#145 Neuanfang nach dem Bruch – Mut, Loslassen und neue Formen von Female Leadership mit Kasia Mol-Wolf.
Shownotes
Meine Gästin: Dr. Katarzyna (Kasia) Mol-Wolf ist Speakerin, Unternehmerin und Autorin. Als Gründerin von EMOTION prägte sie über viele Jahre die Diskussion rund um Female Empowerment, Leadership und neue Rollenbilder für Frauen in Deutschland. Heute begleitet sie mit ihren Formaten, Vorträgen und Netzwerken Frauen in Veränderungsprozessen – mit einem Fokus auf Mut, Resilienz, persönliche Entwicklung und modernes Unternehmertum. Gerade hat sie ihren Podcast „Kasia trifft…“ neu gestartet, in dem sie mit ihren Gäst:innen über Mut, Wandel und die entscheidenden Wendepunkte im Leben spricht.
Podcast: Kasi triftt… Website Linkedin
Über Isabel Gebien: Isabel Gebien ist die Gründerin von EQUALITY 365, Podcast-Host, zertifizierte Business Coach, Trainerin und Speakerin für inklusive Führung, Diversity, Zugehörigkeit und zukunftsfähige Unternehmenskultur. Sie begleitet Unternehmen und Führungskräfte dabei, faire Strukturen zu gestalten, psychologische Sicherheit zu stärken und moderne Führung wirksam werden zu lassen – klar, zugänglich und manchmal unbequem. In ihrer Impact Masterclass zeigt sie, wie inklusive Führung in der Praxis funktioniert: reflektiert, strategisch und menschlich. Zur Masterclass.
Der Podcast EQUALITY 365 ist unabhängig, persönlich und bewusst kein Hochglanzformat. Wenn du diesen Podcast unterstützen möchtest, kannst du das hier tun.
Transkript anzeigen
00:00:01: Hallo und schön, dass du da bist bei einem Equality of three hundred and sixty five Podcast dem Ort an dem Gerechtigkeit keine Grenzen
00:00:08: kennt.
00:00:09: Heute wird es ehrlich, kraftvoll und überraschend nahe!
00:00:13: Ich spreche mit Kasia Moll-Wolf einer Frau die Transformation nicht nur predigt sondern lebt.
00:00:19: Wir reden über Neuanfänge nach ihrer Insolvenz von Emotions Über Mut der sich nicht immer stark anfühlt und über das Loslassen von etwas das einst ein Lebenstrauen hat.
00:00:28: Kasia zeigt uns warum
00:00:29: echte Stärke
00:00:30: auch Zweifel kennt Warum es gefährlich ist, nur die glänzenden Momente zu erzählen.
00:00:35: Eine Folge über Empathie,
00:00:37: Gerechtigkeit und darüber
00:00:38: wie wir uns selbst
00:00:39: wirklich führen.
00:00:41: Viel
00:00:41: Spaß!
00:00:54: Und wir werden über ein ganz spannendes Thema sprechen, was in unserer Gesellschaft meiner Meinung noch viel zu häufig diskutiert wird.
00:01:01: Viel zu wenig diskutiert für dem Gotteswillen und zwar übers Scheitern!
00:01:04: Wir sprechen übers Scheitan, wir sprechen über Mut, wir sprechen übers Loslassen.
00:01:09: In welchem Kontext genau?
00:01:11: Das wird Kasia uns gleich selber erzählen.
00:01:12: aber bevor wir rein starten würde ich dich einmal bitten dass du dich einmal selber vorstellst gerne auch im nicht klassischen Sinne.
00:01:19: also Was möchtest Du über Dich teilen?
00:01:21: wer bist Du?
00:01:21: Was macht Dich aus liebe Kaja?
00:01:25: Vielen Dank.
00:01:26: Ich freue mich sehr, bei dir im Podcast zu sein, liebe Isabel!
00:01:30: Mein Name ist Kasia Moul-Wolff und ich bin... Ich komme aus Polen.
00:01:35: Das ist mir wichtig, ich bin mit meiner Mutter in oneinzehnundachtzig aus Poln damals Kommunismus nach Deutschland nach München geflohen.
00:01:43: Ich habe Pyrrha studiert, bin promovierte Juristin die im Studium gemerkt hat das is nicht meins und bin dann in die Medien gesprungen.
00:01:51: Ich wollte immer Unternehmerin sein und hab trotzdem zuerst bei Gruna und Ja gestartet.
00:01:56: Ich habe dann im achten oder neunten Jahr meiner Tätigkeit Emotion gegründet, dann ein eigenes Medienhaus ausgebaut und musste nach Corona und Folgen der Ukraine-Kriege es aus verschiedenen Gründen leider Insolvenz anmelden.
00:02:14: Das war Ende Juni, der Jahre XXIII.
00:02:17: und habe das Unternehmen, dann ist es uns aber gelungen, das zu verkaufen weiterzuführen.
00:02:23: Und ich bin dann als Herausgeberin erst vor ein paar Wochen final sozusagen ausgestiegen weil ich gemerkt hab, ich muss einfach mein neues Leben anfangen und brauche einen Rat, meine Vergangenheit loslassen um neu starten zu können.
00:02:40: war sonst immer mit Begeisterung in den Medien oder bin in dem Medienbegeistering unterwegs.
00:02:46: Ich bin davon überzeugt, dass Medien starke Marken brauchen.
00:02:50: Vor allem jetzt weil wir brauchen Demokratie und wirklich gesunde Starke marken die als Leuchttürmer uns den Weg weisen.
00:02:58: deswegen war ich auch zehn Jahre bei der FHZ im Aufsichtsrat und wenn jetzt bei Studio Hamburg in der Media noch am Aufsichtsrat und bin gerade so in der Transformation mein neues Leben zu starten und zu gucken wo geht es jetzt wirklich weiterhin?
00:03:14: Ja, was ich total spannend finde und gleichzeitig natürlich wie gerade schon erwähnt extrem mutig weil dieses Thema Loslassen aus alten Systemen uns ja für gewöhnlich nicht so einfach fällt sei es den Schritt an sich zu gehen als auch überhaupt zu erkennen dass etwas vielleicht nicht mehr richtig ist.
00:03:32: Und man loslassen davon weiter geht.
00:03:34: da steigen wir gleich ein bisschen näher ein was mich tatsächlich nochmal interessieren würde.
00:03:38: Du hast gerade gesagt, du bist ja Promovierte Juristin was ich sehr spannend finde weil man das über dich gar nicht so häufig liest beziehungsweise dass nicht mit dir als allererstes in Verbindung setzt.
00:03:47: Wie hast du denn damals gemerkt, dass Jura nicht das Richtige für dich ist?
00:03:51: Wo warst du der Punkt gewesen wo du dachtest ne das geht nicht das ist nicht mein Weg.
00:03:58: Ich glaube Transformation gehört zu meinem Weg dazu.
00:04:00: das sind bei mir immer die erhaarmomente erste Staatsexamen um Null, vier Punkte durchgeflogen.
00:04:08: Ich wollte ein Jahr früher schaffen als halbes Jahr vor dem Freischuss und ein Jahr vom normalen Examen weil ich eine Freundin hatte die super talentiert war und diese einen Halbjahre vor dem normalen Zeitpunkt ins Examen gegangen und ich dachte ach komm dann gehe ich ein Jahr vorher.
00:04:25: das schaffe ich schon auch und bin da einfach um null,vier Punkte durch gefallen Und ich dachte, ich bin da echt gut drin so.
00:04:32: Ja und dann habe mich gemerkt, Mist das ist irgendwas stimmt da nicht.
00:04:37: Ich ahm muss sich dieses Studium jetzt durch rackern?
00:04:40: aber es hat sich.
00:04:42: irgendwie habe ich dann auch angefangen zu überlegen ob es wirklich ist was ich so mein Leben lang machen möchte und hab dann erkannt dass Jura das Studium war was sich meinen Schiefvater immer für mich gewünscht hat und gesagt hat das ist die perfekte Basis für alles.
00:04:57: Ich hatte keine Lust auf BWL, weil ich dachte das lerne ich schon im Doing.
00:05:03: Und dann habe ich einfach Jura studiert und das Durchfallen war wirklich so ein Aha-Momentum.
00:05:09: Also ich hab das dann schon durchgezogen und wollte gleich zu Gruner und Ja zu Marie Claire.
00:05:13: Dann haben die gesagt, ich brauche das zweite Examen noch und dann weiß ich auch genau wo ich saß als ich telefoniert habe Und dann hörte das, ist egal was ich studiere aber voll des Studiums.
00:05:24: Das heißt zweite Staatsexamen muss durch.
00:05:26: und dann habe ich mich entschieden zu promovieren weil ich dachte wenn man schon Quereinsteiger ist in Jura also mit Jura es vielleicht gut auch ein Doktortitel zu haben.
00:05:35: und so kam es dann dazu.
00:05:36: Aber es war mir klar irgendwie durchzukommen und und dann weg schnell
00:05:41: weg Ja.
00:05:43: Ich finde das total spannend, weil man hätte jetzt sagen können, dass das vielleicht für dich das erste Scheitern im Leben war.
00:05:49: Aber eigentlich hast du das ja gar nicht als Scheitarn begriffen sonst hättest du ja nicht weitergemacht.
00:05:52: oder wie würdest du das sagen?
00:05:55: absolutes Moment des Scheitern.
00:05:58: Ich weiß noch genau, wenn ich... Ich finde es erkennt man ja immer an den... Also ich erinnere mich für mich dann immer genau an dem Moment und wenn ich dir das erzähle, dann weiß ich wie ich zur Post gefahren bin.
00:06:09: An diesem Scheiter steht hinter mir viele Leute und bei den Juristen war's ja immer so Wenn du bestellen hast ist ein normaler Brief und wenn du gescheitert bist einschreiben.
00:06:17: und ich habe das einschreien bekommen und dachte Entschuldigung Meine Welt kracht da jetzt zusammen.
00:06:24: Aber ich habe im Endeffekt dann gesagt, dann gehe ich in den Freischuss mit allen anderen.
00:06:31: Also die mit mir einmal studiert haben, die sind ja in den freischuss gegangen und hab dann sechs Wochen durchgepowert.
00:06:37: Und hab es ja dann geschafft und dann promoviert, zweite gemacht.
00:06:40: Und meine Befreiung kam dann... Da hab' ich auch immer ein Bild wie ich das erste Mal in meinen neuen Job gefahren bin ...in München!
00:06:49: zu Gruner und Ja, und dachte jetzt beginnt das Leben endlich.
00:06:55: Aber trotzdem also wie gesagt ich kenne aus meinem Studium... Ich hab tatsächlich BWL studiert aber habe sehr viele Juristinnen auch als Freunde gehabt und ich habe gesehen wie die geackert haben Das ist der Wahnsinn gewesen und wie viele auch wirklich ja überhaupt nicht da durchgekommen sind Also schon im ersten Staatsexamen irgendwie aufhören durften oder mussten.
00:07:13: Von daher Schapo an dich, ich finde das wahnsinnig beeindruckend und weiß was da für eine krasse Arbeit hintersteckt.
00:07:19: Jetzt reden wir auch über schwierige Themen oder zumindest nicht ganz leichte Themen?
00:07:24: Nein nein nein!
00:07:28: Aber ich würde gerne noch mal so ein bisschen leichter starten weil das mache ich immer ganz gerne um meine Gästinnen mehr vorzustellen, auch persönlicher kennenzulernen.
00:07:36: Und was war denn in den letzten Wochen ein ganz kleiner Moment für dich, der dich unerwartet glücklich gemacht hat?
00:07:43: Kannst du da einen wieder hochholen.
00:07:47: Ich glaube, da hatte ich zwei, die gleich kommen.
00:07:49: Das eine war, dass wir spontan über Ostern an die Nordsee gefahren sind und dann gab es so einen Moment mit den Kindern und unserem Hund am Strand waren.
00:08:00: Und das Wetter war viel besser als gedacht und die Sonne schien und alle waren irgendwie wild unterwegs im Strand.
00:08:07: Da hab ich in die Sonne geguckt und das Leben ist schon echt schön, wertvoll.
00:08:14: Ich bin sowieso ein Mensch der sehr in einzelnen ... Auch wenn es auch kurze Momenten sind so... irgendwie Optimismus und was Positives rauszieht.
00:08:26: Und der zweite Moment war letzte Woche, als ich einen Vortrag gehalten habe vor Führungsfrauen bei Mercedes und da merkte das ist... Ich bin so auf meinem Weg unterwegs!
00:08:36: Das merke ich dann auch.
00:08:37: Es sind auch kleine Momente wo ich in den Flow komme wenn ich merke, da bin ich voll auf meinem weg und da weiß ich euch dann auch so in die Gesichter geguckt und dann innegehalten, und dachte auch schön das jetzt zu spüren.
00:08:50: Auch das gehört jetzt meinem weiteren Leben dazu.
00:08:53: Das fühlt sich richtig an.
00:08:55: Total richtig!
00:08:57: Ich hab dir das in unserem Vorgespräch schon mal gesagt, ich finde auch bei dir man selber nimmt ja vieles als... In dem Fall jetzt wie wir es immer betiteln.
00:09:05: Als Scheitern war und andere sehen dich aber als große Inspiration weil die einfach nur sehen was du aufgebaut hast und das hasst ihr trotzdem aufgebaut!
00:09:13: Das wird ja nicht weggenommen.
00:09:14: und gleichzeitig gehst du aber noch weiter und dass ist wahnsinnig beeindruckend.
00:09:18: also ich glaube das darf man sich auch immer wieder vor Augen führen wie gespannt solche Frauen dann voreims sitzen und einem zuhören und irgendwie echt beeindruckt davon sind was du geleistet hast?
00:09:28: Ich glaube, das ist die Aufgabe, die ich aktuell zu erledigen habe.
00:09:33: Mehr zu sehen auch, dass wir aufgebaut haben mit Emotionen und weniger immer wieder in den Moment zurückzukehren, wo ich dich heute vielleicht anders entschieden hätte.
00:09:53: ist die Aufgabe aktuell, also zu begreifen.
00:09:55: Wir können diese Vergangenheit nicht gestalten.
00:09:58: wir können nur lernen und vorangehen und dankbar sein dass wir auch ganz schön viele Learnings jetzt im Gepäck haben.
00:10:05: aber das ist so je nach Tagesform unterschiedlich leicht.
00:10:08: aber mein Leben geht weiter und ich glaube es ist einfach die Aufgabe und da gehört auch Übung dazu.
00:10:15: und deswegen
00:10:17: total Welche Eigenschaften an dir würden denn deine Kinder sofort nennen und welche Eigenschaftens würdest du dir wünschen, dass sie sie nennen würden?
00:10:26: Gibt es da was?
00:10:28: Also ich glaube mein Sohn würde sagen Mama fährt immer zu schnell Auto.
00:10:32: Ja also das... Das ist wirklich... Also das ist permanent unser Thema zurecht.
00:10:44: Ich glaube bis ich Energie habe Bin, also so meine Kinder schon auch.
00:10:53: Ich weiß nicht wie sie es ausdrücken würden aber ich glaube Sie sehen schon dieses Thema Gerechtigkeitssinn.
00:11:01: Also dieses Empathie verboten mit der Gerechtigkeit sind glaub' ich.
00:11:08: Das glaube ich, das wird über wir viel sprechen.
00:11:12: Offensein und neugierig seien auf Menschen.
00:11:14: Ich glaube, das ist so viel Energie.
00:11:16: Also ich glaube, Mama ist immer in Action würden Sie wahrscheinlich auch sagen.
00:11:21: Und
00:11:21: wenigstens haben wir die Sofa!
00:11:24: Ja... Das ist schön.
00:11:26: Und dass sich Natur für wirklich liebe.
00:11:28: Also, ich glaube dieses Indie-Naturfahren wollen – das ist ein Dauerthema von mir.
00:11:35: Ja, kann ich total nachvollziehen.
00:11:36: Was ja auch mit einem sehr schnellen Alltag zu tun hat?
00:11:39: Da kommen direkt zwei Fragen auf einmal.
00:11:41: zum einen du hast gerade gesagt du fährst schnell.
00:11:42: da kommt mir natürlich direkt die Frage wieso der Gedanke?
00:11:46: also würdest du sagen dass dieses Schnellfang bei dir aus einer eine Anspannung oder einer Energiegeladenheit oder vielleicht sogar einer alles ist zu viel.
00:11:55: Ich habe keine Zeitgefühl heraus resultiert.
00:11:59: Nee ganz banal!
00:12:00: Ich liebe PS.
00:12:01: Ganz banal.
00:12:02: es ist wirklich schlimm.
00:12:04: Als gestern diese Nachricht kam, ob wir jetzt alle uns kommenten, langsamer zu fahren wegen Spritpreisen habe ich nur gehört.
00:12:13: Langsamer zur Fallen-Regel und oh Gott wie soll ich das durch?
00:12:20: geht jetzt um die Spritpreise für ein Zeitraum, weil ich wirklich gedacht habe, dass mich im Kopf da irgendwie... Ich liebe Geschwindigkeit.
00:12:27: Ja?
00:12:27: Ich liebe auch Achterbahnfahren und meine Kinder würden sagen jeder Looping und so.
00:12:31: das ist meins ja!
00:12:32: Und Drillen bis du am nächsten Reiser bist es so.
00:12:35: Ich glaube das gehört zu meinem Charakter dazu.
00:12:42: Also ab und zu brauche Ich weiß nicht, es fühlt sich nach Freiheit an so einen Moment wo du mal wieder losbrüllen kannst in positiven Dingen oder laut Musik im Auto hörst und mitsehens- und brüllts-, oder tanzt in der Grieche.
00:12:55: Ich glaube das ist so mein... ich komme aus Polen und ich glaube, das ist eine Temperamentsache, ja?
00:13:02: Also das sucht sich eben
00:13:05: an!
00:13:05: Und gleichzeitig dieser Kontrast, du hast gerade erzählt ihr seid in die Nordsee gefahren.
00:13:10: Was ich auch total nachvollziehen kann.
00:13:11: Ich kann mich damit sehr, sehr doll identifizieren was zu sagen und da merke ich persönlich immer oder würde mich interessieren wie es bei dir ist dass eben grade wie du es beschrieben hast.
00:13:20: Ich habe mir in die Sonne geschaut und war einfach irgendwie glücklich oder auch so.
00:13:23: dieses Rauschen der Meereswellen irgendwie diese schöne Sand man kann den fühlen in Füßen wenn man Barfuß reingeht usw.
00:13:29: Das ist ja ganz viel haptisches.
00:13:31: irgendwie hebt dich das.
00:13:33: würdest du sagen dass das deine Balance ist?
00:13:37: Ja, Balance ist auf jeden Fall in der Natur sein.
00:13:40: Ich habe immer so ein Bild vor mir, das ich so als Vision vor mir hab.
00:13:46: Als Manta möchte ich hinrausschauen ins Grüne, in die Berge, aufs Meer und schreiben also dass es so absolut zu einem Moment wo ich weiß da tanke ich total auf uns am Meer seien in die Sonne schauen.
00:14:06: Die sind immer da, egal ob die Welt um uns herum untergeht oder nicht.
00:14:10: Das wird immer den Sonnenuntergang geben und das will dem Meer, die wilden Wellen oder den Berg der immer da steht.
00:14:18: Egal was drumherum passiert ist für mich schon auch beruhigend.
00:14:21: Und es ermöglicht finde ich schon so innezuhalten und das Leben einfach wie wir's
00:14:27: leben
00:14:27: dürfen und können da auch mal zu feiern und dankbar sein.
00:14:34: Total.
00:14:35: Jetzt hast du gerade schon erwähnt, du bist auf deinem Weg und es fühlt sich auch für dich an, dass du endlich auf dein neuen Weg bist.
00:14:42: Du sprichst öffentlich über Führungsthemen aber eben auch Mut scheitern – das gehört alles dazu!
00:14:48: Wo in deiner Karriere oder auch im Leben würdest du denn sagen, dass dir ein Nachhinein eingestehen musstest?
00:14:54: Ich habe mir das lange besser geredet als es eigentlich ist.
00:15:01: Also ich glaube ... Also die Emotion war immer mein Lebenstraum so gewesen, ja das Unternehmen aufzubauen voller Überzeugung dass es diese Marke für uns Frauen gibt.
00:15:13: Deswegen bin ich auch so stolz und dankbar, dass es sie weiterhin gibt, dass wir da schon was Bleibendes aufgebaut haben, auch wenn es für mich ein ziemlich historisches Ende hatte.
00:15:24: aber ich glaube durch diesen...durch das Unternehmerin seien auf einem totalen Purpose-Thema.
00:15:32: Es ist normal, dass man sich meint und verbunden damit, dass ich mehr Optimistin bin als Pessimistin.
00:15:44: Also mein Mann hat gesagt du waren eigentlich die Momente in denen es wirklich mal leicht ging ja?
00:15:49: Und da hatte so im Nachhinein auf jeden Fall recht.
00:15:52: wenn ich das jetzt zu ganz nüchtern anschaue gab's echt ganz schön viele taffe Krisen und das sage ich auch immer in meinen Vorträgen wie immer aufpassen müssen, auch bei LinkedIn und wenn man mir so folgt dann denke ich immer das ist alles super.
00:16:06: Das ist sicher auch so mein Naturell dass das Glas immer halt voll ist und nicht halt leer.
00:16:12: trotzdem war es im Nachhinein sehr hart und ich merke das auch jetzt, also nachdem ich so abgegeben habe dass schon dieser Energieverlust schon kommt.
00:16:21: Und ich dachte immer meine Energiereserven sind immer da ja?
00:16:25: Also wie kann ich gar nicht... Da kann ich eigentlich an den Boden auf dem Boden meines Tanks gucken.
00:16:30: aber ich muss sagen ich merkte schon jetzt wie anstrengend das auch war und dass es immer wieder positive Momente gab.
00:16:39: Und ich war total davon überzeugt, dass wir es schaffen – ja?
00:16:42: Auch bis zum letzten Moment!
00:16:45: Es kam anders.
00:16:46: aber, dass es tough war und ganz schon krass war, das habe ich oft so überspielt dadurch, dass sich voller Überzeugung dieser Marke ausgebaut hat und immer gemerkt hab, das braucht's da draußen in unserer... Welt.
00:17:01: Und wir haben eine Mission und wir brauchen Gleichberechtigung, Diversität also wir müssen Frauen sichtbar machen.
00:17:07: Also bin ich nach wie vor total davon überzeugt.
00:17:10: Das hat aber schon weil es mir immer wieder auch gelungen ist Menschen dafür zu begeistern ob das Leserin oder Investoren sind hatte ich nie daran gezweifelt dass wir nicht durch jede Krise durchkommen so.
00:17:25: Aber
00:17:26: viel anstrengender, als ich mir das zwischendurch immer zugestanden habe.
00:17:32: Das liegt wahrscheinlich auch deiner ganzen Herkunft zur Grunde.
00:17:37: Also alles was du bis dato erlebt hast wo du schon durch bist, das sozialisiert uns ja auf eine gewisse Art und Weise und gibt uns so eine bestimmte Prägung mit.
00:17:45: Für mich klingt es erstmal sehr logisch wie du das so beschreibst und gleichzeitig hab' ich das Gefühl gerade auch wenn man gründet und sich da öffentlich in die Sichtbarkeit begibt ist natürlich auch ein Stück weit wichtig dass Außen, also sich eher positiv und optimistisch stellt als immer zu negativ und pessimistisch zu sein.
00:18:02: Also optimistischer als pessimistischer.
00:18:07: Und ich kenne das, da habe ich gerade darüber nachgedacht, weil ich das ganz spannend finde.
00:18:11: Ich glaube was auch wichtig ist Social Media verklärt ja ganz viel und das wissen wir alle.
00:18:16: Du siehst im Prinzip nur so ein Nadelöhr des Lebens einer Person und machst dir auf dieser Basis deinen Urteil Und gleichzeitig ist es für mich zum Beispiel so, dass ich überhaupt nicht der Typ bin, der Lust hat in eine Kamera zu heulen oder irgendwie ständig negativ zu sein.
00:18:33: Einfach aus dem Grund das ich selber bei mir merke, dass mir diese positiven Lichtblicke selber Halt geben.
00:18:41: Also wenn ich was Schönes sehe, es kann optisch schön sein aber auch inhaltlich schön dann gibt mir das halt.
00:18:46: Wenn ich mich selber ständig in der Kamera Heulen sehen würde als sehr plakatives Beispiel Dann würde mich dasselbe als Mensch auch runterziehen und dann könnte ich gar nicht mehr diese Arbeit leisten für die Ich stehe oder die was mich ja ausmacht.
00:18:57: Und ich finde es eigentlich total schön was du sagst.
00:18:59: Ich finde wir müssen aufhören immer zu sagen Ja die auf Social Media ist man irgendwie immer so positiv und so oberflächlich.
00:19:05: naja gut Aber wer möchte denn in den Zeiten aktuell nur Negatives sehen?
00:19:08: Also, oder?
00:19:09: Auf jeden Fall.
00:19:11: Da folge ich dir total... Ich denke mir nur es ist gefährlich wenn wir als Unternehmerin also von unserem Weg immer so berichten das es immer noch nach vorne geht weil es gibt so viele Menschen da draußen vor allem auch Frauen wie auch Männer die Ideen haben die sich mal trauen wollen die davon träumen doch sich doch nochmal zu trauen und zu springen und sich selbstständig zu machen wenn die immer nur sehen, wie toll und wie easy das alles ist.
00:19:37: Und selber das Gefühl haben so einfach ist es nicht.
00:19:39: ich habe vielleicht noch gar nicht das Geld bekriege ich das wie?
00:19:42: was mache ich?
00:19:43: Wenn ich doch scheitere und die anderen schaffen das alle sehen immer gut aus kriegen alles hin und läuft alles easy.
00:19:52: Das macht für manche das wirklich schwer oder schwerer zu springen, weil sie dann Angst haben.
00:20:00: Es könnte bei mir aber mal schief gehen.
00:20:01: und was mache ich da?
00:20:04: Und das sind so die Punkte, die mich immer bewegen und wo ich mir wirklich wünsche dass wir uns trauen authentischer zu sein und zwischendurch auch durchaus sozusagen zu jeder.
00:20:14: zu jedem Erfolg gehören auch ganz schön viele tiefe, tiefe Momente dazu.
00:20:19: Also ich gebe keinen Unternehmer der nur zum Erfolg gegangen ist.
00:20:25: Meistens gibt es einfach weniger oder größere oder kleinere Krisen und ich glaube das gehört total dazu.
00:20:32: und ich würde auch sagen dass je mehr schwierige Momente du am Anfang hattest gestärkter bist du, glaube ich dann wirklich zum Erfolg zu gehen.
00:20:42: Und in Amerika ist es ja auch so dass man als Unternehmer der schon einmal gefallen ist also sagen viele jetzt bist du bereit für den nächsten Step und den Erfolg?
00:20:55: Ich glaube das leben wir in Deutschland noch viel zu wenig weil dieses Schaltern – ich finde das Wort ist ja auch bei uns so negativ belegt möchte über Scheitern auch sprechen, weil es das so wichtig finde in der Aufklärung und der Ermutigung von anderen.
00:21:11: Dass man auch scheitern überlebt und das Leben geht weiter aber ist es einfach bei uns noch ganz anders aufgeladen.
00:21:20: Und davor haben viele Angst deswegen.
00:21:23: Wie komme ich dann durch wenn ich in so einen Moment vielleicht doch komme?
00:21:27: Insofern wünsche ich mir schon das authentisch zu zeigen Auch als Mutter, du hast auch einen Sohn.
00:21:36: Und da weißt du genau ... Ich hab wirklich alle Achtung vor allen Frauen.
00:21:40: Die Sohne habe ich schon.
00:21:42: Echt?
00:21:44: Im Wild!
00:21:46: Ja absolut.
00:21:49: Aber wenn man das immer nur zeigt wir haben so taffe Momente die als Eltern da, mit denen wir zu kämpfen haben.
00:21:56: Jeder kennt sie im Supermarkt, im Auto keine Ahnung vorm Schlafengehen auf dem Spielplatz und wenn man die nicht mal auch teilt ist sie auch dazu gehören zum größten Glück das heißt Eltern sein zu dürfen.
00:22:09: ja und ich glaube es macht allen anderen und unser Community einfach das Leben entspannter macht uns auch insgesamt, glaube ich, entspannter.
00:22:20: Da unterstützt man sich einfach mehr als wenn wir immer noch erzählen wie easy und was ist das?
00:22:24: Du für ein Thema kenne ich gar nicht.
00:22:26: Nein, nein, nein!
00:22:27: Und also wirklich so alles, was unter dem Leitspruch du kannst alles haben im Leben ist absoluter Quatsch.
00:22:33: Also es muss man wirklich mal ganz klar sagen weil das stimmt einfach nicht.
00:22:38: Wir haben maximal in der Lebenslotterie irgendwie gewonnen weist uns einen gewissen Weg und wenn wir es irgendwie schaffen, dann gewinnen wir aber im schlimmsten Fall eben auch nicht.
00:22:50: Und das nicht weil wir nicht gut genug sind sondern einfach nur weil wir eben in dem Umfeld geboren sind mit dem Namen, der Herkunft usw.
00:22:57: Aber das muss ich dir nicht erzählen.
00:23:01: Jetzt hast du Eingangs von deiner Insolvenz berichtet?
00:23:04: Ich glaube zwanzig dreiundzwanzig war das.
00:23:08: Was hat sich denn seither im Hinblick auf Female Empowerment bei dir verändert, also der Blickwinkeler drauf.
00:23:15: Die Haltung darauf?
00:23:16: Gibt es Narrative die du heute kritischer siehst?
00:23:22: Ich glaube was ich kritischer sehe ist dass wir trotzdem oder wenn ich jetzt in die Zukunft denke weiterhin female empowerment machen möchte.
00:23:34: das habe ich gemerkt das ist einfach mein Weg und aber weniger vielleicht auch female empowerment als auch dieses female business empowerment.
00:23:41: ja so über female ... Business zu sprechen über die Stärken, die wir einbringen und die Diversität in Unternehmen einbringt.
00:23:48: Und in Gründungsteams.
00:23:50: Im Nachhinein würde ich sagen dass es... Dass sich ein großes Learning bei mir ist einfach wirklich viel mehr Fokus zu haben auf das Unternehmen.
00:24:01: ja also nur ein gesundes Unternehmen überlebt und das Unternehmen indem sich sehr viele selbst verwirklichen und ihren Weg gehen können und empowert werden.
00:24:11: Das hat eine Grenze, wenn der Markt richtig tapp wird um man sich das einfach nicht mehr so leisten kann.
00:24:15: und ich glaube da dieses Learning Focus auf Ergebnis bringe ein Stopp ist manchmal besser als ein schneller Stopp.
00:24:25: Man muss testen und ausprobieren aber schneller einfach knallhart entscheiden Dinge aufhören, damit neue wieder entstehen können.
00:24:33: Ich glaube das ist etwas was ich sehr stark gelernt habe.
00:24:37: ja also dieses zu gucken, es ist wichtig dass sich Mitarbeiter das ich Ideen weiterentwickeln.
00:24:44: aber das Wichtigste is welche Idee trägt sich und da noch viel mehr des Unternehmen.
00:24:49: Und die und die Themen die sich tragen zu sehen und da einfach härter durchzugreifen.
00:24:54: also da habe ich erkannt so auf den letzten in den letzten zwei Jahren ja und hat mir dann auch jemand an die Seite geholt der Das ist ein Stärke, das war noch viel mehr der Bettgeil zu sein.
00:25:05: Aber es war leider zu spät.
00:25:07: also das was ich auch jungen Gründern mitgebe, dass es so wichtig ist sehr schnell zu sehen wer ist dein Gegenpol auf Augenhöhe?
00:25:17: Wen hörst du immer zu egal was ist?
00:25:19: ja wo kommest du dich drauf auf Nein zu hören und nicht einfach Augen zu und durch zu gehen?
00:25:28: Ja und das ist finde ich ganz, ganz wichtig.
00:25:30: Und da muss man nicht nur Gründer sein.
00:25:31: Ich find es ja auch im Team wichtig wenn mein Erfolg sein will zu gucken was kann ich gut wo bin ich nicht so gut drin und dazu gucken wer ist da der gegen Pol auf Augen hören?
00:25:46: Mal ehrlich niemand hat Bock auf nervige Werbung aber alle haben Lust dazuzugehören.
00:25:52: In der Impact Masterclass gehörst du dazu.
00:25:54: Und das Beste, du bekommst hier nicht nur Wissen und Werkzeuge an die Hand sondern auch die Fähigkeit anderen in deinem Umfeld genau dieses Gefühl von Zugehörigkeit zu geben.
00:26:04: Den Link findest Du wie immer in den Shownotes Viel Spaß!
00:26:14: Erinnerst du dich denn auch an Momente in deinem Leben, vielleicht sogar jetzt auch bei der Insolvenz wo du eben mehr einen Kontrollverlust hattest als das Gefühl dass du selber aktiv entscheidest los zu lassen?
00:26:24: Weil da besteht ja ein ganz großer Unterschied.
00:26:26: Bei dem von dem Eingefühl fühlen wir uns überrollen und vom anderen gefühlt fast schon mitgezogen so'n Stück weit.
00:26:34: Und wie bist Du damit umgegangen?
00:26:35: Wie gehst du mit solchen Situationen um wo du eher überrollt wirst als dass du das selber entscheiden kannst?
00:26:44: Also ich glaube Also der letzte Moment, also zu sehen da haben wir jetzt zwei nochmal abgesagt auf dich total.
00:26:53: Also das Buff von denen ich ausgegangen bin, dass Zusagen kommen und dann über Rollen zu werden, zu verstehen... Das ist jetzt das Ende.
00:27:02: Ja, also und es geht jetzt nicht mehr weiter.
00:27:05: Es war auch ganz interessant, weil ich dann auch meinen Bauchgefühl dann plötzlich da war.
00:27:08: am Anfang habe Ich wieder mein Kampfanzug angezogen und dachte weiter Und dann kam so ein.
00:27:13: zwei Stunden später hab' ich gemerkt nie.
00:27:16: Das ist Jetzt wirklich alle Kontrollleuchten an.
00:27:18: Ich muss da jetzt den anderen Weg gehen, denen ich gar nicht so für möglich gehalten hätte.
00:27:24: Das war eine Situation die wirklich taff war.
00:27:27: Da danke ich aber insgesamt in solchen Situationen immer so meiner Prägung durch meine Mutter, die mir und auch unser Lebenslauf oder unseren Lebensweg hat uns sehr geprägt zu sagen wir haben trotzdem in der Hand, wie wir in solchen Situationen weitermachen.
00:27:46: Ob ich jetzt liegen bleibe oder ob ich verstehe?
00:27:48: Ich bin immer im Lebenssitz sich immer am Lenkrad meines Lebens egal, wie hart der Schicksalsschlag ist ja.
00:27:54: Ich entscheide ja selbst, wie ich mit der Situation umgehe und ich habe selber einen unglaublichen Lösungsmechanismus, der immer sofort anspringt.
00:28:04: Ja manchmal schon zu schnell also ich glaube so im Nachhinein
00:28:09: ist es
00:28:10: manchmal auch zu schnell.
00:28:11: Also ich in dem Sinn, dass ich mir gar nicht so erlaube, manchmal so zu fühlen.
00:28:18: also was ist eigentlich auch passiert gerade ja auf mich selber und mein Leben.
00:28:24: aber in manchen Krisen ist das schon gut der anspringt und der ist dann auch sofort angesprungen und das heißt dann wie weiter wie raus.
00:28:32: was sind die nächsten Schritte?
00:28:33: Was ist jetzt wichtig?
00:28:36: Inservenz an dem Tag, als ich den Inserventantag gestellt hab.
00:28:41: Dann auch sofort gespürt die Marke muss überleben wir brauchen die Arbeitsplätze sollen überleben Das soll zumindest dafür weitergehen und dann habe ich das einfach.
00:28:50: Ich glaube das habe ich vielleicht auch im Juristum gelernt was so den Schlachtplan aufgeschrieben und weiter ja Und es gibt einem dann auch Kraft also zu merken Ich entscheide jetzt natürlich kann mich dafür entscheiden zu sagen Wir haben alles Als Familie finanziell verloren das gar nicht für möglich gehalten haben, dass es nicht funktioniert und haben dann auch in den letzten Monaten die Rücklagen, die wir hatten reingesteckt.
00:29:13: Und natürlich kann man sich dafür entscheiden zu sagen ich bin jetzt erledigt Wir haben alles verloren.
00:29:19: Das ist jetzt schlimm.
00:29:21: Es muss jeder für sich selber entscheiden.
00:29:23: Ich kann nur sagen der andere Weg ist glaube ich echt der Bessere.
00:29:27: Aber beim Endeffekt entscheidet es jeder selber Und wir haben ganz schön viel durch diese Entscheidungskraft, auch in der Hand unser Leben eben zu gestalten.
00:29:38: Ich glaube das ist das was ich allen so mitgeben möchte dass wir selber gestalten.
00:29:43: wir sind nicht Opfer.
00:29:43: es gibt nicht da oben jemanden der das für uns macht oder der uns immer nur zum Opfer macht sondern ich bin davon überzeugt dass wir in jeder Situation entscheiden können.
00:29:53: wie gehe ich dadurch?
00:29:55: Ja Und interessanterweise ja auch ganz, ganz häufig dann viel gestärkter und viel erfolgreicher wieder aufsteigende mit der Zeit.
00:30:03: Also das beobachte ich ganz oft in solchen Geschichten was.
00:30:07: ich würde ganz gerne mal so ein bisschen auf deine Fluchtgeschichte vielleicht auch nochmal eingehen weil das ja am Ende deine Lebensrealität ist.
00:30:13: und wenn ich mir vorstelle, weil du auch von dem Kampfanzug erzählt hast den du anziehst dann immer in solchen Momenten Ich finde es ganz spannend.
00:30:22: Du bist als junges Kind mit deiner Mutter aus Polen geflüchtet.
00:30:25: Damals kommunistisches Polen nach Westdeutschland, richtig?
00:30:30: Was ja auch ein kultureller Schock in gewisser Art und Weise für euch gewesen sein muss, wenn man das mal so Lapida sagen darf... Also Arwe, mich interessiert, erinnerst du dich noch an das Gefühl was du als Kind damals hattest, als ihr geflüchtet seid?
00:30:45: Hast du das verstanden, was da gerade passiert?
00:30:48: Ich habe verstanden dass.
00:30:50: ich hab also gefühlt ... wir nicht so ganz in den Urlaub fahren nur, denen mir meine Mutter... also mit dem mich meine Mutter gelockt hat.
00:31:00: Weil alles viel dramatischer war.
00:31:02: der Abschied von meiner Oma war dramatischer als sonst und es war einfach an den Grenzsituationen waren das keine schönen Momente die wir durch sind.
00:31:13: Wir haben's ja geschafft Gott sei Dank aber es war schon voller Angst.
00:31:17: Also wir mussten ja durch die DDR nach Westberlin.
00:31:21: Dort musste meine Mutter dann überzeugen, dass wir weiter fahren dürfen nochmal durch die DDR nach München und es war schon sehr Angst einflößend.
00:31:33: Und ich habe aber auch in Erinnerung, dass mir in Westberlinen mein Mutter hat ewig lang ... da in der Botschaft zu tun gehabt, um einfach so... Also uns die Erlaubnis... also uns das zu ermöglichen.
00:31:46: Dass wir dann in den Westen langfristig fahren und ich weiß es sich dann einmal vor einer Schule stand und dachte wie die Kinder da angezogen sind und wie fröhlich das alles aussieht.
00:31:57: Das erinnere ich noch sehr weil ich den ganzen Tag im Auto verbracht habe.
00:32:00: und auf der anderen Seite war ich dann einmal kurz aus dem Auto in einem Supermarkt und da hat's mich total erschlagen, weil bei uns gab´s Kaum war es im Supermarkt, das war alles grau.
00:32:10: Also meine ganze Kindheit habe ich in grauen Bildern im Kopf und ich weiß, ich war da in so einem Supermarkt.
00:32:16: Ich weiß gar nicht, was das für eine war.
00:32:17: Es war alles bunt und die Regale waren voll und da hab' ich gedacht, dass ist irgendwie ein ganz anderes Land wo wir sind.
00:32:26: Und meiner Oma ging's auch so, als sie uns das erste Mal dann besucht hat... Die ist fast in Oma gefallen.
00:32:32: Sie dachte, wie kann das sein?
00:32:33: Deutschland hat den Krieg verloren und jetzt stehe ich in diesem Supermarkt und da gibt es alles zu kaufen.
00:32:40: Das werde ich nie vergessen aus dem Moment mit ihr bei Edeka.
00:32:43: Und das sind schon so Gefühle die geblieben sind.
00:32:52: ja.
00:32:53: Ja, spannend!
00:32:54: Würdest du sagen dass das in dir eher eine Sehnsucht danach geweckt hat eben dieses Leben, was du damals als sehr bunt und viel erkannt hast schon auch leben zu dürfen oder vielleicht auch eher ein Vermissen des Alten.
00:33:11: Dass du sagst aber eigentlich war das Alter gar nicht nur schlecht in Anführungsstrichen?
00:33:16: Ich glaube als Kind ich kann mich da nur erinnern dass sich am Anfang sehr lange davon ausgegangen bin, wir fahren zurück.
00:33:24: Ich habe immer ein sehr schwieriges Verhältnis zu meinem Vater gehabt.
00:33:28: Mein Mutter hat sich sehr früh von meinem Vater getrennt.
00:33:31: Da war auch viel Alkohol und Gewalt dabei.
00:33:37: Und ich wollte trotzdem immer zu meinem Vater zurück.
00:33:40: ja so auch und zur Familie.
00:33:42: Ich hatte einen Hund bei meiner Großmutter in dieses alte Leben als Kind.
00:33:48: Das alte Leben, die Kindheit auch wenn ich nicht alles kaufen konnte und es lange Schlangen gab vor den Einkaufsleben.
00:33:56: Es war trotzdem ein schönes Leben da ja als Kind so.
00:33:59: Und das meine Mutter gesagt hat du wir die Grenzen bei uns geschlossen?
00:34:03: Wir bleiben hier!
00:34:04: Wir können unserer Familie viel mehr helfen wenn wir hier bleiben als wenn wir zurückfahren weil ist schon krass weil wir hatten ja nur einen Koffer.
00:34:10: Wir sind ja in Urlaub gefahren also ich habe mein Teddyberg gehabt und sonst nix Und wir waren in einem, wir hatten eine große Wohnung.
00:34:17: Meine Mutter wirklich immer ärger hat sich und engagiert auch im Polen.
00:34:22: Wir hatten wirklich im Vergleich zu vielen eine riesige hundertvierzig Quadratmeter Wohnung.
00:34:26: Uns ging es gut ja?
00:34:27: Auch wenn wir Lebensmittelmarkten hatten und so.
00:34:29: aber wir hatten Platz und meine Oma hatte einen Garten.
00:34:32: und dann waren wir plötzlich in einem Mini Zimmer mit Waschbetten im Zimmer und Stockbett und ich dachte das Was ist da los?
00:34:42: Also wie kann es gehen?
00:34:43: und waren dann im Asylantenheim.
00:34:47: Und das war schon ein ganz anderes Leben so.
00:34:49: ich habe als Kind, hab mich sehr schnell angepasst und habe gesehen meine Mutter macht alles um hier Fuß zu fassen und hat wahnsinnig viel gearbeitet.
00:34:58: Ich war sehr viel allein aber ich habe schon verstanden okay jetzt nicht aufhalten ja nicht dazwischen sondern einfach schauen, dass man so als Kind an der Seite möglichst wenig Unruhe stiftet und da auf die Art und Weise unterstützt.
00:35:14: Und ich glaube das sind die Momente, die Kinder oder Menschen, die in so einem Vergangenheit wie ich haben und da gibt es viel schlimmer wissen wir alle viel schlimmere Geschichten.
00:35:26: Ich glaube die prägen einen ja unbewusst natürlich Ein Geschenk auf der anderen Seite, das merke ich gerade jetzt ist einmal schon auch zu bearbeiten und zu verstehen wie bin ich dadurch auch für mein ganzes Leben geprikt geworden.
00:35:42: Wenn man Lust drauf hat.
00:35:43: Es gibt ja Menschen, die auch sagen, wo ich bin und durch aber ich meine du bist ja da auch in dem Bereich ja auch so unterwegs also hier zu sehen was wie hilft es uns wenn wir begreifen wodurch sind wir geprickt worden?
00:35:58: Ja und
00:35:58: absolut Absolut.
00:36:01: Ich glaube sogar, dass es relevant ist um persönlich überhaupt zu wachsen und damit eben auch... Und da geht's nicht nur um ein persönliches Leben sondern auch um den Beruf.
00:36:07: also auch im Beruf wachsen wir nur dann wenn wir verstehen wer wir sind und wo wir herkommen bestimmten Situationen triggered und weniger triggered.
00:36:16: Jetzt hast du gerade über deinen Genau Migrationshintergrund, du hast grade ganz spannende Sachen gesagt.
00:36:20: also einmal das anpassen was ich tatsächlich auch in den Gesprächen gerade mit Menschen mit Migrations Hintergrund immer wieder merke dass es immer wieder um diese Ambivalenz zwischen auf der einen Seite will ich extrem gerne dazugehören und auf der anderen Seite möchte ich aber auch nicht auffallen.
00:36:37: Also so dieses...also man muss irgendwie immer so immer den Mittelweg wahren Und du hast dann vom Anpassen eben gesprochen und gleichzeitig ist das im Großen und Ganzen, sprich man da ja immer von so einer Transformationskompetenz.
00:36:50: Die Mensch mit Migrationshintergrund aber ich würde es noch erweitern also Menschen die marginalisiert sind grundsätzlich haben weil wir menschen extrem gut werden sind uns in Umgebungen und auch neuen Kulturen anzupassen.
00:37:03: und würdest Du jetzt sagen dass dein Lebensweg mehr von Überzeugungen geprägt ist?
00:37:11: oder von dem Wunsch, Erwartungen zu erfüllen.
00:37:17: Also ich wusste nicht auf was für ein tiefgreifenden Podcast ich mich eingelassen
00:37:25: habe.
00:37:26: Jetzt bist du bereit?
00:37:27: Ja, ja, da bin ich ein paar Freunde gehört aber das ist so wenn man es auf der anderen Seite hier so mittendrin steckt.
00:37:34: Vielen Dank für diese Frage!
00:37:37: Ich glaube... Also ich glaube, dass Anpassung ein riesiges Thema ist.
00:37:46: Ich glaube da bin ich so langsam... also ich glaube das...ich langsam da so rauskomme und das ist wo ich vielen auch Migrantinnen vor allem und mit Granten immer empowern möchte wie wichtig es ist wirklich zu die eigenen Erfahrungen zu teilen und sich zur Trauern rauszugeben, um anderen Menschen so to empowern.
00:38:11: Und dieses ich möchte mich anpassen und ich will nicht sichtbar sein abzulegen.
00:38:17: Ich habe sehr gemerkt dass ich durch diese unsere... Also meine Mutter hat mir sehr eingeprägt zu sagen also immer dankbar zu sein das uns dieses Land aufgenommen hat.
00:38:29: und da bin ich nach wie vor sehr dankbar und ich denke mir, ich hoffe dass alle die uns zuhören auch so begreifen in was für einem guten Land wir leben.
00:38:38: Man muss ja nur nach Iran gucken wie es da den Frauen geht also wirklich man muss nur in die Schweiz gucken wie weit oder wie hinterher auch Gleichberechtigung da ist bei allem Luxus und so dem man aus der Schweiz kennt wenn man da tiefer mal reinguckt.
00:38:54: Also uns geht es ja schon sehr, sehr gut.
00:38:56: Und deswegen dieses Dankbarsein nicht auffallen und sich anpassen.
00:39:00: Das prägt einen schon sehr wenn man so vorgelebt bekommen hat und auch gesagt bekommt.
00:39:10: Ich hatte da ein Momentum in meinem ersten Job als ich dann eine Veranstaltung moderiert habe und da hab' ich gemerkt das macht mir total viel Spaß und hätte ich nie gedacht weil ich war total auf... aufgeregt, aber irgendwie auf der Bühne habe ich gemerkt.
00:39:23: Das macht mir total viel Spaß und Organisationen und
00:39:27: Moderieren.".
00:39:27: Und dann sagt er mir damals mein Chef, du, das wusste ich schon immer, dass es so eine Rampensau bist.
00:39:32: Da hat mir was gesagt.
00:39:34: Ich bin alles andere als einer Rampemsau.
00:39:37: Es war einfach eine Beheidigung.
00:39:38: Aber ich weiß, dass das irgendwie trotzdem bei mir im Kopf geblieben ist, weil ich dachte, der kennt mich schon ganz gut Also würde ich nie so über mich sagen, aber es hat mich seitdem immer wieder so begleitet.
00:39:53: Kann da was drin sein oder nicht?
00:39:55: Aber dieses dagegen anzukämpfen sichtbar zu sein obwohl du in dir spürst eigentlich nicht zu sichtba zu sein das gehört sich nicht.
00:40:04: Wir sind ja auch als Frauen geprägt.
00:40:07: wer geht dann nach vorn der Mann und warum gehen wir Frauen auf die Bühne?
00:40:12: Und zweiter, also ich glaube da ist es ein sehr großes Thema.
00:40:17: Ich glaube das kennen alle, die entweder in Haushalten aufgewachsen sind mit ganz klaren tradierten Rollenbildern.
00:40:24: Da ist das gleiche wenn die Mutter trotz Talent und Intelligenz nicht viel gearbeitet hat sondern nur zu Hause war und sich um die Kinder gekümmert hat und immer Hintergrund war genauso wie Mensch mit Migrationshintergrund.
00:40:42: Total,
00:40:43: total.
00:40:45: Und das andere Wort meintest an Passung und...
00:40:49: Genau also Überzeug?
00:40:51: Also dass dein Lebensstück eher von Überzeugung geprägt ist oder eben auch, dass du Erwartungen erfüllen möchtest?
00:40:57: Also Erwartung erfülle möchte ist ein zweiter riesiger Thema ja ich glaube es ist ein zwanzig Jahre Frauenmagazin, Frauenmedien gemacht und ich glaube das ist das Thema von uns Frauen.
00:41:10: Ich glaube wenn wir einmal begriffen haben dass wir hier sind um unser Leben zu leben um herauszufinden was in uns steckt ja und was unser individueller Weg ist wenn wir es einmal begriffen haben dass das die Aufgabe ist dann glaube ich haben wir so viel Potenzial was entsteht und so viel Energie die rauskommt.
00:41:32: soll das selber so zu spüren, was da drinsteckt in jedem Fall.
00:41:35: Und zwar ist es ja vorhin selber gesagt wir haben alles dabei, was wir für unseren Weg brauchen.
00:41:41: aber wir leben so im Außen.
00:41:44: ich glaube das ist einmal natürlich durch die Kindheit auch wieder geprägt.
00:41:49: also meine Mutter war sehr im Außensein.
00:41:53: was erwarten sie von mir?
00:41:55: Füllig Alles!
00:41:57: Wir Frauen vergleichen sich aber auch so wahnsinnig mit anderen Frauen.
00:42:01: Also, ja.
00:42:03: Was so diese Serie?
00:42:04: ich sage?
00:42:05: in der Zeit sag' ich gern Ich möchte keine Powerfrau mehr sein weil ich merke wie... ...wie toxisch dieses Bild eigentlich ist.
00:42:12: Ja?
00:42:12: Ich habe ganz lange gedacht was für ein cooles Kompliment!
00:42:15: Ich bin Powerfrauer und schaff alles.
00:42:17: Niemand muss mich motivieren Ich gehe immer voran Ich bin so ein Durazellmännchen Immer gut gelaunt Und egal was passiert Egal was von Dreck und Mist kommt.
00:42:28: Das ist so toxisch Weil wir leben ja allen anderen vor.
00:42:31: Man schafft alles.
00:42:32: Man hat immer gute Laune, man hat immer Energie und so.
00:42:35: Und ich habe irgendwann gemerkt, ich spüre gar nichts mehr.
00:42:38: Ich fühle es selber gar
00:42:39: nicht mehr.
00:42:40: Was tut mir eigentlich gut?
00:42:41: Keine Ahnung was mir gut tut!
00:42:43: Ich würde sagen vielleicht in die Natur gehen ja aber ich hab lange gebraucht mich selber wieder zu spüren.
00:42:50: und das entsteht dadurch dass wir Frauen so oft glaube ich durch andere Lebensmodelle die nicht unsere sind uns erstmal eingeschüchtert fühlen, weil wir denken die lebt ja ganz anders als ich lebe.
00:43:03: Ist das vielleicht richtiger als dass wie ich leben möchte und statt so bei uns zu bleiben sozusagen mein Weg ist?
00:43:10: so?
00:43:10: vielleicht macht sie das und das super.
00:43:12: das kann mir mal ein bisschen abgucken um mich inspirieren lassen aber es ist so wichtig bei mir zu bleiben diese stattdessen vergleichen wir uns und die ganze energie fließt in den in dieses Vergleichen und mich kleiner machen.
00:43:25: Der Vergleich bringt ja selten einen nach oben, also ich glaube da gibt es sicher auch Frauen die sich dann super super finden.
00:43:31: aber ich würde sagen nach meinen zwanzig Jahren Emotionen würde ich sagen bringt der Vergleich uns eher macht er uns klein und
00:43:39: definitiv
00:43:39: ist wir wirklich.
00:43:41: deswegen.
00:43:41: danke für diese Frage.
00:43:42: Ich finde wir müssen auch darüber viel mehr sprechen.
00:43:46: um Frauen zu empowern.
00:43:48: gibt es sicher auch Männer, die sich so fühlen.
00:43:50: Dass wir alles für unser Leben in uns haben und das ist nur so wichtig mehr zu lernen und zu vertrauen.
00:43:56: Ich habe einen toxischen Satz von meiner Mutter bekommen dieses Kämpfen also du kannst alles in deinem Leben erreichen wenn du nur ausreichend dafür kämpfst.
00:44:04: ja und diesen Satz hab ich abgestriffen vor mir ich sage jetzt du erreichst alles wenn du dir lernst wenn du lernest ihr selber zu vertrauen
00:44:17: Und ich möchte das ergänzen und dich zu spüren.
00:44:22: Also, weil du hast es ja gesagt.
00:44:23: Und das ist wirklich... Auch das ist leider in unserer Gesellschaft total verklärt und total so isoterisch angehaucht, wo wir fühlen uns, wir spüren uns.
00:44:31: Darüber wird immer gelacht.
00:44:32: aber das ist so wahr!
00:44:33: Weil wir fühln' so vieles bevor's passiert.
00:44:36: Eine Bauchgefühl, Intuition.
00:44:38: Du hast das alles in dir.
00:44:39: nur wir trauen uns das nicht genau weil du sagst, weil wir diesen stupiden Weg gehen wollen der uns eingeimpft wurde oder den wir nur kennengelernt haben.
00:44:48: Und weil uns natürlich auch alles neue erst mal Angst macht.
00:44:51: Und wenn wir das aber, wenn uns das gelingt in dieses Spüren zu gehen und wirklich zu fühlen.
00:44:55: Wer bin ich eigentlich?
00:44:56: Will ich immer auf jedem Event sein und diese toxische Weiblichkeit mitleben?
00:45:02: oder bin ich eben genau die, die auch mal nicht auf ein Event geht und es einfach absagt und mit der Familie an die Nordsee fährt?
00:45:07: Also das ist jetzt nicht der Vergleich.
00:45:09: Aber du verstehst was ich meine.
00:45:10: Ja, ja.
00:45:12: So sehr, sehr wichtig.
00:45:13: Aber ich glaube das, was du gesagt hast, ist auch wichtig, wenn ich spüre... Mein Leben ist auf jedem Event zu sein, weil ich da totale Energie bekomme.
00:45:21: Genau!
00:45:21: Dann ist es auch in Ordnung.
00:45:23: aber ich finde das so wichtig, dass wirklich was so zu spüren und ich glaube... Ich habe gemerkt und das habe ich erst im Herbst letzten Jahr, das plötzlich gemerkt, ich kann nicht mehr aufladen irgendwie, ich sitze in einem schönen Umgebung Und irgendwie, irgendwas stimmt nicht und da hatte ich wirklich ein tolles Buch dann geschenkt bekommen oder irgendwo gesehen.
00:45:44: Ich weiß gar nicht mehr wie ich daran gekommen bin.
00:45:46: Toxische Weiblichkeit und das hat mich wirklich... Also es hat mir so die Augen geöffnet weil ich dachte ja genau das ist es.
00:45:52: wir werden in so Schubladen reingepresst und dann funktionieren wir auch super!
00:45:59: Das ganze Patriarchat, super!
00:46:02: Weil wir funktionieren gut, kriegen noch die Kinder und stemmen alles.
00:46:05: Und wenn wir Kind- und Karriere hinkriegen, dann machen wir ja beides.
00:46:08: So geht es auch mit vielen Frauen.
00:46:10: in Polen übrigens, wo ja die Männer aus euch hier schon wie sind oft... ...und da gedürft Frauen arbeiten um große Karrieren zu machen.
00:46:17: Aber das heißt nicht dass sie dann fifty-fifty Zuhause haben, sondern die machen so viele Stellen auch noch da, die Arbeiter.
00:46:24: Ich glaube, da müssen wir raus.
00:46:27: Und sich zu spüren, heißt bei mir so.
00:46:29: mein Gefühl ist für mich ganz interessant.
00:46:30: Je mehr man sich spürt, desto mehr funktioniert es ja auch gut.
00:46:34: und ich merke manchmal wenn ich in Unternehmen bin zum Beispiel in Unterhaltungen bin und jemand treffe und dann merk' ich plötzlich irgendwas das tut mir nicht gut Ja?
00:46:44: Und da kriegst du Stimmungsabfall.
00:46:47: und dann merke ich, du spür mal Tut dir dieser Mensch gut, ja?
00:46:51: Gibt der dir Energie oder zieht er dir nur total Energie?
00:46:54: und dann merke ich, hey, ich muss da raus.
00:46:56: Und das hatte ich früher nie, früher bin ich bis zum Ende durch.
00:47:00: Ja, ich fühle was du sagst!
00:47:02: Ich glaube es ist so wichtig auch darauf zu merken welche Energie... Was bringt mir Energie?
00:47:06: und es können echt auch viele Menschen sein oder auch im Unternehmen Kollegen, Chefs
00:47:10: etc.,
00:47:11: und dann so sehr nein, ich gehe dem mal nach.
00:47:14: Das
00:47:16: ist ein ganz toller Impuls, den man im Übrigen direkt mitnehmen kann aufs nächste Event oder halt.
00:47:21: Die nächste Unterhaltung und mal ausprobiert.
00:47:23: weil das stimmt gebe ich der total recht.
00:47:26: Kasia wir sind jetzt fast am Ende und ich würde dir gerne noch eine letzte Frage stellen.
00:47:32: Jetzt überlege ich gerade ob ich die etwas schwerere oder weniger schwere Frage stelle also nicht schwer im Sinne von schwer sondern Schwere.
00:47:44: Wir machen die Leichte, weil ich das gerade zum Abschluss schön finde.
00:47:47: Und zwar befindest du dich ja schon auf deinem neuen Weg und deiner neuen Mission.
00:47:53: Das ist für viele Frauen sehr inspirierend – also wie gesagt nicht nur der neue Weg sondern auch das was du aufgebaut hast!
00:47:58: Was wäre jetzt so?
00:47:59: der eine Tipp den du Frauen mitgeben würdest, die das hier hören?
00:48:02: Weil meine Haupthörerschaft sind tatsächlich Frauen zu siebzig Prozent.
00:48:07: Was wäre da eine Tipp, die du mitgeben würdest?
00:48:09: Wenn eine Frau sich gerade in einer ähnlichen Situation befindet vielleicht auch grade gründet oder sich auf einem neuen Weg befindet.
00:48:16: Worauf sollte oder darf man achten?
00:48:22: Also ich finde den einen Tipp diesen einen Tipp wirklich schwierig.
00:48:29: Ich glaube ich würde sagen das es zum einen wichtig ist dass ich von dem dem Weg, auf dem ich unterwegs bin wirklich überzeugt bin.
00:48:38: Also das ist wirklich mein Weg ist also dieses wer willst du sein?
00:48:42: Das war immer die DNA von Emotion.
00:48:44: Das ist so eine wichtige Frage diese für sich selber zu entscheiden und dann voller Mut danach zu leben.
00:48:52: Ich glaube dass es das wichtigste und bei allem die eigene Energie nicht zu vergessen.
00:48:58: Also ich glaube das ist auch wichtig diesen dieser Satz aus dem Flieger, den wir ja alle kennen.
00:49:04: Zuerst sich selber helfen die Atemmaske zuerst sich überstreifen und dann den anderen helfen auch das sich immer wieder vor Augen zu führen.
00:49:11: Das habe ich lange Zeit irgendwie verloren und vergessen war immer im Außen und es hat so viel Energie gekostet.
00:49:18: Im Endeffekt braucht das dein Weg.
00:49:20: ob das ein Unternehmen ist deine Familie ist sein Job ist einfach.
00:49:25: das braucht dich in voller Energie Und ich glaube, wir können nur viel leisten wenn wir wirklich bei uns und in unserer Energie sind.
00:49:33: Das vergessen vor allem die Frauen oft durch dieses Maus zu sein und deswegen den eigenen Weg finden und dabei immer denken Ich bin die Nummer eins in meinem Leben und wenn es mir gut geht kann auch anderen helfen dass das Ding gut geht und das ist glaube ich wichtig das zu lernen
00:49:51: Ja, wunderbar.
00:49:52: Vielen Dank für den Abschluss!
00:49:53: So haben wir ein Fest mit dir zu sprechen.
00:49:55: also wirklich von Herzen danke dass du dir die Zeit dafür genommen hast.
00:49:58: ich fand das Gespräch wunderbar vor allem und das ist mir so hängeblieben, weil ich dich wirklich wahnsinnig authentisch finde.
00:50:05: Und dass etwas ist was glaube ich nicht nur auf unserem persönlichen Weg extrem erfolgreich macht und auch toll ist sondern auch mit Blick auf ein demokratisches gesellschaftliches Miteinander.
00:50:15: Weil wir das beobachte ich sehr stark uns sehr schnell verklären lassen und eben wie so Fähnchen mitschwimmen mit dem großen mit der großen Stimme die gerade irgendwo aufleuchtet und da es ist extrem wichtig irgendwie Haltung zu zeigen unauthentisch zu sein und bei sich zu sein.
00:50:31: Das beweist du hier, das finde ich wunderbar!
00:50:33: Vielen Dank für das Gespräch.
00:50:34: Danke dir für die tollen Fragen und für dein Interesse und das schöne Gespräch.
00:50:41: vielen
00:50:52: Dank.
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