#143 Führung neu verhandeln: Zwischen Schutzraum und Machtverschiebung.

Shownotes

**Über meine Gästin: **

Marina Ziblis ist TEDx Speakerin, LinkedIn Top Voice und Unternehmerin. Sie arbeitet mit Führungskräften daran, sichtbar zu führen.

Nach über sieben Jahren in der Big4-Beratung (PwC, EY, KPMG) weiß sie: Nicht mangelnde Expertise verhindert wirksame Führung, sondern fehlende Klarheit darüber, wofür jemand steht – intern im Unternehmen und extern im Markt.

Mit The Safe Space schafft sie Räume, in denen Führungskräfte ihre Rolle reflektieren und Haltung entwickeln. Mit Visible Leaders begleitet sie Führungskräfte und Beratungen dabei, diese Haltung auch sichtbar zu machen – für mehr Einfluss im Unternehmen und Vertrauen im Markt.

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Über Isabel Gebien: Isabel Gebien ist Gründerin von EQUALITY 365, Podcast-Host und systemische Business Coach mit Fokus auf DEIB. Sie begleitet Unternehmen und Führungskräfte dabei, Zugehörigkeit erlebbar zu machen und Strukturen fairer zu gestalten. In ihrer Impact Masterclass zeigt sie, wie inklusive Führung wirklich funktioniert – klar, reflektiert und wirksam.Zur Masterclass.

Der Podcast EQUALITY 365 ist unabhängig, persönlich und bewusst kein Hochglanzformat. Wenn du diesen Podcast unterstützen möchtest, kannst du das hier tun.

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Transkript anzeigen

00:00:01: Hallo und schön, dass du da bist beim Equality Three Hundred and Sixty-Five Podcast – dem Ort an dem Gerechtigkeit keine Grenzen

00:00:08: kennt.

00:00:09: Warum investieren Unternehmen Millionen ins Recruiting?

00:00:12: Und wundern sich dann wenn die besten trotzdem gehen!

00:00:15: Meine heutige gestern stellt genau diese unbequem Fragen.

00:00:18: Marina Ziblis ist TEDx-Speakerin, LinkedIn Top Voice und Unternehmerin.

00:00:23: Sie kennt die Big-For-Welt von innen und sie weiß was Führung heute wirklich braucht um Menschen nicht nur zu gewinnen sondern zu halten.

00:00:29: Sie sagt, Diversität war für mich nie ein Trend.

00:00:32: Ich war selbst immer anders und mit ihrem Safe Space schafft sie jetzt Räume in denen weibliche Führungskräfte nicht nur funktionieren müssen sondern wirklich wachsen dürfen.

00:00:40: was das mit Macht und Sichtbarkeit und echter Verantwortung zu tun hat.

00:00:44: genau darüber sprechen wir in dieser Folge.

00:00:46: viel Spaß dabei.

00:00:49: Ja, es geht wieder los!

00:00:50: Wir haben eine weitere wunderbare Gästein.

00:00:52: Diesmal ist Marina Zipplis bei mir und ich freue mich ganz, ganz doll.

00:00:56: Marina und ich wir kennen uns schon eine ganze Weile und mir fällt immer wieder auf und das ist mir heute morgen auch direkt wieder aufgefallen die Menschen in meinem unmittelbaren... Kreislauf irgendwie sind, die vergesse ich immer in meinen Podcast einzuladen.

00:01:09: Weil sie so alltäglich für mich sind und ich immer denke ey geil!

00:01:12: Ich weiß so viel und ihr macht so tolle Sachen aber habt ihr dann irgendwie nicht auf dem Zettel ein Podcast einzoladen?

00:01:17: Und ich freue mich dass ich dieses Jahr so ein bisschen mehr darauf geachtet habe auch um meine Bubble-Matt zu schauen und die Leute in mein podcast einzuladen die da unmittelbar da sind und so ganz viele tolle sachen machen.

00:01:27: Und du Marina machst ganz wundervolle Sachen.

00:01:29: Du setzt dich unter anderem für Frauen ganz stark ein und hast extrem viel schon bewegt Und ich freue mich, dass wir da so ein bisschen näher einsteigen.

00:01:36: Aber bevor wir in die Thematik richtig deepdive'n würde ich dich einmal bitten, dass du dich vorstellst.

00:01:42: Macht das gerne so frei wie du magst.

00:01:44: also wer bist Du?

00:01:45: was macht Dich aus?

00:01:46: Was möchtest du sagen und teilen?

00:01:48: Ja danke Isabel!

00:01:49: Ich freu mich auch riesig, dass ich jetzt dabei bin und dass wir mal in dem Kontext sprechen und auch thematisch ein bisschen tiefer einsteihen können.

00:01:56: Ich liebe das ja und freue mich total, dass Wir heute das Gespräch haben.

00:02:01: Und einfach gesagt würde ich mich so vorstellen, dass ich mich mit der Frage beschäftige warum Unternehmen Millionen in recruiting investieren aber ihre besten Leute trotzdem verlieren.

00:02:11: Ganz konkret beschäftige ich mich damit was eine Arbeitswelt heute braucht um Menschen langfristig zu halten statt sie zu verlieren und dafür nutze sich ganz unterschiedliche Formate wie du ja gerade schon ein bisschen angeteasert hast.

00:02:22: also ich spreche auf Bühnen und auf LinkedIn sehr viel darüber auch mal Newsletter New Leaders Briefing über moderne Führung und Arbeitskultur maßgeblich.

00:02:30: Und ich habe mit The Safe Space ein Pierformat für weibliche Führungskräfte entwickelt, und unterstütze auch in meiner Beratung visible leaders Unternehmen und Führingskräfte dabei sichtbar zu werden und Vertrauen im Markt aufzubauen.

00:02:43: also das ist so was ich beruflich mache.

00:02:46: Und genau, wir können uns ja auch im privaten Kontext so ein bisschen und würde sagen ich brenne einfach sowohl beruflich als auch privat für das Thema ehrlicherweise.

00:02:54: Für mich gibt es da gar nicht so einen harten Cut aber wenn ich nicht arbeite dann bin ich leidenschaftlich viel in der Welt unterwegs reise unfassbarviel und liebe es mich mit ganz vielen Themen zu beschäftigen und irgendwie bei mir hinauszuwachsen.

00:03:08: Ich würde sagen das macht mich aus

00:03:11: Wunderbar, wow.

00:03:13: Das ist so schön wie du das gerade alles zusammengefasst hast und ich finde das beschreibt dich echt richtig auf den Punkt.

00:03:20: Du hast grade den Safe Space, also diese Peer Group für viel mehr Liederinnen angesprochen.

00:03:25: Wie bist du dann eigentlich auf die Idee gekommen einen solchen Safe Space zu bauen?

00:03:30: Okay, wie viel Zeit haben wir, Isabelle?

00:03:35: Ich kann etwas früher... ich kann ein bisschen ausholen und da brich mich gerne jederzeit wenn irgendwas nicht klar ist.

00:03:40: Aber ehrlich gesagt wurde dieser Samen schon ganz früh gepflanzt in einem meiner allerersten Jobs.

00:03:46: das ist schon sehr viele Jahre zurück Und da war ich in einem, wie man heute sagen würde, auch wenn nicht das Wort nicht mal ein sehr toxischer Umfeld.

00:03:54: Ich hatte eine wirklich schlechte Führungskraft.

00:03:56: Ich red jetzt nicht davon, dass sie zwangsläufig ein schlechter Mensch war ... aber einfach eine grauenvolle Führungskraft.

00:04:02: und damals war das zu einer Zeit in meinem Leben, in der es mir wirklich sehr schlecht ging.

00:04:07: Das wusste Sie und das Umfeld auch.

00:04:10: Mir wurde damals einen Job in dieser besagten Firma bereitgestellt, angeboten was zu damaligen Zeit und dem Alter in dem ich war ein großes Privileg war aus der Sicht des Unternehmens.

00:04:21: Ich hatte aber viele Gründe das nicht anzunehmen unter anderem privat und als ich das dann abgelehnt habe wurde mir da das Leben zur Hölle gemacht und das hat mich ja sehr ernüchtert, sehr traurig gemacht, sehr wütend vor allem weil die Personen also dass sich...ich hab im Nachhinein erfahren dass vor mir sieben andere Leute die gleichen Themen hatten Und nachdem das gefleckt wurde, wurde sie weiter befördert.

00:04:49: Da habe ich gemerkt wo die Grenzen des Systems sind und es hat mich extrem traurig gemacht, wütend machtlos aber vor allem auch wach und ich hatte dann das Gefühl den Eindruck dass ich daran so gar nichts ändern kann.

00:05:01: Dann hab' ich mir damals schon, also wirklich einer meiner ersten Jobs, ich lebte zweit... Ich hatte das Versprechen gegeben, dass ich mich damit auseinandersetzen will wie eine bessere Arbeitswelt aussehen kann.

00:05:13: Weil ich dadurch das Gefühl hatte so ein bisschen mir die Macht zurückzuerhalten und auch einen positiven Sinne.

00:05:21: Und in dem Kontext habe ich mich auf viel mit female empowerment beschäftigt weil ich mir gedacht hab es kann noch nicht sein ... und so behandeln im Business-Context.

00:05:32: Das kann doch nicht sein, dass wir die Ellenbogen ausfahren müssen!

00:05:35: Es kann nicht sein das wir uns Klein machen... ... es kann nicht seien dass wir uns gegenseitig nichts gönnen,... ...und hab dann selber ganz viel mich mit Frauennetzwerken auseinander gesetzt,... ...hab mir selber Peer Groups gesucht, ganz viele Formate ausprobiert... ...und irgendwann auch selber Formate gestaltet im Rahmen meines Angestellten daseins in dem Weg vor.

00:05:51: Und da hatte ich das Gefühl und da würde mich auch deine Meinung zu interessieren... ...Isabel, dass es viele Netzwerke gibt.

00:05:59: Aber sehr viele darauf ausgelegt sind, immer höher weiter schneller Frauen an die Spitze.

00:06:04: Wir müssen die Männer verdrängen also nicht so wortwörtlich aber sinngemäß.

00:06:09: und ich hatte dann das Gefühl oder ich hatte da die Erfahrung gemacht dass die Formate die ich kreiert habe die den Safe Space gestaltet haben in dem wir verletzlich sein konnten ehrlich sein konnten indem wir das umfeld hatten indem wir auch uns öffnen konnten das aller aller wertvollste war.

00:06:25: Und ja, das hat mich dann so ein bisschen dazu geführt.

00:06:28: Dass ich irgendwann gesagt habe okay ich hab jetzt die Kapazität, ich hab mich im vergangenen Jahr da noch selbstständig gemacht und ich hab endlich die Kapizität das auch selber umzusetzen.

00:06:36: So ist dann The Safe Space entstanden.

00:06:39: Ich hab mich auch Anfang des Jahres bei Simon Sinek ausbilden lassen und er sagt einen Satz der das glaube ich ganz gut zusammenfasst.

00:06:46: Er gesagt the thing you give to the world is also a thing that you need it most.

00:06:51: Das trifft es ganz gut an dieser Stelle.

00:06:54: Ja, total.

00:06:55: Das ist ganz spannend!

00:06:56: Also ich hab interessanterweise ähnliche Erfahrungen mal gemacht.

00:07:00: die liegen jetzt schon echt eine Weile her und bei mir ist es so gewesen... Ich habe unterschiedliche Jobs gehabt logischerweise und immer mal wieder gewechselt und ich hatte fast überwiegend weibliche Führungskräfte und hatte oft diese Situation dass gerade die Frauen, die mir vorgestellt waren Bissig waren.

00:07:26: Und natürlich muss man sich in so einer Situation auch immer fragen, was hat man selbst damit zu tun?

00:07:29: Das möchte ich jetzt gar nicht komplett vom Tisch wischen aber Ich finde es schon interessant dass wenn man mal den Job wechselt und das immer wieder auftritt Auch mal so zu gucken okay Aber was ist da liegt vielleicht auch strukturell hinter?

00:07:41: wie?

00:07:41: so sind gerade Frauen Frauen gegenüber immer so gastig und bei mir sind zum Beispiel auch Sachen passiert die so offensichtlich Nicht nett waren, also so offensichtlich vorgeführt war.

00:07:52: das sollte so sein.

00:07:54: Das war nicht einfach nur ich habe mich ein bisschen im Ton vergriffen oder ja ich rede nun mal sehr direkt sondern es war wirklich so Dinge die aktiv so gewollt waren wo man nicht aktiv vorführen wollte und da würde ich ganz gerne wissen wie du das so wahrnimmst.

00:08:08: also glaubst du dass hier Strukturelles Problem ist, dass Frauen mit Frauen einfach... Dass wir aufgrund der Historie die wir erleben.

00:08:16: Aufgrund dessen das eben Rollenbilder sind wie sie sind.

00:08:18: Auf Grund dessen dass Frauen eben zweitrangig immer noch agieren.

00:08:22: Also in erster Linie zählen eben die Männer und nicht die Frauen.

00:08:27: Bedingt das?

00:08:28: Dass wir untereinander bissig miteinander umgehen?

00:08:32: Ja, das ist ein super spannendes Thema.

00:08:34: Ich habe dazu sogar auch erst kürzlich vor ein paar Wochen Beitrag dazu verfasst.

00:08:39: Ich weiß nicht mehr genau wie ich es wirklich genannt hab aber der Tonus den ich nutzab war dass wir Frauen nicht bissig werden weil wir so sind und ich glaube dass ganz viele Dynamiken das Bedingen oder beeinflussen warum Frauen sich so verhalten.

00:08:54: dass einfach die Luft oben dünn ist und das wir strukturell einfach... Und das ist Fakt.

00:08:59: Das ist auch nochmal ein Thema, also ich glaube, das alleine ist noch mal einen ganzen Podcast wert!

00:09:03: Aber das ist einfach Fakt, mehr Herausforderungen haben, wenn es darum geht befördert zu werden.

00:09:09: Wenn's darum geht Vereinbarkeit herzustellen und die Luft ist einfach oben dünner Und ich denke das bedingt auch dass wir Frauen uns einfach auch mehr durchsetzen müssen und viele dann zum Beispiel.

00:09:18: also eine Sache die mir aufgefallen ist Ich habe da auch ganz wundervolle Bücher zugelesen unter anderem ich weiß nicht ob du das Buch Linien von Sheryl Sandberg kennst

00:09:29: Nee, ich glaube nicht.

00:09:30: Es ist ein ganz wundervolles Buch.

00:09:31: da geht es auch darum was mit uns passiert wenn wir uns in einem Männer dominierten Umfeld anpassen gewisser Form.

00:09:36: Ich glaube dass diese Anpassung an das umfeld Dass es einfach häufig gibt ja indem Einfach noch sehr alte Denkweisen verankert sind uns einfach sehr schwer zu Frauen behaupten können Und ich sehe, dass er differenziert.

00:09:53: Es geht mir nicht darum, dass wir in der Opferrolle sind.

00:09:56: Da müssen wir gleich noch zu sprechen.

00:09:58: Aber es gibt darum, das anpassen in gewisser Weise und ich glaube, das bedingt dann einfach, dass man sich so verhält weil man sich durchboxen muss, damit man da hinkommt.

00:10:05: Weil man gewisse Verhaltensweisen annimmt um ernst genommen zu werden, um sich Respekt zu verschaffen.

00:10:10: Ich glaube auch und da bin ich wirklich von überzeugt, auch wenn ich genauso wie du diese schlechten Erfahrungen gesammelt habe In anderen Kontexten andere Frauen.

00:10:20: Ich bin immer noch ein großer Fan, ich finde es wundervoll wenn Frauen in Führung sind und ich bin davon überzeugt dass die meisten im Kern ganz tolle Menschen sind Und das die meisten auch die sich so verhalten einfach ist nicht besser wissen noch nicht besser können absolut

00:10:34: Absolut genau.

00:10:35: ich glaube es braucht da ganz ganz viel reflektion und das ist eigentlich das was ja auch ein unternehmen den führungskräften mitgeben sollte genug trainings die eben einfach Darauf hinweisen, dass wir aufgrund unserer Historien, aufgrund dieser nicht vorhandenen Gleichstellung oftmals so agieren um uns da oben behaupten zu können.

00:10:55: Aber wir gleichzeitig auch ein Team, also allies im wahrsten Sinne des Wortes in anderen Frauen bilden sollten, um wirklich erfolgreich zu sein und wirklich aufzublühen und unser Potenzial zu entfalten.

00:11:07: Und das ist, glaube ich, etwas was wir nur selber.

00:11:08: Diesen Job können wir eigentlich nur selber machen.

00:11:10: Das zu verstehen auf der einen Seite und dann in die Reflexion zu gehen und zu schauen okay Moment wann war ich denn mal bissig?

00:11:16: Wann habe ich mich vielleicht mal unfair verhalten und wie könnte ich das das nächste Mal besser machen?

00:11:20: oder also was würdest du sagen so?

00:11:22: Hundert Prozent!

00:11:23: Also es möchte ich zu hundert Prozent erstreichen dass interessant ist.

00:11:25: Du kennst ja die Inhalte von von der Safe Space nicht weil Du ja nicht Teil des Programms bist und das witzige daran ist oder das passende gerade ist.

00:11:33: Es gibt immer eine Transformation-Journey zu beginnen.

00:11:35: Bevor die Frauen in den Space Base kommen, durchlaufen sie die Transformation Journey und da geht es in erster Linie um Selbstreflexion.

00:11:41: Und der erste Phase, da geht das genau darum dass man sich seine eigenen Trigger seiner eigenen Muster bewusst will und sich damit auseinandersetzt.

00:11:49: weil ich bin auch fest zur Überzeugung dass die Führung von uns selber oder die Reflektion von uns selbst maßgeblich darüber entscheidet wie wir andere führen und das ist ja größte Knackpunkt.

00:12:00: Das heißt jetzt als weibliche Führungskraft als männliche Führungskraft, war es auch immer deswegen.

00:12:05: Ich stimme dir zu hundert Prozent zu und ich habe auch realisiert in meiner eigenen Entwicklung je selbstreflektierter und auch kritischer mit mir selbst geworden bin dass du besser ab ich mein Umfeld in jeder Beziehung in der ich war geprägt und das ist unglaublich wertvoll.

00:12:21: Und du hast es, ich finde, du bringst es wunderbar auf den Punkt selbstkritisch.

00:12:25: Das ist das.

00:12:26: Also uns nicht selber immer nur auf die Schulter klopfen und sagen also wir sind echt toll!

00:12:29: Das machen wir wirklich gut.

00:12:30: Das brauchen wir auch weil auch das wird uns Frauen ja immer unterstellen.

00:12:33: Wir sind nicht gut genug.

00:12:34: Wir müssen noch härter irgendwas leisten.

00:12:37: Wir können...wir sind nicht so resilient wie Männer oder so.

00:12:39: aber auf der anderen Seite auch trotzdem kritisch bleiben und trotzdem auch bestimmte Situationen hinterfragen find' ich total ein super Impuls.

00:12:48: Was war denn jetzt der persönlichste Moment, in dem du selbst gespürt hast?

00:12:52: Jetzt braucht es sowas wie ein Safe Space.

00:12:54: Also war das der Moment den du gerade schon beschrieben hast oder gab es da noch irgendwas anderes was dich so richtig hart getriggert hat wo du gesagt hast ne ich muss hier etwas aufbauen was anderen Frauen hilft.

00:13:04: Ja, also der Moment war natürlich sehr prägend.

00:13:06: Aber er liegt jetzt schon einige Jahre zurück.

00:13:07: Das heißt es war irgendwie immer im Hinterkopf und das ist auch der Grund wieso ich mich damals schon oder damals angefangen habe mit Führung- und Employee Experience Design und so auseinandergesetzt hab.

00:13:17: Das war immer schon mein maßgeblich für meinen Y sozusagen ja maßgeblich So.

00:13:26: Ich würde aber sagen ... in den letzten Jahren, vor allem ich war ja in der Beratung.

00:13:30: Ich war bei KPMG-EY, bei PWC, das heißt auch im sehr leistungsgetriebenen Umfeld und ich habe kundenseitig gearbeitet.

00:13:38: Das heißt, ich hatte einerseits quasi diesen großen Konzern, ... ... der sehr leisungsgetriebene ist... ... und auf der anderen Seite auch das Kundenumfeld.

00:13:45: Das heisst, ich hab in ganz viele Firmen geschaut Und ich habe immer wieder die gleichen Muster gesehen.

00:13:50: Das kann doch nicht sein, dass so viele Jahre zwischen diesem ersten Samen, den ich da gepflanzt hab und heute liegen sich nichts verändert.

00:13:59: Es hat mich extrem frustriert.

00:14:01: wir sehr leidenschaftliche Menschen sind und wenn mich etwas frustriert, dann kriege ich direkt diesen Impuls.

00:14:07: Ich muss jetzt was daran

00:14:08: ändern.".

00:14:09: Ja... Und ich glaube, was mich daran am Ende bewogen hat war ... ich hatte diesen Impulz schon lange und wie gesagt, ich habe auch in meiner Rolle vorher solche Formate aufgesetzt und diese Magie einfach gesehen.

00:14:19: Und was mich dann beeinflusst hat, weil ich hab gesagt okay das ist jetzt meine Hypothese!

00:14:24: Ich frage jetzt mal rum und ich mache eine Umfrage und ich führe Interviews.

00:14:27: Das habe ich dann lange gemacht Und ich habe über drei Hundert Antworten bekommen, was sich auch selber eindruckt

00:14:32: fand.

00:14:32: Mega!

00:14:32: Ja total.

00:14:34: Das Spannende war... das waren noch so ein bisschen der letzte heiße Tropfen auf dem Stein.

00:14:40: Es haben über drehundert Frauen teilgenommen Ich würde sagen die gleichen Kernthemen, die alle genannt haben.

00:14:46: und ich hab auch gefragt seid ihr denn schon in der Zwerge?

00:14:49: und achtzig Prozent der Frauen waren schon Netzwerken.

00:14:52: Und habe ich gemerkt, okay es gibt ja diese Becken aber die sind halt noch nicht so... Diese Auffangbecken sind einfach noch nicht dazu gemacht oder noch nicht dafür prädestiniert dass wir uns öffnen können weil das halt ganz oft darum geht und das habe ich in meiner eigenen Erfahrung gesehen Nisabel wenn ich auf irgendwelchen Frauennetzwerkveranstaltungen bin Wie gesagt, wo es sehr oft dieser Tonus ist von wir müssen an die Spitze wie Frauen nach vorne immer dieses Narrativ.

00:15:15: Und ich finde auch bei einem großen Netzwerkevent oder in dem großen Netzwerk ist es total schwer gerade für introvertierte Menschen sich zu öffnen und überhaupt verletzt.

00:15:25: also du gehst ja auch nicht auf ein Event oder auf mehrere Events.

00:15:28: Ich meine ich bin sehr offener Mensch aber Du schüttest ja nicht jedem gleich dein Herz aus.

00:15:33: das braucht ja auch erstmal psychologische Sicherheit ... hat mir auch immer gefehlt.

00:15:37: Und das habe ich gesucht.

00:15:38: und als sich dann selber... ... auch als Managerin befördert wurde, ... ... hab' ich dann realisiert okay wow!

00:15:42: Ich bräuchte das eigentlich auch,... ... aber mit wem rede ich denn über die Themen?

00:15:46: In meiner Firma mit den Leuten, ... ​​die mir zuarbeiten und meinen Kunden.

00:15:51: Also weiß was ich meine.

00:15:53: Ja voll, ja voll.

00:15:54: Genau und das war dann so glaube ich der Turning Point wo ich gesagt habe ok, ... ..."das Thema beschäftigt mich jetzt so lange".

00:16:00: Ich weiß so viel dazu.

00:16:02: Ich muss es mal selber

00:16:03: ausmachen.".

00:16:04: Ja, ich finde das voll spannend.

00:16:05: Und ich habe tausende Gedanken... Ich muss mal gucken ob ich jetzt strukturiert bekomme?

00:16:10: Also erstmal hab' ich gerade gedacht so, ich glaube was immer schwierig ist und genau diesen Gedanken habe ich mir damals gemacht als ich mich auch selbstständig gemacht habe.

00:16:17: Ist so dieses wenn du etwas Gutes tun möchtest und du das wirklich mit aller Überzeugung machst.

00:16:21: also was wir ja tun?

00:16:23: ne weil wie du sagst Wir sind da sehr leidenschaftlich und auch dir finde ich.

00:16:26: im übrigen merkt man dass total anders Du deine Reichweite und Deine Sichtbarkeit extrem werteorientiert nutzt.

00:16:31: Das machen aber ganz ganz viele nicht.

00:16:33: Und das ist kein Vorwurf, sondern einfach nur eine faktische Feststellung so.

00:16:37: Und es ist okay, jeder muss das für sich machen so aber daran merkt man natürlich dass du sehr werteorientiert bist.

00:16:42: ich glaube wo's immer schwierig wird ist wenn man dann versucht das in ein Business umzusetzen weil ein Business per se ja bedeutet Du musst wirtschaftlich sein.

00:16:49: Das bedeutet Du hast ne Ähm anders als eine NGO, die eben keiner Gewinn im Erzählungsabsicht hat.

00:16:55: Hast du das?

00:16:56: Und damit hast du bist du automatisch in diesem kapitalistischen Leistungssystem drin und musst irgendwie versuchen dieses Ich will Werte orientiert arbeiten mit.

00:17:05: ich muss aber auch darauf achten dass sich Leute nicht verbrennen oder in dem Fall eben die Frauen der mein Netzwerk komme mich irgendwie denen ich das gebe, was sie brauchen ausbalancieren.

00:17:15: Und ich glaube, dass ist der feine Art, der durchaus funktioniert.

00:17:18: Das merken wir ja jetzt schon.

00:17:20: aber wo man eben ganz stark gucken muss wie weit skaliere ich das zum Beispiel?

00:17:24: Wie weit kann ich das irgendwie in die Breite treiben?

00:17:26: und so weiter?

00:17:27: Ich glaube, was du gerade beschrieben hast mit den Netzwerken, an denen du bis dato schon warst, ist einfach genau das, was mir auch auffällt weshalb ich auch bis dato immer nicht so ein Riesenfan war weil Entweder um, wir klopfen uns alle auf die Schulter ging.

00:17:44: Oder B du hast immer die gleichen Leute gesehen aber man hat immer die Leute gesehen, die eh schon krass sichtbar waren.

00:17:50: und dann habe ich mich immer gefragt okay aber was bringt das jetzt allen anderen?

00:17:52: Also dass sich alle anderen immer nur so untergelegter... wie sagt man das auch?

00:17:59: Also so weniger Wert quasi fühlen müssen weil sie nicht die Sicht bekannten.

00:18:04: Und das ist glaube ich ganz schwierig da diese Balance zu finden zwischen einerseits Klar, Reichweite entscheidet auch für Reichweiten deines Netzwerks und auf der anderen Seite okay.

00:18:15: Aber vielleicht sind da ja auch ein paar Stimmen die nicht so reichweitenstark sind aber die krass guten Input haben und ich glaube da die Balance zu waren ist extrem wichtig aber auch die größte Herausforderung.

00:18:25: Ja, ich weiß was du meinst.

00:18:25: Also... Ich sehe das aus zwei Perspektiven.

00:18:28: Das eine ist vielleicht erst mal das Thema Wirtschaftlichkeit also für mich.

00:18:31: Dazu muss man ja auch sagen um das mal einzuordnen.

00:18:35: Ich komme mir auch aus einem sehr leistungsgetriebenen Umfeld aus dem High Performance Environment meines Lebens und ich bin auch so als Mensch sehr performance getrieben.

00:18:43: bevor ich gearbeitet habe war ich auch im Leistungssport usw.

00:18:46: Und dazu muss man sagen ich bin schon auch ein sehr... Also ich bin ein großer Verfechter davon eine gute Performance abzuliefern und ich selber einen hohen Anspruch an mich.

00:18:55: Und ich würde sagen, ich ziehe tendenziell auch Leute an die performance getrieben sind per se.

00:19:00: Das heißt es geht mir jetzt nicht darum.

00:19:03: also in meinem Format geht es auch darum eine besser performe Führungskraft zu werden.

00:19:06: Es geht natürlich darum selbst best zu liefern aber es geht auch um eine bessere Version seiner selbst so sein um andere besser führen zu können was am Ende für mich sehr stark ein Leistung geknüpft ist.

00:19:16: Und das ist auch die B-to-B Brille aus der ich schaue.

00:19:19: Ich meine fast überwiegend B-to-B gearbeitet.

00:19:22: Das heißt, ich denke das Leistung oder High Performance oder wie wir es nennen wollen sagen einfach gute Performance bedingt eine Auseinandersetzung mit sich selbst und bedingt psychologische Sicherheit und einen guten

00:19:33: Namen.

00:19:33: Und deswegen schließt sich das für mich gar nicht aus.

00:19:35: aber der andere Aspekt und ist das was du gerade meintest mit dem Frauenentswerken Klar, aus Business Sicht.

00:19:41: Wie groß skaliert man das?

00:19:42: Und wann verliert man dann diesen Safe Space wenn es immer größer wird?

00:19:45: Das verstehe ich total.

00:19:47: und wie stellt man Diversität her in der Gruppe und fängt nicht an, wo quasi die Leute anzuziehen, die einem am Ende aufs Business einzahlen und Reichweite bringen?

00:19:56: Ich weiß total was du meinst Aber ich glaube dass das trotzdem funktioniert.

00:20:01: Es ist ein Kraftakt weil, wie du sagst, es wäre einfacher zu sagen Hey!

00:20:05: Ich habe jetzt hier einen Netzwerk und ich hole mir alle Influencer irgendwie ran Und fangen an, das jetzt hier groß aufzuspielen.

00:20:12: Natürlich werde ich an der einen oder anderen Stelle auch Meinungsführer einbeziehen.

00:20:14: Das mache ich schon jetzt aber mir ist trotzdem wichtig dass diese Werte die ich als Mensch nach außen trage egal was ich mache immer bei behalten werden und Ich denke dass sich das nicht ausschließt Aber dass es dann mehr Arbeit erfordert.

00:20:26: da hast du völlig recht

00:20:27: Ja, definitiv.

00:20:28: Und genau das ist der Punkt, den ich meine, das strahlst du auch aus und du ziehst automatisch die richtigen Leute dadurch an weil wie du hast es genau eigentlich passend beschrieben ne?

00:20:37: Das was wir sind, das ziehen wir auch an am Ende des Tages und bei dir merkt man dass du das lebst diese Werte und deswegen wird es auch erfolgreich werden aber eben tatsächlich anders als das was man wahrscheinlich bis dato kennt.

00:20:48: und das ist auch gut so weil wir brauchen genau dieses anders.

00:20:50: Wir brauchen wirklich diese Spaces wo Menschen eben wirklich verletzbar sein dürfen Wo sie diese psychologische Sicherheit wo sie eben Vertrauen aufbauen können und damit auch wirkliche Verbindungen schaffen.

00:21:00: Weil das ist ja, wo du hin willst eigentlich damit?

00:21:03: Ja und unabhängig davon... Ich selber hatte ja das große Privileg jetzt auch in meinem letzten Job wundervolle Trainings zum Beispiel mitzunehmen.

00:21:11: ich habe tolle Entwicklungsprogramme machen dürfen extrem auf wenn ich also gerade bei PVC gibt es wirklich richtig richtig richtig tolle Formate.

00:21:20: Ich kenne auch viele Frauen, die tolle Führungskräfte- und Wirkungsprogramme haben.

00:21:25: Das ist ja auch einfach ein Thema was für viele Unternehmen auf der Agenda oben steht, einfach auch die Hypotension zu halten am Ende.

00:21:33: Und das möchte ich nicht kleinreden aber ich glaube es ist eben nicht alles was man braucht weil das eine ist Wissen zu vermitteln und das andere ist halt einen Raum zu haben in dem man wirklich über seine Challenges reden kann.

00:21:43: Also total banal, aber wenn du in einer Führungsrolle bist und du hast eine Situation mit der du nicht umgehen kannst oder ein Blockade dann bringt dir das sehnte Führungskräfte-Softskeltraining nichts.

00:21:56: Wenn du dich mit dir selber nicht auseinander setzt und dich auch mal gespiegelt bekommst was du tust.

00:22:01: Absolut.

00:22:02: Also ich glaube es bedingt sich gegenseitig.

00:22:05: Ja sehr, sehr war.

00:22:08: Jetzt haben wir schon viel über psychologische Sicherheit und auch über Vertrauen gesprochen, total wichtige Aspekte gerade in dem Kontext.

00:22:15: Wann erlebst du denn persönlich?

00:22:16: In deiner Arbeit aber auch vielleicht im Privaten die stärkste Form von Zugehörigkeit, weil auch das finde ich ist ein wesentlicher Aspekt der hier eine Rolle spielt.

00:22:25: Also meine Arbeit ... Ich habe ja verschiedene Stränge, die alle auf das gleiche Ziel einzahlen, sage ich mal.

00:22:30: Deswegen ist es komplett anders je nachdem welches Business-Modell wir jetzt betrachten.

00:22:35: aber weil wir bei The Safe Space bleiben vielleicht was ich extrem wertvoll fand zum Beispiel im letzten Jahr auch in den Kohorten dass die Leute total unterschiedlich waren.

00:22:46: Die Frauen hatten unterschiedliche ... Waren aus unterschiedlichen Kontexten, manche hatten ein Thema mit Vereinbarkeit, andere waren im sehr männerdominierten Umfeld, andere sind in Neuführungsrolle gerutscht und hatten total viel Druck also ganz unterschiedliche Voraussetzungen.

00:23:00: Und gleichzeitig extrem viel Verständnis füreinander.

00:23:05: Das ist mir unfassbar wichtig.

00:23:06: und bevor es auch immer losgeht gibt es auch immer so eine Art Setting the Scene, es gibt ganz klare Verhaltensregeln oder ein Faltenskodex in diesem Raum.

00:23:15: Und der besagt halt auch dass man einander akzeptiert auf wenn man nicht gleicher Meinung ist.

00:23:18: und ich war neugierig ob das so klappt weil das klingt immer ganz schön ne?

00:23:23: Auf dem Papier schreibt sich jeder gerne auf die Fahne aber das dann auch umzusetzen ist gar nicht leicht.

00:23:29: Das hat extrem gut funktioniert und das hat mir sehr schönes Gefühl gegeben weil ich den Eindruck hatte egal mit was du kommst Du wirst hier gehört, auch wenn Leute anderer Meinung sind.

00:23:38: Ich finde das ist für mich eine der schönsten Formen von Zugehörigkeit weil gerade im Arbeitskontext oder auch in sozialen Gruppen, wenn man anders denkend ist oder wenn man eine sehr klare Haltung... bezieht und das kannst du wahrscheinlich nachvollziehen.

00:23:55: Gibt es die Menschen, die sagen hey okay wir sind hier anderer Meinung, wir haben eine andere Haltung aber ich respektiere dich und finde toll dass du dich einsetzt?

00:24:03: Und dann gibt es die menschen, die dich direkt dafür verurteilen und sich ein Bild von dir machen.

00:24:09: Das ist für mich immer... ein toller Raum, wenn man merkt okay du bist in einem diversen Umfeld aber du kannst trotzdem nur selbst sein und du wirst dafür nicht abgestraft.

00:24:17: Ich würde sagen das ist für mich so die Definition.

00:24:19: Ja das ist wunderschön!

00:24:20: Und auch so wichtig und ich meine wir sind uns glaube ich einig jemandem ohne dass man ihn sie erst kennt sollten wir nie abstrafen.

00:24:28: also das finde ich ganz ganz schwierig weil solange du dir nicht selber irgendwie mal ein Bild von einer Person gemacht hast es immer schon echt kritisch jemanden zu kategorisieren oder zu sagen ja der oder die ist bestimmt genau so weil Ich hab das so häufig, wo ich immer denke ja also wir gucken Menschen an und wir schieben sie sofort in irgendwie eine Schublade.

00:24:51: werten sie dann ab oder bewerten Sie.

00:24:53: Und das ist echt, echt schwierig!

00:24:54: Also da sollten wir uns sowieso von fernhalten und uns immer erstmal selbst davon überzeugen und werden wir nach einem Gespräch oder ich weiß nicht... Nach einer Diskussion denken okay die Person, die gefällt mir immer noch nicht so gut, dann finde ich es auch okay.

00:25:06: also man muss sich ja nicht mögen, ne?

00:25:08: Dann kann man ja einfach irgendwie einen anderen Weg einschlagen.

00:25:11: aber auch dann sollte man diese Person trotzdem nicht abwerten in der Öffentlichkeit sondern dass einfach für sich denken und weitergehen oder wie siehst du das?

00:25:18: Ja ich sehe das genauso.

00:25:19: Ich musste da gerade auch an Social Media denken, wenn wir sind ja beide sehr aktiv auf LinkedIn.

00:25:24: Und ich habe mit Wachstum der Reichweite realisiert, dass dann doch das vorkommt... Das weiß ich nicht.

00:25:29: Leute einen irgendwo sehen und wieder erkennen was ich immer noch total komisch finde.

00:25:33: Aber alles passiert!

00:25:35: Und da dann auch häufig so, also manchmal die Sprüche kamen.

00:25:38: Wow irgendwie ich habe dich irgendwie ganz anders eingeordnet und aufgeschlossen und so nett.

00:25:45: Ich glaube es ist manchmal echt gar nicht so leicht so authentisch und verletzlich man sich zeigt hat am Ende sich als ganze Person nach außen zu bringen.

00:25:53: Es ist einfach schwer am Ende weil du gibst ja nicht dein komplettes Leben irgendwie preis und es geht sowohl für Social Media Als auch für irgendwelche Events oder was auch immer man tut.

00:26:04: und was ich immer finde ist, oder was mir geholfen hat.

00:26:06: Auch selber urteils freier zu werden anderen Menschen gegenüber ist.

00:26:10: Wir wissen einfach nie was bei den menschenloses privat und oft gibt es so große schicksale.

00:26:17: Ich erinnere mich noch letztes Jahr ich hatte einen Termin oder ein Call mit einer Kollegin als sie noch angestellt war Und das ist ein totaler Sonnenschein und Mensch, der immer so supergut gelaunt in den Kohl kommt.

00:26:28: Also immer so den Raum erhält.

00:26:30: Und an dem Tag war die Kamera aus.

00:26:31: Und irgendwie weiß ich nicht ... Ich hatte ein komisches Gefühl und hab gefragt, wie geht's dir denn eigentlich grad?

00:26:36: Irgendwie, ich fühl grad irgendwie dass da was nicht stimmt.

00:26:39: Und sie ist dann in Tränen ausgebrochen!

00:26:41: Und wochenlang hat man halt nicht festgestellt, dass es einen Krebsfall in ihrer Familie gibt, der sich total eignet.

00:26:47: Ja... Ich finde, wenn man so ein bisschen Demut auch hat oder sich bewusst wird dass es die Menschen alle Menschen sind und ihr bestes auf dieser Welt tun.

00:26:56: Und wir alle keine Experten in der Welt sind.

00:27:00: Dann ist das irgendwie ein bisschen einfacher vor Urteilsfreier damit umzugehen.

00:27:03: Ja!

00:27:04: Und ich wünsche mir manchmal auch gerade so auf Social Media... ...dass die Menschen einfach mit einer kritischen Brille drauf schauen was sie lesen.. ..und versuchen da auch ein bisschen Verständnis aufzubringen.

00:27:14: Das fehlt mir manchmal muss ich sagen.

00:27:16: Ja, total.

00:27:17: Und ich finde es schön, dass du es auch noch mal so explizit ansprichst weil ich wollte gerade das Social Media nochmal erwähnen.

00:27:22: also ich glaube sogar durch Social Media hat sich das noch negativer verschärft Weil, wie du sagst, jeder Experte ist.

00:27:29: Jeder seine Meinung überall ungefähr dazugeben kann.

00:27:31: Man sich ja auch im Zweifel immer hinter etwas verstecken kann und es total schwer ist, weil sind wir mal ehrlich.

00:27:37: also wenn ich jetzt mal so meine Auftritte irgendwie beurteile dann würde ich sagen sieht man nicht mal ein Zehntel wahrscheinlich von dem wer ich wirklich bin?

00:27:45: Und ich glaube durch meine sehr kritische Haltung die ich ja bewusst auch so lebe um damit eben auch zum Denken anzuregen glaube ich werde ich auch nochmal viel schneller irgendwie ab abgewertet oder eine Schublade gepackt, überhaupt bewertet.

00:28:00: Was ich unter den Umständen auch verstehen kann aber wie genau du sagst wo wir uns immer wieder klar machen müssen das was wir da lesen In irgendeinem Beitrag mal ist nicht die Person.

00:28:11: Da ist noch viel mehr, da ist noch ein Lachen und da ist eine private Person oder es vielleicht eine Familienmensch und keine Ahnung was nicht alles und vielleicht auch eine Person die auch total belastet sein kann.

00:28:21: Und das wie du sagst wir haben alle unterschiedliche Facetten.

00:28:23: am Ende des Tages sind wir alle Menschen und alle Menschen zeichnen irgendwie so die gleichen Lebenslinien aus.

00:28:28: Wir haben alle ups und downs und das dürfen wir echt berücksichtigen Und in unserer Wertung immer irgendwie im Hinterkopf haben.

00:28:35: Ich glaube, damit würden wir uns alle Echten gefallen und uns einfach eine bessere Gesellschaft auch mitgestalten.

00:28:40: Und darauf kommt es ja am Ende des Tages irgendwo an, ne?

00:28:42: Voll!

00:28:44: Ja... Das kann ich nichts hinzufügen.

00:28:48: Wie stellst du denn sicher, dass in deinem Safe Space auch Frauen Platz finden, deren Lebensläufe vielleicht eher untypisch sind oder gebrochen sind?

00:28:55: Oder die sozial nicht so privilegiert sind.

00:28:57: Oder die vielleicht eine andere Hautfarbe haben.

00:28:59: Weil du hast jetzt ein paar mal schon Diversität angesprochen und ich weiß, dass dir das auch extrem wichtig ist.

00:29:04: Vielleicht magst du damals ein paar Worte zu sagen weil im Übrigen noch eine Ergänzung, weil du auch andere Netzwerke angesprochen hast.

00:29:10: Das ist ein Thema was ich häufig in Gesprächen gehört habe Dass Frauen eben in bestimmten Netzwerken genau das beklagen sagen, die sind oft sehr weiß.

00:29:19: Und das ist jetzt nur eine Diversitätsdimension, die man da sehen kann.

00:29:23: ob jemand aus einer sozialen Ungleichheit kommt oder vielleicht eine unsichtbare Behinderung hat oder so siehst du ganz oft gar nicht.

00:29:28: aber wie stehst du dazu?

00:29:29: Wie willst Du hier den Raum offen halten für alle?

00:29:33: Ja, also vielleicht erstmal Farb.

00:29:35: Ich kann dir nicht sagen ob ich die Aufgabe gut oder perfekt erfülle.

00:29:39: Du bist da die Expertin aber ich kann dir halt sagen worauf ich Acht gebe.

00:29:44: das hilft es vielleicht ein bisschen einzuordnen.

00:29:47: Also erst mal ist die Hautfarbe oder die Herkunft oder was auch überhaupt gar kein Kriterium.

00:29:55: Merkt man auch auf Anid nicht.

00:29:56: Auch ich selbst komme aus keiner deutschen Familie, meinen Vater ist Lette, meine Mutter hat russische Wurzeln, mein Opa ist in der Ukraine geboren und meine Oma in Georgien.

00:30:03: Also... Wow!

00:30:05: Das ist ein ganz wilder Mix.

00:30:07: Meine Eltern sprechen auch verschiedene Sprachen.

00:30:09: Ich habe nicht Deutsch zu Hause gesprochen und so.

00:30:11: Das heißt für mich ist irgendwie dieses Thema Leute aufgrund von irgendwelchen Eigenschaften auszuschließen schon mal gar nicht gegeben weil es für mich einfach gar kein so nie-Thema war, weil ich selber irgendwo anders war sag' ich mal Und unabhängig davon ist es so, ich glaube das ist herausfordernd.

00:30:28: Ist sehr divers zu sein in meinem Kontext weil ich glaube durch die Personen die man auch nach außen oder sagen wir mal so durch die Social Media Visibilität und die Person die man ist sieht natürlich auch gewisse Leute an und Die Themen die ich platziere haben ja sogar nichts mit dem Thema.

00:30:44: also Ich rede ja gar nicht so sehr über gesellschaftskritische Themen sondern ganz viel über Business Themen und ich glaube deswegen hat man einfach eine gewisse Zielgruppe, die sich damit diesen Themen identifiziert und das ist dann völlig egal wie sie aussieht.

00:30:55: Also für mich ist es völlig egal worauf es für mich ankommt.

00:30:59: ich habe mit jeder Frau Echt?

00:31:01: Es ist anstrengend, aber ich mache das.

00:31:03: Ich habe mit jeder vorher einen Call, also nenn es Matching-Call auch wenn sie danach nicht dabei sind und nicht apart sind,

00:31:11: d.h.,

00:31:11: es ist sehr viel Arbeit die da reinfließt weil es mir darauf ankommt dass die Frauen unterstützend sind und keine Opportunisten in dem Raum und dass sich das Gefühl haben okay die sind aus den richtigen Gründen da und für mich ist der richtige Grund Ich bin in der Führungsrolle.

00:31:23: Das muss man sagen, ich setze eine gewisse Führungserfahrung voraus aber nur deswegen weil ich möchte dass die Frauen auch über Themen reden können, die andere verstehen.

00:31:31: Weil du bist dann im ganz anderen Punkt wenn du als deine erste Führingsposition hast und erst mal überhaupt lernen musst wie das geht oder wenn du das schon ein paar Jahre machst und ganz andere Themen hast.

00:31:40: also das muss man dazu sagen Und dann aber auch zu gucken okay Was ist in deiner Ambition?

00:31:45: Wieso bist du denn dabei, was möchtest du dann erreichen.

00:31:47: Wo willst du den hin und auch zu erklären, was das Konzept ist und dann zu verstehen passt es überhaupt.

00:31:52: Und da hatten wir auch schon oder hatte ich jetzt auch schon den Case dass ich gesagt habe hey Ich glaube also menschlich gesehen passt das super gut.

00:31:58: aber das was Du gerade willst und das was dieser Raum hergepasst einfach grade nicht und darauf achte ich.

00:32:05: Was die Hautfarbe anbelangt oder jegliche Herkunft jeder ist willkommen.

00:32:09: Ich hab da gar kein kein perfektes Bild oder sowas komisch, wenn ich es hätte.

00:32:15: Aber ich glaube auch einfach dass man trotzdem und ich weiß nicht wie man das besser löst automatisch durch die Person die man ist einfach gewisse Leute anzieht und dann vielleicht auch irgendwo ausschließt und ich weiss nicht was man da besser machen kann.

00:32:28: ja Ein sehr, sehr spannender Punkt.

00:32:30: Finde ich total cool!

00:32:30: Also erst mal... Ich meine du bist ja ultra reflektiert.

00:32:33: offensichtlich weil Du hast einen Satz gerade zum Anfang gesagt irgendwie, ich weiß gar nicht ob ich das so richtig mache aber ne?

00:32:39: Das zeigt ja schon wie krass reflektierte bist denn Du machst Dir ja Gedanken darüber.

00:32:43: Du achtest darauf dass es divers sein soll und ob Du's am Ende richtig machst oder auch falsch, das ist ja erstmal dahingestellt.

00:32:50: Und natürlich machen wir alle Fehler.

00:32:51: Ich mach heute noch Fehler in dem Kontext.

00:32:54: Es ist okay, weil ich bin ja ein Mensch.

00:32:55: Du bist ja auch nur ein Mensch.

00:32:58: Tages können wir ja auch nur so ein bisschen in dem, sage ich mal Wirkungskrass, indem wir uns bewegen mit dem was wir mitgegeben bekommen haben.

00:33:04: Mit dem was wie möglich sind zu reflektieren mit der Prägung, Sozialisation etc.

00:33:08: Arbeiten die wir haben und uns dann halt immer step by step irgendwie vorarbeiten und besser werden.

00:33:14: Das ist schonmal so der Start und das finde ich schon mal richtig cool und dass du das überhaupt auch bewusst auf den Zettel hast weil ich glaube genau da fängt es bei vielen schon an, dass sie dieses Thema gar nicht aufm Zetteln haben.

00:33:23: Was.

00:33:24: und jetzt kommt der nächste Punkt, wo du gerade gesagt hast ich weiß auch gar nicht wie das irgendwie geht.

00:33:29: Dass wir eben tatsächlich als Menschen die anziehen, die uns ähnlich sind.

00:33:33: Ich glaube es ist einfach irgendwie so Affinity-Bias oder so.

00:33:38: Also du ziehst die an, die so ähnlich sind wie du.

00:33:41: Das ist erstmal so.

00:33:41: Das heißt da ist eine große Chance da dass du überwiegend weiße Menschen anziehen wirst per se schonmal.

00:33:45: Jetzt mal unabhängig davon ob sie irgendeine andere Diversitätsdimensionen aufweisen.

00:33:50: Und ich glaube wie man das ändern kann ist, indem du dir bewusst machst dass deine Haltung entscheidend für das ist wenn du anziehst.

00:33:58: Also eben nicht nur deine Optik und wen du noch außen darstellst sondern auch wie du dich positionierst.

00:34:04: Und bei mir ist es so... Das habe ich ganz viel widerspiegelt bekommen.

00:34:07: Ich würde schon sagen, dass ich ein gutes Ansehen in der BIPOC-Branche sozusagen oder Szene habe die sich um Diversity etc.

00:34:16: kümmern, weil die Menschen erkannt haben dass ich eins zu eins so denke wie sie.

00:34:22: nicht immer natürlich und natürlich mache ich auch Fehler.

00:34:24: natürlich bin ich sie nicht.

00:34:26: aber Ich kann mich sehr stark mit den Schmerzen die da sind auseinandersetzen Und auch die nachvollziehen Weil ich glaube was uns menschen am ende des tag ist alle ein ist eben dieses thema von vorhandener oder nicht vorhandena Zugehörigkeit.

00:34:39: Und das baue ich nicht per se dadurch auf, dass ich weiß bin und du auch und wir uns deswegen cool finden.

00:34:43: Sondern dadurch, dass du dich verletzbar zeigst, dass so die ähnlichen Werte hast wie ich.

00:34:47: Dass du auch ganz klar sagst.

00:34:49: wenn Frauen kategorisch ausgegrenzt werden finde ich das nicht cool.

00:34:52: So, ne?

00:34:53: Das ist es!

00:34:55: Der ausschlaggebende Punkt auf den ich eingehen möchte ist eigentlich Haltung ist das was eben die Spray vom Weizen trennt und Haltung is auch das was am Ende die richtigen Menschen anzieht und deinen Safe Space divers machen wird.

00:35:09: Ja, glaube ich auch und für mich ist es auch entscheidend in den kleinen Momenten also unabhängig von Social Media im Alltag.

00:35:16: Wie reagiere ich auf Menschen die anders sind als ich?

00:35:19: Die anders denken als ich?

00:35:20: wie verhalte ich mich denn gegenüber?

00:35:21: lade ich sie ein ja blöd gesagt Keine Ahnung, lade ich sie an meinen Tisch ein dazu zu kommen.

00:35:28: Bin nicht offen für andere Perspektiven.

00:35:30: gehe ich auch auf Events die nicht nur shiny und instagrammable sind wo alle gleich aussehen?

00:35:35: oder geh ich auch mal in andere Kreise und bin offen für Andersartigkeit?

00:35:38: Und Ich glaube ja am Ende ich denke wir können alle besser werden.

00:35:42: ich muss auch sagen immer wieder wenn ich mich mit dem Thema Chancengleichheit und Diversität auseinandersetze bin ich immer wieder wie wenig man am Ende weiß, obwohl man gefühlt so viel Impot hat.

00:35:52: Aber trotzdem Sachen übersieht aber einfach aus dem Grund dass man es nicht selber erlebt hat und Es ist immer einfacher aus einer Position zu reden in der man die sachen selber durchgemacht hat.

00:36:02: leider auch wenn's ein schmerz Wenn es ein schmärts war ja wenn du vielleicht eine andere Hautfarbe hast und diesen Schmerz spüren musst das was für dich als menschei ist ... dann kann man viel besser darüber sprechen und ist viel mehr aware.

00:36:13: Und ich glaube, deswegen ist es so wichtig... ...und das finde ich auch schätze ich total an dir,... ...weil ich das Gefühl habe du oder ich bin mir ziemlich sicher,... ...dass du diesen Austausch immer wieder suchst.

00:36:22: Man merkt, dass du wirklich gewillt bist dazu zu lernen.

00:36:25: Ich glaube am Ende sind wir alle nicht perfekt.

00:36:27: Das will ich auch.

00:36:28: Wenn du Tipps hast und wenn irgendjemand Tipp hat wie ich diesem Prozess verbessern kann... ...oder noch diverser gestalten kann, dann werde ich das auch tun weil ich denke, wir sind alle nicht perfekte.

00:36:37: Ich freue mich da auch über Ratschläge.

00:36:40: Ja, total.

00:36:40: Und ich glaube das ist genau das wie es super erfolgreich werden wird weil du einfach offen bist, weil dich selber immer weiterentwickelt, weil du deine Fühle an alle Richtungen ausstreckst und eben nicht nur in die eine und das ist einfach der absolute Gamechanger.

00:36:53: aus meiner Erfahrung also ich glaube du bist auf dem absolut guten Weg.

00:36:57: jetzt haben

00:36:58: wir irgendwie ganz viel so über ja auch über Gleichstellung oder Chancenungleichheiten gesprochen und ich habe mich gefragt brauchtest denn jetzt eigentlich In deiner Vision mehr Frauen in Führung, also so per se.

00:37:12: Wie zum Beispiel eine Frauenquote oder sowas?

00:37:14: Oder sollte es eher eine radikale Machtumverteilung geben, wo eben auch Männer mitgedacht werden.

00:37:20: Also weißt du was ist eigentlich... Ich frage mich das manchmal!

00:37:22: Was ist eigentlich das, was jetzt wirklich gerade braucht?

00:37:24: Machtumverteilung oder einfach Frauenentführungen und entsteht dadurch vielleicht sogar die Machtumverteilung?

00:37:31: I don't know.

00:37:32: Ist ne gute Frage nicht... Ich glaube, das ist vielleicht eine unpopular Opinion die ich habe.

00:37:37: Aber es ist ja gar nicht mehr so.

00:37:39: was sagen.

00:37:39: Wie mag ich?

00:37:40: Ja!

00:37:41: Ich würde sagen, dass es nicht aus meiner Sicht und das ist auch meine Erfahrung, die mich prägt keine Ahnung Es ist nicht ein Entwederoder.

00:37:49: Ich glaube nicht, dass das gerechter wird alleine durch mehr Frauen in Führung oder durch auch Appelle nur an die Strukturen.

00:37:59: Ich glaube, dass mehr Frauen in Führungsrollen per sie wichtig sind.

00:38:02: Ja?

00:38:02: Weil die Repräsentation von Frauen-Inführungsrollern einfach auch Perspektiven verschiebt.

00:38:06: ja.

00:38:06: Entscheidungsräume werden diverser.

00:38:07: das ist nicht nur gut für uns als Frauen Das ist für die Innovationsfähigkeit des Unternehmens auch entscheidend.

00:38:12: das wissen wir inzwischen alle.

00:38:14: Aber und das ist vielleicht nicht so das was viele hören wollen ich finde es greift aber ein bisschen zu

00:38:19: kurz

00:38:21: weil ganz oft wenn wenn wir nur diesen dieser Logik folgen dann würden ja die frauen sich nur an diese Machtlogiken anpassen die Sie schon die es schon gibt, anstatt sie halt mitzugestalten.

00:38:31: Weißt du was ich meine?

00:38:32: Also... Ich glaube das ist nur in der Zusammenarbeit mit Männern funktioniert und das ist auch wieder der Punkt den ich gerade schon kurz erwähnt habe, was mir extrem auf den Keks geht immer dieses Männer vs Frauen.

00:38:44: Die Männer sind so schlecht und nehmen uns die Plätze in der Führungsriege weg und die Gebäude klappt und ich kann das nicht mehr hören!

00:38:51: Ich denke also gut wir wissen inzwischen ja wie meine wir beschäftigen uns mit dem Thema Wir machen uns schlau, wir schauen uns Studien an.

00:38:59: Wir wissen inzwischen das ist eine ungerechte Verteilung GIP-Punkt.

00:39:04: Aber wenn wir uns abgrenzen von anderen Gruppen indem wir die ganze Zeit gegeneinander uns ausspielen und diese Schiene fahren glaube ich dann erreichen wie genau das Gegenteil.

00:39:16: und deswegen glaube ich es braucht beides.

00:39:17: Es braucht halt in den Unternehmen zum Beispiel ja transparente Beförderungsprozesse ja dass Unternehmen KPI's haben an denen sie schauen und messen hey Wie sieht's denn gerade aus?

00:39:27: Sind wir divers aufgestellt, nicht nur Frauen sondern verschiedenste Form.

00:39:32: Ja sind wir diversaufgestellt.

00:39:34: Wo merken wir grad ein Gap?

00:39:35: Woran liegt es?

00:39:36: Wo kommt dieser Gap denn her?

00:39:37: Liegt das schon in unserem Einstellungsverfahren oder gibt es irgendein Prozess bei uns in der Firma, der das beeinflusst?

00:39:42: da bist du die Expertin.

00:39:44: aber auch so das Thema Kinderbetreuung Zeitmodelle die nicht aus dem Industriezeitalter stammen.

00:39:49: also ich glaube Es gibt strukturell extrem viele Hebel.

00:39:52: Deswegen ist das eine, aber es braucht auch die Zusammenarbeit mit Männern und die Meinung mit Männernen.

00:39:59: Und ich glaube dass beides ist am Ende aus meiner Erfahrung und aus meiner Sicht dann sozusagen das Erfolgsrezept wenn man das so nennen kann.

00:40:07: ja

00:40:08: und Ich würde auch nicht ausschließen Wie du merkst, ist emotional.

00:40:11: Sieht mich sehr dieses Thema bei.

00:40:13: Als ich auch mit diesem Frauenthema nach außen ging und hatte sich davor Respekt weil es nicht so ist... Ich möchte mich bewusst nicht in diese Schiene drücken lassen.

00:40:21: jetzt wir gegen die anderen Sondern.

00:40:24: dann hatte ich manchmal als ich darüber geschrieben habe dann auch Männern den Kommentaren, die meinten hey noch ein Frauennetzwerk wieso sind wir nicht inkludiert?

00:40:30: Und ich sagste wie's ist dieser Belly?

00:40:32: würde ich nicht ausschließen dass ich das für Männer mache oder dass ich es mal mixt mache Oder dass ich keine Ahnung.

00:40:37: ich bin da total aufgeschlossen Aber es braucht ein Diskurs, trotzdem gibt es gewisse Themen die wir als Frauen unter uns noch mal anders besprechen können.

00:40:47: Ist einfach so!

00:40:48: Ja, und wir müssen uns ja stärken.

00:40:49: Also was man eben nicht vergessen darf das ist eine ähnliche Debatte wie ja oh wieso sagt man immer die schwarzen die armen schwarze?

00:40:56: Wir weißen wir werden auch benachteiligt.

00:40:57: halt bullshit.

00:40:58: also weil die weil die historie eine ganz andere ist die grund voraussetzung Die ausgangslage ist einer andere als bei weisen menschen.

00:41:05: deswegen ist diese diskussion quatscht.

00:41:06: genauso kannst du das auch oder nicht genau so?

00:41:08: aber ähnlich zwischen Mann und Frau sagen wir frauen sind halt immer erst am zweiten Rang.

00:41:13: Wir fangen immer irgendwie fünfzig Meter hinter den Männern an, entsprechend kann man das leider nicht so ganz zu sagen und es geht nicht darum wer ist besser oder schlechter wenn man das sagt sondern nur um die faktische Beweislage die man einfach schon auch diskutieren muss ohne damit sagen zu wollen Männer sind schlechter oder Männer sind, müssen auch mal benachteiligt werden.

00:41:33: Und so darum geht es überhaupt nicht, ne?

00:41:35: Sondern eher um diese Sensibilisierung das wenn zum Beispiel ein Mann als CEO wieder gewählt wird dass der vielleicht mal schaut okay welche Frauen habe ich denn gerade in meinem unmittelbaren Umfeld die meine Positionen auch gut machen können oder die vielleicht sogar mich ersetzen könnten oder die zumindest mit einem Management Board sitzen?

00:41:51: oder oder oder also genau um diese Synergien geht es ja, dass man einfach die Mechanismen versteht und dann als Mann sich für Frauen einsetzt.

00:42:01: Und vielleicht noch ein Beispiel, weil du ja auch manchmal richtig coole Expertinnen und so zu dir einlegst, sondern irgendwie im Interview-Gespräch mit denen vorstellts ... Wer da in dem Kontext total interessant für dich sein könnte wäre tatsächlich Vincent Emanuel Herr, wenn du ihn nicht schon kennst.

00:42:18: Der setzt sich... Also der betitelt sich selber auch als Feminist, setzt sich für Male Allership und auch Gender Equality etc.

00:42:24: ein hat unzählige Buche oder Unzählge, ich glaube zwei drei Bücher schon dazu geschrieben Und der ist wirklich für mich der Inbegriff von Mann, der wirklich Feminismus lebt und sich so stark in seiner weißen männlichen Position für Frauen einsetzt.

00:42:38: Und erkannt hat was der Mehrwert darin ist das zu tun weil wir dann alle davon profitieren.

00:42:43: Und darum geht es!

00:42:43: Und ich glaube so eine Person mal an dein Netzwerk einzuladen wäre mega.

00:42:46: Das

00:42:47: ist ne coole Idee.

00:42:48: ja danke Ich werde dich bei ihm melden.

00:42:52: Ja klingt gut

00:42:54: Genau, wir haben schon so viel geredet.

00:42:57: Jetzt muss ich mal ganz kurz gucken was... Was mich zum Ende eigentlich nochmal so interessieren würde?

00:43:04: Wir haben jetzt ja schon viele über die Ups und Downs deines Unternehmertums geschrieben.

00:43:13: selbst manchmal irgendwie Zweifel hast oder Nachdenks usw.

00:43:16: Und ich hab mich gefragt, was ist denn so die unbequemste Wahrheit jetzt?

00:43:19: Wenn du das noch mal so final sagen müsstest im Hinblick auf viel mehr Leadership, die du in deiner Arbeit selbst kennengelernt hast und dir vielleicht auch viele Frauen- oder Menschen per se nicht gerne hören, die aber einfach gesagt werden muss um irgendwie so die Facts straight zu kriegen.

00:43:33: Ja ja Ich glaube dass wir einerseits nicht nur an die Leser eine Decke stoßen Das Thema hatten wir heute Aber weil wir leider auch als Frauen manchmal lernen, uns in dieses Thema einzufügen.

00:43:45: Also ich glaube oder was ich gesehen habe jetzt im Safe Space aber auch generell in den letzten Jahren ... Ich sehe ganz oft sehr hoch kompetente Frauen ja die dann Konflikte anfangen zu moderieren statt sie zu führen ja Ownership zu übernehmen, die dann zwar Verantwortung übernehmen aber sich nicht entscheiden Ja die Leistung bringen aber sich nichts sichtbar machen wollen.

00:44:05: und ich sage nicht dass es ist keine Kritik an den Frauen Es ist jetzt nicht, weil ich denke, dass Sie das nicht können.

00:44:13: Sondern ich glaube ... Weil die Zugehörigkeit in Systemen, die wir sie im Unternehmen häufig haben an Anpassung geknüpft ist.

00:44:23: und da ist das Problem aus meiner Sicht und uns wollen viele vielleicht nicht hören wenn wir Frauen lediglich empowern ja?

00:44:28: Das was wir darüber gesprochen haben dieses höher weiter schneller am Meer Skills mehr Frauen in Führung dann bringen wir ihnen, finde ich irgendwie auch bei in den bestehenden Strukturen erfolgreicher zu funktionieren ohne sie zu hinterfragen.

00:44:40: Weißt du was ich meine?

00:44:42: Voll!

00:44:43: Ich

00:44:43: glaube dass der Schlüssel und das schließt sich der Kreis zum Anfang unseres Gesprächs Daran liegt, dass wir uns selbst auch in unserer Führungsrolle als Frauen reflektieren und nicht anfangen nur Fingerpointing zu betreiben.

00:44:56: Und ich bin um jetzt mal die Anhaltung einzunehmen.

00:44:58: Ja, ich bin hier die benachteiligte Gruppe.

00:45:01: Ich habe wurde ja schon wieder nicht befördert und der Kollege verdient zwanzigtausend Euro mehr am Jahr, das existiert und ich hab's gesehen und weiß was da ist aber dann halt auch den Raum zu ownen und zu sagen pass auf!

00:45:12: Ich weiß es ist dieses Problem vorherrscht aber ich kann für mich selber dem Beitrag leisten indem ich mich selber reflektiere und mein bestes Tool, dass ich das System beeinflussen.

00:45:21: Und ich verstehe, dass manche das vielleicht nicht wollen oder auch einfach in der Kraft sind.

00:45:26: Das ist auch okay.

00:45:27: wir sind alle unterschiedlich aber ich würde mir total wünschen, dass es mehr Frauen gibt die an sich glauben und ihre Haltung einnehmen, weil es gibt diese Unternehmen und es gibt auch diese Communities und Strukturen die genau solche Frauen fördern.

00:45:42: Ich habe das auch gesehen und deswegen wünsche ich mir das einfach.

00:45:44: Und ich glaube das ist dann am Ende der unbequeme Wahrheit dass wir selber leider auf eine sehr große Verantwortung tragen und dass sich manche leider nicht eingestehen

00:45:53: wollen.".

00:45:54: Total, total.

00:45:55: Das ist cool!

00:45:56: Wenn ich so in Workshops sitze oder auch mit Unternehmenssprecher dann kommt immer ganz oft so ja okay was ist denn jetzt die Lösung?

00:46:03: Dann bin ich echt... Ganz oft bin ich ganz stumpf und sag du mir doch mal die Lösung.

00:46:06: Was glaubst du denn, was jetzt der richtige nächste Schritt wäre?

00:46:09: Weil das Spannende ist nämlich genau da.

00:46:11: Menschen sind so gewöhnt daran sich quasi Vorgaben geben zu lassen und die einfach nur ab zur Arbeit statt selber mitzudenken.

00:46:18: Und Gemeinschaft oder auch richtiger Erfolg passiert nicht dadurch dass wir uns irgendwie eine Vorgabe geben lassen und die abarbeiten, sondern dadurch dass wir selber mitmachen und unser Gedankengut auch in die Mitte werfen.

00:46:28: Und ich glaube da also ein Thema Eigenverantwortung bin ich voll bei dir dürfen uns echt alle an die Nase fassen und uns auch immer wieder irgendwie überlegen okay wie kann ich denn jetzt meinen Teil hierzu beitragen um das Ganze irgendwie besser zu machen?

00:46:40: Ja

00:46:41: mega cool Marina, eine letzte Frage noch zum Abschluss.

00:46:44: Die ist jetzt nicht leichter aber nochmal richtig tief im Abschluss?

00:46:48: Genau was hält dich denn nachts wach wenn du die wenn du an die Zukunft denkst?

00:46:52: das ist mir frage dich immer gerne stelle.

00:46:58: ich glaube wir stehen gerade an einem punkt in dem Unternehmen massiv in Technologie AI und Effizienz investieren.

00:47:06: Ich meine, das sehen wir alle.

00:47:08: Überall wird auf über AI geredet... ...auf der Bühne, auf Social Media in den Unternehmens.

00:47:12: Das ist das Buzzword schlechthin.

00:47:14: Und der Trend am Ende.

00:47:16: Ich glaube oder was mich wachhält ist dass es schön und gut und das ist wichtig und ich selber rede auch vermehrt auch auf Social media über das Thema Human and Tech weil ich glaube es wichtig ist, dass wir uns damit auseinandersetzen.

00:47:27: aber wenn sich Entscheidungslogiken, über die wir gesprochen haben oder das Führungsverhalten nicht im gleichen Maß mitentwickeln.

00:47:37: Dann werden diese Technologien einfach bestehende Muster verstärken.

00:47:41: Also

00:47:41: ich glaube dann dass wir einerseits nicht effizienter werden sondern einfach dysfunktional weil zum Beispiel unsichere Führung dann noch vorsichtiger wird.

00:47:50: ja Konfliktcheuteams sich da noch länger abstimmen und Michael am Ende diese Frage ab so schaffen wir es eine Arbeitswelt zu bauen in der die Menschen performen können, ja leistungsfähig bleiben.

00:48:01: Das brauchen wir als Menschen selber diese Performance weil wir dadurch wachsen, weil wir uns dadurch besser fühlen.

00:48:06: aber auch die Unternehmen brauchen diese Leistung.

00:48:09: Aber im gleichen Zuge auch wirksam zu sein und verbunden zu sein Und irgendwie bei diesem ganzen Gespräch rund um AI und die Zukunft der Arbeit irgendwie bei uns selbst zu bleiben das hält mich manchmal wach und deswegen ist es für mich so erföhnt und gleichzeitig verstörend mich mit diesen thema auseinanderzusetzen, wie wir unsere arbeitswelt verbessern können.

00:48:32: Und ja ich würde sagen das ist so meine meine Antwort auf diese sehr komplexe frage.

00:48:36: Ja finde ich super!

00:48:38: Ich gebe dir recht AISen ein sehr spannendes Thema auf der einen Seite aber eben auch ein sehr... Konfliktreiches Thema, ich glaube so kann man das ganz gut sagen.

00:48:47: Gerade aus meiner Diversitätsbrille natürlich hoch kritisch weil einfach noch immer nicht ethisch ist.

00:48:54: Das ist leider einfach so.

00:48:55: also auch die aktuellen Studien beweisen genau das.

00:48:58: und entsprechend hier ist ja ganz viel Möglichkeit eben ganz ganz viel Unfug zu machen wenn man es eben nicht in gute Rahmenbedingungen gießt.

00:49:08: Und was ich spannend finde, auch was du gesagt hast am Ende des Tages.

00:49:11: Ich kann mich nur wiederholen sind wir Menschen und Wir menschen.

00:49:15: wir ticken alle auf eine gewisse Art und Weise gleich und wenn wir das einfach komplett unberücksichtigt lassen und einer AI die komplette Kraft über uns Über unsere verbindung und auch über uns als menschen geben und alles irgendwie was uns ausmacht abgeben also dann ganz logisch.

00:49:32: Die logische Schlussvorgabe kann ja nur Unglücks sein, also es kann ja einfach nur bedeuten dass wir eben ineffizient sind und am Ende auch unzufrieden sind uns gar nicht mehr spüren, auf irgendeine Art und Weise.

00:49:42: Und ich glaube also bei allem Leistungstalk den ich auch total wichtig finde müssen wir schon irgendwie immer bei den Fakten bleiben und wir dürfen einfach nicht vergessen dass diese Welt aus Menschen besteht und Menschen sind bestimmt geartet und ich finde es muss immer eine Balance aus beidem sein und nicht nur das eine oder das andere und ansonsten verlieren alle am Ende.

00:50:02: Ja ich glaub das ist ein guter Ein guter Schlusssatz, Isabel.

00:50:08: Normalerweise

00:50:08: mache ich nicht den Schlusssitz.

00:50:10: Den musst du

00:50:10: noch machen!

00:50:12: Nein.

00:50:12: aber also ich fand das ganz schön was du gesagt hast.

00:50:14: Ich wollte das nur unterstützen weil tatsächlich ist KI so eine Hassliebe bei mir.

00:50:19: Weil ich das auch selber total interessant finde.

00:50:21: Aber ich finde den Umgang damit hier in Deutschland echt schwierig und auch kritisch und auch zu schnell einfach wieder ne?

00:50:28: Also wir gehen wieder über Umsätze statt über die Menschlichkeit nicht immer machen.

00:50:34: und ja, deswegen kann ich mich da irgendwie im Kopf von Kragen reden.

00:50:38: Ja, ich glaube das ist ein Thema, da kann man wirklich also... Da kann man mehrere Podcast-Episoden füllen.

00:50:42: Ja.

00:50:44: Total!

00:50:45: Aber ich fand das Gespräch ganz, ganz toll mit dir.

00:50:47: Ich finde du bist eine wunderbare Person.

00:50:50: Du bist wahnsinnig erfolgreich in so jungen Jahren schon.

00:50:53: Du kannst mega stolz auf dich sein und ich finde die Impulse die du gegeben hast auf so vielen Ebenen leistungswirtschaftlich orientiert, aber auch Werte orientiert sind so viel Gold wert.

00:51:04: Also so wichtig!

00:51:06: Vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und dass du deine Impulse heute mit uns geteilt hast.

00:51:12: Danke

00:51:22: schön!

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