damals natürlich total positiv war als quasi Konsum und Luxus ein Stück weit wie sagt man demokratisiert wurde weil es eben geöffnet wurde.

00:50:19: Weil dadurch auch was abgebaut wurde eine Zusammengehörigkeit und so.

00:50:23: Das waren natürlich total toll.

00:50:24: Plötzlich gab's Produkte die jeder sich leisten konnte.

00:50:27: Es war nicht mehr so exklusiv also es war eine Demokratisierung von Konsum.

00:50:32: Damals gab es aber noch keine sozialen Medien, damals wusste man ja gar nicht wie wird das eigentlich produziert?

00:50:38: Es war plötzlich einfach da und Das war, glaube ich auch trotzdem gut für die Gesellschaft.

00:50:44: Und jetzt wissen wir natürlich aber zu welchem Preis das passiert.

00:50:48: und das sage ich ganz bewusst weil ich glaube ein großes Problem was es natürlich nachhaltigen oder verantwortungsbewussten Konzepten so schwer macht ist dass ja der Preis unserer Konsumgüter ist ja gar nicht der wahre Preis.

00:50:59: Es ist ja ein subventionierter Preis also entweder wirklich aufgrund von Subventionen im Nahrungsmittelbereich einberechtigt werden.

00:51:11: Also wenn du jetzt keine Ahnung, ich bleibe jetzt immer bei Gold weil das ist mein Ding.

00:51:17: Bei Gold ist es schwierig, weil der Goldpreis ja so festgelegt wird.

00:51:19: Aber eigentlich müsste er noch teurer sein wenn wir mit einbrechern dass wir wieder naturieren müssen das wir umsiedeln müssen Das sind alles Kosten die sind aktuell überhaupt nicht mit einberechnet und das sind aber sehr effektiven Kosten.

00:51:32: das sind reelle Kosten Die anfallen aber gerade nicht mit Einberechnet werden Werden.

00:51:38: aber zum Beispiel Wenn wir jetzt ver-trade gold uns angucken werden sie mit ein berechnet.

00:51:42: deswegen Ist dieser Preis teurer?

00:51:43: Das Problem ist aber dass wir dann immer diese Dualgeschichte haben was entscheiden wir uns?

00:51:47: oder bei Fleisch, oder bei Milchprodukten oder bei allen Produkten.

00:51:55: Und deswegen haben wir ja schon mal ein Problem in der Gesellschaft das quasi das Gute ist immer teurer.

00:52:02: aber die meisten wissen ja dass es nicht so gute eigentlich genauso teuer wäre wenn wir es nur richtig berechnen würden.

00:52:09: Und da haben wir gerade so ein bisschen ein Problem.

00:52:11: Speaking of um jetzt den Bogen zu schießen, ich bin so groß geworden und das ist mir auch total wichtig darüber zu sprechen.

00:52:18: Ich bin super privilegiert groß geworden.

00:52:20: Ich habe nicht nur einen Unternehmen geerbt.

00:52:21: Ich hab tatsächlich auch Geld geerbt und Bin immer schon so großgeworden und das muss ich sagen mein Vater war alte Schule und hat bestimmt im Business nicht immer alles ethisch korrekt gemacht Ganz sicherlich.

00:52:34: aber was er hatte Und das fand ich total cool und es hat er mir einfach beigebracht.

00:52:38: Er hat mir immer gesagt, du ja Privilegien verpflichten, punktausfertig!

00:52:43: Wenn's uns gut geht und wir haben das Glück dass es uns gutgeht dann ist es nicht dafür da, dass wir das für uns nutzen sondern es ist dafür da dass wir damit Verantwortung übernehmen.

00:52:54: und das heißt nichts dass man jetzt unbedingt immer spenden und obwohl Privilegien, also ich bin da einfach ganz doll von überzeugt und ich glaube deswegen ist dieser Idealismus etwas was wir uns durchaus leisten können.

00:53:06: Was sich nicht vielleicht jeder leisten kann weil es gibt einfach Realitäten die sind da und sie sind manchmal für uns auch total schwer Vorstellbar.

00:53:15: Das haben wir uns ja vorhin selbst gefragt, ne?

00:53:18: Ich saß hier gestern und hab meine Kinder in Ice Packs eingerollt damit die irgendwie schlafen können und lag da und habe sie beobachtet und beruhigt.

00:53:26: Hab mich gefragt ob eigentlich die Entscheider dieser Welt auch gerade ihre Kinder in ice packs einkühlen Und war mir ziemlich sicher dass es nicht tun weil sie wahrscheinlich ein klimatisierten

00:53:37: Genau so

00:53:38: und penthäusern sind und überhaupt nicht verstehen was wir und uns geht.

00:53:42: sehr gut Ich bin trotzdem am See und konnte meine Kinder begleiten.

00:53:47: Und es gibt einfach Menschen, die können das nicht!

00:53:49: Und ich bin ein ganz großer Fan von Selbstverantwortung zum Beispiel.

00:53:52: Ich finde wir Menschen haben fast die Verpflichtungen manchmal mehr in unsere Selbstverordnung zu gehen.

00:53:58: aber es gibt Menschen, sie können das auch nicht.

00:54:00: Wenn wir zum Beispiel über Umweltschutz oder über Mülltrennung sprechen... Das ist für uns ja was ganz Selbstverständliches, dass wir Müll trennen.

00:54:08: als sich das erste Mal in Uganda da wo eins unserer Projekte ist war es mir aufgefallen, dass überall die Leute einfach den Plastik in den Wald auf der Straße so.

00:54:17: Weil ich total geschockt dachte also das können wir ja ganz einfach angehen und habe mich dann mit ein paar Müttern unterhalten, meine sagen mal Leute wollen wir nicht mehr.

00:54:23: da haben nämlich angeguckt und es war so ein wichtiger Learning-Prozess für mich, die meinten zu mir Guya... Auf unserer Prioritätenliste ist wie kriegen wir unsere Kinder satt?

00:54:34: Ja

00:54:34: genau Wie

00:54:35: können wir unseren Kindern Bildung geben?

00:54:37: Wie bekommen wir Wasser und wie verdienen wir Geld?

00:54:39: Umweltschutz ist halt auf Prioritäten, das die siebenhundert vierundzwanzig.

00:54:44: Ja.

00:54:44: Weil es am Ende was für privilegierte Menschen ist.

00:54:47: Genau.

00:54:48: Natürlich können wir jetzt umdrehen und sagen ja aber das ist total wichtig.

00:54:51: Ist es auch?

00:54:51: Aber es gibt Menschen, die haben einfach so einen Überlebenskampf oder die wissen nicht wie... Die können sich darum nicht kümmern!

00:54:58: Und umso mehr ist es unsere Verantwortung uns darum zu kümmern, weil wir können.

00:55:03: Und ich finde, deswegen ist dieser Idealismus etwas... Ich meine natürlich bin auch realistisch und optimistisch.

00:55:09: Manchmal lebe ich aber natürlich auch mein Idealismus aus.

00:55:14: Und die, die die Privilegien haben, müssen weiter dafür einstehen.

00:55:23: für die anderen mitleben.

00:55:25: So, wo wir es können.

00:55:27: und wie gesagt nicht jeder muss in der Goldmine reisen oder man darf sich auch sein Feld aussuchen.

00:55:34: aber ich glaube das ist eine harte Wahrheit die müssen wir uns einmal eingestehen dass wir Menschen mit den Privilegien einfach die Verantwortung mitzutragen haben.

00:55:44: Ja,

00:55:45: mein Herz geht auf!

00:55:45: Also ich bin da voll bei dir, ich bin ein absoluter Verfechterin dafür und glaube auch dass das irgendwie so ein bisschen der Grund ist wie so wir in diese Lebensrealität reingeboren wurden.

00:55:55: also genau deswegen weil wenn du halt in der masslaufischen Bedürfnispyramide denn dir hast du gerade damit angesprochen ganz oben existierst dann machst du dir nämlich genau darum Gedanken ja welches Auto kaufe ich mir als nächstes?

00:56:07: Kaufe ich mehr ein Haus auf dem Land oder lass es lieber sein mag ich vielleicht noch ein paar Bilder hier an die Wand hängen, weil sieht ja ganz schön aus und wie du ganz schön beschrieben hast.

00:56:13: Die Mutter in Uganda kann sich darüber gar keine Gedanken machen, weil sie ist froh wenn ihr am Ende des Monats noch Essen auf dem Tisch

00:56:18: habt.".

00:56:19: Und genau das ist... Genau also Verantwortung!

00:56:21: Das hat jeder Politiker, das hat jeder Boss eines großen Unternehmens, dass hat jeder Mensch der eben sich genau diese Gedanken, die du gerade beschrieben hasst, machen kann und damit privilegiert es hat trägt diese Verantwortung für eine Welt, die irgendwie allen Menschen einfach mehr Chancen ermöglicht.

00:56:38: So muss man das ganz platt sagen.

00:56:41: Wir sind jetzt wirklich fast am Ende, aber ich hab noch zwei brennende Fragen.

00:56:44: Also einmal zu dein Buch.

00:56:45: Magst du nochmal ganz kurz zwei Sätze zu deinem Buch sagen?

00:56:48: Ähm...

00:56:49: also das Buch habe ich geschrieben tatsächlich weil ein Verlag oder eine Verlegerin mich gefragt hat ob ich es schreiben wollen würde sonst wäre ich tatsächlich nicht auf die Idee gekommen.

00:56:58: Das hätte ich mir gar nicht zugetraut.

00:56:59: Es war auch ein krasses Projekt für mich das zu machen.

00:57:03: Aber es war irgendwie natürlich auch natürlich.

00:57:06: Das Buch heißt sehr bewusst, weil es ist natürlich ein Nischen-Thema und ich wünsche mir aber trotzdem dass das ganz viele Menschen lesen.

00:57:14: Weil am Ende ist Gold auch nur eine Blaupause von ganz vielem.

00:57:20: Das Buch heißt Wie Viele Leben Kostet Ein Karat?

00:57:23: Karat nicht mehr beschrieben, weil das Goldkarat nochmal anders geschrieben wird als das Diamantenkarat Und es geht ein bisschen um meine Geschichte, damit's nicht ganz so trocken ist.

00:57:34: Aber natürlich sehr viel eben um den Golderbau.

00:57:37: aber übergeordnet gehts schon auch um das System.

00:57:40: Also es zeigt sehr radikal in was für einem System wir leben wie das aufgebaut ist eigentlich alles worüber wir heute auch schon gesprochen haben.

00:57:51: Aber da ich ja nun Optimistin durch und durch bin, positiv geschrieben am Ende, also es hat ganz viel Handlungsideen.

00:58:03: Es hat ganz viele Ideen wie wir eben aus der Unmacht vielleicht rauskommen können.

00:58:09: Wie wichtig ist es dass wir ins handeln kommen jeder so wie er kann aber das wir nicht in dieser Unmachts stecken bleiben und ich hoffe dass es für viele auch eine Inspiration sein kann.

00:58:21: Ich teile da viel von mir und von dem, was ich gelernt habe.

00:58:24: Ich hab ganz viele tolle Experten in dem Buch ... Und es gibt Stellen die muss man aushalten.

00:58:31: aber am Ende hoffe ich dass das Mut macht.

00:58:36: Ich glaube ein Buch über Mut.

00:58:40: Ja, klingt total spannend!

00:58:41: Also mich überzeugt es total weil ich mich natürlich für die gleichen Themen irgendwie interessieren begeisterte Und finde solche Mutgeschichten, in dem Kontext gerade des nachhaltigen Wirtschaftens irgendwie auf der einen Seite was Gutes tun und auf der anderen Seite aber trotzdem auch wirtschaftlich sein total spannend.

00:58:58: Weil das einfach immer noch für mein Geschmack zu wenig Unternehmen wirklich so verfolgen.

00:59:02: also sehr, sehr spannend.

00:59:04: Danke, danke fürs Teilen.

00:59:06: Und genau die andere Frage, die ich die ganze Zeit schon habe eigentlich schon seit dem Beginn ist was hättest du gemacht?

00:59:12: Wenn du diesen Schicksalsschlag nicht hätte es erleiden müssen dass dein Papa irgendwie unverhofft von dieser Welt gegangen ist, wärst du auch in dieses Schmuck-Business übergegangen?

00:59:23: Glaubst du das oder hattest du etwas komplett anderes gemacht?

00:59:25: Ich!

00:59:26: Hätte quasi nichts komplett anderes gemacht, aber ich hätte es definitiv nicht im Bereich Schmuck gemacht.

00:59:30: Ich hatte tatsächlich... deswegen war das auch so hart für mich, also abgesehen davon dass es hart war mein Vater zu verlieren, war das so hart, für mich diesen Switch zu machen weil ich tatsächlich mit zwanzig schon so ein Gefühl hatte von ich bin angekommen.

00:59:46: Ich habe studiert Und während des Studiums mussten wir ein Praktikum machen und ich musste um ehrlich zu sein auch Geld verdienen.

00:59:53: Aber es war ein Prakthikum, und ich hatte das Glück dass ich Tilbeen gekennengelernt habe.

00:59:59: Das war der Gründer von BetterPlace.org damals.

01:00:03: Ich

01:00:04: brauchte eben einen Praktikum.

01:00:05: Ich war eh schon in meinem Studium sehr im Thema Corporate Social Responsibility.

01:00:09: ist es damals noch aber schon mit dem Themen wie können Unternehmen Verantwortung übernehmen?

01:00:13: Wie funktioniert die Welt eigentlich?

01:00:15: Und dann habe ich da ein Praktikum gemacht und dann haben wir uns so gut verstanden.

01:00:19: Ich hab das so geliebt, ich kam da an am ersten Tag und war so genau und das möchte ich machen, dass sich die Assistenz von Till wurde und mit dem total viel lernen durfte über Grassroot Projects darüber wie man Unternehmen dazu kriegt, sich einzusetzen.

01:00:36: Da war ich total angekommen und hatte große Pläne bei Better Plays.

01:00:40: Wie gesagt, da habe ich am Anfang noch versucht alles unter den Umzug zu kriegen was natürlich überhaupt nicht funktioniert hat.

01:00:45: Also bei Better Places sein meinen Studium zur Ende zu machen und dieses Unternehmen zu führen und dann musste ich Better Plays gehen lassen weil ich wollte auf jeden Fall mein Studium zu Ende machen.

01:00:54: das hab' ich dann auch geschafft.

01:00:57: Aber ich glaube ich hatte eben mit einundzwanzig schon so eine leise Ahnung davon was ich werden werde.

01:01:02: also Ich bin schon so angekommen was ja viele nicht haben was ja auch vollkommen verständlich ist.

01:01:06: aber ich hatte so das Glück da reinzurutschen Und ich hätte auf jeden Fall, glaube ich genau dasselbe gemacht wie jetzt nur zu neunundneinzig, neun Prozent nicht.

01:01:16: Zu Gold und Schmuck!

01:01:18: Ich finde es einfach am Ende und das ist so... Es gibt diese eine Rede von Steve Jobs.

01:01:23: Ich glaube, das war so ein Abschlussreder an der Stand Forge.

01:01:26: Ja ja, genau.

01:01:28: Da sagt er was.

01:01:30: Ich glaube, das gibt mir auch immer so viel Mut mein Leben weiterzuleben oder es weiter zu leben sowieso.

01:01:35: Aber so weiterzugehen weil er sagt irgendwann wenn ihr quasi am Ende angekommen seid dann guckt ihr rückwärts und dann machen alle Punkte Sinn und ist diese ganzen Jots verbinden sich.

01:01:48: Und deswegen bin ich am ende total glücklich trotz des Schicksals schlages dass alles so gekommen ist weil ich glaube dass ich jetzt im thema gold bin Ist total wichtig, weil das ist so ein nischen Thema und es effektet aber so viel.

01:02:04: Es sind einfach hundert Millionen Menschen die davon auf der Welt abhängig sind und quasi in diesem System stecken.

01:02:10: Das ist unser ganzes Finanzsystem.

01:02:13: Das is auch im Buch so spannend, weil es kein Schmuckbuch, es ist tatsächlich nur ein kleiner Teil Schmucks geht darum wie Gold zu unserem Finanzsystem eigentlich geführt hat und immer noch führt.

01:02:26: also wir haben alle mit Gold, unser ganzes Finanzsystem ist darauf aufgebaut.

01:02:29: Und deswegen funktioniert es bei Gold auch nicht und das finde ich so unfassbar spannend weil am Ende müssen wir uns bewusst werden dass gold eine Ressource oder ein Rohstoff ist dessen Wert nur existiert und das sagt so viel über Mut und Zukunft aus.

01:02:46: Gold ist nur so viel wert weil wir als Menschen uns darauf geeinigt haben diesem Rohstoff diesen Wert zu geben.

01:02:54: der kann So gut wie nichts dieser Rorschach.

01:02:58: Ja, es ist gut.

01:02:58: Das sind andere

01:02:59: als Aluminium oder keine Ahnung, Kupfer?

01:03:02: Das brauchen wir ja für unser Leben.

01:03:05: also ohne Kupfe und Aluminum und Kobalt würde ganz viel unseres Lebens nicht funktionieren.

01:03:11: Wir beide können sprechen etc.

01:03:13: Und Gold ist einfach so ein...und das finde ich so geil weil das schon wieder zeigt was wir für eine Power haben.

01:03:19: und wenn wir die richtig einsetzen Dann können wir so viel machen, weil wir haben es geschafft uns kollektiv darauf zu einigen, dass in einem Rohstoff Wert geben der gar keinen Wert hat.

01:03:34: Und das gibt mir eher Mut.

01:03:36: weißt du denkebar zu was wir in der Lage sind?

01:03:40: wie geil ist das?

01:03:41: Wir müssen es nur gut einsetzen.

01:03:42: Ja ja ja das ist ein wunderschönes Schlusswort Und ich nehme es jetzt auch einfach mal so mit, weil das Ratt hat gerade bei mir wirklich im Kopf.

01:03:51: Du hast grade gesagt wie gut ist das?

01:03:52: Ich hab grad gedacht, wie hohl isst das?

01:03:55: Aber das ist wirklich krass!

01:03:56: Also either way ist es total krass einfach, weil dass tatsächlich ein Sinnbild für unsere Gesellschaft aktuell ist.

01:04:03: Was und wem wir... Wertigkeit geben, einfach nur weil wir es kollektiv tun.

01:04:08: Das ist sehr, sehr spannend.

01:04:09: da muss ich mal länger drüber nachdenken.

01:04:11: Für jeden Fall war's mir ein Fest, Guilla, dass du hatte da was Ich finde die Thematik sehr spannend, ich finde dein Buch sehr spannend.

01:04:16: Also ich hab total los bekommen mich damals einzulesen Weil auch raushöre das eben nicht nur einfach um Schmuck und um Gold oder um Ringe oder O-Ringen oder Ketten oder sonstwas geht sondern wirklich um dieses komplettes Gesellschaftssystem Was darum irgendwie gebaut wurde Was uns alle betrifft wohl bemerkt Und deswegen sollte uns das auch alle interessieren.

01:04:34: Ich bin sehr dankbar für deine Offenheit, für deine Authentizität und auch für den Mut in du hier heute publiziert hast.

01:04:39: Also danke dafür!

01:04:40: Vielen lieben Dank und ich wünsche dir noch ein hoffentlich kühleres Restwochentage so.

01:04:48: Danke dir, danke für die Einladung und dass sich das hier teilen durfte mit dir.

01:04:53: Gerne, danke schön.

01:04:54: Das war's schon wieder vor heute.

01:04:56: Wenn dir dieser Episode gefallen hat dann abonniere meinen Podcast und unterlasse

01:04:59: mir

01:04:59: gerne eine Bewertung.

01:05:01: Bis zum nächsten Mal.

01:05:02: Merci und Bye bye.

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