#146 Das Startchancen-Programm, soziale Ungleichheit und die Rolle des Sozialraums.
Shownotes
**Über meinen Gast: **
Dr. Franz Koranyi ist Politik- und Verwaltungswissenschaftler mit Schwerpunkt auf Bildungsforschung, Ganztagsbildung und Governance im schulischen Bereich. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Welt:Stadt:Quartier an Projekten zu Startchancen sowie Unterstützungssystemen ganztägiger Bildung und Betreuung.
Zur Publikation Das Projekt ist in Kooperation mit und gefördert durch die Robert Bosch Stiftung: Robert Bosch Stiftung, Publikation
Weitere Literatur zum Thema: Graf, L. (2022): Abgehängt. Von Schule, Klassen und anderen Ungerechtigkeiten – Weckruf einer Lehrerin. Heyne. El-Mafaalani, A. (2020): Mythos Bildung. Die ungerechte Gesellschaft, ihr Bildungssystem und seine Zukunft. Kiepenheuer & Witsch. Forell, M. & Bellenberg, G. (2025). Bildungsungleichheit als Gegenstand sozialraumorientierter Schulentwicklung(sforschung). In T. Drope, S. Reh & K. Maaz (Hrsg.), Bildungsungleichheit als Gegenstand der Bildungsforschung. Perspektiven, Erträge und Aussichten (S. 341–360). Waxmann.
Über Isabel Gebien: Isabel Gebien ist die Gründerin von EQUALITY 365, Podcast-Host, zertifizierte Business Coach, Trainerin und Speakerin für inklusive Führung, Diversity, Zugehörigkeit und zukunftsfähige Unternehmenskultur. Sie begleitet Unternehmen und Führungskräfte dabei, faire Strukturen zu gestalten, psychologische Sicherheit zu stärken und moderne Führung wirksam werden zu lassen – klar, zugänglich und manchmal unbequem. In ihrer Impact Masterclass zeigt sie, wie inklusive Führung in der Praxis funktioniert: reflektiert, strategisch und menschlich. Zur Masterclass.
Der Podcast EQUALITY 365 ist unabhängig, persönlich und bewusst kein Hochglanzformat. Wenn du diesen Podcast unterstützen möchtest, kannst du das hier tun.
Transkript anzeigen
00:00:01: Hallo und schön, dass du da bist bei einem Equality of three hundred and sixty five Podcast dem Ort an dem Gerechtigkeit keine Grenzen
00:00:08: kennt.
00:00:09: Bildungschancen hängen noch immer viel zu oft von der Postleitzahl ab!
00:00:14: Ich spreche mit dem Wissenschaftler des Weltstadt-Quartierinstitut Franz Kurani darüber was sich ändern muss damit Kinder nicht trotz sondern mit ihrem Umfeld wirklich gute Chancen haben.
00:00:25: Jetzt reinhören!
00:00:26: Viel Spaß dabei.
00:00:28: So, es ist wieder soweit.
00:00:30: Wir starten mit einer neuen Folge von Equality Three Sixty-Five und heute ist Franz Kurani zu Besuch bei uns ein Wissenschaftler aus dem Institut Weltstadtquartier Und er wird sich gleich nochmal näher vorstellen und wir werden natürlich auch gleich noch mal näher in die Thematik einsteigen.
00:00:47: Heute geht es um Abbau von Bildungsungleichheit bei Schulen in schwierigen Lagen, und wieso will genau darüber sprechen?
00:00:53: Und weshalb dieses Thema so unglaublich relevant ist, werden wir auch im Verlauf des Gesprächs diskutieren.
00:00:58: also bleibt unbedingt dran.
00:00:59: Lieber Franz ich überlasse dir jetzt erstmal die Bühne.
00:01:01: stelle dich doch gerne einmal vor wer bist du und was macht dich aus?
00:01:07: Ganz ganz herzlichen Dank Isabel!
00:01:09: Ich freue mich sehr heute da zu sein Genau.
00:01:13: Ich bin Wissenschaftler, Politik- und Verwaltungswissenschaftler und arbeite am Institut Weltstadt Quartier.
00:01:21: Wir sind ein noch relativ junges Institut aber bei dir schon zum dritten Mal im Podcast was uns mega freut und eben das zeigt ja schon dass wir uns da eben gerade mit dem Thema soziale Ungerechtigkeiten doch stark auseinandersetzen.
00:01:42: Das Institut ist als Verein gegründet worden.
00:01:45: Und das ist eben ganz interessant, also wir haben einen gemeinnützigen Auftrag und der richtet sich vor allem darauf, Projekte durchzuführen die demokratische Kulturen stärken finde ich ein sehr wichtiges Thema in der aktuellen Zeit nachhaltige Entwicklungen befördern und gerade das Thema gesellschaftliche Ungleichheiten angehen.
00:02:08: Und dazu vereinen wir jetzt hier bei uns im Verein verschiedene Leute aus verschiedenen Disziplinen, die eben dann immer ihr Fachwissen ihre Kompetenzen, ihre Methodiken etc.
00:02:18: mit einbringen und eben zu unterschiedlichsten Themen nachhaltige Entwicklungen Stadtentwicklung Migration und auch internationale Zusammenarbeit.
00:02:30: Dazu kommt daher kommt im Grunde dieses Welt auch in Weltstadt Quartier ja Arbeiten Forschen Und uns ist wichtig, dass wir im Grunde da zwischen Theorie und Praxis arbeiten.
00:02:43: Also das wir sowohl gucken was können wir für wissenschaftliche Beiträge leisten?
00:02:48: aber auf der anderen Seite auch Dinge arbeiten die ganz praxisnah sind also Handreichungen oder Dialoge anstoßen, Dialogebühren dazu kommen wir dann auch gleich.
00:03:01: das war auch Teil des Projektes über das ich gerne mit dir sprechen würde.
00:03:06: genau Zu mir selber kann ich eben dann noch sagen, wie gesagt ausgebildete Politik- und Verwaltungswissenschaftler.
00:03:13: Ich habe im Bereich der Erziehungswissenschaft promoviert aber mit einem politikwissenschaftlichen Thema nämlich Wie kann man eigentlich regional-, lokal-, Bildungseinrichtungen also sowohl die Schule der Bereich, der Vereine oder der Bibliotheken.
00:03:36: Oder also alle Akteure die im Grunde Beibildung partizipierender Teile zu beitragen.
00:03:44: wie kann man die denn sinnvoll miteinander verknüpfen?
00:03:47: und das ist eben so auch ein Herzensthema.
00:03:50: wird man nachher auch noch merken dass eben dieses dieser Bereich dieses regionale Vernetzen dass das irgendwie was ist was mir wichtig ist oder was ich sehr interessant finde einfach Und gleichzeitig war ich dann auch in der Praxis unterwegs, habe selber bei einem Schulträger in einer Kommune gearbeitet.
00:04:07: Das heißt das sind die Leute, die sich um die Schulen kümmern, dass sie gut eingerichtet sind und genügend Budget haben, um Kooperationen im Sozialraum anzustoßen.
00:04:22: Ein Thema, wo ich jetzt als Freier Referent tätig bin, war da auch die Entwicklung von Ganztagsschulen.
00:04:31: Also das einfach nur so als Hintergrund.
00:04:33: Das heißt, ich versuche auch selber sozusagen diesen Spalt oder diese Übertragung von Theorie in Praxis und wieder zurück herzustellen und bin da immer noch unschlüssig worden.
00:04:47: jetzt des Standbeils ist.
00:04:48: aber momentan ist es sicher mehr eben in der Wissenschaft oder zumindest in der praxisnahen Forschung bei Weltstadtquartier Und vielleicht noch abschließend jetzt zu der Vorstellung seit einem halb Jahren bin ich eben auch Papa und habe vielleicht auch so ein bisschen die Perspektive mit gewechselt.
00:05:06: Also schaue jetzt ja für mein eigenes Kind im Prinzip nochmal, was gibt es eigentlich für Bildungsangebote?
00:05:13: Wie wächst mein Kind im Vergleich zu anderen Kindern auf?
00:05:16: Und welche Möglichkeiten hat es auch im Vergleich zur anderen Kindern?
00:05:19: also die Perspektive ist sicher auch eine, die ohne das jetzt zu sentimental auszudrücken oder so aber die da auf jeden Fall auch mittlerweile mit schwingen.
00:05:28: Total spannend ich kann das total verstehen.
00:05:31: Ich bin auch Mutter Franz eines fünf und halb jetzt fast sechs jungen Jungs.
00:05:38: Da wäre meine erste Frage tatsächlich an dich.
00:05:40: Würdest du sagen, dass diese Thematik für Dich noch emotionaler geworden ist seitdem Du Papa bist?
00:05:49: Das kann schon sein!
00:05:50: Vielleicht liegt es auch einfach an dem wenigen Schlaf, wo man wenn man eh schon... Also es gibt Menschen die sind emotionaler aufgebaut und weniger emotional und ich würde sagen bin dann teilweise schon emotionaler Aufgebaut Und vielleicht merkt man's auch nachher Wenn wir zu den im Grunde Beschreibungen kommen dann gehen so Schicksale einem schon nah.
00:06:10: Also wenn tatsächlich deutlich wird nicht nur auf dieser abstrakten Ebene, sondern wirklich auf dieser ja was passiert eigentlich da vor Ort in den Stadtteilen die wirklich abgehängt sind und welche Chancen haben überhaupt Kinder die in bestimmten Umständen im Grunde aufwachsen auch hier in Deutschland quasi Dann geht es einem schon näher.
00:06:32: aber ich weiß nicht.
00:06:33: wie gesagt vielleicht ist das auch einfach Ja mehr Schlaf würde ein bisschen festigen, aber ich glaube es ist die Kombination aus beidem.
00:06:42: Ich weiß nicht ob du das nachvollziehen kannst
00:06:44: oder zurückdenken
00:06:45: kannst oder wie's dir ging.
00:06:47: Du also ich bin ich sage dass ich habe es auch glaub ich öffentlich schon ein paar mal gesagt schlafmangel also dieser wirkliche schlafen mangel gerade in den ersten Monaten teilweise im ersten Jahr ist eine Tortur.
00:07:00: Also das ist Und wenn sich das so leppert und man nicht da rauskommt, und ich zwischendurch mal kleine Pausen hat, kann ich das total nachvollziehen.
00:07:09: Da haben alle Eltern meinen höchsten Respekt.
00:07:11: Das ist eine sehr herausfordernde Zeit aber die hat ja zum Glück ein Ende und dann wird es auch wirklich alles wieder besser.
00:07:17: also das kann ich dir schonmal sagen.
00:07:19: Es wird alles besser!
00:07:20: Genau,
00:07:21: genau.
00:07:22: Ja daran muss man sich festhalten.
00:07:24: Nein, so schlimm ist es nicht, aber genau.
00:07:27: Das kann schon sein dass es mich deshalb teilweise mehr berührt noch auf jeden Fall.
00:07:32: Aber Franz, das ist mal bei dir bleiben.
00:07:34: Ich finde es nämlich ganz spannend.
00:07:35: Lass uns mal an deine eigene Schulzeit vielleicht zurückdenken.
00:07:38: Würdest du sagen gab es in deiner Schulzeit einen Ort oder vielleicht auch ein Menschen der außerhalb des Unterrichts dich besonders geprägt hat?
00:07:48: Also wo du sagen würdest die Person oder der Ort hat mich besonders außerhalb dessen Unterricht geprägt?
00:07:54: Vielleicht sogar mehr als die Schule selbst.
00:07:59: Ja eben dieses zurückversetzen fand ich auch in der vorbereitung jetzt einfach spannend.
00:08:07: und ja, ich denke da also es kam mir so zwei strenge einfach in den sinn einmal ist es schon auch in die schule gewesen dass das sich sagen würde da wurde auch viel geprägt und dann tatsächlich vielleicht eben nicht unbedingt im Mathematikunterricht oder in Deutsch, sondern eher in den Dingen die man da noch zusätzlich machen konnte.
00:08:28: Also zum Beispiel einen Streitschlichterkurs besuchen oder als man dann eben in der siebten oder achten Klasse dabei ich mir nicht mehr ganz sicher war, die Betreuung für die fünf Gläßler zu übernehmen in der Mittagszeit und dafür so ein Stück weit ausgebildet zu werden, auch von den Lehrkräften vor Ort... Begegnet man auch den Lehrkräften im Grunde auf einer anderen Ebene nochmal, wenn man in so einer Beziehung steht und da Wissen im Grunden auch vermittelt bekommt über sowas.
00:08:55: Also wie betreut man denn Kinder beispielsweise?
00:08:57: oder dass wir unseren eigenen Buchklub in der Oberstufe gegründet haben und da auch eine Lehrkraft eingebunden haben, die dann auch selbst da Teil des Buchklubs geworden ist.
00:09:07: Also in diesen Beziehungen und an dem Ort Schule wurde ich auf jeden Fall auch geprägt.
00:09:13: aber eben wenn du nach einem Ort fragst, dann würde ich eher nochmal hingehen in die Zeit, wo ich viel im Bereich der Jugendarbeit unterwegs war.
00:09:25: Also selbst als Kind, als Teilnehmende, als Jugendlicher und dann selber aber auch als Betreuer im Prinzip.
00:09:34: In meinem Kontext war das jetzt eine christliche Organisation der CV&M und der hat verschiedene Zeltlager beispielsweise angeboten.
00:09:42: Und eben wenn ich zurückdenken müsste was hat mich da besonders geprägt?
00:09:46: War schon dieses Gefühl als Gruppe da in dem Zeltlager unterwegs zu sein.
00:09:52: Es ist so ein ganz besonderer irgendwie Rhythmus dann auch und die Atmosphäre vom Aufstehen bis dann alle mal irgendwie im Zelt gehen usw.
00:10:02: Und auch das Gefühl, wenn man es nicht richtig gemerkt hat... eben das auch als Bestandteil von Bildung zu haben.
00:10:10: Also wie wächst man an diesen Situationen, den Dingen die man da umsetzt?
00:10:14: Den Spielen, den Geschichten und so weiter also alles was dann passiert vor Ort in dieser Gruppe im eigenen Zelt quasi aber auch drüber hinaus als ganz gesamte Gruppe.
00:10:29: Also da muss irgendwo auch der Ursprung liegen, warum ich eben das Bildungsthema so interessiert.
00:10:34: Weil ich gemerkt habe was macht es eigentlich mit Kindern Jugendlichen wenn sie die Möglichkeit bekommen eben da so nach ihren Interessen zu schauen und auch von anderen direkt zu lernen und weniger in einem eher starren würde ich jetzt beschreiben Formalensystem irgendwie durchzumüssen, obwohl das natürlich alles seine Berechtigung und seine Gründe auch sein gutes hat.
00:11:00: Aber in dem Kontext würde ich sagen untergreift halt auch so ein Verständnis von ganzheitlichem Bildungsbegriff.
00:11:08: im Prinzip ganz gut.
00:11:10: also es braucht irgendwie die Kombination würde ich daraus folgern, so für mich von meinem... von meinem Erleben.
00:11:19: Man hat einmal diese formale Seite also die Schule.
00:11:23: da habe ich formales Lernen, also Inhalte, die aber auch brauchen natürlich um mein Leben bewältigen zu können und mich entwickeln zu können Und gleichzeitig hab' ich eben informelles Lernen in der Familie mit Freunden momentan oder mittlerweile auf TikTok etc.. Also wie gesagt in allen Formen gute und schlechte in Anfangszeichen, wenn man das so Werten formulieren will.
00:11:49: Lernen Möglichkeiten oder auch Inhalte aber das gehört alles dazu.
00:11:55: und das was ich jetzt gerade erwähnt hatte wären dann so Nonformale.
00:12:00: nennt man die auch Orte also wo ich im Grunde keinen formulierten Korridor habe oder Kurikulum dem ich nachgehe aber trotzdem viele Dinge lernen kann.
00:12:10: Also soziale soziale Kompetenzen beispielsweise Erwerbe.
00:12:15: Ja, total!
00:12:16: Also so würde ich das beschreiben was mich da geprägt hat diese Möglichkeit, mit allen Interessen nachzugehen und auch in so einer Gruppe zu sein.
00:12:25: Ja sehr spannend.
00:12:26: Was ich daraus höre wenn ich dich mal unterbrechen darf ist es nicht nur eine systemische Brille du hast von einem Gefühl gesprochen entsteht, wenn man in so einer Gruppe ist und irgendwie zusammen was erlebt.
00:12:39: Und auch gemeinsam vielleicht Sachen umsetzen darf usw.. Und was mir da so sind mit direkt zwei Begriffe irgendwie in den Sinn gekommen, zum einen Zugehörigkeit.
00:12:47: Also dieses Gefühl sich zu einer Gruppe zugehörig zu fühlen macht total viel.
00:12:51: das bewegt Kräfte und Potenziale.
00:12:53: Und auf der anderen Seite aber auch dass die Kraft der Gemeinschaft eben eine Kraft ist und dass es meistens bei solchen Umsetzungen – auch was Bildungsgerechtigkeit in Schulen und auch in schwierigen Lagen angeht nur durch eine Gemeinsschaft funktioniert also im wahrsten Sinne des Wortes wie du schon angesprochen hast durch die Mitarbeit von Kommunen oder auch dem Sozialraum an sich.
00:13:13: Und darüber sprechen wir ja gleich auch noch, also ich finde das ganz spannend weil das im Prinzip da auch schon so mitschwingt unterschwellig und definitiv in deiner Arbeit einen sehr großen Stellenwert hat aus meinem Verständnis wie ich das bis dato verstehen durfte.
00:13:29: Ja, total richtig.
00:13:30: Jetzt hast du ja gesagt, du bewegst dich zwischen Wissenschaft Praxisberatung?
00:13:34: Was hat dich dann persönlich am meisten überrascht als du angefangen hast, dich intensiv mit dem Thema Schulen in schwierigen Lagen zu beschäftigen?
00:13:48: Der erste Eindruck ist im Grunde auch der den man irgendwie aus der Zeitung oder von Headlines etc.
00:13:56: kennt also wirklich diese Brennpunktschulen, der Rüdley Campus beispielsweise in Berlin wo du Schlagzeilen hast wie regelmäßige Polizeieinsätze.
00:14:11: Man kann nicht mehr mit Sicherheit auch selbst in die Schule gehen als Kind und Jugendlicher.
00:14:16: Das ist so die extreme Spitze würde ich sagen.
00:14:19: wenn man dann so Stereotypen im Kopf hat und überrascht oder eher so ein Art AHA Moment, würde ich sagen mit einer leider sehr negativen Konzentration war für mich dann so eben in dieser Arbeit beim Schulträger bei der Kommune zu sehen dass es ja nicht nur dieses Skandal Schlagzeilen sind die eben Grunde diese Schulen prägen.
00:14:46: Die in einem belasteten Umfeld angesiedelt sind sondern das ist viel mehr die Überlagerung von verschiedensten Benachteiligungen.
00:14:54: also aus unserer Sicht, eben jetzt auch aus Projektssicht gesprochen.
00:15:01: Viel in dem Sozialraum verankert.
00:15:04: also es gibt da große Armutsrisiken viel Arbeitslosigkeit die teilweise sind auch die Zugänge zu Bildung schwerer weil das zum Beispiel weniger Kitas gibt oder Ja, es schwieriger ist da auch andere Angebote anzusiedeln in dem Bereich.
00:15:27: Und dann haben die Schulen selbst oft mit einer Vielzahl an Herausforderungen zu kämpfen.
00:15:33: Also das fängt an eben natürlich mit den Hintergründen, die Kinder auch mitbringen an die Schule.
00:15:48: nicht stereotypisierend rüberkommen, aber es gibt Sprachbarrieren dann oft.
00:15:52: Es gibt Kinder die kein Essen mitbringen, keine ausreichenden Materialien etc.
00:16:00: und gleichzeitig ist das natürlich auch für die Organisation schule schwierig da Kapazitäten zu entwickeln wenn sie in so einem Umfeld ist weil sich eine Lehrkraft dort arbeitet vielleicht auch zweimal überlegt, ob sie da wirklich arbeiten möchte.
00:16:17: Teilweise gibt es dann nicht die Wahlfreiheit aber trotzdem so ist es schwerer wahrscheinlich für die Schule gutes Personal zu finden.
00:16:25: Es ist schwerer für die Schulleitung da wirklich alles im Blick zu haben weil es verschiedenste Herausforderungen gibt und es nicht nur diesen geregelten Schulbetrieb in Anfangszeichen nur Bedarf der organisiert werden muss also diese Dinge die überlagern sich da alles.
00:16:44: Und bei dem Beispiel, was ich im Kopf habe war das noch so.
00:16:47: Dass im Prinzip dann neben der normalen Schule, der Grundschule auch noch ein Art Förderschulbereich dort angesiedelt war und der zusätzlich dazu geführt hat, dass dann eben noch andere Bedarfe berücksichtigt werden müssen.
00:17:03: Und dieses ganze Paket im Prinzip, was sich da zusammenballt – das war eigentlich so der AHA!
00:17:10: Effekt.
00:17:10: Also es ist was, was sich so gegenseitig teilweise eben auch beeinflusst.
00:17:15: also in unserem Projekt wo wir auf den Sozialraum schauen da war es uns wichtig halt zu sehen und eben da gibt's auch Forschungsansätze dazu dass es im Grunde... Es gibt eine Art Segregationen in dem Stadtteil dadurch das der im Grund belastet ist Sie ziehen nur bestimmte Menschen dorthin und auf der anderen Seite kriegt die Schule im Grunde dann auch nicht zusätzliche Ressourcen, um da rauszukommen.
00:17:48: Also gibt es eine Art Negativspirale.
00:17:51: also die Schule kann ich dazu führen ein bisschen was zu verbessern in dem Stadtteil und andersrum.
00:17:56: der Stadtteil kann auch nicht dazu beitragen dass die Schule bessere Startbedingungen bekommt.
00:18:03: Und so diesen Umstand, den wollten wir uns genauer angucken einfach in unserem Projekt.
00:18:08: Wie kann denn die Schule mehr Kapazitäten erhalten?
00:18:12: In diesem Zusammenspiel zwischen Schule und Sozialraum bzw.
00:18:16: Kommune und Schule.
00:18:22: Und magst du vielleicht noch mal so ein bisschen einordnen, damit wir das ganz explizit und konkret verstehen können.
00:18:27: Was genau bedeutet eigentlich Schulen in schwierigen Lagen?
00:18:30: Also wie stelle ich mir eine Schule in einer schwierigen Lage vor?
00:18:33: Du hast dieses Buzzword Brennpunkt genannt im Anführungsstrichen.
00:18:38: Ja also auch darunter kann man sich natürlich was vorstellen.
00:18:41: Magst es noch ein bisschen konkretisieren oder dass wir das einmal rund für uns haben.
00:18:46: ja eben an der Stelle möchte Ich auf jeden Fall sagen, dass ich im Grunde Und das hatten wir vielleicht auch an meinem Hintergrund schon raus hören können.
00:18:55: Die Erfahrung, die ich eben selber machen durfte als Kind und Jugendlicher aus einer privilegierten Sicht jetzt da drauf gucke.
00:19:01: Also ich bin... Ich möchte auf jeden Fall nicht dass es so rüber kommt, als würde ich jetzt wissen ganz genau wie sich's anfühlt in einer Schule im belasteten Umfeld im Grunde zu sein oder in dem Umfeld aufzuwachsen.
00:19:18: Und gleichzeitig denke Das am anschaulichsten.
00:19:22: Deshalb würde ich beispielsweise auf einen Buch, ich würde sagen es ist ein Sachbuch von dieser Graf die selber in so einem Umfeld aufgewachsen ist als Kind und dann jetzt aber auch Lehrkraft ist und darüber schreibt und spricht.
00:19:43: Die hat im Grunde ein Buch geschrieben, das heißt abgehängt von Schuleklassen und anderen Ungerechtigkeiten.
00:19:51: Und es beschreibt traurig lustig, würde ich sagen eben diesen Alltag an einer solchen in Anführungszeichen Brennpunktschule.
00:20:00: und ganz beschreibend ist eben da einen.
00:20:05: Ein Bild oder eine Szene mit einem jungen Alpius-Laden heißt er in der sechsten Klasse und seinem Arbeitsheft.
00:20:13: Und zwar ist es so, dass er im Grunde kein Arbeitshef hat.
00:20:16: Das Arbeitshefte muss eben von den Eltern besorgt werden bzw.
00:20:20: bezahlt werden.
00:20:22: Seine Strategie ist im Grunden dann keinen Arbeitsheften mitzubekommen immer mal wieder was daraus kopiert zu bekommen oder Zettel mitzunehmen für seine Eltern, die dann aber in seinem Schulranzen der im Grunde ein Chaos ist verschwinden.
00:20:37: Und es macht er nicht aus Böswilligkeit oder weil er nicht lernen will sondern weil ihm klar ist dass er Zuhause eben niemanden hat.
00:20:46: also die die Eltern sind nicht im Grunderreichbar und das heißt er ist auf sich gestellt quasi und seine Strategie eigentlich dann irgendwann eben diesen Schulranzen auch gar nicht mehr mitzubringen, damit er im Grunde da nicht nochmal mit dem Problem konfrontiert wird.
00:21:04: Dass er dieses Arbeitsheft nicht hat.
00:21:06: Er hat dann einfach gar nichts und das eben nicht nur in dem Fall in der Deutschstunde sondern auch in Mathematik und in den anderen Fächern so dass es im GrundEin anfangs sein Problem wird was viele Lehrkräfte und insgesamt die Schule selbst beschäftigt.
00:21:26: Also, das Problem ist in dem Fall eben auf keinen Fall das Kind der Jugendliche.
00:21:31: Sondern es ist eben das ganze Umfeld, in dem das passiert und es wird aber dann... Es beschäftigt natürlich das Kind, die Klasse, aber auch die anderen Menschen drum herum.
00:21:43: Und das sind die Herausforderungen, ein Teil der Herausforderung mit denen diese Schulen in schwieriger Lage umgehen müssen.
00:21:51: Ja,
00:21:52: ja.
00:21:52: Und ehrlicherweise Aus so einer sozialen Brille, wie unglaublich tragisch das eigentlich ist.
00:21:58: Das wird ja auch direkt ein Bild von diesem Jungen gezeichnet und in eine Schublade gesteckt... Und er stellt dem dann, der macht das weil er keine Lust hat.
00:22:08: Der will nicht lernen und der hört auch nicht zu.
00:22:11: Also ich kenne sowas auch noch aus der Schulzeit.
00:22:14: Das ist eigentlich total tragisch, weil man die Kapazitäten bräuchte da so ein bisschen näher hinterzuschauen und im Zweifel sogar zu unterstützen und die möglichen Rahmenbedingungen zu liefern damit dieser Junge bei diesem Beispiel zu bleiben wirklich auch lernen kann.
00:22:30: Jetzt ist es ja so, dass ihr mit eurem Startchancenprogramm für das du auch arbeitest oder wo du eben aktiv bist gezielt dieser Art der Bildungsungleichheit abbauen wollt.
00:22:39: Gleichzeitig zeigt eure Forschung jetzt, dass Schulen aber oft eben sehr isoliert agieren.
00:22:46: Hier schließt im Übrigen auch das Thema an was ich gerade schon initial reingebracht habe Gemeinschaft.
00:22:51: also da muss eben der große Kontext einfach gedacht werden magst du mal einsteigen was genau bedeutet denn das überhaupt für den line?
00:23:00: jetzt ganz genau also dass ihr dieses startchancenprogramm habt auf der einen seite was bildungsung gleich abbaut.
00:23:05: also ne was genau ist diese startchancenprogramm?
00:23:08: und.
00:23:10: Was genau bedeutet es, dass schulen in der regel alleine agieren?
00:23:16: Und was bräuchte es eigentlich
00:23:20: ja sehr gern?
00:23:21: also eben das ich hole jetzt aus so du steigst dann immer wieder ein und unterfrisst nicht.
00:23:29: Aber ich glaube, wahrscheinlich wird das jetzt der eine oder die andere schon mitbekommen haben.
00:23:36: Das Startschorzenprogramm ist eigentlich eine bundesweite Initiative und eines der größten Bildungsprogramme, die wir je in Deutschland hatten quasi.
00:23:48: Also das ist auch wirklich eine Errungenschaft und damit haben wir jetzt als Weltstadtquartier im Prinzip erst mal noch nichts direkt zu tun gehabt.
00:23:56: Das stammt aus der Ampelkoalition, eines der guten Sachen würde ich sagen aus der ist im Grunde dann eben mit den Ländern verhandelt worden.
00:24:11: Und Startpunkt war das Schuljahr, dass es erstens mal zehn Jahre anberaumt ist.
00:24:24: andere Programme dauern zwei oder drei Jahre.
00:24:28: in diesen Logiken der Förderung und jetzt sind's wirklich mal zehn jahre die Schulen profitieren können.
00:24:37: Und das andere Besondere ist, dass es diesmal Indikatoren gestützt im Grunde.
00:24:42: Also Datengestützt eine Auswahl gibt der Schulen und bei diesen Indikaturen wird berücksichtigt in... Also welchen Anteil an Schülerinnen und Schülern im sozioökonomisch, also wirklich belasteten Umfeldern hat die Schule?
00:25:04: Wenn sie dann besonders oder einen relativ hohen Anteil hat, bekommt sie die Förderung.
00:25:09: Insgesamt sind es deuternweit eben um die viertausend Schulen, die da diese Förderungen erhalten.
00:25:17: Und das ist ganz wichtig in Prinzip, dass damals nicht im Prinzip Gießkanne.
00:25:23: Jeder bekommt irgendwie ein bisschen was ab und vielleicht, wenn ich dann eben da besondere Probleme habe, ich ein bisschen mehr oder ja, muss das irgendwie beantragen?
00:25:34: Und dann bekomme ich es erst, sondern diese Schulen stehen einfach fest aufgrund ihrer Eigenschaften und die bekommen das.
00:25:41: Es werden diesmal wirklich die gefördert auch wirklich die Herausforderungen haben.
00:25:46: Also wenn ich mehr Herausforderung habe, brauche ich mehr Förderung.
00:25:50: dieser Logik geht es jetzt auch wirklich mal konsequent nach dieses Förderprogramm also erstmal wirklich sehr sehr positiv hervorzuheben und vielleicht noch ergänzen zu dem Programm.
00:26:01: das gibt es dann eben in allen sechzehn Bundesländern logischerweise und es hat eine Logik in der drei verschiedene Bereiche insbesondere mit dem Geld bedacht werden können.
00:26:15: Einmal sind das Dinge, die die Infrastruktur anbelangen.
00:26:18: Also man kennt es der Investitionsstau im Grunde an Schulen.
00:26:21: Der wird allgemein beschrieben sozusagen in jede Toilette würde ich sagen fast im Bundesgebiet aside und ist ein Neubau.
00:26:31: da kommt einem manchmal das Krausen in den Schulgebäuden.
00:26:34: also unter anderem dafür aber auch für funktionale Dinge Erweiterungsbauten etc.
00:26:40: kann das Geld eingesetzt werden.
00:26:42: Wir haben dann eine Säule, die sich auf Personal fokussiert.
00:26:47: Da geht es um beispielsweise zusätzliches Personal im Bereich Schulsozialarbeit, Schulpsychologinnen oder auch andere Berufsgruppen in Prinzip, die einfach das Team an der Schule ergänzen können und somit die Förderung einer Schule verbessern können.
00:27:05: Und da gibt's noch ein dritten Bereich, der im Grunde Chancenbudget heißt den Anführungszeichen Maßnahmen durchgeführt werden.
00:27:13: Also da können konkrete Angebote eingekauft werden, Leute außerhalb die Sporterlebnispädagogik etc.
00:27:25: machen oder die Elternarbeit nochmal anders aufbauen.
00:27:30: Die können an die Schule gebracht werden.
00:27:32: mit diesen Mitteln.
00:27:34: Insgesamt kann man das sagen ist es schon mal wirklich sehr gut aufgebaut Und in dem Sinne wird da die Schule erst mal isoliert betrachtet, weil es eben so von diesem, okay, in welcher Lage ist die?
00:27:49: Welchen Anteil der Schülerinnen und Schüler in diesen sozialen belasteten Lagen hat die Schule.
00:27:56: Und dann bekommt jetzt in dem Fall die Schule das Geld.
00:28:00: Was wir aber trotzdem oder wo unser Projekt im Grunde anschließt, ist dann der Punkt dass dort auch verankert Das im Grunde, die kommunale Ebene und auch diese Sozialraum mit bedacht wird.
00:28:15: Also das Programm hat schon das Ziel eben lokale Bildungslandschaften, wenn wir sagen also diese Beschreibungen was ich gesagt habe verschiedenste Bildungsmöglichkeiten, die mit einzubinden und nicht nur isoliert in Prinzip da die Schule zu betrachten.
00:28:35: In der Richtlinie selbst wird auch geschrieben, also in der Vereinbarung zwischen Bund und Ländern.
00:28:41: Dass Schule eben ein wichtiger Standortfaktor im kommunalen Raum ist und da auch eine Schlüsselrolle hat in einer Entwicklung von einem gelungenen Quartier, dass sich das Quartiere weiterentwickeln kann.
00:28:54: Das heißt Klaas hat ne schulzentrierte Perspektive aber es sieht berücksichtigt auch ein Stück weit den den Sozialraum
00:29:05: Total.
00:29:07: Und vielleicht eben dann noch ergänzen, bevor wir vielleicht zu dem was wir jetzt in unserem Projekt gemacht haben kommen ist aber auch ganz klar dass wir und das haben auch schon andere angemerkt unter anderem Aladin Maffalani Dass wir jetzt nicht davon sprechen dürfen, dass jetzt so ein Programm oder Bildung allgemein, Bildungspolitik allgemeine jetzt diese strukturellen Ungerechtigkeiten aufheben kann.
00:29:38: Also es kann ein Bestandteil sein auch dieses Startchancenprogramm und hat auch zum Zweck bessere Chancen zu ermöglichen die Chancenen der Kinder an diesen Schulen zu verbessern.
00:29:55: Das macht es fest auch an den Basiskompetenzen, also unter anderem eben Lesen rechnen etc.
00:30:03: und auf der anderen Seite eben auch an das die Schule bessere Voraussetzung hat, also die Schule zu stärken.
00:30:11: aber es kann keine Sozialpolitik ersetzen bei der beispielsweise eine Grundsicherung für Kinder eingerichtet wird, dass die Haushalte einfach und die Kinder vor allem genug Mittel haben um zum Beispiel auch so ein Arbeitsheft beschaffen zu können.
00:30:26: Also diesen Punkt der sozialen Ungerechtigkeit kann halt nicht gänzlich durch sowas ausgeglichen werden.
00:30:33: das ist vielleicht auch noch einfach so.
00:30:35: ne Randnotiz die ganz wichtig ist Ja, genau.
00:30:40: Weil oft dann Erwartungen auf so ein Programm was wirklich sehr gut angelegt ist, projiziert werden die, die so nicht eingehalten werden können also.
00:30:50: Was wäre denn deiner Meinung nach der beste Weg diese... Isoliertheit von Schulen abzubauen.
00:30:56: Also wie gelingt es uns dafür zu sorgen, dass eben Schulen in schwierigen Quartieren oder in schwierigeren Lagen nicht mehr so isoliert sind und damit auch vielleicht automatisch ein Stück bei dieser Bildungsungerechtigkeit abgebaut wird?
00:31:10: Gibt es da irgendwie Schritt eins zwei drei die du vorstellen kannst oder die dir direkt im Kopf schweben?
00:31:18: Ja wir kommen ja nachher noch zu den guten Beispielen.
00:31:24: Das ist eine Frage, mit der wir uns also die grundsätzlich eben dieses Projekt angestoßen hat.
00:31:30: Das Projekt nennt sich, nannte es jetzt mittlerweile abgeschlossen und wir arbeiten gerade an der Publikation, die dazu erscheint Startchancen für Schulen und Quartiere in schwieriger Lage.
00:31:43: Wir sehen da auf jeden Fall den Zusammenhang, der hergestellt werden muss.
00:31:47: zwischen den Schulen und dem was die Schule umgibt haben wir zum einen eben ein Workshop durchgeführt mit verschiedenen Expertinnen, die sich gerade mit dieser Frage wie kann Kommune da gut mitwirken?
00:32:02: Was können Städte und Gemeinden zur Verfügung stellen.
00:32:06: Und auf der anderen Seite was bietet denn für Möglichkeiten der Sozialraum eben für diese Schulen, die sie auskennen?
00:32:15: und die wurden versammelt auf das Startschossenprogramm geguckt und auf die Möglichkeiten, die da drin liegen.
00:32:21: Und auch so ein Stück weit schon auf die... Weil es ja schon begonnen hat im Prinzip des Startschosenprogramms gibt's jetzt schon die Umsetzung.
00:32:29: also dazu haben wir dann über den Workshop Eindrücke gesammelt, Daten gesammelten und gleichzeitig haben wir noch eine Recherche durchgeführt genau zu der Frage, die du gestellt hast.
00:32:42: Wie können wir es denn schaffen diese Isolierung?
00:32:44: Ein Stück weit zu überbrücken?
00:32:47: Und da im Grunde, ich hatte so eine Art Negativ-Spirale beschrieben.
00:32:53: Also der Stadtteil, in Anführungszeichen abgehängt ist wie das Buch auch heißt und die Schule, die abgehängt ist können sich im Grunden... Die haben da Schwierigchancen alleine rauszukommen sondern im besten Fall kann im Grund durch den Startchancenprogramm und da kommen wir gleich nochmal dazu durch bestimmte Hebel Ja, der Schule die Möglichkeit geben sich zu entwickeln aber auch dem Stadtteil und dessen Ergänzung.
00:33:24: da sehen wir so die Möglichkeit.
00:33:27: Und da hatten wir eben dann vier große Beispiele im Grunde wo wir denken Da gibt es schon gute Praxis inspirierende Praxis Und die haben wir im Grunde da nochmal herausgearbeitet und die erscheinen jetzt im Rahmen der Publikation noch mal auch zum Nachlesen.
00:33:43: Also als Anregung quasi für die Umsetzung des Startschossensprogramms wirklich konkret vor Ort.
00:33:48: Magst
00:33:49: du, kannst du eins davon mal rausgreifen?
00:33:51: Ganz ganz grob!
00:33:52: Jetzt nicht in Detail... Kannst du uns vielleicht so einigen damit wir das ein bisschen konkreter haben und verstehen können?
00:34:00: Ja genau also ganz konkret wäre das.
00:34:06: Zum Beispiel sind es die Familiengrundschulzentren, die gibt's an verschiedenen Orten und wir haben dann recherchiert und uns ein bestimmtes Beispiel in Mönchengladbach rausgesucht.
00:34:19: Wie gesagt gibt's in verschiedenen Städten dieses Modell und das Spannende an diesem Modell ist im Prinzip dass dann den Ansatz haben wirklich die Familien von Anfang an konkret mit einzubinden.
00:34:36: Und das passiert eben ganz, ganz konkret beispielsweise in der Form von Elterncafés also regelmäßig stattfindenden Möglichkeiten wo Eltern im Grunde da bleiben können wenn sie die Kinder zur Schule bringen oder im Anschluss an die Schule und sie dieser Institutionen Schule, den Lehrkräften ihre Kinder, der Schulsozialarbeit etc.
00:35:03: in einem Kontext begegnen, der offen ist, der Beziehung schafft, der positiv besetzt ist und eben auch so ein Verständnis für was passiert eigentlich in der Schule ermöglicht?
00:35:16: Und beispielsweise bei diesen Familiengrundschulzentren Mönchengladbach gibt es dann eine konkrete Koordinatorin an jedem Standpunkt an jeder Grundschule quasi.
00:35:28: Die heißt dann auch Familiengrundschulzentrumskoordinatoren und die kann neben so einem Angebot wie einem Elterncafé auch Themen aufgreifen, die die Eltern beschäftigen.
00:35:41: Es klingt jetzt wieder so Stereotyp aber beispielsweise Mülltrennung war da ein Beispiel in dem Gespräch eben mit den Verantwortlichen dort vor Ort.
00:35:50: Das kam auf bei der Schuleiterin und wurde dann eben aufgegriffen.
00:35:57: Und dann gab es dazu einfach einen kurzen Input in einem lockeren Rahmen, auf verschiedenen Sprachen
00:36:03: etc.,
00:36:04: also so muss man sich im Prinzip vorstellen.
00:36:08: Die Orientierung von so einem Familiengrundschulzentrum ist wie der Name sagt die Familie nicht das Kind alleine zu sehen sondern auch den Background, die Herkunft und gleichzeitig durch diese Koordination, die eine ganz, ganz wichtige Ressource ist für die Schule.
00:36:29: Auch die Kooperation in der Schule zu stärken weil es dann eben auch Treffen innerhalb der Schule gibt von den verschiedenen Professionen also die Schulsozialarbeit Diese Koordinatorin Die Lehrkräfte natürlich und so entsteht ein Austausch wo alle besser verstehen können was passiert eigentlich gerade?
00:36:47: Und zusätzlich diese Koordinatoren hat auch noch Wissen über Was passiert eigentlich drum herum Also diesen Sozialraum, wo ich immer darüber spreche jetzt gerade.
00:36:56: Was gibt es dafür Fördermöglichkeiten?
00:36:59: Welche Vereine sind da aktiv?
00:37:02: Welches Treffs gibt's noch?
00:37:03: oder was macht das Stadtteilmanagement gerade dort?
00:37:07: Also diese ganzen Dinge die es eigentlich schon gibt hat diese Person auf dem Schirm und kann die wiederum in die Schule tragen.
00:37:14: Das heißt sie stärkt auch die einzelnen Ressourcen der Leute, die da unterwegs sind.
00:37:22: Wir haben das so ein bisschen, um das verständlich zu machen mit welcher Brille man da drauf gucken kann.
00:37:27: Wir haben es dann aus einer Brille betrachtet die heißt Schuleentwicklungskapazität.
00:37:33: also wir sind eigentlich von der Annahme ausgegangen dass es braucht im Grunde bestimmte Kapazitäten an der Schule überhaupt für diese Schule dass sie systematisch mit diesen Dingen wie wir sie beschrieben haben Nicht nur der Alpsladen, sondern alles Mögliche was da drum herum passiert und in der Schule passiert umgehen zu können.
00:37:55: Also systematisch zu sagen okay wir haben jetzt diese Herausforderungen was machen wir im Team?
00:38:00: Und da gibt es verschiedene Ebenen.
00:38:03: also was hat denn die Schule selbst an Ressourcen beispielsweise zur Verfügung?
00:38:07: also beispielsweise zusätzlich so eine Koordination.
00:38:11: Wir haben diese interpersonale, wird die da genannt in dem Modell, Ebene bei der es um die Kooperation geht.
00:38:20: Also diese Ebene des Austauschs, der Verständigung untereinander in der Schule und dann noch die einzelne Lehrkraft, die einzelnen Schulsozialarbeiterinnen sowie Schulsozialerbeite
00:38:33: etc.,
00:38:35: wie die aufgestellt sind sowohl was deren mentale sag ich mal oder ja Kapazitäten angelangt, als auch deren Kompetenzen.
00:38:46: Wie werden die weitergebildet?
00:38:48: Was wird der Angeboten an Fortbildungsmöglichkeiten und so weiter?
00:38:52: Also das mal ganz konkret zu einem Beispiel eben diese Familiengrundschulzentren in Mönchengladbach gibt es eben wie gesagt auch in anderen vermehrt im Nordrhein-Westfalen weil da ein Modellprojekt war und ausgeweitet wurde aber gibt es auch in den anderen Teilen von Deutschland ist ein ganz tolles Modell um da zu zeigen ja was ist denn dieser Hebel?
00:39:13: unter anderem ist es diese koordinative Ressource, die einfach mehr da ist.
00:39:19: Ja auch total logisch.
00:39:20: also ich muss gerade so darüber nachdenken wenn man jetzt wieder systemisch darauf schaut dann sind wir ja alle durch unser Großwerden geprägt und auch sozialisiert.
00:39:33: und das was wir irgendwie vorgelebt bekommen haben dass eifern wir ganz oft bis wir dann eben erwachsen werden und vielleicht in die Reflexion gehen und sagen, also das fand ich gar nicht so gut.
00:39:42: Ich würde es eigentlich gerne anders machen oder oder
00:39:44: oder.".
00:39:45: Und ich finde genau das muss man ja in solchen sozialgesellschaftlichen Umständen auch mitdenken dass eben nicht jeder ein so sicheres soziales Aufwachsen hatte beispielsweise und entsprechend vielleicht auch eine Prägung hat, die sich nicht so gut in das System so einfügt wie wir es hier in Deutschland in der Norm, in Anführungsstrichen gerne hätten.
00:40:07: Bedeutet diese Koordination zu leisten bedeutet auch den Perspektivwechsel zu gehen also andere Realitäten Lebensrealitäten zu verstehen und sich auch auf die einzulassen.
00:40:17: Und zu versuchen, diese Lebensrealitäten in unseren Normen einzuintegrieren wenn du so möchtest.
00:40:24: Ich glaube das dürfen wir tun, wenn uns daran gelegen ist dass wir auch in Zukunft ganz viele gesunde Erwachsene heranziehen die ihren Beitrag auch in der Wirtschaft zum späteren Zeitpunkt leisten dürfen.
00:40:37: Und das sollte ja unser Anliegen sein, also keine Kinder einfach so auf der Straße sitzen zu lassen nur weil sie jetzt mal ganz plagativ gesagt nur weil die Eltern es sich als Beispiel nicht leisten können einen Übungshäft zu kaufen.
00:40:52: Das kann ja nicht unser An Liegen sein und deswegen finde ich das total logisch da anzusetzen die Eltern mit einzubinden, also nicht nur zu informieren sondern mit einzubinden weil dadurch entsteht ja auch wieder eine gewisse Vertrauen aber auch ne Verantwortung.
00:41:10: Wir wissen selber, ich kenne das aus der Kindeserziehung.
00:41:12: Wenn ich an meinen Sohn denke und man sage hier bitte hilf mir mal beim Kochen oder hilft mir mal den Geschirrspieler auszuräumen, dann fühlt er sich direkt so selbstbewusster hat irgendwie das Gefühl, er hat eine Aufgabe, er ist jemand, also genau das ist ja auch Sinn und Zweck und das kann man mit Erwachsenen genauso machen.
00:41:26: Also ich finde es so aus einem logischen systemischen Blickwinkel finde ich dass eigentlich erstmal total spannend weil das für mich sehr sehr logisch klingt und genauso soll das gemacht werden.
00:41:37: Auf der anderen Seite klingt das natürlich auch noch in einem großen Arbeitsaufwand, also auch da wieder.
00:41:41: Die Ressourcen müssen natürlich in Schulen sein und in dem Fall eben auch die Familien-Grundschulzentrumkoordinatoren.
00:41:49: ist eine weitere Ressource, die man sich leisten müssen gucken muss oder?
00:41:55: Ja total!
00:41:57: eben vielleicht da nochmal einhaken.
00:42:00: Ein konkretes Beispiel, was jetzt eben auch diesen Bezug herstellt auf der einen Seite ist es macht zum Beispiel diese Koordinatorin auch Begehungen mit Lehrkräften in dem Stadtteil also zeigt okay was ist da eigentlich los?
00:42:15: In welchem Umfeld ist man da wirklich unterwegs?
00:42:17: das heißt auch dieses Verständnis von dem du gesprochen hast nachzuvollziehen was da eigentlich gerade wirklich passiert kann dadurch auch eben verbessert werden.
00:42:27: Also das ist irgendwie ein ganz wichtiger Punkt, wo dann diese Realität einfach noch mal mit eingebracht wird und das andere was du jetzt angesprochen hast im Prinzip dass es diese Ressource auf jeden Fall dann irgendwo her braucht.
00:42:44: Das ist so ein Stück weit der Anstoß gewesen für dieses Projekt und für die Idee dann noch weitere Anregungen zu liefern weil eben in diesem Experten Workshop klar geworden ist, dass es aktuell dann doch noch nicht so rund läuft.
00:43:02: In Anführungszeichen im Startchorstenprogramm ja weil im Prinzip und da gibt's unterschiedliche Gründe dafür.
00:43:11: also wir sehen im Prinzip das bei so einem Förderprogramm, das dann wieder übertragen werden muss.
00:43:19: Also das heißt jedes Bundesland setzt sich hin und überlegt wie können wir es jetzt in unsere Strukturen gut überführen?
00:43:25: Wo kriegen die... Und wie muss es beantragt werden usw.
00:43:31: In diesen teilweise Übertragungen gibt es zum einen Logiken, die einfach existieren wo Schule im Grunde als eine Art getrennte Entität dasteht, also in den Situationen die eben für sich steht und oft in der Diskussion hat man ja auch das Gefühl okay.
00:43:53: Das wird oft gesagt die Schule soll jetzt noch das und das lösen und hier noch einsetzen
00:43:57: usw.,
00:44:00: während dieser Begriff Sozialraum beispielsweise in der Jugendhilfe oder in der sozialen Arbeit in der Stadtentwicklung schon oft mitgedacht wird oder geläufig ist.
00:44:10: Für die Schule muss man das irgendwie erst... so etablieren quasi gefühlt.
00:44:16: Und dann gibt es da auch im Grunde unterschiedliche Logiken, also der Schulbereich ist in der Landesverantwortung während die Jugendhilfe eben bei der Kommune liegt und ich habe gleich unterschiedliche Ausbildungen usw.
00:44:34: Diese ganzen Themen spielen da ein Stück weit rein, dass man das Gefühl hat diese eigentlich in dem Programm Auch in dieser Vereinbarung festgeschriebene, der Sozialraum die Kommune hat einen großen Stellenwert.
00:44:47: Der geht dann irgendwie bei sowas wieder ein bisschen unter und gleichzeitig ist es auch so, es ist komplex das wieder abzubilden.
00:44:56: wie kommt man jetzt an das Geld eben?
00:44:58: Und was kann ich beantragen?
00:45:00: wer kümmert sich da drum?
00:45:02: An dieser Stelle wird's Interessant.
00:45:05: beispielsweise haben wir mitbekommen eben über den Workshop aber auch über andere Stellen, dass das in manchen Ländern oder in Manchen Kommunen dann bei der Umsetzung diese Personalressourcen nicht für zum Beispiel sowas wie so eine Koordination genutzt werden darf.
00:45:22: Also da wird festgeschrieben es dürfen nur Schulsozialarbeiterinnen sein und es dürfen Menschen mit dem und dem professionellen Hintergrund sein etc.
00:45:32: Da sind dann diese Punkte, wo es im Grunde leider untergeht diesen Ansatz auch zu nutzen.
00:45:40: Und was auch noch aus unserer Sicht ein großes Thema ist eben diese beschriebene Herausforderungen oder Herausforderungen der Schule, wo im Prinzip jetzt bei einem neuen Förderprogramm auch wieder die Schulleitung im Grund in der Verantwortung zu beantragen, zu organisieren umzusetzen.
00:46:01: Also und wenn man sich vorstellt was da eben schon alles liegt und gemacht wird und getan wird dann ist irgendwie... Dann ist da so ein bisschen das wo es dann leider nicht zum Tragen kommt, nicht so richtig greifbar wird.
00:46:16: Es gibt auch sicherlich sehr gute Umsetzungen.
00:46:18: Das soll jetzt nicht das für allgemeinend negativ darstellende Staatschancenprogramm.
00:46:24: Aber eben in diesem Aspekt der sozialräumlichen Anknüpfung und dieser Zusammenarbeit mit Kommune, da sehen wir doch deutlich einen Verbesserungsbedarf.
00:46:34: Und wenn diese Struktur noch nicht bestanden haben, haben wir jetzt noch nicht viele Beispiele gesehen die das im Grunde dann des Staatshausenprogramms als Anlass genommen haben um es wirklich zu verbessern.
00:46:46: Würdest du denn sagen dass so grob gesagt die Bürokratie eine riesige Herausforderung ist?
00:46:54: Ja Ja, ich würde schon sagen dass also zumindest so wie wir es beschrieben bekommen haben was man dann wieder erfüllen muss das man jede einzelne Ausgabe wiederum nachweisen muss etc.
00:47:05: Also das sind einfach so Punkte wo eben bei dieser Arbeitsbelastung das einfach hemmt.
00:47:11: und eben diese Bürokratisierung führt auch dazu, dass bestimmt aus guten Gründen dann gesagt wird okay mit der Logik und den Mitteln die wir zur Verfügung haben dürfen nur so und so viele Leute dürfen nur Leute mit dem und dem beruflichen Hintergrund oder mit der Ausbildung Stufe eingestellt werden.
00:47:28: Und das begrenzt natürlich die Flexibilität.
00:47:30: und eben wir kommen ja noch mal dazu irgendwie was man da jetzt etwas gut wäre wenn es nochmal ändern könnte aber gerade diese das mehr an Flexibilität, also diese Mitte freie Einsätzen zu können umgeben konkret beispielsweise so eine Koordinatorin zu ermöglichen.
00:47:49: Das sehe ich als ja das wäre ne maximale Verbesserung.
00:47:53: Also man braucht eigentlich am Anfang auch jemandem der es irgendwie angehen kann.
00:47:59: und
00:48:02: Franz, wir sind tatsächlich fast am Ende unserer Aufnahme.
00:48:06: Aber was ich jetzt ganz gerne noch mal erfahren wollen würde, genau wie du es gerade schon angedeutet hast... Was wäre denn der Hebel mit dem größten Effekt auf mehr Bildungsgerechtigkeit?
00:48:19: Wie gesagt, da gibt sicherlich ein paar Dinge die ich mir wünschen würde oder die dann nochmal gut wären.
00:48:29: aber ich würde sagen neben dem, was wir jetzt gerade angesprochen haben ein Stück weit mehr Flexibilität.
00:48:34: Also es braucht natürlich Regeln, um konkret auch eine Sicherheit zu haben dass die Steuergelder, die da verwendet werden eben auch gut verwendete werden.
00:48:43: Die braucht es.
00:48:45: gleichzeitig eben braucht das nicht noch mehr Arbeit oben drauf also da dann etwas flexiblere Handhabungen für die Kommune vor Ort und für die Schulen vor Ort zu haben wirklich Töpfe aus dem man schöpfen kann um Dinge anzugehen leicht und einfach umsetzbar.
00:49:06: Neben dem wäre einer aus unserer Sicht mit der größte Hebe koordinative Ressourcen zu ermöglichen, da ist eben auch noch etwas was ich bisher noch nicht erwähnen konnte.
00:49:22: Der Witz ist im Prinzip dass sowohl die Koordination in der Schule so wie ich es beschrieben habe als auch auf der Ebene der Kommune, also dann eben stadtweit im Grunde eingesetzt werden kann.
00:49:34: Also da gibt es auch nochmal Personen die sich darum kümmern dass das gut abgestimmt ist und damit meine ich dass diese Schulsachen auch gut verknüpft sind mit einem anderen, was passiert.
00:49:46: Also früher Hilfen oder andere Fördermaßnahmen die von der Kommune getragen werden, die genau diese Schülerinnen und Schüler noch nach vorne bringen können, dass das Datengeschütz im Grunde zusammengeführt wird.
00:49:59: an die, an die Basis kommt sage ich mal und da die Maßnahmen konkret werden und abgestimmt sind.
00:50:08: Das ist eigentlich so der Witz auch an dem Beispiel in Mönchengladbach.
00:50:12: also es gibt dann Sozialraumteams in der Kommune Die haben ihre Quartiere mit verschiedenen Professionen eben im Blick Und es gibt Sozialraumkonferenzen In den Quartieren selbst wo alle möglichen die an der Basis arbeiten zusammenkommen Da gibt es einen Austausch, sodass eben einfach auch die Kommunikation.
00:50:33: Kommunikations ist dann ein Riesenthema durch diese Koordinationen auf verschiedenen Ebenen wirklich gut ermöglicht werden können.
00:50:40: Also das klingt jetzt sehr abstrakt aber ich glaube im Endeffekt führt es dazu dass eben Kinder wie der IPS LAN auf der einen Seite auf den Umfeld treffen in der Schule.
00:50:53: Das besser informiert und gestärkt ist quasi an Ressourcen Ja, da auch vielleicht ein bisschen mehr Glassenheit zeigen kann.
00:51:01: Also eben wie gesagt das stellt aber es ist einfach eine Überforderung wenn das mehrere Kinder so und auf der anderen Seite trifft er auf ein soziales Umfeld wo was aufblüht also wo Verbindungen geschaffen werden Wo die Schule auch teilweise die Tür im Grunde in andere Möglichkeiten bietet So wie du es gesagt hast.
00:51:22: also ich kann dann andere Orte besuchen, Freizeitaktivitäten nachgehen wenn es gut verbunden ist und eben so meine Interessen entdecken.
00:51:32: Und bin eben nicht drauf angewiesen oder habe im schlimmsten Fall gar keine anderen Möglichkeiten außer eben ja also hab im Grunde gar keine andere Möglichkeiten.
00:51:47: Also das würde dann wirklich verbessert, wenn es gut ineinander greift wie in dem Beispiel der Familiengrundschulzentren da in Mönchengladbach.
00:51:56: Sowohl innen in der Schule als auch außen in der schule hätte dann das Kind der Jugendliche auf jeden Fall mehr Chancen und mehr Chancen sich zu entwickeln.
00:52:06: Das macht total Sinn, ne?
00:52:07: Also gerade auch so.
00:52:09: diese koordinative Ressource von der du gesprochen hast ist ja total logisch.
00:52:12: wenn du eine Koordinative-Ressource hast dann bleibt natürlich mehr Raum sich mit den Kindern selbst zu beschäftigen, mit deren Lebensräume zu beschäftigend sie eventuell auch zu fördern.
00:52:23: auf der anderen Seite hast aber automatisch weniger Bürokratie weniger.
00:52:27: ich muss immer noch noch mehr machen weil das ja auf einer neue Ressource auch ein bisschen abgewälzt werden kann auch gleichzeitig irgendwie die Sicherheit, dass die ganzen Abläufe – auch die finanziellen Abläufen – richtig richtige Dinge gehen und wirklich in die richtigen Themen investiert werden.
00:52:42: Weil da wieder eine Person ist, die den Überblick behalten kann.
00:52:46: Also es klingt für mich alles sehr logisch auch ehrlicherweise extrem relevant, weil was ich ja eingangs schon mal gesagt habe.
00:52:55: Ich finde nicht nur schlimm an dieser Situation und an diesem Engpass möchte ich das erst einmal betiteln dass eben Kinder, die sich in solchen Schulen und diesen Quartieren eben bewegen direkt in so eine Schublade geschubst werden.
00:53:11: Sondern auch das Verhalten was bei den Kindern oder vielleicht diesen Familien dann daraus resultiert weil ne?
00:53:17: Auch so ein Kind kommt dann ja immer wieder angestrengt nach Hause ist immer wieder unter Druck und daraus Resultiert ja auch ein bestimmtes Verhalten bei einigen einen sehr auffallendes verhalten Bei anderen ein sehr zurückhaltendes Verhalten.
00:53:28: aber eben an einem Verhalten Was aufhält egal in welche Richtung Und es ist so gemein die Kinder einfach nur normale Kinder sein sollten und das nicht dürfen, ich können aufgrund dieser Misslage sozusagen.
00:53:41: Und ich finde es total schön dass ihr da eben etwas aufgebaut habt was hier entgegen wirkt und auch wenn das noch nicht perfekt funktioniert oder da ist eben immer noch Problemfelder oder Herausforderungen gibt.
00:53:50: Ich glaube das ist normal so.
00:53:51: was braucht am Ende des Tages wahrscheinlich Zeit und immer wieder diese Suche nach einem Gespräch und noch neuen Lösungen
00:54:02: Besser hätte ich jetzt nicht zusammenfassen können, also es sind genau die Punkte, die uns wirklich am Herzen liegen.
00:54:08: Und eben diese ja was du beschrieben hast, diese Situation eben Aladin Elmar Falani der nutzt auch das Bild mit dem Tisch.
00:54:18: Also alle gefühlt eben mehr Bildungsabschlüsse, die höherwertig in Anführungszeichen sind, also mehr Leute sitzen an dem Tisch.
00:54:26: aber es sitzen auch noch Eine bestimmte Gruppe, die überhaupt nicht davon profitiert hat immer noch im Grunde überhaupt nicht am Tisch.
00:54:34: Und das ist diese Situation wo du sagst ja im Prinzip führt es natürlich auf... hat das auch eine Reaktion oder auch Konsequenzen?
00:54:44: einfach natürlich für die Menschen, die nicht mit am Tisch sitzen.
00:54:48: Und eben da versuchen wir im Grunde mit diesem Aspekt, es ist natürlich super komplex und es ist ein Bestandteil irgendwie.
00:54:57: aber ich glaube schon dass es wirklich einen richtigen Mehrwert bietet wenn es möglich wird aufblühen kann, also diese Verknüpfung zwischen Schule und Sozialraum noch gut gesteuert von der Kommune.
00:55:12: Ich glaube das ist wirklich was wo dann am Ende für das Kind den Jugendlichen dieser Moment entsteht, wo es zum Beispiel eigene Interessen entdeckt und merkt hey bei der sportlichen Betätigung oder eben Literatur oder was es auch immer ist.
00:55:28: Das ist so etwas was mich begeistern kann bietet dann großen Mehrwert.
00:55:36: Bei eben dieser Klammer, es löst bei Weitem nicht die sozial ökonomischen Herausforderungen, die diese Familien auf jeden Fall auch haben.
00:55:50: extrem spannend und extrem reinlesenswert und auch unterstützenswert.
00:55:55: Also schickt mir gerne auch im Nachgang die zuhören, ihr wisst in den Show Notes findet ihr alle Links, die ihr braucht von dem Start-Chancen-Programm bis hin zur Studie.
00:56:04: du wirst mir alles im nachgang noch zuschicken.
00:56:05: ich verlinke das dann.
00:56:06: da kann man da nochmal reinlesen und auch gerne mit dir oder mit Weltstadtquartier eben in Kontakt treten.
00:56:11: Genau, weil ich glaube das lohnt sich da wirklich auch, sich nochmal so ein bisschen tiefer damit zu beschäftigen.
00:56:16: Weil wie du gerade so schön gesagt hast wir haben das jetzt in aller Oberflächlichkeit irgendwie behandeltes Thema.
00:56:21: aber da kann man sicherlich noch tiefer eintauchen und noch ein bisschen mehr die Köpfe zusammenstecken.
00:56:27: Lieber Franz es war mir interessant.
00:56:28: vielen lieben Dank für dieses spannende relevante Thema.
00:56:31: Ich habe mich mega gefreut darüber mehr zu erfahren und ja eure arbeit also ein bisschen stückweit auch näher kennenzulernen.
00:56:37: Vielen Dank fürs inspirierende Gespräch!
00:56:38: Ich wünsche dir heute noch einen schönen Tag.
00:56:41: Vielen Dank für deine tollen Fragen, Isabelle.
00:56:43: Herzlichen Dank!
00:56:45: Das war's schon wieder vor heute.
00:56:46: Wenn dir dieser Episode gefallen hat dann abonniere meinen Podcast und unterlasse mir gerne eine Bewertung.
00:56:52: Bis zum nächsten Mal.
00:56:53: Merci und bye-bye.
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